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Im Verlag Schöningh Paderborn erscheint am 17. März 2010: Ulrike Freitag: Saudi-Arabien – Ein Königreich im Wandel?

Pressemeldung: Saudi Arabien – Dienstmädchen rächt sich mit Urin im Essen – Gericht verurteil sie zu 200 Peitschenhieben…

Dschidda (dpa) – „Ein Gericht in Saudi-Arabien hat ein Dienstmädchen zu 200 Peitschenhieben und einem Jahr Haft verurteilt, weil sie ihren Dienstherren Urin ins Essen gemischt hatte. Laut einem Bericht der Zeitung «Arab News« vom Dienstag, behaupteten Angehörige der Familie, in deren Haus die Frau aus Südostasien gearbeitet hatte, sie habe zudem «schwarze Magie» gegen sie praktiziert. Die Angestellte, die zu dem Termin im Gericht der Hafenstadt Dschidda nicht erschien, soll ausgesagt haben, sie habe ihren eigenen Urin aus Rache ins Essen gemischt. Die Familie habe sie schlecht behandelt.

Internationale Menschenrechtsorganisationen kämpfen seit Jahren vergeblich gegen die Ausbeutung und Misshandlung ausländischer Hausangestellter in den arabischen Golfstaaten. Die Arbeitgeber haben ihr Personal meist völlig in der Hand, weil die Gastarbeiter nicht ohne ihre Einwilligung den Job wechseln dürfen. Außerdem nimmt ihnen der Arbeitgeber in der Regel den Pass ab, so dass sie auch nur mit seiner Zustimmung das Land verlassen können. Laut Medienberichten liefen in der saudischen Stadt Taif in der vergangenen Woche fünf Hausmädchen aus Südostasien gemeinsam fort, während ihre Arbeitgeber beim Abendessen saßen. Diese verständigten daraufhin die Polizei…“

Im März 2010 fragt:

Ulrike Freitag (Hrsg.)
Saudi-Arabien

Ein Königreich im Wandel?
Verlag :      Schöningh Paderborn
ISBN :      978-3-506-76932-9
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      ca. 24,90 Eur[D] / ca. 25,60 Eur[A] / ca. 44,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 256 S.
Erscheiungstermin :      1. Aufl. 17.03.2010

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Wir würden uns freuen, wenn auch die Besucher/Leser unserer Homepage sfbasar.de ihre Meinung zu diesem Thema unter Kommentare abgeben würden! Wenn genügend zusammenkommen, werden wir versuchen, einige Preisrätseltitel vom Verlag zu erhalten um sie an unsere Besucher/Leser zu verlosen!

Updated: 24. Februar 2010 — 17:30

4 Comments

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  1. Ich finde es wirkich schlimm, dass Menschen zu solchen Mitteln greifen müssen! Und überhaupt: NIEMAND hat das Recht, einem den Pass abzunehmen! Das ist ja moderne Sklavenhalterei!

  2. Bei den Saudis hat sich seit dem Mittelalter nix geändert. Weniger noch als hierzulande. Sklaverei können die and ihrem eigenen Volk praktizieren! Aber Leuten den Pass abnehmen ist als ob manjemanden in Ketten legt. Diese Schweine! Schwarze Magie??? Das ist wirklich Mittelalter… denen ist das Öl zu Kopf gestiegen! Und 200 Peitschenhiebe?! Wie soll sie das überleben? Jemand muss einschreiten. Das ist Mord!

  3. Ich habe an dem Buch mitgearbeitet und muss leider feststellen, dass der dpa-Text, der neben dem Buchcover eingefügt ist, herzlich wenig mit dem Inhalt zu tun hat. Im Buch selbst taucht er nicht auf. Und auch nur eines der 12 Kapitel beschäftigt sich mit der Situation der Arbeitsmigranten in Saudi-Arabien.
    Anliegen der AutorInnen ist es, etwas mehr über interne Diskussionen, die derzeit in der saudischen Gesellschaft stattinden, zu berichten. Das tun sie durchaus auf kritische Weise. Allerdings versuchen sie, gesellschaftliche Prozesse etwas differenzierter zu beschreiben, als dies oft in der deutschsprachigen Medienlandschaft getan wird. Wie mit vielen der ArbeitsmigrantInnen in Saudi-Arabien umgegangen wird, ist nicht schön und teilweise menschenverachtend. Das ist schlimm und zu verurteilen. Dafür lassen sich allerdings Erklärungsansätze (keine Rechtfertigung!) finden. Zudem ereignet sich in dem Land auch noch viel anderes.

    Es als monolithischen Block à la „Bei den Saudis hat sich seit dem Mittelalter nix geändert“ zu sehen, ist dann doch gar zu einfach und schlichtweg falsch, abgesehen davon, dass es die Saudi im ‚Mittelalter‘ eigentlich gar nicht gab.

    @ René „Sklaverei können die and ihrem eigenen Volk praktizieren!“
    Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Den Individuen „des eigenen Volks“ würden dir wahrscheinlich zustimmen. Wie wäre es mit „Da sollen die Amerikaner doch ihre eigenen Bürger in Geheimgefängnissen foltern!“ Dieser Satz macht ähnlich viel Sinn.

    Wer weitere Infos möchte..

    das Inhaltsverzeichnis gibt es auf http://www.welte-tours.com/Inhaltsverzeichnis.pdf

    und Kurzvorstellungen einzelner Kapitel (weitere folgen) finden sich auf http://www.alsharq.de/search/label/Saudi-Arabien

  4. Der dpa-Text war auch eigentlich nur dafür gedacht, eine Diskussion anzuregen und einen Aufhänger für das Buch zu finden, das ja leider überhaupt keinen Pressetext oder Klappentexteintrag beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels (zum Zeitpunkt des Eintrag in diesem Blog) hatte.

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