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Literatur-Blog

Interviews

Borderline – Die aktuelle eXperimenta Mai 2018 ist online und kann kostenlos hier abgerufen werden

»Borderline« – die Grenze zur Vergangenheit, die Vorstufe des Aufbruchs oder lebenslanger Balanceakt im Zwischenraum der Entscheidungslosigkeit? Möglicherweise aber auch eine semipermeable Membran zwischen Bewusstsein und Unbewusstem. Große Künstler balancieren oft auf dieser schmalen Linie. Kunst vielleicht als Vehikel des Mythos, das Gegengewicht zum verunglückten Ritual, aufgrund unverstandener oder falsch übersetzter Metaphern. Die Reise ins Innere, zu sich selbst, stellt die Protagonisten unserer Zeit vor das Problem, den passenden Mythos zu erfnden, dessen metaphorischer Gehalt wenig liminalen Raum schafft, da er nicht mehr verwoben ist, mit dem kollektiven Unbewussten, den Archetypen und Träumen.

Die aktuelle eXperimenta für MÄRZ 2018 ist online. Hier kostenlos aufrufen:

Vermutlich stehen wir alle in dem Schatten unserer Kindheit. Warum auch nicht? Jede(r) hat seine/ihre Kindheit, die uns zu dem gemacht hat, der/die wir heute sind: Menschen aus Fleisch, Blut, Geist und Seele. Wer von sich sagen kann, dass er eine glückliche Kindheit hatte, ist ein reich beschenkter Mensch. Genaugenommen sind Menschen, die keine glückliche oder nur eine annähernd zufriedene Kindheit hatten vielleicht noch reicher beschenkt, denn der Erfahrungsschatz einer nicht so gut verlaufenen Kindheit kann immens vielfältiger sein, denn diese Menschen haben die negativen Erfahrungen und Erkenntnisse unserer kindlichen Sozialisation überlebt …

Die Februarausgabe der eXperimenta ist ab dem 01.02.2018 online!

Es gibt viele Menschen, die „Die Kunst des Vergessens” beherrschen und sie als Rückzugsmöglichkeit nutzen, um etwas Ruhe in ihrem Leben einkehren zu lassen. Vergessen bedeutet auch Prioritäten zu setzen. Manches scheint nicht so wichtig zu sein, man entzieht sich vordergründig unwichtigen Dingen, die Hintergründig dann von anderen doch als wichtig wahrgenommen werden. Dabei kann die „Kunst des Vergessens” auch charmant sein, wenn man bereit dazu ist, Zwischenräume zu betreten, um „Die Kunst die Verzeihens” zu erfahren. Falls wir es nicht vergessen sollten, könnten wir ja in einer der nächsten Ausgaben der eXperimenta in der „Kunst des Verzeihens” üben.

eXperimenta im Dezember 2017

In einer Welt, in der Kriege, Hungersnöte, Umweltkatastrophen, Terroranschläge, Seuchen und vieles andere mehr auf der Tagesordnung stehen, bedarf es Menschen, die mit ihrer spirituellen Energie Licht ins Dunkel bringen. Künstler und Künstlerinnen tragen mit Worten, Bildern oder musikalischen Klängen dazu bei, Unsichtbares sichtbar zu machen. Josef Beuys war so ein (Künstler) Schamane, der mit seinen Installationen aus Filz und Fett Rituale vollzogen hat, die vordergründig als „moderne Kunst“ wahrgenommen wurden, letztendlich aber als schamanische Reisen verstanden werden können. Vielleicht ist Kunst auch ein Ausdruck davon, schamanisches Wissen mit der Sprache des 20. und 21. Jahrhunderts auszudrücken.

Das Schiff – Hörbuch – Ungekürzte Ausgabe: Andreas Brandhorst (Autor)

Seit tausend Jahren schicken die intelligenten Maschinen der Erde lichtschnelle Sonden zu den Sternen. Sie sind auf der Suche nach den Hinterlassenschaften der Muriah, der einzigen bekannten und längst untergangenen Hochkultur in der Milchstraße. Bei der Suche helfen die Mindtalker, die letzten sterblichen Menschen auf der Erde – nur sie können ihre Gedanken über lichtjahrweite Entfernungen schicken und die Sonden lenken. Doch sie finden nicht nur das technologische Vermächtnis der Muriah, sondern auch einen alten Feind, der seit einer Million Jahren schlief und jetzt wieder erwacht.

Die aktuelle eXperimenta November ist online:

Die eXperimenta wird ab der Novemberausgabe eine neue Crowdfunding Aktion starten. Mit dem Themenschwerpunk „Armut in Zeiten der Globalisierung“ möchten wir 2018 publizistisch auf Menschen aufmerksam machen, die sich in existentiellen Lebenssituationen befinden: Rentner, alleinerziehende Väter und Mütter, Pfandflaschensammler, Singles, Harz IV Aufstocker, Behinderte, obdachlose Menschen, Straßenkinder, Arbeitslose, Künstler und viele andere Existenz bedrohte Menschen, die am Rande der Armutsgrenze leben müssen. Wir möchten diese Menschen, im Abseits der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit ums tägliche Überleben kämpfend, nicht länger verschweigen.

eXperimenta für Oktober 2017 ist da!

Die eXperimenta wird ab der Novemberausgabe eine neue Crowdfunding Aktion starten. Mit dem Themenschwerpunk „Armut in Zeiten der Globalisierung“ möchten wir 2018 publizistisch auf Menschen aufmerksam machen, die sich in existentiellen Lebenssituationen befinden: Rentner, alleinerziehende Väter und Mütter, Pfandflaschensammler, Singles, Harz IV Aufstocker, Behinderte, obdachlose Menschen, Straßenkinder, Arbeitslose, Künstler und viele andere Existenz bedrohte Menschen, die am Rande der Armutsgrenze leben müssen. Wir möchten diese Menschen, im Abseits der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit ums tägliche Überleben kämpfend, nicht länger verschweigen.

Die aktuelle Mai-Ausgabe 2017 der eXperimenta ist erschienen!

Im Mai, genau vor 15 Jahren, erschien die erste Ausgabe, damals noch als studentisches Projekt mit dem Hintergrund, Menschen, die sich mit dem kreativen Schreiben beschäftigen, miteinander zu vernetzen. Damals wurde die eXperimenta als PDF-Datei im Anhang an insgesamt 82 Adressaten versendet. Die Redaktion, die sich aus sechs Student(inn)en des INKAS Instituts zusammensetzte, war noch sehr unerfahren, ja sozusagen jungfräulich. Mittlerweile hat die Redaktion sich mächtig verändert. Wir sind seit Jahren ein stabiles Team, mit einem strukturierten Aufgabengebiet, das sich vom redaktionellen Sichten der Texte über das Redigieren, bis hin zum Satz, dem Layout und auch der Pflege der Website erstreckt. Wir haben eine professionelle Redaktion, die sich sehen lassen kann. Mehr als 20.000 Abonennt(inn)en, die uns seit Jahren die Treue halten, bestätigen unser Konzept, das sich mit Kunst, Literatur und Gesellschaftsthemen beschäftigt …

Die aktuelle eXperimenta April 2017 ist online.

Was hat sich Gabi Kremeskötter nur dabei gedacht, als sie diese Einworttitel in die Redaktionsrunde gegeben hat? Zugegeben, für mich ist jede Ausgabe eine neue Herausforderung, weil ich zu den Menschen zähle, die von sich behaupten, mit Zahlen nichts zu tun haben zu wollen. Jetzt aber, in der vorliegenden Aprilausgabe, habe auch ich mein literarisches Feuer für Zahlen entfachen können. Wird doch das Erzählen von Zählen abgeleitet: Erzählen hat also etwas mit Zahlen zu tun. Damit sind wir in bester literarischer Gesellschaft. Paul Auster, beispielsweise, hat seinen jüngsten Roman mit über zwölfhundert Seiten, „4 3 2 1” genannt. Er erzählt in diesem Roman die Geschichte des Protagonisten Archibald Ferguson in vier verschiedenen Variationsmöglichkeiten (VierHändig) mit der Fragestellung: Was wäre wenn? Hier wird das Zählen der einzelnen Kapitel von Rückwärts in eine Erzählkulisse eingebettet, die sich zu einem fesselnden Gedankenspiel entfaltet.

HANNI – Eine Short Story von Rüdiger Heins

Detrois schien wieder nüchtern zu sein. Er stand am Fenster und träumte vor sich hin. Ruckartig öffnete er einen Flügel des Fensters, lauschte dem entfernten Rauschen der Nahe, während Hanni die Schuhe von ihren Füßen in den Raum schleuderte. Der Fluss lag ruhig in seinem Bett. Ab und zu hörte Detrois ein sanftes Gluckern, das sich harmonisch in die Melodie der Landschaft einfügte. Der Mond, der in einem zarten Buttergelb über dem Flussbett stand, warf mit seinem Schein eine lange Lichtsäule, die bis in die Mitte des Flusses hineinreichte. Zart spielten die Wellen mit diesem Funkeln, verwandelten sein Spiegelbild in bizarre Formen. Bäume, die am Ufer standen, bildeten mit ihren Ästen fantastische Strukturen. Sie erinnerten ihn an die Riesen aus alten Märchen, die ihn durch die verwunschenen Träume seiner Kindheit begleiteten …

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