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ÜBER DIE TRIANGULIERUNG ALS SELBSTHEILUNGSPROZESS BEI KREBSERKRANKUNGEN – KREBS ALS LEBENSCHANCE. – Ein Artikel von Bernd Holstiege.

ÜBER DIE TRIANGULIERUNG ALS SELBSTHEILUNGSPROZESS BEI KREBSERKRANKUNGEN – KREBS ALS LEBENSCHANCE

Ein Artikel

von

Bernd Holstiege.

Obwohl mindestens 50% der Krebserkrankungen ausheilen, also Krebs noch lange nicht zum Tode führen muss, wird Krebs meist mit einer lebensbedrohlichen Katastrophe, mit Tod und elendem und schmerzvollen Siechtum in Verbindung gebracht. Dies gilt nicht nur für den Erkrankten selbst, sondern oft noch mehr für sein Umfeld. Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapie sind in der Organmedizin normalerweise die Mittel der Wahl und verbessern die Lebenschancen. Psychologische Betreuung und psychotherapeutische Gespräche werden in der Rehabilitation und Nachsorge von Krebserkrankungen üblicherweise angeboten. Man hat die Erfahrung gemacht, dass diese nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Prognose von Krebserkrankungen günstig beeinflussen können, während die Ablehnung dieser Betreuung die Prognose verschlechtert.

Fallbeispiele

Ein vierzigjähriger Besitzer eines Reisebüros war an einem Kehlkopfkrebs erkrankt. Er schilderte, noch im Krankenhaus habe er Pläne gewälzt, was er nun machen könne. Er hat den Beruf gewechselt und sich den lang ersehnten Wunsch, Ausdauersport zu betreiben, erfüllt. Beim Triathlon habe ich ihn 10 Jahre später kennen gelernt. Um Sport ausüben zu können, meinte er, mit dem Rauchen aufhören zu müssen. Rauchen gilt als Risikofaktor bei Krebserkrankungen der Atemwege. Er schilderte, sein Bettnachbar, der das Gleiche hatte, sei in eine Katastrophenstimmung und Verzweiflung gefallen und bald darauf verstorben.

Einen ähnlichen Zusammenhang berichtete die Frankfurter Rundschau vor einigen Jahren bei HIV-Positiven. Ein HIV-Positiver hatte in aller Ruhe sein Leben weitergeführt und war in über 20 Jahren nicht an Aids erkrankt, während die Verzweifelten schon lange gestorben waren. Deswegen dient die psychotherapeutische Nachsorge vor allem der Beruhigung und Aufhebung von Katastrophenstimmung und Verzweiflung. Andere Krebspatienten, die Veränderungen in ihrem Leben herbei führen, etwa sich lang ersehnte Lebenswünsche, Reisen oder Trennungen aus unerträglichen Lebenssituationen erfüllen, können dadurch überleben. Die Vorstellungen über diese Veränderungen müssen jedoch in ihrem Weltbild vorhanden sein oder sich durch äußere Anregungen und Ermutigungen ergeben. Können die Erkrankten sich nicht aus unerträglichen Lebenssituationen befreien, etwa einer völlig zerstrittenen Ehe- oder Familiensituation, haben sie eine ungünstigere Prognose.

Psychosoziale Faktoren in der Nachsorge

In der Nachsorge ist der Einfluss von psychosozialen Faktoren, das heißt die Persönlichkeit und die zwischenmenschlichen Beziehungen, auch in der traditionellen, organmedizinischen Behandlung anerkannt und wird vielfältig als therapeutisches Mittel eingesetzt. Ein Krebspatient, der allein körperlich auf die befallenen Organ fixiert ist und sich den heilenden Einfluss der Zwischen- und Mitmenschlichkeit nicht vorstellen kann, hat also eine schlechtere Prognose. Daneben gibt es noch eine Vielfalt von esoterischen und pflanzlichen Behandlungsmethoden wie die Mistel, die außerhalb der Organmedizin angewandt werden, und wo wohl mehr der Glaube, beziehungsweise der Plazeboeffekt wirkt, also psychosoziale Faktoren in der Übermittlung von Glauben und Hoffnung. In ihrer Not greifen viele Krebspatienten zu allem, was irgendwie und irgendwo Hoffnung und Heilung verspricht.

Psychosoziale Faktoren bei der Entstehung

Psychosoziale Faktoren bei der Entstehung und als Teilursache der Krebserkrankung sind jedoch absolutes Tabu. Als ich dieses Thema bei einem Vortrag über die psychotherapeutische Nachsorge anzusprechen wagte, stach ich in ein Wespennest, wurde sofort nieder geschmettert und auf den Scharlatan Grossarth-Maticek verwiesen, der vor zig Jahren ein Buch über die angebliche Krebspersönlichkeit geschrieben hat und seine Untersuchungen gefälscht habe. Dieser hatte in seinem Buch über Faktoren der Krebspersönlichkeit wie Opferhaltung, massive Angst, unterdrückte Aggressionen und Feindseligkeit geschrieben. Diese Faktoren finden sich vielfach auch bei Menschen, die deswegen noch lange nicht an Krebs erkranken. Bis auf die Angst stellen die Opferhaltung und die Aggressionsbewältigung durch Unterdrückung hohe kulturelle und gesellschaftliche Werte dar.

Die Gründe und Hintergründe dieser erwähnten aggressiven Verbannung psychosozialer Faktoren sehe ich in den sowieso schon vorhandenen Schuldgefühlen von Krebskranken, der Stigmatisierung von Schwäche und Versagen, die durch den Begriff der Krebspersönlichkeit noch verstärkt würde. Viele Krebskranke halten Krebs für eine Bestrafung für ihre Sünden. Deswegen erzeugt alleine die Erwähnung psychosozialer genetischer Faktoren bei der Krebserkrankung heftige Aggressionen im gesamten Umfeld.

Krebs und Traum

Zum Vorstadium und zur Persönlichkeit von später Krebserkrankten zwei kleine Fallbeispiele: Eine Frau schilderte ihrer Freundin einen Traum, in dem sie eine Seefahrt unternahm und sämtliche weiblichen Attribute über Bord warf. Sie wurde bald darauf an Brust – und Unterleibskrebs operiert. Als sie später auf diesen Traum hingewiesen wurde, konnte sie sich an nichts erinnern.

Ein Depressiver, der als Sozialarbeiter tätig war, schilderte merkwürdige und bizarre Tagträume. Einen makaberen Traum, weil ich ihn für so zutreffend hielt, behielt ich in Erinnerung. Er schilderte den zwischenmenschlichen Zusammenhang als einen Kreis von Menschen, in dem jeder seinen Kopf im Arsch des Anderen hatte. Nach meinem Eindruck habe ich ihm wenig helfen können. Er war zu sehr fixiert auf seine Helferhaltung und Angst- und Aggressionsfreiheit. Etliche Jahre später rief er mich an und erwähnte nebenbei, er sei an Nasenkrebs erkrankt. Spontan dachte ich „kein Wunder bei den Gerüchen, die er auszuhalten hat“. Als ich zwei ärztlichen Kollegen diese Geschichte erzählte, hielten sie begeistert diese Geschichte für den Beweis der Psychogenese des Krebses. Als Beweis halte ich das für übertrieben, aber vielleicht als Hinweis. In beiden Fällen war die Wahrnehmung und Erinnerung für die Betroffenen äußerst flüchtig. Aber das Umfeld, die Freundin, die den Traum auch mehr zufällig schilderte, und der Psychotherapeut bewahrten die Erinnerung. Bei den Betroffenen waren diese Träume tief im Unbewussten versunken und hatten dennoch eine dynamische, selbstzerstörerische Kraft.

Selbstheilendes Fallbeispiel

Ein psychologischer Kollege schilderte mir seinen Umgang mit seinem Blasenkrebs. Blasenkrebs hat eine starke Nachwachstendenz und in seiner Form war fast mit Sicherheit mit einem Nachwachsen, wenn auch nicht mit einer tödlichen Metastasierung zu rechnen. Laut Aussage seines Urologen kam er knapp an einer künstlichen Blase vorbei. Er fasste den Krebs als Warnsignal und als einen Schuss vor den Bug auf, etwas in seinem Leben zu verändern. Durch seinen Beruf sowieso schon auf die Wahrnehmung seiner inneren Befindlichkeit und seines Sozialraumes ausgerichtet, sagte er sich, er dürfe nicht in Katastrophenstimmung und Verzweiflung verfallen, –  musste noch eher seine Gattin beruhigen -, müsste noch mehr sich selbst akzeptieren, innerlich präsenter sein, da er sich bei gutem äußeren Funktionieren im Inneren öfter latent durcheinander fühlte, und sich seine Aggressionen zu gestehen und mehr heraus lassen. Leichter fiel im dies, weil er schon früher mit der Selbstwahrnehmung, vor allem seiner Ängstlichkeit, günstige Erfahrungen gemacht hatte. Seinen Lebensweg und die äußere Anerkennung betrachtete er eher verwundert, da dies nicht seiner inneren Welt entsprach.

Prägend sah er seine kalte, beherrschende Mutter, voll unterdrückter Wut, die ihn immer entwertet hatte, worunter seine Hingabe-, Liebes- und Abgrenzungsfähigkeiten gelitten hatten, und als Folge seine automatische Tendenz, sich nicht genügend zu akzeptieren, sich innerlich Berge aufzubauen (Rückenbeschwerden) und vor diesen angstvoll zurück zu schrecken, statt Nähe Distanz zu suchen und die eigenen Aggressionen zu unterdrücken, als Folge aber feindselig zu sein. Auch der Vater hatte kein Gegengewicht gebildet, sondern eher ins Horn der Mutter geblasen. Offenbar gelang ihm die innere Veränderung so gut, dass der Krebs nicht nachwuchs. Jedoch schilderte er, diese Vorgänge seien eine lebenslange Aufgabe, da er immer wieder die Neigung habe, in das alte Fahrwasser zurückzufallen.

Von einem alten Schulfreund erzählte er, dass dieser an Blasenkrebs gestorben sei. Er forschte bei der Gattin nach und erfuhr, der ältere Bruder müsse der Mutter nun helfen. Aber dieser habe zwei linke Hände. Es stellte sich heraus, dass der Freund auf Abruf und Kommando der Mutter immer geholfen hatte, dies einmal verweigerte und die Empörung der Mutter über sich ergehen lassen musste. Vielleicht war die Krebserkrankung die Strafe für sein Unfolgsamsein. Eine psychologische Betreuung hatte er in der Rehabilitation nach einer künstlichen Blase abgelehnt.

Psychosoziale Faktoren bei der Genese

Autoaggression

Jeder Mensch wird in seiner Kindheit geprägt und hat insofern andere Menschen in sich. Es kommt darauf an, was er in sich herum trägt, ob dies negative, schlimme Inhalte sind. Sollte man psychosoziale Faktoren bei Krebserkrankungen akzeptieren und diese nicht weit von sich zu weisen, erscheinen mir die Konzepte der Autoaggression, beziehungsweise der Identifikation mit dem Aggressor, der projektiven Identifizierung und zur Überwindung und Selbstheilung das der Triangulierung hilfreich. Krebs könnte man zu den Autoaggressionskrankheiten zählen. Über diese Konzepte habe ich bereits Artikel geschrieben.

Die Autoaggression stellte die Aggression auf die verinnerlichten frühen Primärobjekte dar. Durch die Übernahme, also Verinnerlichung oder Introjektion der Welt der und den Erfahrungen mit den Primärobjekten, hauptsächlich der Mutter, befinden sich diese in der eigenen Person, im eigenen Selbst und die ursprünglichen Aggressionen auf das Umfeld richten sich gegen dieses eigene Selbst. Wut und Hass auf das primäre Umfeld werden also zu Wut auf die eigene Person und zu Selbsthass. Man kann auch von Identifikation mit dem Aggressor sprechen. Zur Autoaggression gehören auch die Schuld und die Schuldgefühle, die eigene Entwertung und Entwürdigung, Selbstverachtung und Schamgefühle. Die Scham ist die Folge eines Größenbildes von Autonomie und Stärke als Reaktion auf das ursprüngliche Ausgeliefertsein und die Ohnmacht des kleines Kindes.

Projektive Identifizierung

Die Autoaggression ist in der zwischenmenschlichen Beziehung auch die Folge der projektiven Identifizierung. Die Primärobjekte, meist die Mutter, aber auch der Vaters und andere Familienangehörige, projizieren Anteile ihrer Aggressionen auf sich selbst, Selbstentwertung und Selbsthass auf das Kind, sehen sich selbst also im Kind, und das Kind identifiziert sich mit diesen ursprünglich fremden Selbstanteilen. Sie sind also befreit und sozusagen gereinigt, und das Kind hat den schwarzen Peter und den Schmutz. Diese Vorgänge finden sich bei vielen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen,

Containerfunktion

Aus einer anderen Perspektive gesehen kann die für die menschliche Reifung wichtige Containerfunktion, das heißt Beruhigung, Tröstung und Wiedergutmachung, der Mutter/Eltern in der Beziehung zum Kind gestört sein. Im Gegenteil, oft verursachen die Spannungen des Kindes zusätzliche Spannungen und Aggressionen der Eltern, an denen sie das Kind schuldig sehen wie „du machst mir Ärger, Kummer und Sorgen“ für Dinge, für die sich andere Eltern keinerlei Sorgen machen. Diese Zuschreibungen übernimmt das Kind, so dass die Hingabe und das Vertrauen gestört sind. Oft findet sich sogar eine Rollenumkehr, das Kind beruhigt die Mutter/ Eltern (Paternalisierung), etwa schön lieb, brav, anständig zu sein, gute Schulnoten zu präsentieren oder die hohen Ansprüche zu erfüllen, die die Eltern für sich nicht erfüllen konnten. Eine frühere Patientin, zu deren Familientradition es gehörte, dass, wenn das Kind etwa 15 Jahre alt war und selbstständiger wurde, die Mutter entweder ein neues Kind bekam oder an Krebs verstarb, berichtete, sie hätte sich lieber die Zunge abgebissen, als sich mit ihren Problemen an ihre Mutter zu wenden.

„Falsche“ Empathie und Verhexung

Auch unter der Perspektive der Empathie, das Sichhineinversetzen und Hineinfühlen in jemand anderes, kann man die frühe zwischenmenschlichen Kommunikation betrachten. Eine Mutter mag glauben, den Charakter oder die Befindlichkeit ihres Kindes genau zu kennen, wobei sie ihre Bilder oder Befindlichkeiten aus sich selbst oder aus früheren Erfahrungen mit ihrem Umfeld nimmt, die jedoch in keiner Weise dem Kind entsprechen. In das Kind wird also ein fremdes und falsches Selbst platziert, an das das Kind glaubt und das seine Gefühlslage bestimmt. Das kann zu einer falschen Fürsorge führen. Dazu ein Beispiel: Eine junge Frau war bei ihrer Großmutter aufgewachsen, die immer wieder betont hatte, wie froh und glücklich die Enkelin sei, bei ihrer Oma aufwachsen zu dürfen. Die junge Frau betonte später „und sie war froh und glücklich „, bei einer Frau, bei der das Umfeld von einer Hexe sprach. Sie war also regelrecht verhext, worin ich den symbolischen Hintergrund der früheren Hexenverbrennungen sehe. Durch den inneren Widerstreit von eigenem und fremdem Selbst, gerät das Kind lebenslang in innere Zerrissenheit, oft in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und verliert sich selbst. Der oben erwähnte Psychologe erzählte, mit Anfang 20 habe er mehrfach erstaunt festgestellt, er sei gar nicht so, wie seine Mutter immer gesagt hatte. Durch das Erstaunen wurde er aufmerksam gemacht, daß er bisher daran geglaubt hatte.

Transgenerationelle Perspektive

Man sieht, die Krebserkrankung kann die Folge tragischer zwischenmenschlicher Verstrickungen und mangelhafter Abgrenzungen über Generationen hinweg sein. Bei der an den weiblichen Attributen operierten Frau wurde wohl schon über Generationen hinweg geprägt, dass sie so sehr ihre Weiblichkeit ablehnte und diese zerstörte. Allein schon das christliche Heiligenbild der „Jungfrau Maria“ verweist auf die Verteufelung der Sexualität. Der Sozialarbeiter beschrieb den zwischenmenschlichen Zusammenhang in einem demütigenden Bild, wo die Selbstbestimmung, der eigene Kopf sich im Anderen auf entwürdigende Weise verlor.

Auslösungspunkt

Diese psychosozialen Erfahrungen werden im Körper, hauptsächlich im Gehirn, gespeichert und mögen jahrzehntelang dahin schlummern. Das fremde Selbst und dessen Geist sind also im eigenen Körper körperlich vorhanden. An einem Auslösungspunkt kann das fremde Selbst körperlich im Körper des Erkrankten anfangen zu wuchern, so wie es schon früher der Geist tat und durch die Verinnerlichungen weiterhin getan hat, sich auszubreiten und hat die Neigung, den Körper des Erkrankten zu zerstören. Vorherrschend sind wohl die Gefühle der Ver- oder Erbitterung und Verzweiflung, lebenslang enttäuscht oder benachteiligt zu sein, und der Hoffnungslosigkeit hinsichtlich Veränderungen. Eine Frau etwa fühlte sich von ihrer Mutter trotz ihrer Bemühungen, alles ihr recht zu machen, nie akzeptiert und musste alle Hoffnungen begraben, als diese starb. Ihre Aggressionen, im Stich gelassen zu sein, breiteten sich als tödlicher Darmkrebs aus. Eine andere Frau konnte ihrer Mutter nicht verzeihen und reagierte verbittert, daß sie das Haus ihrem nächsten Mann vererbt hatte. Sie meinte, es stehe ihr zu, so wie sie sich in vielen Situationen von ihrer Mutter benachteiligt sah. Beide Mütter hatten in ihren Töchtern ihr negatives Selbst (das Objekt als Selbst, Selbstobjekt) erlebt und konnten deswegen nicht gute Mütter sein.

Wahrscheinlich hängt der Grad der Bösartigkeit des Krebses vom Maß der Autoaggression ab. Ist diese sehr stark und massiv verankert, sind die Überlebenschancen geringer. Wegen der Weitergabe über Generationen hinweg kann der Krebs auch eine transgenerationelle Perspektive haben und in Familien gehäuft auftreten. Bei dem Freund des Psychologen mag die Aggression der Mutter, die Sünde des Ungehorsams und die Unterdrückung der eigenen Aggressionen dieser Punkt gewesen sein. Der Psychoanalytiker Günter Maass beschreibt als Auslösungspunkt in den Wechseljahren das Ziehen einer Lebensbilanz, in der das eigene Scheitern im Vordergrund steht und im Zukunftsentwurf Hoffnungslosigkeit, jemals noch etwas ändern zu können, und Verzweiflung bestehen. Dabei mögen Vorhaltungen und Vorwürfe des Umfelds eine auslösende Rolle spielen.

Jedoch spielen nicht nur negative Gefühle eine auslösende Rolle, sondern auch die Tendenz, in der Erkrankung das zu finden, was man im Leben nie gefunden hat wie Fürsorge, Kümmern und eine Erlösung von einem harten Leben. Eine Darmkrebskranke hatte an ihrem Partner kein gutes Haar gelassen und wurde schließlich von einem Gruppenmitpatienten gefragt, warum sie überhaupt noch bei ihm bleibe. Sie antwortete, weil er sie so schön pflege und sie sich so geborgen fühle. Wenn aus dieser „Bedürftigkeit“ heraus alle Bemühungen der Wiedergutmachung und des Ausgleichs durch die Opferhaltung, alle Erwartungen zu erfüllen, allen es recht zu machen, gescheitert und enttäuscht sind, können die resultierenden Aggressionen sich gegen den eigenen Körper richten. Die Anspruchshaltung ist die eigene Falle.

Triangulierung

Grossarth-Maticek hatte mit seinen Mitarbeitern ein Autonomietraining entwickelt und zur Selbstwahrnehmung ermuntert. Nicht mehr Herr in der eigenen Person zu sein, Eigenregie führen zu können und dunklen Mächten ausgeliefert zu sein, sind wohl die eigentliche Katastrophe, die im Krebs wieder erlebt wird, wieder erlebt, weil das fremde vernichtende Selbst die eigentliche Katastrophe darstellt. Diese Selbstwahrnehmung ist im doppelten Sinne zu verstehen, einmal die eigene Befindlichkeit, die eigenen Gefühle, Bilder, Phantasien und, wie oben dargestellt, die Träume, inwieweit sie Ausdruck des eigenen Lebens sind und inneren Realitäten entsprechen, und das eigene Handeln wahrzunehmen. Weiterhin gehört hinzu, sich selbst im Kontext der Vergangenheit und Prägungen zu erleben, dort die Kindheitsperspektive mit ihren Verinnerlichungen, und aktuell die Einwirkungen von außen, etwa Vorwürfen, die auf einen vorbereiteten Boden treffen und zu Schuldgefühlen, Selbstentwertungen und Aggressionen führen.

Zum anderen ist die eigene Interessenswahrnehmung innerhalb des Sozialraumes gemeint. In einem Klima und in einer Kultur der Opferhaltung, Verantwortung und Rücksichtsnahme für andere und nicht der Selbstverantwortung und Rücksichtsnahme auf sich selbst – siehe den obigen Menschenkreis – wird die Interessenswahrnehmung naturgemäß durch Vorwürfe wie Rücksichts- und Verantwortungslosigkeit erschwert. Durch die Selbstwahrnehmung wird die Regie in der eigenen Person innerhalb des Sozialraumes wieder hergestellt oder erst gewonnen.

Diese Selbstwahrnehmung beinhaltet das Konzept der Triangulierung, sich selbst und die sozialen Bezüge sozusagen wie eine dritte Person von außen zu betrachten und für sich selbst wie ein guter Vater zu sein, der das Kind aus den Verstrickungen mit der Mutter und anderen zwischenmenschlichen Bezügen heraus führt. In ihr stecken die Chancen. Deswegen stellt der Vater, im deutschen Märchen der Prinz oder im Christentum der Gott Jesus Christus, so etwas wie eine Erlöserfigur dar. Die Symbolik von Märchen und Religion können so Realität im Alltag werden.

Der Psychologe hat seinen Blasenkrebs als Chance und Reifungsschritt verstanden. Sich selbst im Kontext seiner Kindheit zu sehen, war ihm vertraut, und er konnte seine Kindheit in der Aktualität wieder erleben. Unter seiner angegebenen vermehrten Präsens kann seine Selbstwahrnehmung verstanden werden. Er konnte seine innere latente Verwirrung durch die Aufspaltung und Unvereinbarkeit seiner inneren Widersprüche, etwa Nähe und Distanz, der Wunsch nach eigenen Schritten und Anlehnung und Geborgenheit, Rücksichtsnahme auf andere und auf sich selbst, integrieren, d.h. zu einer Einheit zusammen führen.

Das Wichtigste ist die Selbstakzeptanz, –bejahung, -achtung oder -anerkennung, mit sich und dem eigenen Leben einverstanden zu sein, egal wie dieses aussieht, die auch in der Selbstwahrnehmung geschaffen wird. Wurde man schon nicht in der Kindheit anerkannt und sieht als Folge die Nichtanerkennung in die Umwelt hinein, gilt es, diese nachzuholen. Die verhinderte Selbstwahrnehmung durch Verdrängung, Verleugnung oder Projektion dreht das ursprüngliche Ziel in das Gegenteil um. Schließlich muß es ja etwas Schlimmes sein, wenn man es nicht wahrnehmen will. Der Vogel Strauß beschwört sozusagen die Gefahren, vor denen er den Kopf in den Sand steckt. Diese Abwehrmechanismen sind jedoch nicht ein bewusster Willen und Vorgang, sondern eine meist unbewusste, lebenslange innere Automatik, der man auf die Schliche kommen kann. Der Psychologe realisierte auch, daß die Selbstwahrnehmung- und -akzeptanz ein lebenslanger, unter veränderten Bedingungen wie veränderten Lebensphasen und Alterungsprozessen und veränderten zwischenmenschlichen Beziehungen und Einflüssen, immer wieder ein neu zu erringender Prozess ist, da er seit seiner Kindheit eine ganz andere Welt in sich hat. Wird dieser Prozess aufgegeben, weil man etwa ein Problem ein für alle mal gelöst haben will, wird das Leben aufgegeben.

Zur Selbstachtung gehören auch der Verzicht und das Loslassen ursprünglicher Ansprüche und Lebensziele. Lebensziele können Erfolg, nach welchen Kriterien auch immer, äußerlich anerkannter Status, wofür sich viele in Schulden stürzen, oder die Familienharmonie sein, auf deren Altar die unterschiedlichen Interessen geopfert werden und alle ihren Kopf im Arsch des Anderen stecken lassen.. Der Verzicht auf die Ansprüche an andere schafft die Achtung für andere und damit mehr zwischenmenschliche Harmonie. Das konnten die oben erwähnten Krebskranken nicht, und ihre Erbitterung verbreitete sich in ihren Körperzellen.

Wichtig ist auch die Betrachtung anderer, vor allem der nächsten Bezugspersonen, wenn dies auch oft Konflikte schafft, auf deren Hintergründe und Motivationen. Das kann man jedoch nie so genau wissen, höchstens vermuten, aber man kann wissen, daß andere ihre Hintergründe und Motivationen haben. Schließlich schlagen sich deren Aussagen, deren Glauben und Realitäten und deren Verhalten als Einflüsse in der eigenen Person nieder. Anhand von Vorwürfen und Vorhaltungen – im Bild zeigt der ausgestreckte Zeigefinger auf den Anderen, unter der Hand verdeckt zeigen drei Finger auf den Vorwerfenden zurück – ist gut zu verdeutlichen, daß Vorwürfe mehr mit dem Vorwerfenden als mit dem Adressaten zu tun haben. Nimmt man die Vorwürfe an, besteht zwar ein besseres zwischenmenschliches Klima, aber ein schlechteres inneres Klima von Autoaggression und Entwertung. Weist man sie zurück, besteht ein besseres inneres, aber schlechteres zwischenmenschliches Klima. Die Tragik ist, daß bei Entwertungen immer ein schlechtes Klima herrscht, deswegen als Rettung die Selbstakzeptanz. Schließlich ist niemand allzeit der Herr guter Beziehungen, und Konflikte sind oft vorprogrammiert. In diesem Klima helfen Gespräche oft nicht weiter, da der Eine oder Andere fürchtet, daß es dann nach dem Kopf des Anderen geht und dieser die Vorherrschaft übernimmt. Ein Mediator oder ein Coach können weiter helfen.

Im Vorfeld von psychischen und körperlichen Erkrankungen ergibt sich jedoch bei der Betrachtung anderer das Problem, nicht ausreichend zwischen sich und dem Anderen differenzieren zu können, das heißt sich selbst, eigene Befindlichkeiten und Motivationen, ähnlich wie bei der falschen Empathie oder Vorwürfen, im anderen zu erleben. Auch dabei kann der Versuch der Triangulierung, vorher sich selbst aus der dritten Position heraus zu betrachten, weiter helfen. Bei den regelmäßig vorhandenen Schuldgefühlen lohnt es sich zu betrachten, wann und warum früher in der Prägephase und heute diese gemacht wurden und werden. Schuldgefühle gehen meiner Ansicht nach sowieso an der Realität vorbei, in der der Mensch in anbetracht einer Vielzahl von bewussten und unbewussten meist widersprüchlichen Hintergründen nach bestem  Wissen wahrnimmt und handelt, auch wenn er dabei ein schlechtes (Ge)Wissen bekommt und hat.

Das Beispiel des HIV-Positiven zeigt die Überlebenschancen, daß eine Bedrohung wie der HIV-Virus durchaus vom menschlichen Körper verkraftet werden kann, wenn Ruhe und Besonnenheit und nicht ein allzu großes Maß an Autoaggression vorherrscht. Die Bedingungen müssen schon in der Kindheit geschaffen sein. Die psychosozialen Bedingungen, die Krebs auslösen können, sind nicht so spezifisch und können mehr oder weniger für viele organische und alle psychischen Erkrankungen zutreffen, so daß man meiner Ansicht nach nicht von einer Krebspersönlichkeit sprechen kann. Der Weg der Triangulierung ist überall, dies trifft auch auf die vermeintlich gesunde Persönlichkeit zu, nützlich und kann lebensrettend sein.

Wie sehr die Verweigerung der Opferhaltung im Helferumkreis verpönt ist und zu Empörung und Aggressionen führt, mag das folgende Beispiel zeigen: Als seine Frau an Krebs erkrankte, begab sich der Ehemann auf große Reise und ließ verlauten, er komme erst zurück, wenn sie geheilt sei. – Gemäß der kulturellen Rollenverteilung können das Frauen wohl seltener. – Vielfach wird sein Verhalten als Rücksichtslosigkeit, Pflichtverletzung und Verweigerung von Hilfe gesehen oder vielleicht auch als eine panische Angst vor Ansteckung. Man kann sein Verhalten auch anders sehen. Er gab ihr die Chance, sich auf sich selbst zu besinnen, ihre eigenen Ressourcen zu aktivieren und nicht mehr mit ihm verstrickt zu sein. Kann sie sein Verhalten bejahen, besinnt sie sich, hat sie bessere Überlebenschancen. Stimmt sie in den Chor der Empörten ein, lässt ihre Aggressionen heraus, möglicherweise auch. Pflegt er sie hingebungsvoll, kann er sie zu Tode pflegen wie der Partner der Darmkrebskranken, über den sie so empört war, oder auch lebensrettend sein. Meist wird es besser sein, sich von fremden Personen betreuen zu lassen, mit denen der Kranke nicht so involviert ist. Wer kann darüber urteilen, was richtig oder falsch ist? Es wird aber nach den Normen unserer Kultur, in der Krebs eine der häufigsten Erkrankungen ist, meist vehement geurteilt und verurteilt. Wahrscheinlich sind das Maß der Aggressionen infolge der Anspruchshaltung und das Loslassen während der Pflege oder Nichtpflege ausschlaggebend für den weiteren Verlauf.

Copyright © 2012 by Bernd Holstiege

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26 Comments

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  1. Ich bitte um Meinungen zu Artikel und Buchtipp! Danke schon mal im Voraus!

  2. Gütiger Gott! Nicht schon wieder so ein Mist.

    Ich bin längst der Meinung, das man diese Plattform nicht zu einem Forum für Scharlatane á la Holstiege verkommen lassen darf. Das was dieser Mann hier ungestraft von sich geben darf, hat die Grenze von Volksverdummung, Einreden von Blödsinn in geistig labile Gemüter und gesunden Menschenverstand sowieso bei Weitem überschritten. Der Mann ist ja gefährlich!

    Jemanden einzureden, er könne sich einen existenten Krebs durch Selbstheilung aus dem Körper treiben, ist unverantwortlich. Jemanden dazu auch noch ein Schuldgefühl und einen Hass auf die Vorfahren zu suggerieren, ist sicher nicht heilungsfördernd und sozial völlig indiskutabel.

    Die Krankheit wird sicher durch Vererbung einer Gen-Fehlinformation weitergegeben und nicht durch ein von den Eltern übertragenes negatives Selbstbild. Die reale medizinische Forschung hat hier wirklich – und endlich – eine heiße Spur gefunden. HIER liegt eine Chance auf mittel- und langfristige Medikation, Heilung, womöglich sogar Vermeidung. Darüber hinaus sollten wir ein weitaus schärferes Auge auf die Produkte werfen, die wir zu uns nehmen (Nahrung) und die Produkte, mit denen wir arbeiten (müssen); Stichwort Kunststoffe, Chemikalien, Feinstaub usw. usw.

    Das wirklich Gefährliche an solchen Typen ist die Einflechtung von kleinen Wahrheiten in das Gefüge seine obskuren Beschreibungen, wie man knallhart vorhandene Krankheiten „wegzaubern“ kann. Nur ein Beispiel: Zitat „Allein schon das christliche Heiligenbild der „Jungfrau Maria“ verweist auf die Verteufelung der Sexualität.“ Zitat Ende. Selbstverständlich hat die katholische Kirche (vorwiegend die weibliche!) Sexualität verteufelt. Aber dies mit einer schrecklichen Krankheit zu verknüpfen ist o.g. Scharlatanerie allererster Güte.

    Noch ein Zitat: „Diese psychosozialen Erfahrungen werden im Körper, hauptsächlich im Gehirn, gespeichert und mögen jahrzehntelang dahin schlummern.“ Zitat Ende. Wenn dann so eine „geimpfte“ Person dann tatsächlich aufgrund realer Vererbung oder Vergiftung (s.o.) Krebs bekommt, dann sieht es die Person – und wohl auch Herr Holstiege – als Bestätigung ihrer „gespeicherten psychosozialen Erfahrungen“ und seiner (Holstieges) Fantasien.

    All seine „Fallbeispiele“ nennen – wie immer bei solchen Fällen – nie Ross und Reiter. Darauf angesprochen, wird er sich sicher mit der Privatsphäre der Betroffenen herausreden. DEN durch Selbstheilung – und von realen Onkologen bestätigt – gesundeten Patienten möchte ich sehen, der aus dieser fantastischen Heilung in zig Interviews und noch mehr medientauglichen Untersuchungen nicht Kapital schlagen würde. Ich kenne keinen einzigen solchen reichen – und gesunden – Ex-Krebskranken.

    Nein, Nein und noch mal Nein! Raus mit solchen Typen.

    Schade, dass man solchen Quacksalbern nicht rechtlich Einhalt gebieten kann.

    Mit entsetzten Grüßen
    galaxykarl 🙁

  3. Nachdem man (leider) der jüngeren Generation zu ihrem Schutz manche Begriffe deutlich nahebringen muss, da sie es nicht gelernt haben, hier mein Link zum Stichwort Scharlatan.
    Zitat: „Als Scharlatan wird eine Person bezeichnet, die fälschlicherweise vorgibt, ein bestimmtes Wissen oder bestimmte Fähigkeiten zu besitzen.“
    Die vollständige Erklärung findet ihr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Scharlatan

    mgg
    galaxykarl

  4. Martina Möchel

    Jetzt biste aber ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, galaxy. Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht hat seine „Wahrheit“ und seine „Wirklichkeit“ darzustellen!

    Wenn du so entnervt auf solche Menschen wie dem Autor dieses Artiekls reagierst, dann solltest du dir mal die Sontagpredigten der meisten Pfarrer anhören, was ist denn mit solchen Predigern, die dürfen das, nur weil sie es in der Kirche tun?

    Ich bin ja nicht unbedingt in vielen Punkten der Meinung des Autors aber seine eigenen Meinung darf hier doch wohl jeder darstellen, stell dir vor es würde jemand dein Selbstbild und deine Sicht der Welt so darstellen, was denn dann?

    Also bei aller Liebe, ich bin hier immer noch für Gleichberechtigung, niemand hat die „Wahrheit“ gepachtet, auch die Wissenschaft nicht.

  5. Detlef, du bist ein Teufel. Du weißt ganz genau, wie du mich in 5 Sekunden auf 180 bringen kannst. Laß das bitte! Und vor allem gib solchen Quacksalbern hier kein Fenster. Oder viellicht doch! Je mehr Menschen vor solchem Mist gewarnt werden können, desto besser.

    Das erinnert mich an die Zeugen Jehovas, die lieber ihre Kinder bei Unfällen sterben lassen, als den Ärzten eine lebensrettende Blutinfusion zu gestatten. Völlig verbohrt.

    mgg
    galaxykarl

  6. Liebe Martina,

    erstens bin ich kein Mitglied einer Kirche, da ich mir zumindest diese Ideologie ersparen kann.

    Und ja: jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber wenn es lebensbedrohend ist, was jemand verzapft, dann nehme ich mir meine Freiheit und weise darauf hin, dass man es sich lieber 100x überlegen sollte, ob man so einer Empfehlung Folge leistet und mit 100%iger Sicherheit stirbt oder ob man alle medizinischen Möglichkeiten nutzt, um geheilt zu werden oder sein Leben in erträglichem Maße und möglichst ohne Schmerzen zu verlängern.

    galaxykarl

  7. Ach ja, „mein Selbstbild“: ist zumindest nicht für andere Menschen lebensgefährlich!

    galaxykarl

  8. carl reiner holdt

    Hallo ihr,

    ich denke, der Autor macht den für uns Menschen typischen Fehler, dass er ein Krankheitsbild nimmt und nachträglich Umwelt-Einflüsse dazu sucht, die als „Ursache“ gelten können.
    Umgekehrt würde ein Schuh daraus:
    Bestimmte klar definierte und überprüfbare Umwelteinflüsse (durchaus auch psychosoziale) ergeben ein bestimmtes Krankheitsbild.
    Das wäre ein Kausalzusammenhang und eine wissenschaftliche Vorgehensweise.
    Also z.B.: Autoaggression führt mit 90% Sicherheit zu Darmkrebs.
    Dieser Zusammenhang ist aber gerade nicht nachweisbar!
    Autoaggression kann z.B. auch mit Multipler Sklerose in Zusammenhang gebracht werden. Oder eben mit überhaupt keiner körperlichen Erkrankung.

    Allerdings muss man darauf hinweisen, dass der Autor das zugibt.
    Und fairerweise auch einräumen, dass er nirgends behauptet, man solle sich nur auf Selbstheilungskräfte verlassen oder sich mit Psychotherapie begnügen.
    Er schreibt ausdrücklich von psychologischer Therapiebegleitung!

    Wenn man von Kausalitäts- und Schuldfragen mal absieht (also der Frage, was genau erzeugt den Krebs) und ganz allgemein fragt, ob die eigene Haltung/ Einstellung zum Leben einen Krankheitsverlauf positiv oder negativ beeinflussen kann, dann heißt meine Antwort:
    Ja!

    Bei diesen sogenannten weichen Faktoren muss man allerdings auf ein Ursache-Wirkungsgefüge verzichten. Man kann also nicht sagen:
    Weil ich dieses Mistelpräparat genommen habe, oder weil ich mir diesen Lebenstraum erfüllt habe, oder weil ich das Verhältnis zu meiner Mutter aufgearbeitet habe, deshalb bin ich gesund geworden (falls das passiert ist).
    Genausowenig, wie man sagen kann: deshalb bin ich krank geworden.
    Wenn jemand diese weichen Faktoren für seine Heilmethode als ursächlich reklamiert, beginnt die Scharlatanerie.

    Trotzdem können sie den Krankheitsverlauf beeinflussen und sollten deshalb nicht unberücksichtigt bleiben.
    Meine Meinung.

    Grüße, Carl

  9. Martina Möchel

    Ich glaube dass wir Menschen bis heute nicht wirklich wissen, was „Krankheit“ tatsächlich ist. Ist das nur eine Funktionsstörung eines Systems, ein Angriff von anderen Individien, wie Viren und anderen Geschöpfen der Biospäre oder steckt mehr dahinter?

    Besitzt „Krankheit“ eine Metaebene die Steuerungsverknüpfungen unterliegen, die wir bislang nicht wirklich verstanden haben?

    Ich denke dass hier ein Missverständnis zwischen den Diskussionsteilnehmern besteht, die alle von ihrer ureigenstens Prämisse ausgehen, was „Krankheit“ sei/ist.

    Fakt ist, wir wissen es nicht!

    Auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind nur Vermutungen, die sagen, es ist eben sehr wahrscheinlich, dass das von das kommt, aber wissen kann man es nicht, sonst würden sogar Ärzte nicht von „Spontanheilung“ oder ähnlichen Begriffen sprechen.

    Wissenschaft ist eben nur zum Teil Mathematik und nicht zu 100 Prozent.

    Wenn selbst Ärzte Patienten aufgeben haben und diese irgend einem „Scharlatan“ folgten und hinterheit keinerlei Anzeichen ihrer totbringenden Krankheit mehr feststellbar ist, dann sprechen selbst Schulmediziner entweder von Zufall oder ander hauen den Spruch raus: „Wer heilt hat recht“, was dann auch nur ein Eingeständnis ist, dass man die Zusammenhänge, die in biologischen Körpern ablaufen, nicht wirklich versteht.

    Die Vermutung liegt dann doch nahen: der Geist eines Menschen hat Einflus auf seine „Krankheit“. Nur wie das geschiet, weiss niemand wirklich, jeder hat da so seine Vorstellungen, die nicht beweisbar sind.

    Wir wissen eben nur eines zu hundert Prozent: dass wir sonst nichts wirklich umfassend wissen!

  10. Nun mach aber mal halblang, Martina. Willst du ernsthaft abstreiten, dass du z.B. an AIDS erkranken kannst, wenn du HIV positiv würdest? Oder wenn Grippeviren dir eben eine Grippe bescheren? Oder Bakterien andere Krankheiten auslösen? Du kannst nicht so einfach über 100 Jahre ernstzunehmende medizinische Forschung – und in zig-Testreihen belegte Ursache/Wirkung-Beweise – mit der Bemerkung vom Tisch wischen, das wir GAR nichts wüßten. Das ist – sorry – völliger Blödsinn.

    Und deiner Orthografie zu entnehmen, hast du deinen Kommentar entweder leicht berauscht verfasst oder völlig übermüdet. Denn dass du so eine üble Rechtschreibung dein Eigen nennst, kann ich gar nicht glauben.

    Und noch etwas: ich diskutiere hier nicht mit dem Verfasser dieses Machwerks, sondern werfe ihm ganz andere Dinge vor. Du hast schon öfter in deinen Kommentaren durchblicken lassen, dass du recht seltsame Ansichten hast. Und dein Letzter macht dich leider zu einem perfekten Opfer für solche hanebüchenen Theorien. Du solltest mal einem reputierten Onkologen diesen Text zeigen und dich von ihm aufklären lassen. Vielleicht rettet es dich vor einer Krankheit, die man dir evtl. in Zukunft mal einredet. Ich hoffe natürlich, das du niemals eine lebensbedrohende Krankheit bekommst, ich hoffe nur, dass dann ein Facharzt zur Stelle ist, der alles Menschenmögliche für dich tut. Mit erprobter Medikation und Behandlung.

    mgg
    galaxykarl

  11. @carl reiner holdt
    +1

  12. @Galaxykarl

    Du läßt auch nur wenige andere Meinungen neben deiner eigenen gelten, oder?

  13. Erinert mich hier ein wenig an den Spruch: „Ich bin das Maß aller Dinge!“, was einige hier von sich geben.

  14. Liebe Communitymitglieder, ich wollte hier eigentlich keinen Streit vom Zaun brechen in dem ich den Artikel von Bernd Holstiege reinstellte, sondern dazu anregen, darüber nachzudenken und zu diskutieren, inwieweit wir wirklich wissen, wie genau was funktioniert und wo eben doch nicht wirklich.

    Um ein wenig den Fokus auf meine anfänglche Intention zurückzuführen habe über diesen Artikel einen anderen gestellt, bei dem ich ebefalls mal zeigen möchte, dass wir nicht wirklich alles wissen und vieles doch im Dunkeln ist. Viele Hausmittelchen helfen weil man weiß warum, viele helfen aber auch obwohl die medizinische Wissenschaft dafür keinerlei Erklärung gefunden hat, schauts Euch doch mal an und sagt mal was dazu:

    http://sfbasar.filmbesprechungen.de/buecher/gibt-es-sie-wirklich-hausmittelchen-die-wirklich-helfen-buchtipp-der-redaktion-bellersen-quirini-cosima-hausmittel-fur-die-ganze-familie/

  15. Bin gerade ein bisschen angeschlagen. Trotzdem versuche ich, mich durch den Artikel zu schaffen. Er scheint wieder einiges an Emotionen freizulegen.

  16. Obiger „Triangulierungs“-Artikel ist natürlich – wissenschaftlich gesehen – völlig indiskutabel, und ja, solche Ideen sind nicht ungefährlich, sondern gehören eindeutig in die Kathegorie wenn nicht ganz Scharlatanerie, so doch schwerstens irrgeleitet.

    Selbst Medizin oder Psychologie benötigen ein Mindestmaß an wissenschaftlichen Methoden, sonst sind sie einfach Unfug. Und das hat nichts mit höherer Mathematik zu tun. In erster Linie aber mit Statistik, die hier völlig in den Wind geschossen wird und dem „gesunden Menschenverstand“.

    Es sind nur eine Handvoll Fallbeispiele, aus denen der Autor allgemeine Schlüsse zieht: „(…) Man sieht, die Krebserkrankung kann die Folge tragischer zwischenmenschlicher Verstrickungen und mangelhafter Abgrenzungen über Generationen hinweg sein. (…)“

    Und auch solche Bemerkungen über die Psychogenese wie „(…) Als Beweis halte ich das für übertrieben, aber vielleicht als Hinweis. (…)“ sind Augenwischerie, wenn einen Satz später geschrieben steht: „(…) Bei den Betroffenen waren diese Träume tief im Unbewussten versunken und hatten dennoch eine dynamische, selbstzerstörerische Kraft. (…)“. Was zu beweisen war, oder was?

    Der Artikel ist voll von solchen ungerechtfertigten Verallgemeinerungen und unterschwelligen, im Grunde genommen nicht vorhandenen Beweisen. Aber das Schlimmste daran ist, dass solche Ideen bzw. pseudowissenschaftliche Erklärungen immer mehr Zulauf finden. Und gefährlich daran ist die Art der Erklärung, die eigentlich gar keine ist, die aber leider, wenn man nicht ganz aufmerksam ist, den Anschein erweckt.
    (Und ganz nebenbei wird aufgedeckt, weshalb es Hexenverbrennungen gab!?)

    Insofern nerven mich solche Artikel. Sie verkaufen den Leser für dumm. Und das mag ich nicht.

    Als Idee für eine SF-Story ok, aber nicht als Verzerrung und Vergewaltigung der Realität.
    So sehe ich das.

  17. Fein, fein, gibt es noch mehr Meinungen dazu von unseren anderen Comunity-Autoren? Wenn ja, laßt sie uns hören! Wir sind gespannt! 🙂

  18. Danke liebe Kommentatoren,

    daß der Artikel über psychosoziale Faktoren beim Krebs für manche die reinste Provokation darstellt, war mir klar, sogar Empörung hervor ruft, wie ja schon im Artikel dargestellt, für Unfug und Scharlatanerie gehalten wird, ist nahe liegend. Daß er nicht klar definierten und überprüfbaren, objektiven naturwissenschaftlichen Kriterien entspricht, ist auch klar. Eher sollte klar sein, daß die Krebsentstehung und oft -heilung sich diesen Kriterien entzieht. Der Buchvorschlag, „Grieser, Jürgen, Architektur des psychischen Raumes Die Funktion des Dritten“ scheint meinem Konzept der Triangulierung zu entsprechen. Ich stehe nicht alleine.

    Ich bin froh, daß meine Artikel unter der Rubrik „wissenschaftliche Spekulationen“ stehen. Zuerst würde ich auch medizinisch bewährte Behandlungen wie Operation, Bestrahlung und Chemo vertrauen. Diese haben jedoch ihre Grenzen. Daß viele mit meinen Konzepten der Autoaggression, Triangulierung und Selbstakzeptanz herzlich wenig anzufangen wissen, halte ich auch für nahe liegend. Dazu fehlt ihnen die Erfahrung und Wahrnehmung. Aber vielleicht der Eine oder Andere doch?
    Galaxykarl schreibt „Ach ja, “mein Selbstbild”: ist zumindest nicht für andere Menschen lebensgefährlich!“ Da bin ich anderer Meinung. Die alleinige naturwissenschaftliche Ausrichtung nimmt manchen tendentiell die Chance nach anderen „weichen“ Dingen zu schauen und kann somit lebensgefährlich sein. Gott sei Dank richten sich viele nicht danach und über 50% der Krebserkrankungen heilen aus, sicherlich nicht alleine wegen der Medizin.

    Das Konzept der Autoaggression kann meiner Auffassung nach für viele Erkrankungen angewandt werden, auch für die Multiple Sklerose. Ich hatte bisher mehrere MS-Kranke in Behandlung. Diese waren unheimlich böse auf sich und ihre Mütter und darunter war ihre Liebesfähigkeit massiv gestört. Das gilt auch bei anderen, die deswegen noch lange nicht an MS erkranken.

    Ich habe noch mehr tabubrechende und für manche provozierende, für andere befreiende Artikel auf Lager.
    Bernd

  19. Na dann her damit, damit die Fetzen fliegen! 😉

  20. Zitate:
    „… die reinste Provokation darstellt, war mir klar …“
    „… nicht klar definierten und überprüfbaren …“
    „… Kriterien [nicht] entspricht, ist auch klar …“

    Ach so, alles scheinbar klar. Dann ist ja alles gut.

    Mannomannomann, so kann man auch argumentieren.

    mgg
    galaxykarl 🙁

  21. Ach du liebe Zeit, so kann man sich auch seine kleine Welt zusammenbasteln: mit Scheuklappen, Argumente ignorieren oder sich passend schneidern. Ist jemand derselben Meinung, hat man einen Mitstreiter, zerreißt man die Hypothese, passt der-/diejenige hübsch ins Bild und bestätigt sie sogar noch. Mein lieber Mann!
    Für mich ist es kein Wunder, dass da die Fackeln angezündet und die Forken geschärft werden.

    Natürlich ist es gerechtfertigt nach „weichen“ Faktoren für die Heilung zu suchen. Und dass zwischenmenschliche Beziehungen und unterbewusste oder bewusste positive Einstellung oder Aggression nach dem Motto: „Ich sage dem Krebs den Kampf an“ sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken kann, glaube ich gerne.

    Aber dass dadurch Krebs entsteht – hallo? Spekulation? Ok, aber nur in derselben Kategorie wie Quantenheiler, Wünschelrutengänger, Taschenspieler … .
    Wir haben in der Nähe einen Pferdehof, bei dem man sich Mist für die Rosen holen kann. Vielleicht drehe ich mir daraus mal ein paar Pillen und verkaufe die als Wundermittel ;-).

  22. Da würdest du dich wundern, Micha, wahrscheinlich würden die Pillen sogar bei einem Drittel deiner Käufer Heilung bewirken!

  23. Ich bin ja auch dafür die Schulmedizin ernst zu nehmen, man muß ihr aber leider vorwerfen, dass sie sich oftmals einen Scheiss um die Motivation zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte der Menschen bemüht.

    Da ist wohl was dran, oder? Jedenfalls habe ich genügend Erfahrung mit Ärzten, die zu fast allen Problemen das Operationsbesteck wetzen.

    Meine bisherige Weigerung mich nur im Notfall, wenn es garnicht mehr anders geht, unters Messer zu legen, hat mir eine Menge Ärger erspart.

    Wenn ich da meine Situation mit denen von Freunden vergleiche, bei denen Vieles hinter her nur noch schlimmer wurde, wie Rücken, Hämmorroiden, Kniegelenke, Hüftgelenke, Tennisarm usw usw.

    Es läßt sich einfach zu schnell Geld damit verdienen.

  24. OK, dann eben ganz kurz: Krebs wegschneiden und nicht wegbeten. Und meinetwegen fest darauf hoffen, dass der Arzt alles erwischt hat.

    mgg
    galaxykarl

  25. (Galaxykarl> fest darauf hoffen

    Also doch beten?!

    Mir sind aus der Praxis recht persönliche Fälle bekannt, in denen die Entstehung von Krebs möglicherweise rein schulmedizinisch erklärt werden kann. In einem Fall fand der Krebs durchaus psychosozialen oder psychosomatischen Nährboden (Verlust des Lebensinhaltes und sozialen Umfeld bei Renteneintritt). Das Krankheitsbild verlief in Wellen, in denen Verzögerung durch neue Lebensinhalte und Religiösität erreicht wurde und weitere Schwächung durch Chemo, die ihm schließlich den Rest gab. In einem anderen Fall hat möglicherweise Mammographie zu Krebs geführt. Ob die Heilung durch die Schulmedizin oder anthroposphische Methoden oder Religiösität oder eine Mischung aus allem erreicht wurde, kann kaum geklärt werden.

    Selbstheilungskräfte: Wenn man 7 bis 10 Tage verschriebene Breitbandantibiotika nimmt, sollte man im Anschluss daran unbedingt etwas für seine Magen-Darmflora tuen. Ich wußte davon als Student nichts. Mir ist damals einige Wochen nach dem Antibiotika das Zahnfleisch angefault.

  26. Es ist wie in der Physik: Schon die Heilung führt zum Tode! Oder wie sagt man heute: Was, du hast keine Krankheiten? Dann hat man dich nur noch nicht weitreichend genug untersucht!

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