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Literatur-Blog

VON ERINNERUNGEN GEFESSELT – Fantasystory von Simone Wilhelmy

Von Erinnnerungen gefesselt

Eine Fantasy Kurzgeschichte

von

Simone Wilhelmy

Die Stadt war in Vergessenheit geraten. Durch die leeren Straßen fegt ein warmer Wind, der die Stimmen der Vergangenheit vor sich her treibt. Die Verzweifelten, die bis zu Letzt in den verrottenden Mauern der Häuser ausgehalten hatten, verhungerten oder wurden getötet.

Die Luft ist dunkel, als wäre der Nachthimmel herabgestiegen, um die Stadt vor sich selbst zu verbergen. Hin und wieder hört man das leise Klingen von Ketten, die aneinander schlagen.

Danya kann nicht glauben, was sie sieht. Wo einmal das rege Treiben der Bewohner war, herrscht nun trostlose Stille.

Lange war sie weg gewesen. Die Elfe wusste nicht, wie lange sie in der Einsamkeit des Waldes meditiert hatte. Die Stadt sieht aus, als wären es Jahrhunderte gewesen. Vielleicht war sie wirklich solange weg, stellt Danya erschrocken fest. Nachdem sie einmal dem Tode entronnen war, ist der Fluss der Zeit für sie brüchig und voller Sprünge. Nun sind all ihre Freunde verschwunden. Die Einsamkeit der Stadt durchdringt ihre Haut und ballt sich in ihrem Magen zu einem festen Knoten, der sie schluchzen lässt. Trotz des warmes Windes friert die Elfe und sie reibt über ihre Arme um die Gänsehaut zu vertreiben.

Verloren läuft sie durch die Gärten. Den verwilderten Hecken und überwucherten Beeten wohnt eine ungezähmte Schönheit inne und Danya bleibt stehen um sie zu bewundern. Die Natur hatte sich den Ort zurück erobert, nachdem die Menschen verschwunden waren. Doch die Tiere bleiben diesem Ort fern und so wird die unheimliche Stille nicht einmal von gelegentlichem Zwitschern oder Bellen durchbrochen. Nur das ferne Klirren von Metall hallt durch die Gassen.

Von Neugierde getrieben folgt Danya dem einzigen Geräusch in der Stadt. Als würde es sie locken wollen, ist es nun ständig zu hören und bringt sie immer näher an den Stadtplatz.

Es ist ein grausiger Anblick, der sich ihr bietet. Die Ketten verlaufen quer über den Platz und scheinen aus den Häusern am Rande zu wachsen. Sie sind schmutzig und mit dunklen Rost verkrustet und mit Dornen bestückt, gewundene metallene Rosenranken.

Chanelorn in Ketten

Ein Aufschrei durchdringt die Taubheit des Schocks. Wie fest gewurzelt steht sie am Rande des Platzes und sie erkennt, dass es ihr eigener Schrei war, der sie aufschrecken ließ. Dann rennt sie los.

„Chanelorn!“

Am Ende der Ketten, von ihnen umschlungen und gefesselt und mitten auf dem Platz, hängt ein junger Dunkelelf..

„Meine Güte, lass das nicht wahr sein.“

Ohne auf die Dornen zu achten, greift Danya nach den Ketten. Immer wieder versucht sie den Körper zu befreien, doch auch wenn die Metallranken ganz und gar verrostet scheinen, lassen sie sich nicht zerreißen. Danya will nicht aufgeben, immer wieder zerrt sie an den Ketten, erst ein leises Stöhnen unterbricht ihre hektischen Versuche.

„Chan, lebst du? Was ist passiert?“

Verzweifelt versucht sie nochmals die Ranken zu zerstören. Sie muss doch etwas tun, um ihn da runter zu bekommen. Dabei reißen die spitzen Dornen tiefe Wunden in den jungen Drow. Kaum hörbar flüstert er:“Danya bitte… nicht…“ und versinkt wieder in Ohnmacht.

Die zierliche Elfe sinkt bei Chanelorns Füssen zu Boden. Die Hilflosigkeit zurrt sich wie ein Knebel um ihr Herz.“Was soll ich tun?“ fragt sie in die Leere der Straßen.

Auf dem Boden unter dem Gefesselten mischt sich das getrocknete Blut der jahrhunderte langen Folter mit frischen Tropfen aus den neuen Wunden, die durch Danyas Zerren an den Ketten entstanden waren und ihren heißen Tränen

„Er sieht irgendwie zufrieden aus, finde ich.“

Wie aus dem Nichts legt sich eine kindliche Hand auf Danyas Schulter. Ein kleiner Junge mit nackten Patschefüßen, kurzen Hosen und strubbeligen weißen Haaren lächelt Danya an, als sie sich nach der feinen hellen Stimme umdreht.

„Wer bist du?“ doch in dem grinsendem Gesicht erkennt sie sofort eine jüngere Version ihres Freundes wieder. Danya ist verwirrt. Sie kann sich Chanelorn nicht pausbäckig und fröhlich lächelnd vorstellen. Seine Kindheit war gefährlich, einsam und voll von Gewalt. Er lächelte selten, doch immer mit einer Traurigkeit in den Augen, die davon erzählt, dass er weiß, dass es für ihn kein Glück auf dieser Welt gibt. In dem Alter des Jungen, der jetzt mit glitzernden Augen vor ihr steht, hatte er schon mit angesehen, wie seine Mutter getötet wurde, war von einem Mann, der sich sein Vater nannte misshandelt und eingesperrt worden und er hatte selbst getötet. Es war Notwehr, doch die Unschuld, die das kindliche Abbild vor ihr ausstrahlt, hatte er schon längst verloren.

„Wer bist du?“ wiederholt sie.

„Ich bin der einzige Teil von Chanelorn, der loslassen konnte, als die Stadt von den Göttern verlassen wurde, als die große Flucht begann.“

Danya schüttelt ungläubig den Kopf. Viele Jahre war diese Stadt ihr Zuhause gewesen. Einen Augenblick kann sie die Schreie der Flüchtenden hören, als der Zorn der Götter über die Stadt herein bricht.

„Warum ist er nicht mit ihnen gegangen?“ Danya sitzt noch immer kraftlos auf dem Boden und richtet nun den Blick auf den Chanelorn, der teilnahmslos über ihnen in den Ketten hängt.

„Dies ist der einzige Ort an dem er je glücklich war. Hier gab es Menschen, die ihn mochten und brauchten. Gerade als er anfing Vertrauen zu haben, als er einen Funken Hoffnung fand, doch noch ein zu Hause gefunden zu haben, wurde ihm wieder alles geraubt. Er hätte nicht gehen können.“

„Deshalb die Ketten?“ die Elfe erinnert sich an einen Traum. Sie hatte als Seelenheilerin in dieser Stadt gearbeitet. Mit magischen Träumen hatten sie die Probleme erkundet und schon einmal hatte sie Chanelorn in Ketten gesehen. Damals war er unerwartet und ungeplant in einen dieser Träume gestürmt. Und die Dunkelheit in seinem Herzen wand sich in den selben Ketten um die Hände und Füße, wie sie es jetzt hier tun. Es war ihre Magie, die ihm diese Ketten gezeigt hatte und als die Stadt durch die Götter verflucht wurde, waren die Straßen auch voller Magie.

„Er hat sich selbst an die Stadt gekettet. “ entsetzt will Danya nach Chanelorn greifen, doch sie hat Angst ihm wieder weh zu tun. „Warum nimmt er freiwillig so viel Schmerz auf sich? Ich versteh es nicht. Ich habe ihn nie wirklich verstanden. Ich war ihm keine gute Freundin.“

Der kleine Junge berührt zärtlich die Füße von Chanelorn. „Er glaubt, dass es richtig ist, dass er leidet. Die Dunkelheit, die ihn umgibt, die er ausstrahlt, hat nicht nur ihn vergiftet. Er ist…. Es ist…“

„… kompliziert.“ ergänzt Danya flüsternd. Sie kennt das Gefühl der Scham, wenn die eigenen Schwächen die Menschen, die man liebt, verletzt. „Er fühlt sich schuldig.“ und ihre eigene Schuld überflutet sie. Sie war nicht da, als er sie gebraucht hatte.

Abrupt sieht sie auf und greift nach der Hand des Jungen. „Kannst du etwas für ihn tun? Kannst du ihm helfen?“

Doch er schüttelt nur den Kopf. „Ich kann nichts für ihn tun. Die Entscheidung seine Vergangenheit gehen zu lassen, kann nur er treffen. Er ist sein eigener Richter.“

Die Elfe versucht die Hände von Chanelorn zu erreichen. „Chan? Hörst du mich, es ist gut, du hast genug gelitten. Ich bitte dich, hör damit auf.“ Nicht eine Regung bei ihrem Freund. Nichts, was darauf hinweist, dass er sie gehört hat, nur das Klirren der Ketten, als der Wind über den Platz jagt.

„Er hört dir nicht zu.“

„Er wird nie freiwillig loslassen.“ Hoffnungslos sieht sie zu dem Jungen hinunter.

„Dann musst du…“

„Nein! NEIN! Das kann ich nicht, du weißt, dass ich das nicht kann, Chan.“ entsetzt unterbricht sie ihn und schüttelt vehement den Kopf. „Oh bitte nicht…“ ihre Stimme verliert sich kraftlos.

„Gibt es keinen anderen Weg?“

Der junge Chan jedoch schweigt. Unbewegt sieht er sie an, abwartend, wie sie sich entscheiden wird.

Danya flüstert leise einige wenige Worte und hebt sich mit einem Sprung in die Luft. Schwebend verharrt sie vor dem Gesicht Chanelorns. Sie hebt seinen Kopf und streichelt zärtlich seine Wange.
„Mein lieber Freund.“ Ihre Augen suchen seinen Blick, doch was sie darin sieht, verschlägt ihr den Atem. Da ist nur noch Leid und Trauer in seinen Augen. Der helle Verstand und das gerechte, warmherzige Wesen wurde von dem Schmerz seiner Seele verdrängt. Selbst wenn sie tausend Jahre mit ihm reden würde, könnte sie ihn nicht erreichen. Als letzten Versuch spricht sie die magischen Verse, die sie benutzt, wenn sie versucht die Seelen anderer zu heilen, auch wenn sie weiß, dass ihre Lichtmagie dem Dunkelelfen Schmerzen zufügen wird. Sie berührt die Ketten um Chans Handgelenke und schließt die Augen. Es ist ein altes elfisches Lied der Heilung, was sie singt, lautlos, nur ihre Lippen bewegen sich. Selbst als er gequält aufschreit, hört sie nicht auf. Erst als die Ketten beginnen sich enger um seine Handgelenke zu winden und ihm dabei die Haut aufreißen und die Dornen sich tiefer und tiefer hinein drücken, presst sie ihre Lippen geschlagen aufeinander.

Mit zitternden Händen greift sie nach ihrem Dolch. Sie traut sich kaum zu Atmen. Langsam sinkt ihre Stirn an seine. Sein Körper ist fast unerträglich heiß, als würde er von innen heraus verbrennen. Dann berühren ihre Lippen seinen Mund zu einem sanften Kuss. Sie hatte ihn noch nie auf dem Mund geküsst, niemals. Auch wenn sie es sich schon oft vorgestellt hatte und sich immer wieder gewünscht hatte. Danya holt Luft, öffnet ihre Lippen und küsst ihn noch einmal mit etwas mehr Leidenschaft. Der Dolch trifft Chanelorn direkt ins Herz.

Mit einem Ruck lösen sich die Ketten von ihm und er fällt. Danya hat Mühe ihn aufzufangen. Mit Chanelorn in den Armen gleitet sie hinunter auf den Boden. Seine strahlend blauen Augen weit auf gerissen, starrt er sie nun direkt an. Bestürzt klammert sich Danya an ihren Freund. Er würde sterben, durch ihre Hand. Sie spürt, wie das Leben aus ihm heraus fließt und mit seinem letzten Atemzug verschwindet er vor ihren Augen.

„Wo ist er hin?“ irritiert dreht sie sich dem Jungen zu, der immer noch ruhig hinter ihr steht.

„Das weiß ich nicht. Ein Teil von ihm ist tot, schon vor langer Zeit gestorben, als diese Stadt starb, doch ein anderer Teil ist weiter gegangen, nun da er endlich frei ist. Ich danke dir.“ er hält ihr eine Hand hin, um ihr aufzuhelfen. „Und nun kannst auch du endlich gehen, Danya. Diese Welt hier ist nur noch für die Schatten der Vergangenheit.“

Wie betäubt hört Danya die Worte des Jungen und nickt. „Und was ist mit dir?“

„Ich bin einer dieser Schatten. Dies hier ist nun meine Welt.“

Die letzten Worte verklingen im Wind der Veränderung, der Danya hinweg trägt in eine neue Welt, ein neues Leben, irgendwo. Vielleicht trifft sie dort auf ihren Freund Chanelorn. Mit dieser Hoffnung schließt sie die Augen und lässt sich treiben.

-Ende-

Copyright © 2010 by Simone Wilhelmy

Bildrechte: Besinnliche Momente und Reflexionen” (Besinnlich-die-zweite.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Besinnliche Momente und Reflexionen” (BESINNLICHE MOMENTE-SUBCOVER-100-minus-160-0) © 2012 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Updated: 9. Oktober 2012 — 20:26

29 Comments

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  1. Hallo,
    habe gerade auch schnell diesen Text gelesen und mir sind ein paar Kleinigkeiten aufgefallen.

    Was ist ein Drow? Ist das ein anderes Wort für Dunkelelf? Es kommt nur einmal im Text vor und das ist rein neugierdehalber.

    Punkte die gesetzt werden, um eine Pause zu verdeutlichen oder um ein angefangenes Wort zu beenden werden unterschiedlich behandelt. Beispiel ‚bis irgend….‘ aber ‚bis ….‘. Wenn ein ganzes Wort fehlt, dann immer einen Leerschritt einfügen. Wenn vom Wort etwas fehlt, direkt an den letzten Buchstaben anfügen.

    …. die bis zu Letzt (würde ich zuletzt schreiben) in den verrottenden ….
    …. über ihre Arme (Komma einfügen)um die Gänsehaut ….
    …. Danya bleibt stehen (Komma einfügen) um sie zu bewundern.
    …. und mit dunklen (ersetzen durch dunklem) Rost ….
    …. flüstert er:(Leerzeichen einfügen)”Danya bitte (Leerzeichen einfügen)… nicht (Leerzeichen einfügen…”
    …. jahrundertelangen Folter ….
    …. ihren heißen Tränen (Punkt einfügen)
    …. Mann, der sich sein Vater nannte (Komma einfügen) misshandelt ….
    …. einzige Ort (Komma einfügen) an dem er je ….
    …. den(Leerzeichen löschen)selben Ketten ….
    …. selbst an die Stadt gekettet (Hier würde ich ein Frage- oder auch Ausrufezeichen anstelle eines Punktes setzen)“ Und dann groß weiterschreiben. Das übrigens auf alle Fälle, auch wenn der Punkt bleibt.
    …. Und (Satz groß beginnen) ihre Schuld überflutet ….
    …. die Entscheidung (Komma einfügen) seine Vergangenheit ….
    …. Elfe versucht (Komma einfügen) die Hände ….
    …. musst du(Leerschritt vor den Punkten einfügen) ….
    …. Chan.“ Entsetzt unterbricht (Großschreibung beachten) ….
    …. bitte nicht…” Ihre Stimme (Großschreibung beachten) ….
    …. warmherzige Wesen wurde(n einfügen) von dem ….
    …. wenn sie versucht (Komma einfügen) die Seelen ….
    …. Sie traut sich kaum (Komma einfügen) zu atmen (Kleinschreibung beachten). ….

    Das war es, was mir auf die Schnelle aufgefallen ist.

    Die Grundidee zur Geschichte finde ich gut. Allerdings bin ich kein wirklicher Freund von Kurzgeschichten, weil mir da immer etwas fehlt. Insoweit – obwohl ich auf die Schnelle nicht sagen könnte, was mir fehlt – fehlt etwas für mich persönlich.

  2. Viel besser was das mit den Absätzen angeht bei dieser Story! Endlich bekommt man keine Augenschmerzen und Kopfweh mehr!

    Aber kann es sein, dass du vor: “Mein lieber Freund.” noch eine Leerzeile vergessen hast?

    Was die Story selbst betrifft, muss ich diese erst noch lesen, mach ich noch, dann sag ich auch noch was ich davon halte, versprochen!

  3. ATI! Die Story ist die Königin des Plots!

  4. Hurra, es gibt noch mehr so Korinthen wie mich.
    Herzlich willkommen im Club, Ati. Es beruhigt meine Seele, dass es doch noch feinsinnige, aufmerksame Lese-, Schreib- und Sprachpuristen gibt. Danke, danke.

    Nun ist ja meine Schulzeit doch schon ein paar Tage her, und deine …-Regeln hab ich so nicht gelernt. Ich schließe meine Dreier-Punkt-Reihe immer an. Sollte sich das seit Anno Domini (ätsch, sag ich nicht) tatsächlich äh… aktualisiert haben. Muß ich jetzt äh … schreiben? Also mit Leerzeichen, wenn der Satz nicht zu Ende geführt wird? Und die Punkte nur dann anschließen, wenn ein Wort nicht beendet wird?

    Bei einigen RL-Rezis ist mir das immer – unangenehm aufgefallen – hatte aber noch nie Zeit, der Rezensentin eine diesbezügliche Frage zu stellen.

    Mit äh… galaktischen oder äh … interstellaren Grüßen
    galaxykarl ;-))

  5. @Ati ich bin begeistert, so ausführliche Kommentare hatte ich zwar erhofft, aber nicht dran geglaubt. Was den Drow angeht, ja also ist schon ein Dunkelelf, auch wenn es eine bestimmte Art der Drow-Fans gibt, die auch da nicht unterschiede machen. Bei mir ist das ein und die selbe Fantasyrasse. Ich werde beide Geschichte so bald es geht überarbeiten. Danke wirklich für die Mühen.

  6. @Felis *g* siehste ich kann es doch. und wenn ich mich streng an meine Leerzeilenregeln in dieser Geschichte halte, müsste da eine rein ja, aber hier wollte ich absichtlich eine ausnahme machen, weil es ein so intimer Moment ist. Schreiben ist eben nicht immer nur formal

  7. @felis

    Das mit der Königin mag sein – ich hab doch geschrieben, dass ich kein so Kurzgeschichtenfan bin, weil mir persönlich da immer was fehlt. Insoweit kann ich das doch gar nicht beurteilen.

  8. @Simone

    Bööh!

    @Ati

    Besser es fehlt einem was, als wenn einem was zuviel ist oder wird.

  9. Also ich habe mal gelernt, dass, wenn man einen Text zitiert und was ausläßt, dass man dann schreibt: (…)

  10. Hallo Simone: Wenn du erlaubst, dann werde ich deinen Titel mit einem grossen Buchstaben anfangen lassen (im Editierfeld direkt über der Story) und dein Bild etwas weniger breit machen, weil bei einigen Monitoreinstelungen das Bild rechts über den Rand rausgeht, ok?

  11. das Bild ist immernoch zu groß? hast du einen Laptop? ja aber ist ok, nur nicht zu klein.

  12. Ich habe die Storyüberschrift ergänzt um einen Grossbuchstaben und das Bild so verkleinert, dass es auch bei anderen Monitorformaten nicht über den Rand rausgeht. Hat ja keinen Sinn wenn man das ignoriert und ich wieder Schmäh-emails von unseren Besuchern bekomme, oder?

    Wenn du mehr Fläche in deinen Bildern willst, nimm Hochkantbilder, die gehen nicht so schnell über den Rand links und recht hinaus!

  13. das Bild wurde extra für diese Geschichte von einem Freund gezeichnet und Querformat ist irgendwie immer die erste Wahl. Man kann ja immernoch drauf klicken, dann wird es ganz groß 😀

  14. Extra für deine Story? Kann ich mir den mal ausleihen, für meine zukünftigen Story-Projekte?

  15. nein leider zeichnet er nicht mehr. Und ihn zu diesem Bild zu überreden war schon mehr als schwer. Seine bilder sind wirklich wundervoll. Aber weil die Geschichte ja von einem von ihm erfundenen Charakter handelt, hat er mir den Gefallen getan. tut mir leid. Irgendwann setz ich hier auch mal meine Wintergeschichte rein, dort sind ein paar mehr bilder von ihm.

    @Detlef Habt ihr hier eigentlich eine Längenbegrenzung? Wieviel ist zuviel?

  16. Ich weiss, ich weiss, das Teil ist nicht bearbeitet und das mit den Absätzen ist auch nicht verwirklicht… 🙁

    Das Buch gibt es aber inzwischen als TB daher wurde hier nichts mehr dran gemacht, weil die TB-Fassung noch mal redigiert wurde, aber der überarbeitete Datensatz nicht mehr existiert. Ausserdem ist der Kontakt mit dem Autoren abgerissen und wird wohl auch nicht mehr erneuert werden.

  17. Wenn ich ehrlich bin: mir gefällt die Story nicht sonderlich. Kann aber daran liegen, dass ich mit Lichtmagie, Dunkelelfen usw. recht wenig anfangen kann. Bin halt ein alter verkappter Cyberpunker… sorry!

  18. Ich hätte da eine Idde: warum ist die Stadt nicht Tschernobyl weit weit in der Zukunft? Und warum baust du nicht einfach eine Verbindung ins Jahr und Tag der Katastrophe am 26. April 1986.

    Irgendwas was damals geschah könnte ein interessanter Aufhänger sein, der Geschichte einfach mehr Pepp zu geben und die Protagonisten durch irgend etwas damit in Verbindung bringen.

    Der Abschnitt:

    „Verloren läuft sie durch die Gärten. Den verwilderten Hecken und überwucherten Beeten wohnt eine ungezähmte Schönheit inne und Danya bleibt stehen um sie zu bewundern. Die Natur hatte sich den Ort zurück erobert, nachdem die Menschen verschwunden waren. Doch die Tiere bleiben diesem Ort fern und so wird die unheimliche Stille nicht einmal von gelegentlichem Zwitschern oder Bellen durchbrochen. Nur das ferne Klirren von Metall hallt durch die Gassen.

    Von Neugierde getrieben folgt Danya dem einzigen Geräusch in der Stadt. Als würde es sie locken wollen, ist es nun ständig zu hören und bringt sie immer näher an den Stadtplatz.

    Es ist ein grausiger Anblick, der sich ihr bietet. Die Ketten verlaufen quer über den Platz und scheinen aus den Häusern am Rande zu wachsen. Sie sind schmutzig und mit dunklen Rost verkrustet und mit Dornen bestückt, gewundene metallene Rosenranken.“

    passt da doch schon wunderbar!

    Zu unverschämt, meine Idee?

    Was meinen denn die anderen zu meinem Vorschlag?

  19. wie zum geier kommst du auf Tschernobyl?

    ich finde ja nett, dass du über die Geschichte nachdenkst, aber strahlenverseuchung hat nun gar nichts mit meiner geschichte zu tun. Da müsste ich ursache und auswirkungen beschreiben, vielleicht Verstrahlte auftauchen lassen. Chan müsste vergiftungserscheinungen aufweisen. Das würde die gesamte Geschichte ändern. Ich kann wirklich keinen Bezug zu meiner Geschichte herstellen.
    Ausserdem geht dadurch meine Intention völlig verloren. Es geht doch darum, dass diese Stadt nicht real ist, sondern eine Projektion, ein Schatten der Vergangenheit. und die Ketten sind Chans Seelenqualen. Wie verbinde ich das mit einer Verstrahlungskatastrophe?

    Seit mir nicht böse, aber ich habe das Gefühl, dass du hier nur oberflächlich gelesen hast.

  20. @felis
    du überraschst mich, wie so oft. Wenn die Story die Königin des Plots ist, wieso dann noch viel dran ändern und ihr eine völlig neue Wendung geben? Klar kann man jeden Text ändern, aber gleich so gravierend, wenn die Idee dich vorher so begeistert?
    Außerdem – da gebe ich Simone recht – das mit Tschernobyl (oder einer anderen Katastrophenstadt) würde meiner Ansicht nach auch nicht wirklich passen.

    @detlef
    Das mit dem (…) bei einem Zitat ist richtig. Aber hier geht es ja nicht um ein Zitat, insoweit wären die Klammern falsch.

    @simone
    Lebten die Menschen eigentlich gemeinsam mit den Elfen, etc. in der Stadt? Weil in dem grade von Felis zitierten Absatz von Menschen die Rede ist (rein interessehalber)

  21. ja in der Stadt lebte alles, was es so an Fantasygezeugs gab zusammen. Die Geschichte bezieht sich auf den Abschluß einer gemeinsamen RP-Zeit auf einem MMOPRG-server

  22. Ist ja interessant wie verschieden Männer und Frauen die Intention einer solche Geschichte betrachten. Schon interessant, Frauen wollen Männer immer anständiger machen und Männer wollen alles technisieren…

  23. Vielleicht hätte man die Story besser ´Von Erinnerungen zerfressen´ nennen sollen.

  24. den Einwurf versteh ich jetzt leider nicht, soll ich das als Kritik auffassen?

  25. Felis Breitendorf

    Simone, passt das in meine Anthologie „Träume und Visonen“? Bitte gib mir kurz bescheid!

  26. Hallo Simone!

    Deine Story gefällt mir. Elfen, Dunkelelfen usw. sind manchmal vielleicht etwas abgelutscht; hier aber nicht, da du sie in einem interessanten Kontext verwendest.

    Einige Redundanzen sind vielleicht noch auszumerzen (gerade bei einer KG), z.B.: leises Klingen von Ketten, (die aneinander schlagen) oder Von Neugierde getrieben folgt Danya dem (einzigen) Geräusch (in der Stadt).
    Auch würde ich die Anzahl der Adjektive überdenken.

    Was mich noch interessiert: Hast du die Story noch einmal überarbeitet oder ist das die Fassung von 2010?

    LG

    Michael

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