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Literatur-Blog

Aeham Ahmad

Am Freitag, den 2. Dezember 2016, veranstaltet der Palmyra Verlag im Karlstorbahnhof in Heidelberg ein Konzert mit Aeham Ahmad, dem Pianisten aus Damaskus, der vor dem sogenannten Islamischen Staat nach Deutschland flüchtete.

Der Palästinenser Aeham Ahmad musizierte in Syrien vor Ruinen – für die Kinder, für das Leben, für die Kunst. Nachdem der sogenannte Islamische Staat sein Klavier verbrannte und ihn mit dem Tod bedrohte, floh er nach Deutschland. Aeham Ahmad spielt eigene Kompositionen, aber auch klassische Stücke. Aeham Ahmad wuchs als Palästinenser in dem Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus auf. Bereits im Alter von fünf Jahren begann er Klavier zu spielen und studierte später an der musikalischen Fakultät der Universität in Homs. Als Ahmad nach Jarmuk zurückkehrte, kämpften dort der sogenannte Islamische Staat und die Truppen Assads gegeneinander; von den ehemals 150.000 Bewohnern flüchteten etwa 90% aus dem Lager. Monatelang spielte Ahmad in den zerbombten Straßen – sein Klavier montiert auf einem Handkarren. Mit seinen Liedern wollte er den verbliebenen Bewohnern und vor allem den unter Hunger leidenden Kindern ein wenig Menschlichkeit, Hoffnung und Würde zurückgeben. Die Videos von diesen Auftritten bescherten ihm über die sozialen Netzwerke internationale Aufmerksamkeit.

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