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Literatur-Blog

Leseprobe

DIE AKTE HARLEKIN (Prolog) von Thomas Vaucher (Leseproben-Award Herbst 2016/Geteilter Preis)

Mit DIE AKTE HARLEKIN legt der Schweizer Autor Thomas Vaucher – bekannt für seine historischen Romane – erstmals einen Psychóthriller vor: Ein Serienkiller, der seine Opfer sämtlicher Körperflüssigkeiten beraubt, versetzt die Bevölkerung in der Hansestadt Bremen in Angst und Schrecken. Die Angehörigen der Ermordeten begehen wenige Tage nach den Verbrechen Selbstmord, nachdem sie angegeben haben, ihnen seien die Getöteten als Geister erschienen. Die Polizei tappt im Dunkeln und engagiert den ehemaligen Kommissar und Experten für Okkultes, Richard Winter, als externen Ermittler für den Fall. Im Laufe seiner Nachforschungen macht Winter eine grauenvolle Entdeckung, die ihn jedoch bald selbst ins Visier des Killers geraten lässt …

SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Künstliche Menschen – Klone, Replikanten, Androiden und Cyborgs”

Die Idee des „Künstlichen Menschen“ wurde bereits im Mittelalter im Zusammenhang alchemistischer Theorien entwickelt – oft unter Verwendung des Begriffes ‚Arcanum‘; häufig erscheint dieser Homunkulus als dämonischer Helfer magischer Praktiken. War der Künstliche Mensch zu Beginn noch ein vorwiegend alchemistisch-mystisches Konzept, transformierte sich die Idee im Laufe der Jahrhunderte zu einer Züchtung und Zeugung künstlicher Menschen gemäß den Fortschritten der empirischen Wissenschaften. Die jeweils avanciertesten Diskurse (Mechanik, Elektromagnetismus, Genetik) inspirieren diesen alten menschlichen Traum, bis zu den Klon- und KI-Phantasien der heutigen Tage, die weit in die Zukunft reichen und inzwischen als Standart-Merkmal heutiger SF gilt.

BLACK ICE – Leseprobe (Teil 3) aus dem Roman „Black Ice“ von Frank Lauenroth

Holly und Frankie standen vor der Tür von Woods Wohneinheit. Und so wild entschlossen Holly auch war, endlich die Wahrheit über sein Leben zu erfahren, so gefesselt war er doch von dem Anblick, der sich ihm hier oben bot. Es war ein surreales Gefühl, auf einem Laubengang im 205ten Stockwerk zu stehen und über die Stadt zu schauen. Die Häuserblocks hatten alle 50 Stockwerke Dockingplattformen, die von Lufttaxis und privaten Planetenjets angeflogen werden konnten. Tausende Fenster. Manche beleuchtet. Manche blind. Und dazwischen tiefschwarze Wände aus dem allgegenwärtigen Verbundstoff. Ihren Miet-Hopper hatten sie auf der untersten Ebene geparkt. Die oberen Dockingplattformen zu benutzen, war ein teures Vergnügen. Frankie fielen aus dem Stand zwanzig bessere Wege ein, seine Credits zu verpulvern. Also hatten sie einen der Standardlifte benutzt und waren so hier hinauf gelangt.

Die Sommerausgabe der eXperimenta für Juli /August 2016 jetzt auf unserer Homepage abrufbar!

Liebe ist das Licht der Seele. Bereits in Shakespeares »Sommernachtstraum« begegnen wir, nüchtern ausgedrückt, dem Themenkomplex Liebe, Lust und Leidenschaft. Wer liebt hier wen, wer liebt hier wen nicht und warum liebt der oder die, die oder den nicht? Das sind die Irrungen und Wirrungen des William Shakespeare, der in seinem Sommernachtstraum, offen gestanden, viel Lärm um Nichts macht. Im aktuellen Shakespeare-Jahr 2016 (Shakespeare starb am 23. April 1616) ist dieser gute Mann der Liebe und der Leidenschaften vor 400 Jahren von der Bühne des Lebens abgetreten. Seine Irrungen und Wirrungen aber sind geblieben. Shakespeare in Love, Shakespeares »never ending tour«. Bob Dylan lässt grüßen.

SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Evolution. – Menschheitsgeschichten”

Editorial: Liebe Freunde, liebe Besucher und liebe Leser: Heute gibt es wieder einen neuen Beitrag in unserer Anthologie, die nach und nach mit immer weiteren Beiträgen und Kurzgeschichten unserer Autoren gefüllt werden soll, die den Themenschwerpunkt “Evolution. – Menschheitsgeschichten” beinhalten. Dabei geht es nicht so sehr darum in eine bestimmte Kerbe zu hauen, sondern es geht um Vielfalt, darum, was uns diese Themen alles bieten können. „Evolution. – Menschheitsgeschichten“ meint Geschichten/Beiträge, die unser Leben als gesamte Menschheit betreffen oder die Entwicklung von einzelnen Menschen, durch die sie verändert, weiterentwickelt oder auch in die Irre gelenkt wurden. Gemeint ist die Entwicklung unserer Art aber nicht nur in technischer oder biologischer Hinsicht, sondern auch in gesellschaftlicher oder politischer Weise …

SFBASAR.DE-ANTHOLOGIE (mit Themenschwerpunkt): “Künstliche Intelligenzen”

Eine neue Besprechung wurde aufgenommen: Die Begrifflichkeit von Künstlicher Intelligenz hat viele Wissenschaftler aber auch Philosophen dazu veranlaßt, Probleme wie das Verhältnis zwischen Materie und Geist, die Ursprünge des Bewußtseins, die Grenzen der Erkenntnis, das Problem der Emergenz, die Möglichkeit außermenschlicher Intelligenz usw. in einem neuen Licht zu betrachten und zum Teil neu zu bewerten. Die Fragen, die sich letztlich stellen, ob KIs den Menschen einmal in allen Belangen an Intelligenz, an Wissen usw. haushoch übertreffen werden, sind dabei ebenso als Themen für Beiträge dieser Anthologie geeignet als auch die Fragen danach, ob diese Künstlichen Intelligenzen jemals so etwas wie Menschenrechte, Selbstbestimmungsrechte, ein wirkliches Ich-Bewußtsein oder so etwas wie eine Seele erreichen werden.

KATZENWESEN – Leseprobe (Teil 3) aus dem gleichnamigen Roman von Torsten Weigand

Mausi hatte ihre Exkursionen nicht mehr aufgenommen; zu tief saß immer noch der Schreck über die Begegnung mit jenem Fremden, das sie quer durch den Wald gehetzt hatte – was auch immer es gewesen war. Aber das, was sie mangels besseren Verständnisses den Ruf nannte, war nicht verstummt. Manchmal, in besonders dunklen und einsamen Nächten, fand sie sich, einer Schlafwandlerin gleich, auf dem Weg in Richtung Frühlingssonnenaufgang wieder. Doch immer jagte sie in weiten Sätzen zurück in den Schutz des Nestes, sobald sie sich ihrer Umgebung bewusst wurde. – In Bezug auf die Jagd hatte sie nur geringe Fortschritte erzielt, schlug sich jedoch einigermaßen erfolgreich durch, indem sie mal bei Mäusejäger Sonny den Mitesser spielte …

KATZENWESEN – Leseprobe (Teil 2) aus dem gleichnamigen Roman von Torsten Weigand

Die Brise, die an diesem Morgen von den Bergen herunterglitt, war angenehm kühl. Doch sie war nicht stark genug, um die gelbe Kordel zum Schwingen zu bringen. Schlaff hingen ihre zerfransten Enden an dem Stock, der das Grab markierte. Und es herrschte auch keine unirdische Stille wie in jener Frühlingsnacht. Im Gegenteil: Die Luft war erfüllt von den gewohnt vielfältigen Geräuschen eines beginnenden Tages auf dem Land. Und in das übermütige Zwitschern junger Vögel, in das insistierende Tackern eines Spechts auf Nahrungssuche mischte sich das rasch näher kommende Brausen eines Autos auf dem schmalen Weg, der das alte Bauernhaus mit der Zivilisation verband.

ZAUBERLEHRLING WIDER WILLEN (EPUB) Leseprobe (Teil 1) Eorin #1 von Margret Schwekendiek

Seit dem frühen Morgen bündelte ich meine Kraft, um einfach ein Feuer zu entzünden. Ich hatte es schon einmal geschafft, doch ich wollte es genauso einfach und leicht können wie Darras, der mit einem einfachen Gedankenbefehl eine Flamme emporschießen lassen konnte. Wieder konzentrierte ich meine Kraft, warf den geballten Befehl auf einen kleinen Haufen Reisig, der am Boden lag, und taumelte plötzlich zurück. Aus den Augen von Darras schossen Blitze auf mich zu. Heiße Feuerströme umflossen meinen Körper, und ich hob abwehrend die Hände. Jede Nervenfaser strahlte plötzlich Schmerzen aus, und ich schrie unterdrückt auf. Es war mir einfach zu wichtig, mir selbst zu beweisen, dass ich erste echte Erfolge mit meiner Kraft hatte. Und so missachtete ich die Anweisung meines Mentors.

Die eXperimenta für April 2016 – „AnaLogie“ ist jetzt auf unserer Homepage abrufbar!

Das Analoge Zeitalter geht zu Ende, und die digitale Veränderung hat sich bereits flächendeckend auf unserem Planeten ausgebreitet. Von den grasbedeckten Hütten in Papua Neu Guinea, über die schottischen Highlands bis zu den Bankentürmen in Frankfurt am Main oder in New York sind die Menschen digital miteinander vernetzt. Das digitale Zeitalter ermöglicht uns bisher ungeahnte Möglichkeiten der Kommunikation. Wir sind überall und an jedem Ort erreichbar. Aber was bedeutet digitale Erreichbarkeit, wenn die (analoge) menschliche Nähe verloren geht? – Es scheint so, dass wir zu der letzten Spezies der Generation Analog gehören. Wir sind sozusagen analoge Dinosaurier, die vom Aussterben bedroht sind …

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