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UNNATURAL HISTORY – PAX BRITANNIA – Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Roman von Jonathan Green

UNNATURAL HISTORY – PAX BRITANNIA

Leseprobe (Teil 1) aus dem gleichnamigen Roman

von

Jonathan Green

Schattengestalten flackerten und krümmten sich an den Wänden. Ulysses´ suchender Lampenschein fokussierte sich plötzlich auf blanken Zähnen, die in wütendem Knurren gebleckt waren, Augen starrten ihm in offensichtlichem Trotz entgegen. Das Gesicht, das in dem kalten Licht auftauchte, hatte wenig menschliches, sein Ausdruck verzerrte es zum Sinnbild bestialischer Wut.

Ulysses lehnte sich vor und lenkte den Lichtstrahl direkt in die Glasaugen hinein. Die Kreatur blinzelte nicht einmal.

»Alles klar«, sagte er und las von einem Schild laut vor: »Homo Neanderthalensis, beheimatet in der Mitte der Altsteinzeit. Obgleich vor 29.000 Jahren ausgestorben, wurde diese Inzestfamilie im Ural um neunundsechzig gefunden.«

Geneviève spähte hinter seinem Rücken auf die starre Figur. Ihre Hand lag auf Ulysses Schulter. Die wächserne Nachbildung des Neandertalers, den man seinem zerschlagenen Schaukasten entnommen hatte, lehnte nun an der Wand der Galerie, um unaufhörlich zurück zu starren, einen Arm erhoben, eine Keule aus irgendeinem Geweih drohend in der anderen Hand.

»Der hier macht uns sicher keinen Ärger«, meinte Ulysses.

Plötzlich flackerte in seinem Kopf ein Warnlämpchen auf. Ulysses fuhr herum und stieß Geneviève gerade noch rechtzeitig aus dem Weg, bevor sich etwas Großes aus der Dunkelheit löste und direkt in ihn hinein stieß. Ulysses wurde krachend zu Boden geschickt, gerade als er im Inneren seiner Jacke nach der Pistole griff. Die Lampe fiel ihm aus der Hand und die Luft wurde aus seinen Lungen gepresst, als das Biest auf ihm landete. Er wand sich, versuchte sich von dem Gewicht des Dings zu befreien. Währenddessen zerrte er seine Pistole ganz aus der Jacke und richtete sie auf den Schatten, der sich deutlich über ihm abzeichnete. Eine große Faust sauste herab, direkt auf seinen ausgestreckten Arm. Unter diesem unerwarteten Schlag verkrampften sich die Muskeln in seiner Hand und er ließ die Waffe los, die nun weit über den Boden der Galerie schlitterte. Das Biest brüllte siegessicher. Geneviève schrie.

Unbewaffnet musste Ulysses sich etwas anderes einfallen lassen. In dem schauerlichen Mondschein ragte die Kreatur wie ein zerlumpter Schatten vor ihm auf. Ulysses konnte nicht viel mehr als das schimmernde Funkeln ihrer Augen und den nassen Schein der entblößten Fänge erkennen. Der Gestank des ranzigen Atems ließ ihn würgen, als die Kreatur ihm einem heißen Schwall ins Gesicht blies. Er fühlte sich nach Tibet zurückversetzt, als Teile des Kampfes mit dem Schneeungeheuer in dem versteckten Kloster aus seinem Unterbewusstsein nach oben drangen. Er hatte diese Begegnung überlebt und das würde er auch hier tun, zum Teil war das auch den Kampfkünsten zu verdanken, die ihn die tibetischen Mönche gelehrt hatten. Er kickte mit aller Kraft mit seinem rechten Bein nach oben. Die Spitze seines Schuhs traf die Kreatur im Nacken. Das Ding heulte auf, krümmte seinen Rücken, und somit verschwand endlich das Gewicht von Ulysses´ Beckenknochen. Er zog sein Bein zurück, warf seinen Körper nach vorne und erhob sich. Als er endlich seine Arme frei hatte, stieß er sie vorwärts, die Handflächen aneinandergelegt. Er hieb ihr direkt ins Brustbein und stieß die Kreatur so von sich. Einen Moment später jedoch machte sie sich wieder zum Sprung bereit. Auf ihren muskulösen Beinen ragte sie vor Ulysses empor, die behaarten Arme erhoben, bereit, ihn in die gepflegten Marmorplatten des Galeriefußbodens zu hämmern. Ohrenbetäubend brüllte das Monstrum seine Wut heraus und trommelte mit den Fäusten auf seine Brust, um offenkundig darzulegen, auf wessen Territorium sie sich hier befanden.

Ohne einen Moment des Zögerns sprang es Ulysses erneut an. Doch dieses Mal war er darauf gefasst. Gerade als die affenartige Kreatur direkt vor ihm war und mit ledrigen Pfoten nach ihm griff, packte er zu, ließ sich nach hinten und unter dem Angriff der Bestie hindurchfallen und riss mit beiden Fäusten große Büschel aus dem Fell, während er einen seiner Füße mit voller Wucht in das Zwerchfell des Angreifers stieß. Wieder einmal landete er mit seinem Rücken auf dem kalten Steinboden, doch dieses Mal nahm er die taumelnde Kreatur mit sich, die nun völlig aus dem Gleichgewicht geraten war. Er spürte, wie das ganze Gewicht des Dings auf ihm landete, und zog beide Füße zu sich heran, um mit der ganzen Kraft seiner Beine das Biest von sich zu stoßen.

Die Kreatur segelte über Ulysses Kopf hinweg. Er konnte noch hören, wie sie protestierend aufheulte und dann folgte nur mehr ein einziges mächtiges Getöse. Eilig sprang Ulysses auf und drehte sich um, bereit, dem Angreifer erneut entgegenzutreten.

Glasscherben glitzerten im monochromen Licht der Halle. Unfähig, seinen Sturz aufzuhalten, war das Monster in einen der Schaukästen gekracht. Mit verärgertem Schnauben versuchte das Biest, sich von den zersplitterten Überbleibseln der Vitrine zu befreien. Ulysses vermutete, dass es sich bei dem Zusammenstoß verletzt haben musste, doch ganz gleich, welche Verletzungen es sich zugezogen hatte, sie trugen nicht zu seiner Verlangsamung bei.

Die grelle Punktleuchte der am Boden liegenden Taschenlampe umfing die Kreatur, die die Augen gegen die plötzliche Helligkeit zusammenkniff. In diesem Augenblick konnte Ulysses seinen Angreifer zum ersten Mal klar erkennen. Es handelte sich um einen Affenmann, gekleidet in einem Arrangement aus schlechtsitzenden Anzugteilen. Alles, was Ulysses unterhalb der seltsamen Kleidung erkennen konnte, war – abgesehen von seinen Händen, den Füßen und dem Gesicht mit der stumpfen Nase – mit rötlich-braunem Haar bedeckt. Das Tweedjackett und seine Hosen waren überall dort zerrissen, wo die schiere Größe des Biestes deren Ausmaße sprengte. Von einem weißen Hemd waren die Knöpfe geplatzt, ebenso von der einstmals paisley-gemusterten Weste. Für einen Moment wunderte sich Ulysses darüber, wie es wohl vonstatten gegangen sein mochte, diesen Wilden in einer solchen Art und Weise zu kleiden, als er dem kurzen Aufflackern einer Silberkette gewahr wurde, die um dessen Hals hing und sich ihm plötzlich die einzig logische Antwort offenbarte.

Ulysses stemmte sich hoch. Er nahm seinen Gehstock auf, umfasste den Blutstein an dessen Ende und drehte ihn einmal kurz. Mit einer fließenden Bewegung zog er ein Rapier aus dem Stock. Noch als das schwerfällige Atmen des Affenmannes in ein kehliges Knurren umschwang, nahm Ulysses bereits die Haltung eines versierten Fechters an. »En garde«, forderte er das Biest voller Überzeugung auf.

Die Kreatur kletterte aus den Bruchstücken des Schaukastens und Ulysses fiel auf, dass deren schwerfällige Bewegungen und der tief zwischen den Schultern sitzende Kopf für eine offensichtliche Verwandtschaft zu den untergeordneten Primatenarten sprachen. Auf den menschenähnlichen Gesichtszügen des Monstrums formte sich ein bestienartiger Ausdruck und es preschte vorwärts, indem es seine Vorderpfoten wie ein weiteres Paar Beine benutzte und dabei ein schreckliches Kreischen ausstieß. Mit dem Rapier fest in der Hand war Ulysses bereit für den zweifellos fuchsteufelswilden Angriff seines Kontrahenten.

Ein Schuss knallte gleich einer Kanone durch die Galerie, vielfach verstärkt durch die Akustik der Halle. Mit einem Male wurde der Affenmann zurückgeschleudert. Eine erhebliche Menge Blut spritzte aus seiner linken Schulter und ein schmerzverzerrtes Wimmern drang zwischen seinen deformierten Lippen hervor. Dann, als sich der bläuliche Pistolenqualm legte, stand das Biest schon wieder auf den Beinen, dieses Mal jedoch eher zur Flucht gewandt denn zum Angriff übergehend.

Ulysses fuhr herum. Geneviève stand direkt hinter ihm, seine Pistole verkrampft in der Hand haltend.

»Hübscher Schuss«, sagte er und ein verhaltenes Lächeln schlich sich in sein Gesicht, »aber ich hatte die Situation bereits unter Kontrolle.«

Geneviève senkte die Waffe. »Ich dachte nur, das … Ding wollte Sie umbringen.«

»Ihre Sorge rührt mich.« Ulysses steckte das Rapier zurück in den Stockdegen und setzte, Geneviève im Schlepptau, zur Verfolgung durch die Galerie an. »Dennoch sollten wir dieses zurückentwickelte Was-auch-immer lieber noch etwas am Leben lassen.«

Sie wandten sich nach links, zur Hauptgalerie des Darwin-Flügels. In dem trüben Licht des fahlen Mondscheins erkannte Ulysses einige schwarze Blutsprenkel auf dem glattpolierten Boden.

»Denken Sie, dieses Ding hat etwas mit dem Verschwinden meines Vaters zu tun?«, fragte Geneviève.

Die beiden passierten den steinernen Bogen, auf den die Worte ›Der Aufstieg des Menschen‹ gemeißelt waren. Ulysses’ Sohlen glitten nur so über den polierten Steinboden. Das Klatschen der ledrigen Hände und Füße des affenähnlichen Wesens war weit vor ihnen zu hören.

»Darauf würde ich setzen. Und darum dürfen wir es auch nicht entkommen lassen.«

Ulysses legte noch einmal an Geschwindigkeit zu, ließ Geneviève hinter sich zurück und sprintete durch den Säulengang in Richtung Haupteingangshalle. Dort erspähte er das Ding, wie es sich auf allen Vieren wie ein Hund voran bewegte. Er stieß einen unterdrückten Fluch aus. Wäre Geneviève nicht noch immer in Besitz seiner Pistole, hätte er einen halbherzigen Schuss auf die Kreatur abgeben können. Nun würde er sich wohl etwas anderes einfallen lassen müssen, um den Affenmann aufzuhalten. »Constable Palmerston!«, schrie er lauthals. »Constable Palmerston, wenn ich je Ihre Hilfe in Anspruch nehmen müsste, so wäre das wohl jetzt! Palmerston!«

Mit einem Mal machte der Affenmann kehrt. Seine Füße verloren für einen Moment den Halt auf dem glatten Boden, dann sprang er mit einem ungelenken Hüpfer auf einen Säulenvorsprung. Nun konnte Ulysses auch die Kette um seinen Hals genau erkennen und etwas, dass wie ein silberner Anhänger aussah.

Das Biest blickte Ulysses einen Moment an. In seinen Augen glänzte eine Mischung aus gehetzter animalischer Angst und bösartigem Hass. Dann schleuderte die Kreatur herum. »Palmerston!«, brüllte Ulysses.

Der Affenmann landete gerade mit einem klirrenden Getöse auf der Wirbelsäule des Diplodokusskeletts, als die Museumstür aufbarst und die beiden Polizeidronen in das Gebäude marschierten.

»Halt! Im Namen des Gesetzes!«, hörte Ulysses die künstliche Sprachausgabe von Palmerston verkünden. Die Kreatur hingegen dachte gar nicht daran, sich im Namen des Gesetzes oder wem auch immer etwas sagen zu lassen. Der Diplodokus schwankte gefährlich, während der Affenmann ihn umklammerte und haltsuchend nach Rippen und Wirbeln griff, die ihm bei seinem Flug durch die Halle Halt geben konnten. Ein weiterer Schuss hallte durch das Museum und ein prähistorisches Schulterblatt explodierte in einer Wolke aus Staub und Knochenfragmenten.

»Wir wollten ihn doch lebendig!«, schrie Ulysses.

Die beiden Constables standen nun unterhalb des Diplodokus, den strampelnden Affenmann auf dem Skelett kreisend über sich. Die Kreatur fand mit einer Hand Halt im Nacken des Fossils, schwang sich über die Köpfe der Automaten und schleuderte sich selbst auf die Eingangstür zu. Gerade als sie den Boden berührte, gaben die Kabel nach, die mit dem Kopf des Relikts verankert waren, und der Schädel des Dinosauriers krachte zu Boden, wobei der Kiefer auf dem harten Steinboden zerbarst.

Mit einem Sprung war der Affenmann durch die Tür verschwunden. Nur einen Moment später taumelte Ulysses durch die verblüfften Androiden und stürmte ebenfalls durch die Tür, der Kreatur nach, nur, um sie in die Nacht entschwinden zu sehen, von Laterne zu Laterne schwingend wie ein Affe durch den Dschungel. Mit durchdrehenden Reifen preschte der Silver Phantom hinterher und wich einem schleichenden Omnibus aus, als Nimrod die Verfolgung aufnahm.

»Haben wir es erwischt?«, japste Geneviève. Sie hatte sich mit den Händen auf den Knien abgestützt und rang nach Atem. Ein irrer Glanz funkelte in ihren Augen, der so gar nicht zu der sittsamen jungen Dame passen wollte, die Ulysses gerade einmal eine Stunde zuvor kennengelernt hatte.

»Das haben Sie mit Sicherheit.« Der Dandy konnte nur schwerlich die Missbilligung in seiner Stimme verbergen.

»Ja, doch wo ist es jetzt hin?«

»Was is´ hier los?« Die beiden Roboterpolizisten traten nun zu ihnen auf die Stufen.

»Ich glaube, wir haben Ihren Mörder verschreckt«, murmelte Ulysses.

Ein statisches Rauschen knisterte, als die Polizeidrohne ihr eingebautes Funkgerät benutzte, um die zuständige Stelle von Scotland Yard über die Flucht in Kenntnis zu setzen. Eine Hupe ertönte von irgendwoher und der Silver Phantom tauchte bei den eisernen Gattern des Museums auf. Gerade als Nimrod ausstieg, war Ulysses bereits die Hälfte des Hanges hinunter geeilt.

»Ich bitte um Verzeihung, Sir, doch wie ich befürchte, habe ich den Affen aus den Augen verloren.«

Ulysses seufzte. Sein erster richtiger Anhaltspunkt in diesem vermaledeiten Fall war ihm entwischt. Dennoch, erinnerte er sich selbst, als er die Tasche seines Jacketts tätschelte, war es nicht sein einziger Anhaltspunkt. »Keine Sorge, Nimrod«, sagte er.

Geneviève gesellte sich zu ihnen, die Drohnen dicht hinter sich.

»Haben Sie zufällig erkannt, was dieses Ding unter seiner Bekleidung um den Hals trug?«, fragte Ulysses sie.

»Aber ja«, meinte sie offensichtlich ein wenig aufgewühlt, der irre Ausdruck war aus ihren Augen verschwunden und einer naiven Betroffenheit gewichen. »Es war mein Anhänger.«

»Ihr Anhänger?«

»Nun, damit meine ich, es war der Anhänger meines Vaters, aber er hatte ihn von mir. Es war ein Geschenk. Dieses Ding muss es ihm weggenommen haben. Es muss also etwas mit seinem Verschwinden zu tun haben!«

Schwermütig blickte Ulysses Geneviève an und nahm ihre Hände erneut in die seinen.

»Geneviève«, sagte er behutsam, »Ich weiß nicht, wie ich es Ihnen sagen soll, aber ich glaube nicht, dass dieses Ding den Anhänger ihrem Vater weggenommen hat. Um ehrlich zu sein, glaube ich auch nicht, dass Ihr Vater entführt wurde.«

»W–was meinen Sie? Sagen Sie nicht, dass Sie annehmen er sei to…« Sie verstummte, völlig überwältigt von ihren Emotionen. Ihre Augen blickten nun flehend zu ihm auf, verzweifelt darum bittend, ihr verstehen zu helfen, was wirklich passiert war.

»Fragen Sie mich nicht, wie das geschehen konnte, aber ich glaube, dieses Ding ist – oder besser gesagt, war – Ihr Vater.« (…)

(wird fortgesetzt!)

Copyright (C) 2013 by Jonathan Green. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autoren und des Luzifer Verlages

Bildrechte: “Vintage (Steampunk5.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Wer wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht, erfährt dies in folgendem Buch des Autors:

Green, Jonathan
Unnatural History

Pax Britannia

Verlag :      Luzifer-Verlag
ISBN :      978-3-943408-19-5
Einband :      Englisch Broschur
Preisinfo :      13,95 Eur[D] / 14,95 Eur[A] / 18,40 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 28.08.2013
Seiten/Umfang :      ca. 390 S. – 19,0 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Produktform (detailliert) :      Geklebt
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 31.10.2013
Erstverkaufstag :         31.10.2013
Gewicht :      400 g
Aus der Reihe :      Pax Britannia 1

KLAPPENTEXT
Es ist das Ende des 20. Jahrhunderts und Queen Victoria regiert das Reich noch immer an oberster Stelle, gewartet von einer Babbage-esken Lebenserhaltungsmaschine. Aufwiegelungen und Unzufriedenheit wachsen so stetig in Magna Britannia, wie das ständige Streben von Schattenwesen nach Macht und Einfluss.
Alles, was Sie in den viktorianischen Gothic-Novellen gelesen haben, ist wahr: Menschen können vom Tod wiederauferstehen, Dinosaurier leben noch immer in abgelegenen Bereichen der Welt (und im Londoner Zoo!), und auch Darwins Evolutionstheorie wurde korrekt nachgewiesen.
Aristokratische Stammbaumhalter der Vampire setzen sich in Osteuropa durch und graben ihre Klauen in die königliche russische Familie, Dampf- und Uhrwerkbetriebene Robotersklaven arbeiten neben den Ärmsten der Gesellschaft, während logisch denkende Maschinen der Führungsschicht helfen, ihren Machtanspruch in dieser überbevölkerten Welt aufrecht zu erhalten.
In diese Kulisse setzen wir nun den höflichen Dandy und Galgenvogel Ulysses Lucian Quicksilver, gelegentlicher Abenteurer und Agent im Dienste des Thrones, der für schattenhafte Herren arbeitet, welche verzweifelt ein Regime zu erhalten versuchen, das seit 150 Jahren andauert und nun von innen einzustürzen droht – also keineswegs mehr das ist, was es zu sein scheint.
Er bekämpft schnauzbärtige Schurken in den zylindrischen Gewölben der Unterwelt mit raffinierter Eleganz und modischer Stilsicherheit. Unterstützung findet er dabei in seinem unerschütterlichen Hausdiener Nimrod, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt … und damit das Ende der Welt.

PRESSETEXT
Dieser Roman bildet den Auftakt der beliebten PAX BRITANNIA-Serie uns spielt im London der 1990er Jahre. Er entführt den Leser in eine Parallelwelt voller Eigentümlichkeiten. In diesem Steampunk-Universum existieren Dinosaurier (im Londoner Zoo), und seltsame Dampfmaschinen dienen der Fortbewegung ebenso wie der Lebensverlängerung oder als Rechenmaschinen.
Ulysses Quicksilver, der Held (eine James Bond-Hommage), erlebt haarsträubende Abenteuer, während er sich verpflichtet fühlt, das Empire zu retten.
Dieser Action-Thriller stürzt von Seite zu Seite immer tiefer in eine verzwickte Geschichte, die den Leser gekonnt fesselt und viele bekannte Film- und Buchfiguren karikatiert. Ein deftiger Lesespaß für alle Freunde des schwarzen Humors.

INHALT
Zwei Monate vor den Feierlichkeiten zum 160. Thronjubiläum von Königin Victoria wachsen Unsicherheit und Unzufriedenheit in Magna Britannia. Eine revolutionäre Sekte namens Darwinian Dawn verbreitet Angst und Schrecken in Londons Straßen. Mysteriöse Schattenwesen streben nach Einfluss und Macht. Nichts ist wie es scheint, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt … und damit das Ende der Welt.

AUTOR
JONATHAN GREEN ist ein Schriftsteller der spekulativen Fiktion. Er hat bereits 45 Bücher und unzählige Kurzgeschichten geschrieben – von Fantasy-Spielebüchern bis Doktor Who, Star Wars: The Clone Wars, Sonic the Hedgehog, Mutant Ninja Turtles und Moshi Monsters.
Er ist der Schöpfer der Serie Pax Britannia für Abaddon Books und hat bis heute acht Romane für dieses Steampunk-Universum geschrieben. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in West London.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Updated: 3. September 2014 — 01:43

11 Comments

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  1. Schöne handfeste Leseprobe; für Fans von Alternative-Novels sicher eine gute Wahl.

    mgg
    galaxykarl 😉

  2. Ich finde auch, dass sie richtig drive hat! 🙂

  3. Rasante Action, klasse 🙂

    Da es sich um ein „Hommage an James Bond“ handelt, ist es wohl überflüssig zu bemerken, …

    … dass ein Pistolenschuss einen Menschen i.A. nicht zurückschleudert (Geneviève hätte noch viel mehr Rückstoß bekommen müssen als der „Affe“)
    … dass ein großer Affe um einiges stärker ist als ein Mensch (nix mit Judo und Wegschleudern)

    Klasse.

  4. Noch was: ich sehe gerade, die eBook-Ausgabe ist erheblich(!) günstiger als die Print-Ausgabe.

    Und: bei booklooker gibt’s das Buch nicht.

  5. Dr. Heinz-Theo Ullrichs

    Das klingt ja alles sehr erfreulich und die Leseprobe liest sich richtig gut. Ich denke, ich werde mir den Titel zulegen.

  6. Was kann oder mag uns denn der Verleger noch dazu erzählen. Vielleicht was aus dem Nähkästchen plaudern? 😉

  7. Aber sicher, Detlef – kann und mag er gerne 😉
    Dieses Buch ist die erste Übersetzung für den Verlag. Jonathan Green (der Autor) lebt in London und schreibt Computer-Rollenspiele und gern auch mal den ein oder anderen abgedrehten Roman.
    Übersetzt wurde der Titel von Rona Walter, einer Halb-Schottin, die in Hamburg lebt. Micha hat Recht, die Logik hakelt an der ein oder anderen Stelle, da hatten wir auch so manches Mal unser „Problemchen“ mit, aber eine Übersetzung soll ja so getreu wie nur möglich sein, ein oftmals nicht zu unterschätzendes Problem. Nichtsdestotrotz hoffe ich, das Buch ist flüssig, rasant – und bei einem Unterhaltungsroman darf man ruhig einmal großzügig über die ein oder andere Abweichung von der (physikalischen) Realität hinweglesen.
    Falls der Roman hier in Deutschland Anklang findet, steht einer Umsetzung der gesamten PAX BRITANNIA-Serie nix im Weg, ich habe Option auf die gesamte Serie. Mich persönlich würde das natürlich freuen, denn die Folgeromane sind teilweise noch viel extremer …
    Über weiteres Feedback freue ich mich sehr.

  8. Genau so sehe ich das auch. Bei James Bond scheren mich die Logiklücken nicht, warum also hier? ;-).

    Apropos Übersetzung: (Achtung, Klugscheißeralarm 😉 ) ich denke, den „Diplodocus“ schreibt man immer mit einem „c“ und nicht mit „k“. Vermutlich, weil es sich um einen wissenschaftlichen Namen handelt.

    Gruß und Glückwunsch zu diesem flotten Einstand 🙂

  9. Micha, bist du dieses mal auch wieder dabei beim Storywettbewerb?

  10. Ich glaube, ich muss Altes aufwärmen 🙁

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