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Literatur-Blog

„Waynes töte ich am liebsten!“ – BATMAN und „Die Nacht der Eulen” von Elmar Huber

„Waynes töte ich am liebsten!“
BATMAN und „Die Nacht der Eulen”

Der Rat der Eulen hat dich im Blick

„Waynes töte ich am liebsten!“ Mit diesen Worten stürzt sich ein in ein Eulenkostüm gerüsteter Killer gemeinsam mit Bruce Wayne vom alten Wayne Tower in den sicheren Tod.

Kurz zuvor: Bruce Wayne überreicht dem neuen Bürgermeisterkandidaten Lincoln March auf der Aussichtsplattform des alten Wayne Tower einen Scheck zur Unterstützung von dessen Wahlkampagne. Plötzlich taucht ein Killer in einer Eulenrüstung auf, greift die Männer an und verletzt beide schwer. Bruce Wayne kann seinen Sturz noch am Turm abfangen; der Killer stürzt auf die Straße, überlebt jedoch unerklärlicherweise und kann fliehen. Lincoln March dagegen ist lebensgefährlich verletzt und wird in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Bedrohung durch den mysteriösen „Rat der Eulen“ ist also durchaus ernst zu nehmen. (B5)

Ein Tag zuvor: Commissioner Jim Gordon ruft Batman zu einer rätselhaft arrangierten Leiche. Ein zurückgezogen lebender Mann wurde von antiken Wurfmessern mit Eulenapplikationen getötet. Am Tatort findet sich nicht nur eine an Bruce Wayne gerichtete Todesdrohung, die DNA unter den Fingernägeln der Leiche stammt außerdem von Dick „Nightwing“ Grayson. Wunden und Narben des Toten verraten seine Tätigkeit als Lehrer verschiedenster Kampftechniken. Eine ungewöhnliche Zahnfüllung weist Batman die Spur zu einer alten Legende Gothams, dem sagenhaften „Rat der Eulen“, der für die meisten Bewohner Gothams nur in Form eines Kinderreims existiert (B5):

„Gib Acht, der Rat der Eulen hat dich im Blick —
Er herrscht über Gotham von schattigen Ästen und hinter dicken Mauern mit großem Geschick —
Er blickt dir ins Herz, lässt dich in deinem Bettchen zittern und beben —
Sag keinen Ton, oder Talon kommt und holt sich dein Leben.“

Ein Angriff aus der Vergangenheit

Offensichtlich existiert der „Rat der Eulen“, der Gothams Schicksal angeblich seit Generationen aus dem Verborgenen lenkt, tatsächlich. Aufgeschreckt durch Bruce Waynes Sanierungspläne für Gotham will der Rat ein Exempel statuieren und schickt einen ihrer Killer – William Cobb, einen sogenannten „Talon“ – aus, Bruce Wayne zu töten. Batman findet heraus, dass Cobb nicht von außen in den Wayne Tower eindringen konnte und stößt so auf ein ungenutztes und vermeintlich versiegeltes dreizehntes Stockwerk im Turm, das dem Attentäter als Nest und Basis diente. Die Spur führt zu weiteren Wayne-Gebäuden in denen sich ebenfalls solche dreizehnten Stockwerke befinden, alle sein Jahrzehnten genutzt von den Eulen. (B6)

In der Kanalisation von Gotham, wo einst die Leiche von Alan Wayne, Bruce Waynes Ururgroßvater, gefunden wurde, wird Batman von dem überlebenden William Cobb überwältigt und betäubt. Er erwacht in einem gigantischen unterirdischen Labyrinth, das die Geschichte jedes einzelnen Opfers der Eulen erzählt, einschließlich der von Alan Wayne. Hier irrt Batman über eine Woche umher, bevor er – dem Wahnsinn und der Entkräftung nahe – nach einem weiteren Kampf mit dem Talon entkommen kann. (B7)

„Die ersten Familienmitglieder, die in Wayne Manor wohnten, waren die Brüder Solomon und Joshua Wayne. Sie kauften das Haus 1855. Aber sie zogen erst zwei Jahre später ein.

Wegen der Fledermäuse.

Das gesamt Höhlensystem unter dem Grundstück war von ihnen befallen. Sie zogen einen Fledermausexperten der Universität Gotham zu Rate. Er empfahl ihnen, Raubvögel in den Höhlen anzusiedeln, um die Fledermäuse loszuwerden. […] Der effektivste Fledermausjäger war […] der Amerikanische Uhu.

Meine Vorfahren haben Eulen in den Höhlen ausgesetzt und nach einem Jahr waren alle Fledermäuse weg.“ („Die Nacht der Eulen“)

Während sich Batman auf dem Rückweg nach Wayne Manor befindet, gelingt es Alfred inzwischen, William Cobbs leblosen Körper zu bergen und ihm in der Bathöhle das Geheimnis der Talons zu entreißen: Es handelt sich um Untote, die zu Lebzeiten durch Medikation und Kampftraining auf ihre Killerrolle vorbereitet wurden. Nach ihrem Tod können die Talons durch ein spezielles Serum immer wieder belebt werden. Entsprechend spüren sie keinen Schmerz, verfügen über außerordentliche Regenerationsfähigkeiten und sind somit nur äußerst schwer zu besiegen. Bloß extreme Kälte kann sie verlangsamen und aufhalten. Ein DNS-Test enthüllt außerdem, dass William Cobb ein Vorfahr von Dick Grayson ist. Und auch Dick Grayson selbst war als Talon vorgesehen. (B8, B-TDK7)

Batmans Flucht aus dem Labyrinth ist schließlich der Startschuss für den „Rat der Eulen“, eine ganze Armee reanimierter Killer auszuschicken, um Batman und eine Reihe strategisch wichtiger, hochrangiger Persönlichkeiten Gothams zu töten. Während Batman seine Höhle gegen den übermächtigen Ansturm der Talons verteidigen muss, schickt Alfred einen Notruf aus. „Die Nacht der Eulen“ beginnt, und Batmans Verbündete kämpfen in dieser Nacht überall in Gotham gegen die untoten Talon-Killer. (B8, B-TDK8, B-TDK9, BSB40, Catwoman 2)

„Meine Vorfahren haben Fledermäuse mit Eulen vertrieben. Die Eulen waren überall. Doch als die Eulen wieder weg waren, kamen die Fledermäuse scharenweise zurück.

Die Fledermäuse versteckten sich nur tiefer in den Höhlen. Dort, wo es selbst für die Eulen zu dunkel war. Und als sie dann zurückkehrten, nahmen sie Rache.“

(Die Nacht der Eulen)

Dämmerung: Nach der „Nacht der Eulen“

Nachdem diese Bedrohung eingedämmt ist – u. a. indem Alfred die Temperatur in der Bathöhle dramatisch verringert hat – und Batman sich auf weitere Ermittlungen konzentrieren kann, fallen bald alle Puzzleteile an ihren Platz und führen zu dem Ort, den Bruce Wayne bereits als Kind auf der Suche nach dem „Rat der Eulen“ aufgesucht hat. Dort findet er die aktuellen Ratsmitglieder alle vergiftet vor. Die Spur führt weiter zu einem geschlossenen Waisenhaus und damit zum letzten Talon, Lincoln March, der inzwischen ebenfalls durch das Wiederbelebungsserum erstarkt ist. March behauptet, Bruce Waynes Bruder zu sein, der angeblich bei einem Autounfall im Mutterleib gestorben ist. In einem brutalen Kampf kann Batman March besiegen, doch eine Leiche wird nicht gefunden (B11).

Der abschließende Epilog, der gleichzeitig Prolog ist, schildert eben diese vergangenen Ereignisse aus der Sicht von Jarvis Pennyworth, Alfed Pennyworths Vater. Schon damals sah sich die Familie Wayne unter Beobachtung der Eulen, die sich gegen den von den Waynes verkörperten gesellschaftlichen und technischen Fortschritt in Gotham stellten. (B12)

Die Geschichte Gothams wird neu geschrieben

„Die Nacht der Eulen“ ist die erste große Storyline in den „Bat“-Serien des Neuen DC-Universums. Dabei erzählt Hauptautor Scott Snyder nicht nur eine groß angelegte Geschichte, sondern gießt den „Rat der Eulen“ nachträglich in die Historie Gothams – mit besonderer Verbindung zu den Waynes – ein. Nachdem sich Scott Snyder bereits in „The Gates of Gotham“ (dt. als „DC Premium 78: Die Pforten von Gotham“) mit der Geschichte Gothams befasst hat, ist dies ein weiterer konsequenter Schritt.

Der geheimnisvolle „Rat der Eulen“ ist für die meisten Bewohner Gothams nicht mehr als eine lokale Schauergeschichte, ein Ammenmärchen für unartige Kinder. Doch bereits als seine Eltern ermordet wurden, vermutete der junge Bruce Wayne dahinter einen Plan der Eulen. Nach akribischer aber ergebnisloser Suche gab er die Jagd damals schließlich auf und akzeptierte, dass seine Eltern lediglich zufällige Opfer eines Raubmordes wurden. (B6)

Auf unbequeme Weise holen ihn nun die Ereignisse von damals wieder ein. Der „Rat der Eulen“ existiert nicht nur, er hat es auf Bruce Wayne abgesehen und verfügt über eine eigene Kaste gut ausgebildeter und nahezu unbesiegbarer Killer.

Zusätzlich zu den dramatischen Ereignissen im Gotham der Gegenwart bezieht sich die „Rat der Eulen“-Geschichte auffällig oft auf die Vergangenheit, sei es durch die Rückblende, in der sich der jungen Bruce Wayne auf die Spur des Rates begibt (B5), die Beschreibung der Ereignisse kurz vor Alan Waynes Tod (B6) oder die Erinnerungen eines Talons an seine früheren Missionen (B-TDK9). Auch der Epilog führt – diesmal aus der Sicht von Alfreds Vater Jarvis Pennyworth – noch einmal in die Vergangenheit der Familie Wayne und enthüllt ein bisher unbekanntes Kapitel der Familiengeschichte (B12).

Besondere Bedeutung kommt hier auch der etwas unter Wert laufenden „Nightwing“-Serie zu, die bei Panini als Zweitserie in „Batman – The Dark Knight“ enthalten ist. Darin besucht Dick mit gemischten Gefühlen Halys Zirkus (wo seine Eltern am Trapez zu Tode gekommen sind), der wieder einmal in Gotham gastiert. Zirkusbesitzer Haly wird von einem maskierten Attentäter tödlich verletzt und vermacht Dick den Zirkus. Die Geschichten fließen schließlich zusammen, als Batmans Recherchen aufdecken, dass Halys Zirkus zur Rekrutierung und Ausbildung zukünftiger Talons diente und auch Dick selbst als Talon vorgesehen war. (B-TDK7).

In die „Nightwing“-Episode des „Nacht der Eulen“-Crossovers ist als Backstory außerdem die Vergangenheitsepisode „Der graue Sohn“ (engl. „The Gray Son“) eingeflochten, die die dramatische Vergangenheit von Dick Graysons Vorfahren in Gotham und ihre Verbindung mit dem „Rat der Eulen“ aufzeigt. Ebenfalls ein brillanter nachträglicher Eingriff in die Vergangenheit der „Bat“-Historie. (B-TDK 8, B-TDK 9)

Die Bat-Familie kämpft an verschiedenen Fronten

Die „Bat“-Verantwortlichen bei DC nutzten die „Nacht der Eulen“ für ein verkaufsförderndes „Bat“-Crossover, das sich durch insgesamt elf Serien zieht. In den jeweiligen 9er-Nummern der mit „New 52“ neu gestarteten Serien werden die parallel ablaufenden Kämpfe einzelner „Bat“-Mitstreiter überall in Gotham erzählt (Aufstellung siehe Checkliste). Einige Autoren nutzen den Event als Experimentierfeld, indem sie einzelne Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen oder eine Story gar komplett aus der Sicht eines Talons schildern (B9 + B-TDK9).

Das überlange „Batman Annual 1“ erzählt überdies von Mr. Freezes Flucht aus dem Arkham Asylum und darin eingebettet eine aktualisierte Freeze Origin-Geschichte (B10). Das Serum, mit dem Victor Fries seine Geliebte dabei aus der Kryostase erwecken wollte, dient nun dem „Rat der Eulen“ dazu, seine Talons zu beleben.

Als eher missglücktes Experiment darf der Versuch angesehen werden, die Talons auch in der im historischen Wilden Westen spielenden Serie „All Star Western“ (mit Jonah Hex) unterzubringen (BSB40).

Das „Bat“-Crossover lebt letztendlich von der Abwechslung und bietet so die Möglichkeit, die Fähigkeiten anderer Autoren und Zeichner auszuloten, in der Hoffnung, der eine oder andere Leser bleibt als Dauergast bei der einen oder anderen Serie hängen.

Experimentierfreudiges Dream-Team

„Der Rat der Eulen“-Hauptautor Scott Snyder bricht mit diesem Storybogen die Geschichte Gothams und der Waynes massiv auf, führt kurzerhand eine neue Bedrohung aus der Vergangenheit ein und operiert auch noch die Familiengeschichten der Waynes und der Graysons empfindlich um. Was zunächst brachial klingt, wurde von Scott Snyder so filigran gegossen, dass sich kaum Reibungen mit bestehenden Elementen der „Bat“-Historie ergeben. Ganz nebenbei erzählt Snyder innerhalb seines brillant durchdachten Storybogens noch einige mitreißende Geschichten, in denen Drama und Action gleichwertig nebeneinander stehen.

Mit „Batman 1“ (dt. in „Batman 5“) feierte außerdem Fanliebling Greg Capullo („Span“) seinen Zeichner-Einstand bei dem Dunklen Ritter und liefert von Anfang an eine solch brillante Arbeit ab, dass sogar sein vollmundig angekündigter „Batman – The Dark Knight“-Kollege David Finch („Ascension“) dagegen einen schweren Stand hat. Dass Capullo nicht nur Dynamik, sondern auch düstere Atmosphäre beherrscht, hat er bei „Spawan“ bereits zur Genüge bewiesen. Und schon die erste Doppelseite 2 und 3 aus „Batman 1“, auf dem sich Batman einigen Arkham-Insassen gegenübersieht, lässt dem Fanboy und -girl vor Staunen den Mund offen stehen. Im Labyrinth-Teil der Story beginnt Capullo schließlich damit, Seiten unvermittelt um 90° zu kippen oder komplett auf den Kopf zu stellen, um Batmans drohendes abdriften in den Wahnsinn deutlich zu machen. Mit dieser Experimentierfreude und wohldosiert eingesetzten albtraumhaften Bildern katapultiert sich Greg Capullo bereits mit den ersten Ausgaben der neuen „Batman“-Serie in die Reihe der besten „Bat“-Zeichner ever. Auch die Schelte, die er über sich ergehen lassen musste, weil sein Lincoln March Bruce Wayne verblüffend ähnlich sieht, hat sich mit dem Finale und der Auflösung der Eulengeschichte gelegt und in allgemeine Lobeshymnen verwandelt

Fazit

Mit der „Der Rat der Eulen“-Storyline und dem darin enthaltenen „Die Nacht der Eulen“-Crossover-Event haben die Leser nicht nur eine im Großen und Ganzen brillant geschriebene und gezeichnete Geschichte hinter uns gebracht, auch die „Bat“-Historie wurde für immer (oder bis zur nächsten ‚Krise‘) dramatisch verändert. Zu guter Letzt ging aus dem Ereignis eine neue DC-Serie hervor: „Talon“ startete in den USA im Oktober 2012 und erzählt die Abenteuer von Talon Calvin Rose, der aus Gotham geflohen ist und Jahre nach der „Nacht der Eulen“ zurückkehrt, um den „Rat der Eulen“ zu vernichten.

Doch Scott Snyder und Greg Capullo ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Bereits in „Detective Comics 1“ wurde das nächste „Bat“-Event „Der Tod in der Familie“ (engl. „Death of the Family“) vorbereitet, das die Rückkehr des Jokers markiert und das sich gewiss nicht nur im Titel auf den schicksalhaften Klassiker „Ein Tod in der Familie“ (engl. „A Death in the Family“) von Jim Starlin bezieht, an deren Ende Robin 2 Jason Todd vom Joker brutal getötet wurde.

Die Macher:

Scott Snyder (Autor)

Bereits im Alter von neun Jahre, nach einer Lesung von Stephen Kings „Die Augen des Drachen“, beschloss der gebürtige New Yorker, Geschichtenerzähler zu werden. 1998 schloss Snyder die Brown University schließlich mit einem Diplom in „Creative Writing“ ab.

Zwei der Kurzgeschichten aus seiner 2006er Sammlung „Voodoo Hearts“ wurden von Stephen King in die „Best American Short Stories 2007 Anthology“ aufgenommen.

Seit 2009 schreibt Snyder Comicgeschichten; zunächst für Marvel („Iron Man: Noir“, „Human Torch 70th Anniversary“), dann für DC/Vertigo, wo er mit Stephen King die Serie „American Vampire“ startete, die ihn schlagartig bekannt machte.

Es folgte ein Exklusivvertrag mit DC, der ihn ab Ausgabe 871 zunächst zum regulären Autor für „Detective Comics“ machte (dt. „Batman Sonderband 36: Der schwarze Spiegel“ und „Batman Sonderband 37: Hungrige Stadt“). Darauf folgte die Miniserie „The Gates of Gotham“ (dt. als „DC Premium 78: Die Pforten von Gotham“), wo Snyder bereits ein Händchen dafür bewies, die Historie Gothams aufzubohren und mit stimmigen ‚neuen‘ Fakten zu versehen.

Mit „New 52“ wechselte Snyder als regulärer Autor zur Hauptserie „Batman“, wo er gleich ab Ausgabe 1 „Die Nacht der Eulen“ vorbereitete und auch damit die Geschichte Gothams und der Familie Wayne um eine exzellent eingepasste Facette erweiterte. Nach der „Nacht der Eulen“ schrieb Scott Snyder dann auch die ersten Ausgaben des „Eulen“-Spin-Offs „Talon“.

Greg Capullo (Zeichner)

Greg Capullo erinnert sich, dass seine erste (Comic-) Zeichnung in jungen Jahren bereits „Batman“ war. Seine Vorliebe für den Dunklen Ritter konnte er nicht zuletzt aufgrund seiner Lieblings-Graphic Novel, Frank Millers „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ ins Erwachsenenalter retten.

Die erste Comicarbeit des Autodidakten erfolgte mit dem lokal erscheinenden „Gore Shriek“, das von einem Comicladen namens „Fantaco Enterprises“ veröffentlicht wurde. Anschließend begann Capullo bei Marvel, wo er drei Jahre unter anderem an „Quasar“, „X-Force“ und „What If?“ arbeitete. Nebenbei zeichnete er immer wieder für andere Label und Auftraggeber außerhalb der Comicbranche.

Todd McFarlane, der Marvel verließ, um mit einigen anderen Künstlern den Image Verlag zu gründen, heuerte Capullo schließlich als Bleistiftzeichner für „Spawn“ an. Der Rest ist Comicgeschichte. Die erste Ausgabe, die Capullo für „Spawn“ zeichnete war Band 16; ab  Band 26 zeichnete er regelmäßig die Abenteuer des Wiederkehrers und blieb der Serie für 80 Ausgaben treu.

1997 und 2001 zeichnete und schrieb er darüber hinaus zwei Miniserien seiner eigenen Schöpfung „The Creech“.

Mit dem Start von DCs „New 52“ übernahm Greg Capullo als Hauptzeichner die Flagschiffserie „Batman“, womit sich hier der Kreis zu seinen ersten Zeichnungen wieder schließt.

Checkliste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Legende:

„dt. Titel“, dt. Ausgabe (Erscheinungsmonat), „US-Titel“, US-Ausgabe (Erscheinungsmonat)
B = Batman
B-TDK = Batman – The Dark Knight
BSB = Batman Sonderband
DC = Detective Comic
BPB = Batman Paperback

Der Rat der Eulen

„Messertrick“, B 5.1 (Nov 12) + BPB 1 (Jul 13), „Knife Trick“, B 1 (Nov 11)
„Vertrauensfall“, B 5.2 (Nov 12) + BPB 1 (Jul 13), „Trust Fall“, B 2 (Dez 11)
„Die dreizehnte Stunde“, B 6.1 (Dez 12) + BPB 1 (Jul 13), „The Thirteenth Hour“, B 3 (Jan 12)
„Das Urteil des Rats“, B 6.2 (Dez 12) + BPB 1 (Jul 13), „Face the Court“, B 4 (Feb 12)
„In den Fängen des Rats“, B 7.1 (Jan 13) + BPB 1 (Jul 13), „Face the Court“, B 5 (Mär 12)
„Hinter Glas“, B 7.1 (Jan 13) + BPB 1 (Jul 13), „Beneath the Glass“, B 6 (Apr 12)
„Die Talons kommen!“, B 8.1 (Feb 13) + BPB 1 (Jul 13), „The Talons Strike!“, B 7 (Mai 12)
„Wendepunkte“, B – The Dark Knight 7.2 (Jan 13), „Turning Points“, Nightwing 7 (Mai 2012)
„Angriff auf Wayne Manor“, B 8.2 (Feb 13), „Attack on Wayne Manor“ B 8.1 (Jun 12)
„Der Notruf“, B 8.3 (Feb 13), „The Call“, B 8.2 (Jun 12)

Die Nacht der Eulen

„Blutlinien“, B-TDK 8.2 (Feb 13), „ Bloodlines“, Nightwing 8 (Jun 12)
„Der graue Sohn“, B-TDK 9.1,  „The Gray Son“, Nightwing 9 (Jul 13)
„Die Nacht der Eulen“, B 9.1 (Mär 13), „ Night of the Owls“, Batman 9 (Jul 12)
„Mich bricht nichts mehr“, B-TDK 9.2 (Mär 13), „I can no longer be broken“, B-TDK 9 (Jul12)
„Eulen in Arkham“, B 9.2 (Mär 13), „The Owls take Arkham“, DC 9 (Jul 12)
„Sie wurden als unwürdig verurteilt“, BSB40.1 (Mär 13) + Batwing Megaband 1, „You have been judged unworthy“, Batwing 9 (Jul 12)
„Robin hört ein „Hu““, BSB 40.2 (Mär 13), „Robin hears a Hoo“, Batman & Robin 9 (Jul 12)
„In der Schusslinie“, BSB 40.3 (Mär 13), „ In the line of fire“, Batgirl 9 (Jul 12)
„Wer bist du…? Hu ? Hu ?”, BSB 40.4 (Mär 13) + Red Hood und die Outlaws Megaband 1, „Who are you ? Hoo ? Hoo ?”, Red Hood und die Outlaws 9 (Jul 12)
„Auf Gangster-Art”, BSB 40.5 (Mär 13), „Gangland style”, Birds of Prey 9 (Jul 12)
„Abrechnung in New Orleans”, BSB 40.6 (Mär 13), „Vengeance in the big easy”, All Star Western 9 (Jul 12)
„Spiegel haben viele Formen“, Catwoman 2.3 (Feb 13), „Mirrors come in all Sizes”, Catwoman 9 (Jul 12)
„Die Nacht der Eulen: Der erste Schnee“, B 10 (Apr 13), „Night of the Owls: First Snow“, The New 52: Batman Annual 1 (Jul 12)

Nach der Nacht der Eulen

„Angriff auf den Rat“, B 11.1 (Mail 13), „Assault on the Court“ B 10 (Aug 12)
„Der Bruder im Spiegel“, B 11.2 (Mai 13), „My Brother’s Keeper“ B 11 (Sep 12)

Epilog

„Der Untergang des Hauses Wayne 1″, B 12.1, „The Fall of the House of Wayne 1″, B 9.2 (Jul 12)
„Der Untergang des Hauses Wayne 1″, B 12.2, „The Fall of the House of Wayne 2″, B 10.2 (Aug 12)
„Der Untergang des Hauses Wayne 1″, B 12.3, „The Fall of the House of Wayne 3″, B 11.2 (Sep 12)

© Elmar Huber

Updated: 18. August 2014 — 18:45

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