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Literatur-Blog

Wolfgang G. Fienhold

ALPTRAUM KRANKENHAUS – Voll aus dem Leben von Wolfgang G. Fienhold

Nach einer Weile kommt ein junger Assistenzarzt und nimmt eine Blut- sowie Urinprobe. Ungefähr vier Stunden lang passiert überhaupt nichts, der Patient öffnet mühsam die Tür und fragt, wann es weitergeht. Ihm wird beschieden: „Wird sind hier in der Notaufnahme, da kommen wichtigere Fälle dazwischen.“ Offenbar ist er kein Notfall, denn er blutet weder aus der Nase noch dem kleinen Finger. Irgendwann geht es dann doch zum Röntgen. Der Techniker oder was immer er ist, knallt den Patienten auf den Tisch wie der Schlachter eine Schweinehälfte, was von Gewicht her auch in etwa hinkommt. Dem Patienten entfährt ein herzhaftes „aaahr“, worauf der Schlachter meint: „Brüllen Sie mich nicht an.“ Wenn der Wirbel bislang nur angebrochen oder geprellt gewesen war, jetzt ist er durch, denkt der Delinquent, hält jedoch den Mund.

RAUCHEN IST MORD – RAUCHER SIND MÖRDER – Eine Kurzgeschichte von Wolfgang G. Fienhold

Krimi–Seher wissen es schon lange: Der Mörder fährt Jaguar und raucht. Nicht einmal Jerry Cotton raucht oder trinkt mehr, den Jaguar haben ihm die beschnittenen Serienschreiber aber noch nicht genommen. Kommt noch, keine Bange. In einigen Jahren wird er mit einem solar angetriebenen Toyota auf Verbrecherjagd gehen. Das wird schwer, denn die Bösen fahren Jaguar. Andererseits leicht, denn sie rauchen und müssen deshalb anhalten, um Zigaretten zu kaufen. In den Medien werden Raucher schon lange pauschal als Süchtige bezeichnet, unvorstellbar inzwischen, dass jemand auf dieser Welt etwas aus Genuss tut. Na, sich in Luft sprengen, um 72 Weintrauben zu zerkauen (mit was eigentlich?). Mohammed mochte keinen Alkohol und Zigarren kannte er nicht. Ich bin aber sicher: Er hätte sie verdammt …

WEIHNACHTS-KAMPAGNE von Wolfgang G. Fienhold

Wolfgang G. Fienhold, geb. in Darmstadt, lebte in Frankfurt am Main. Abgebrochenes Studium der Sozialwissenschaften. Anno Tobac Herausgeber der Zeitschriften GUMMIBAUM und NONSENF. Mitarbeit an Hunderten von Anthologien. Die üblichen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und im Funk, Lyrik, Prosa, Reportagen, Rezensionen und Hörspiele. Bis zu seinem Tod 2011 eine Handvoll Literatur- und Förderpreise. Schrieb u.a. den Roman DIE FLAMBIERTE FRAU, der mit Gudrun Landgrebe verfilmt wurde. Bei der vorliegenden Story geht es um die Frage nach der Göttlichkeit der Protagonisten und ihrem Auftrag aus Ursa Mayor II., 2500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt …

DIE UNSÄGLICHE GESCHICHTE … – von Wolfgang G. Fienhold

Wolfgang G. Fienhold, geb. 1950 in Darmstadt, lebte in Frankfurt am Main, wo er auch 2011 verstarb. Abgebrochenes Studium der Sozialwissenschaften. Anno Tobac Herausgeber der Zeitschriften GUMMIBAUM und NONSENF. Mitarbeit an Hunderten von Anthologien. Die üblichen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und im Funk, Lyrik, Prosa, Reportagen, Rezensionen und Hörspiele. Bekannt durch den Roman DIE FLAMBIERTE FRAU, der mit Gudrun Landgrebe verfilmt wurde. Die vorliegenden Story ist wohl die Art, wie der schwerkranke Autor seine Situation zu ertragen trachtete. Dass die Geschichte dabei mindestens halbbiografische Züge trägt, darf man erwarten und so liest man das alles hier mit einem weinenden und einem lachenden Auge, wenn das alles nur nicht so tragisch und unumstößlich enden sollte.

ANKE III – Eine Suffstory in drei Teilen von Wolfgang G. Fienhold

Heiki: „Ich weiß Bescheid, der Meyer bestellt jede Woche sieben Kästen Diplom-Champagner bei mir. Der kann wirklich was und wenn er nicht farbenblind und zwergwüchsig wäre, wäre er … na dann wäre er ICH.“ – Hüttengesäß: „Ich habe vor Meyer keine Angst, nur vor Frauen, aber wenn ich einen Führer hätte, eigentlich bin ich ja der Führer, aber ich, ich brauche halt einen Führer, der mich zum Diplom-Führer ausbildet. Ihr sagt ja alle: Ohne Diplom ist man nix.“ – Anke: „Rad ab, irrer geht’s nicht.“ – Bert: „Global gesehen: Ja. Aber die Welt gehört den Zinnsoldaten.“ – Anke: „Bist du etwa wieder nüchtern?“ – Bert: „Ja, ich habe eben acht arabische Fruchtfliegen aus der Wolfschanze getrunken und die saßen noch auf ihrem Gebetsteppich, das hat mich abgetörnt. Hol trotzdem noch ne Flasche Chandon.“

ANKE II – Eine Suffstory in drei Teilen von Wolfgang G. Fienhold

Manchmal geht es schneller als man denkt: Ein paar Gläser Wein in der Pilsstube – und schon ist man im Jenseits. Pfarrer Tiegel kann es kaum glauben … – Autor Wolfgang G. Fienhold, geb. in Darmstadt, lebte in Frankfurt am Main. Abgebrochenes Studium der Sozialwissenschaften. Anno Tobac Herausgeber der Zeitschriften GUMMIBAUM und NONSENF. Mitarbeit an Hunderten von Anthologien. Die üblichen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und im Funk, Lyrik, Prosa, Reportagen, Rezensionen und Hörspiele. Bis zu seinem Tod 2011 eine Handvoll Literatur- und Förderpreise. Schrieb u.a. den Roman DIE FLAMBIERTE FRAU, der mit Gudrun Landgrebe verfilmt wurde.

ANKE I – Eine Suffstory in drei Teilen von Wolfgang G. Fienhold

Das Leben von Anke und Bert verlief seit vielen Jahren harmonisch, wie sie glaubte. Gleichförmig nannten es die Besucher und Freunde und Bert benannte es schon lange nicht mehr. Er sprach ein Wort aus, dachte drei Wörter weiter und dann redete nur noch sie. – Autor Wolfgang G. Fienhold, geb. in Darmstadt, lebte in Frankfurt am Main. Abgebrochenes Studium der Sozialwissenschaften. Anno Tobac Herausgeber der Zeitschriften GUMMIBAUM und NONSENF. Mitarbeit an Hunderten von Anthologien. Die üblichen Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und im Funk, Lyrik, Prosa, Reportagen, Rezensionen und Hörspiele. Bis zu seinem Tod 2011 eine Handvoll Literatur- und Förderpreise.

DEUTSCHLAND 2099 – Ein kurzer Blick in eine noch etwas düstere Epoche von Wolfgang G. Fienhold

DEUTSCHLAND 2099 – Ein kurzer Blick in eine noch etwas düstere Epoche von Wolfgang G. Fienhold Montagmorgen Hans Stnr. 170408151820/Rot-Ex 39 löffelte sein Müsli und trank warmes Mineralwasser. Es gab 2324 Arten sein Müsli durch den Küchenroboter zubereiten zu lassen und es gab 765 Sorten Mineralwasser, ohne Kohlensäure, aber von lauwarm bis heiß. Die Kamera […]

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