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Literatur-Blog

TOBIAS ERZÄHLT SEINE GESCHICHTE – Bonuskapitel / Leseprobe zum Roman „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

TOBIAS ERZÄHLT SEINE GESCHICHTE

Bonuskapitel / Leseprobe zum Roman „Die Bestimmung“

von

Veronica Roth

Ich hätte mich nicht freiwillig gemeldet, um die Initianten zu trainieren, wäre da nicht der Geruch des Übungsraums gewesen – dieser Duft von Staub, Schweiß und scharfen Klingen. An diesem Ort habe ich mich zum ersten Mal stark gefühlt. Und immer wenn ich diese Luft atme, fühle ich mich wieder stark.

An der Wand hängt eine Holztafel, auf die eine Zielscheibe gemalt ist. Und neben der Tür steht ein Tisch, auf dem Messer liegen – hässliche Metalldinger mit einem Loch am Griff, wie gemacht für unerfahrene Initianten. Mir gegenüber haben sich die Anfänger aus den anderen Fraktionen aufgestellt. Irgendwie sieht man ihnen immer noch ihre alte Fraktion an: die aufrechte Candor, der Ken mit dem geradlinigen Blick, die Stiff, die einsatzbereit auf den Zehenspitzen wippt.

„Morgen ist der letzte Tag von Phase eins“, sagt Eric.

Er beachtet mich gar nicht. Gestern habe ich seinen Stolz verletzt, und das nicht nur beim Flaggenspiel. Max hat mich beim Frühstück beiseite genommen und mich gefragt, wie sich die Initianten angestellt haben – so als wäre ich und nicht Eric der Boss. Eric hat derweil am Nebentisch mit finsterer Miene auf seinem Kleiemuffin herumgekaut.

„Dann steht wieder Kampftraining auf dem Programm“, fährt Eric fort. „Heute lernt ihr, wie man richtig zielt. Jeder nimmt sich drei Messer. Und gebt gut acht, wenn euch Four vorführt, wie man sie richtig wirft.“ Sein Blick gleitet über mich hinweg, als stünde er irgendwo hoch über mir. Ich drücke den Rücken durch und stelle mich gerade hin. Ich hasse es, wenn er mich wie seinen Lakaien behandelt und so tut, als hätte ich ihm damals nicht während der Ausbildung einen Zahn ausgeschlagen.

„Wird’s bald!“

Sie stürzen sich auf die Messer wie fraktionslose Kinder auf eine übriggebliebene Scheibe Brot, sie gieren geradezu danach. Alle außer ihr. Ihre Bewegungen sind wohlüberlegt, immer wieder sieht man ihre blonden Haare auf Schulterhöhe der anderen, viel größeren Initianten aufblitzen. Als sie die Messerspitze auf ihrer Handfläche balanciert, sieht man ihr an, dass es ihr keinen Spaß macht, und genau das gefällt mir so an ihr. Sie weiß, wie scheußlich diese Waffen sind, und doch setzt sie alles daran, sie zu beherrschen.

Eric kommt auf mich zu und ich weiche unwillkürlich einen Schritt zurück. Ich will keine Angst vor ihm haben, aber ich weiß genau, wie clever er ist; wenn ich nicht aufpasse, dann merkt er, dass ich sie dauernd anstarre, und dann bin ich geliefert. In der rechten Hand das Messer, konzentriere ich mich ganz auf das Ziel.

Ich habe vorgeschlagen, das Messerwerfen aus dem diesjährigen Ausbildungsplan zu streichen, weil es sinnlos ist, es taugt nur zur typischen Ferox-Angeberei. Niemand hier wird diese Fertigkeit jemals zu etwas gebrauchen, außer um Eindruck zu schinden. Und auch ich soll jetzt die Neuen damit beeindrucken. Eric findet, dass ein bisschen Angeberei nützlich sein kann, deshalb hat er meinen Vorschlag auch abgelehnt. Genau diese Haltung ist es, die ich an den Ferox so hasse.

Ich fasse das Messer an der Klinge, damit es ausgewogen in der Hand liegt. Amar, mein früherer Ausbilder, hat sofort erkannt, dass ich mich zu leicht ablenken lasse, und mir den Rat gegeben, meine Bewegungen mit meinen Atemzügen in Einklang zu bringen.

Ich atme ein und fixiere die Mitte der Zielscheibe. Ich atme aus und werfe. Das Messer trifft ins Schwarze. Ich höre, wie einige der Initianten nach Luft schnappen. Ich finde zu meinem Rhythmus: Einatmen und das nächste Messer in die rechte Hand gleiten lassen, ausatmen und es mit den Fingerspitzen drehen, einatmen und das Ziel fixieren, ausatmen und werfen. Ich sehe nur noch die Mitte der Zielscheibe. Die anderen Fraktionen halten uns für abgestumpft und unfähig, unseren Verstand einzusetzen, aber genau das tue ich die ganze Zeit.

Erics Stimme reißt mich aus meiner Geistesabwesenheit. „Stellt euch der Reihe nach an!“

Ich lasse die Messer im Brett stecken, damit die Initianten vor Augen haben, wie man es machen kann, und lehne mich gegen die Wand. Amar war auch es auch, der mir meinen Namen gegeben hat – damals, als jeder Anfänger beim Betreten des Ferox-Hauptquartiers als Erstes durch seine Angstlandschaft gehen musste. Die Spitznamen, die Amar sich ausdachte, beschrieben einen Menschen so gut, dass alle sie übernahmen. Sie bleiben ein Leben lang haften.

Jetzt ist er tot, aber wenn ich in diesem Raum bin, höre ich manchmal noch, wie er mich tadelt, weil ich die Luft anhalte. Sie hält die Luft nicht an. Das ist gut so – eine schlechte Eigenschaft weniger, die man ihr abgewöhnen muss. Aber ihre Wurfbewegungen sind unbeholfen, ihr Arm staksig wie ein Hühnerbein.

Die meisten Messer fliegen, aber sie wirbeln nicht durch die Luft. Sogar Edward hat den Dreh noch nicht raus, obwohl er sonst so schnell von Begriff ist und alles mit seinem wissbegierigen Ken-Blick in sich aufsaugt.

„Ich glaube, unsere kleine Stiff hat zu viele Schläge auf den Kopf abbekommen!“, sagt Peter. „Hey! Weißt du nicht, was ein Messer ist?“

Ich hasse nur wenige Menschen, aber Peter hasse ich. Ich hasse an ihm, dass er permanent versucht, andere Menschen zu erniedrigen, genauso wie Eric.

Tris achtet nicht auf ihn, sondern wirft das Messer auf ihre ganz eigene, ungelenke Art – und es funktioniert. Ich höre, wie das Metall gegen das Brett kracht, und kann mir ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen.

„Hey, Peter“, ruft Tris. „Weißt du nicht, was ein Ziel ist?“

Ich beobachte sie alle und versuche gleichzeitig, Erics Blick auszuweichen, während er wie ein Tier im Käfig hinter ihnen auf und ab geht. Ich muss zugeben, Christina ist gut, obwohl ich die Klugscheißer von Candor nur ungern lobe. Auch Peter ist sehr gut, obwohl ich verkappte Psychopathen noch weniger gern lobe.

Al hingegen ist ein Dampfhammer auf zwei Beinen, ein Muskelpaket ohne jede Raffinesse.

Unglücklicherweise hat das auch Eric bemerkt.

„Wie begriffsstutzig bist du eigentlich, Candor? Brauchst du eine Brille? Oder soll ich dir die Zielscheibe vor die Füße stellen?“, fragt er barsch.

Zu meiner Überraschung zeigt Al der Dampfhammer sich empfindlich. Die Sticheleien zerren an seinen Nerven. Als er das nächste Messer wirft, klatscht es gegen die Wand.

„Was war das denn, du Stümper?“, fragt Eric.

„Es … es ist mir aus der Hand gerutscht“, stammelt Al.

„Wenn das so ist, dann solltest du es dir schleunigst wieder holen.“

Alle hören auf, mit den Messern zu werfen.

„Habe ich was von Aufhören gesagt?“, blafft Eric und zieht die gepiercten Augenbrauen hoch.

Das ist gar nicht gut.

„Es holen?“ fragt Al. „Aber alle werfen noch.“

„Na und?“

„Ich will nicht getroffen werden.“

„Ich denke, du kannst getrost davon ausgehen, dass die anderen besser zielen als du. Hol deine Messer.“

„Nein.“

Und wieder fällt der Dampfhammer mit Wucht, denke ich. Die Antwort ist trotzig, aber es ist kein Plan dahinter. Trotzdem braucht es mehr Tapferkeit, Nein zu sagen und sich gegen Eric aufzulehen, als es Mut braucht, einen Anfänger zu zwingen, sich ein Messer in den Hinterkopf werfen zu lassen. Aber das ist etwas, das Eric nie begreifen wird.

„Warum nicht? Hast du Angst?“

„Von einem herumfliegenden Messer erstochen zu werden?“, fragt Al. „Ja, das habe ich!“

Ich erstarre förmlich, als Eric plötzlich ruft: „Alle aufhören!“

Bei unserer allerersten Begegnung hat Eric blaue Kleidung getragen und seine Haare waren ordentlich gescheitelt. Als er zu Amar ging, um sich die Spritze für seine Angstlandschaft in den Nacken injizieren zu lassen, hat er am ganzen Leib gezittert. In seiner Angstlandschaft hat er sich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt; er blieb stehen, hat mit zusammengebissenen Zähnen geschrien und es schließlich irgendwie geschafft, mit seiner Atmung den Puls auf einen vernünftigen Wert zu senken. Damals wusste ich noch nicht, dass man Angst mit dem Körper besiegen kann, noch ehe man sie mit den Gedanken besiegt. Aber mir war sofort klar, dass ich mich vor ihm in acht nehmen muss.

„Macht mal Platz“, sagt Eric. Dann, zu Al gewandt: „Alle bis auf dich. Stell dich vors Ziel.“

Al schluckt und schlurft zur Zielscheibe. Ich stoße mich von der Wand ab. Ich weiß genau, was Eric vorhat. Vermutlich endet es mit einem zerstochenen Auge oder einer durchbohrten Kehle, auf jeden Fall mit blankem Horror, so wie jeder Kampf, den ich bisher mit angesehen habe. Und jeder Kampf entfremdet mich weiter von dieser Fraktion, die ich mir einmal als Zufluchtsort ausgesucht habe.

Eric ruft über die Schulter: „Hey, Four! Hilf mir mal kurz, ja?“

Ein Teil von mir ist erleichtert. Wenn nicht Eric, sondern ich die Messer werfe, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass Al es unbeschadet übersteht. Andererseits ist mir diese Art von Grausamkeit zuwider, und für Eric die Drecksarbeit verrichten mag ich schon gar nicht.

Ich gebe mich ganz locker, kratze mit der Messerspitze über meine Augenbraue, aber ich bin ganz und gar nicht locker. Ich komme mir vor, als würde mich jemand mit Gewalt in eine Gussform pressen, die nicht zu mir passt und die mich verbiegt.

Eric sagt: „Du wirst da stehen bleiben, während Four die Messer wirft, und zwar so lange, bist du gelernt hast, nicht mehr mit der Wimper zu zucken.“

Meine Brust krampft sich zusammen. Ich möchte Al helfen, aber je mehr ich Eric herausfordere, desto mehr wird er mir beweisen wollen, wer hier der Boss ist. Das Beste wird also sein, ich tue so, als ob mich die ganze Sache langweilt.

„Ist das wirklich nötig?“

„Ich habe hier das Sagen, erinnerst du dich?“, sagt Eric. „Hier und überall sonst.“

Ich spüre, wie mir das Blut ins Gesicht schießt, aber ich halte seinem Blick stand. Max hat mich gefragt, ob ich Anführer werden will. Ich hätte Ja sagen sollen. Und das hätte ich auch, wenn ich gewusst hätte, dass ich damit Vorfälle wie diese verhindern könnte. Vorfälle, bei denen Initianten über dem Abgrund baumeln oder gezwungen werden, sich gegenseitig bis zur Besinnungslosigkeit zu prügeln.

Ich merke, wie ich das Messer so fest umklammere, dass der Griff Abdrücke auf meinen Handflächen hinterlässt. Entweder ich tue, was Eric sagt, oder ich muss den Raum verlassen. Aber wenn ich hinausgehe, dann wirft Eric die Messer, und das darf ich nicht zulassen. Ich drehe mich zu Al.

Plötzlich sagt sie – und ich weiß genau, dass sie es ist, denn sie spricht überlegt und für ein Mädchen ist die Stimme ziemlich tief – „Hört sofort auf!“

Ich will nicht, dass sie Erics neue Zielscheibe wird. Ich starre sie durchdringend an, als könnte ich sie auf diese Weise dazu bewegen, noch einmal nachzudenken. Aber ich weiß genau, sie wird keinen Rückzieher machen. So dumm bin ich nicht.

„Jeder Idiot kann sich vor eine Zielscheibe stellen“, sagt Tris. „Das beweist gar nichts. Das beweist nur, dass wir uns von dir herumkommandieren lassen. Was, wie ich mich erinnere, ein Zeichen von Feigheit ist.“

Wir Ferox sind einfach brutale Kerle – hinter unseren Tattoos, unseren Piercings und unserer dunklen Kleidung stecken dumpfe Raufbolde, verwahrloste Kinder.

Vielleicht bin ich ja doch dumm. Ich muss aufhören, so viel an sie zu denken.

„Dann dürfte es dir ja nichts ausmachen, wenn du seinen Platz einnimmst“, sagt Eric und streicht sich die Haare zurück, sodass sie sich hinter den Ohren kräuseln.

Kurz streift mich sein Blick. Es scheint fast, als wüsste er Bescheid. Nein, er weiß es ganz sicher; er weiß, dass sie mir nicht gleichgültig ist. Deshalb wird er mich zwingen, die Messer auf sie zu werfen. Einen Augenblick, einen sehr langen Augenblick sogar, überlege ich, stattdessen die Messer auf ihn zu werfen. Ich könnte ihn am Arm treffen, am Bein, ich muss ihn ja nicht ernsthaft verletzen …

„Da geht’s dahin, dein hübsches Gesicht“, ruft Peter quer durch den Raum. „Aber na ja. So hübsch war’s ja noch nie.“

Ich nehme die Worte kaum wahr. Ich habe nur Augen für sie.

Sie stellt sich mit dem Rücken an die Zielscheibe, ihr Kopf reicht nicht einmal bis zur Kreismitte. Sie hebt das Kinn mit der typischen Sturheit einer Altruan, die mir so vertraut ist. Sie mag ihre frühere Fraktion verlassen haben, doch deren Einstellung verleiht ihr auch jetzt noch die Kraft.

Ich kann ihr nicht sagen, dass alles gut werden wird, nicht, wenn Eric dabei ist, aber ich kann versuchen, ihr Mut zu machen.

„Wenn du zusammenzuckst, dann nimmt Al deinen Platz ein. Verstanden?“, sage ich.

Eric steht ein wenig zu nah und tippt mit der Fußspitze auf den Boden. Ich muss es hinbekommen. Ich darf das Messer nicht zu weit an den Rand der Scheibe werfen, denn er weiß ja, dass ich ins Schwarze treffen kann. Aber ein einziger ungeschickter Wurf, einen Fingerbreit zu weit nach rechts oder links, und ich könnte sie verletzen. Da geht’s dahin, dein hübsches Gesicht.

Peter hat recht. Sie ist nicht hübsch; das Wort sagt viel zu wenig aus. Sie ist anders als die Mädchen, auf die ich früher abfuhr, mit ihren Kurven und ihren weichen Formen. Sie ist klein, aber zäh, und ihre hellen Augen fordern Aufmerksamkeit. Sie anzuschauen, das ist wie aus dem Schlaf zu erwachen.

Ich schleudere das Messer und blicke ihr dabei fest in die Augen. Die Klinge bleibt direkt neben ihrer Wange stecken. Meine Hände zittern vor Erleichterung. Sie schließt die Augen, also muss ich sie noch einmal daran erinnern, dass sie eine Altruan ist.

„Hast du etwa schon genug, Stiff?“, frage ich.

Du bist stur wie eine Altruan. Deshalb bist du stark, kapierst du nicht?

Sie ist wütend. „Nein.“

Weshalb um alles in der Welt sollte sie das verstehen? Dazu müsste sie Gedanken lesen.

„Dann mach die Augen auf“, sage ich und tippe auf die Stelle zwischen meinen Augenbrauen. Sie muss mich eigentlich gar nicht anschauen, aber es ist mir lieber, wenn sie das tut. Ich atme den Geruch nach Staub und Schweiß und Metall ein und nehme das Messer aus der linken Hand in die rechte. Eric kommt näher.

Ich sehe jetzt nur noch einen schmalen Streifen der Zielscheibe rund um ihr Haar. Ich atme aus und werfe.

Ich höre Eric hinter mir. „Hmm.“ Mehr sagt er nicht.

„Komm schon, Stiff“, sage ich. „Jemand anderes sollte sich vor die Zielscheibe stellen.“

„Halt den Mund, Four“, faucht sie, und ich würde sie am liebsten anschreien, dass ich genauso frustriert bin wie sie, weil ein Ken wie ein Geier hinter mir steht und jede meiner Bewegungen genau verfolgt, damit er meine Schwächen aufspürt und dann umso härter zuschlagen kann.

Da ist schon wieder dieses „Hm“. Kommt es wirklich von Eric oder bilde es mir nur ein? Ich weiß nur eines, ich muss ihn davon überzeugen, dass sie für mich eine Initiantin ist wie jede andere, und zwar schnell. Ich atme tief ein, fasse einen Entschluss und konzentriere mich auf ihre Ohrmuschel, auf die Knorpelmasse, die schnell heilt.

Ich ignoriere meine Angst. Ich ignoriere mein Herzklopfen, meine Beklemmung, meine schweißnassen Hände.

Ich schleudere das Messer und blicke weg, als sie aufstöhnt. Es spielt keine Rolle, dass ich ihr wehgetan habe, ich bin einfach nur froh. Ich habe es geschafft.

„Ich würde gern sehen, ob der Rest von euch genauso wagemutig ist wie sie, aber ich denke, es reicht für heute“, sagt Eric. Zu mir gewandt sagt er leise: „Das hat ihnen einen gehörigen Schrecken eingejagt, was?“

Ich glaube – ich hoffe -, er hegt keinen Verdacht mehr gegen mich.

Er drückt ihre Schulter und wirft ihr einen herausfordernden, kalten Blick zu. „Ich sollte wohl besser ein Auge auf dich haben.“

Ich sehe, wie ihr Blut vom Ohr auf den Hals tropft, und ich fühle mich elend.

Der Raum leert sich, die Tür geht zu, und ich warte, bis ich keine Schritte mehr höre, ehe ich auf sie zugehe.

„Ist dein…“ Ich strecke die Hand aus und will die Seite ihres Kopfes berühren.

Sie funkelt mich wütend an. „Das hast du absichtlich gemacht!“

„Ja das habe ich“, sage ich. „Und du solltest mir dankbar sein, dass ich dir geholfen habe.“ Ich möchte ihr die Sache mit Eric erklären, dass er mich und alle, die mir irgendwie nahestehen, um jeden Preis verletzen will, ich möchte ihr erklären, woher sie ihre Stärke hat und ihr raten, daran festzuhalten, aber sie lässt mich gar nicht zu Wort kommen.

„Dir dankbar sein? Du hast beinahe mein Ohr abgetrennt und mich auch noch verspottet. Wofür, bitte, soll ich dir dankbar sein?“

Verspottet? Ich blicke sie finster an.

„Ehrlich gesagt, ich bin es allmählich leid, darauf zu warten, dass du endlich begreifst!“, sage ich verärgert.

„Was soll das heißen? Bis ich was begreife? Dass du Eric beweisen willst, wie taff du bist? Dass du genauso sadistisch bist wie er?“

Bei diesem Vorwurf läuft es mir kalt über den Rücken. Sie vergleicht mich mit Eric? Sie denkt, dass ich bei ihm Eindruck schinden will?

„Ich bin nicht sadistisch.“ Ich beuge mich ganz nah an ihr Gesicht, und plötzlich bin ich nervös, ich habe ein Flattern in der Brust. „Wenn ich dir wehtun wollte, meinst du nicht, dass ich es schon längst getan hätte?“

Jetzt bin ich ihr so nahe, dass ich sie berühren könnte, aber wenn sie denkt, ich sei wie Eric, dann wird das niemals geschehen.

Natürlich denkt sie, dass ich wie Eric bin. Gerade habe ich Messer auf ihren Kopf geschleudert. Ich habe alles vermasselt, endgültig.

Ich muss raus hier. Ich durchquere den Raum, und im letzten Moment, ehe ich zur Tür hinausgehe, schleudere ich das Messer auf den Tisch, sodass es mit dem Griff nach oben stecken bleibt.

Hinter mir höre ich einen wütenden Schrei. Ich bleibe stehen und sinke mit dem Rücken gegen die Wand in die Hocke. Ehe sie hierher kam, war alles in mir abgestorben, jeden Morgen wartete ich nur darauf, dass es Abend würde. Ich dachte darüber nach wegzugehen – ich war entschlossen wegzugehen, ein Fraktionsloser zu werden, sobald die Ausbildung dieser Initianten abgeschlossen war. Aber dann ist sie gekommen und war genauso wie ich: Sie hat die grauen Kleider ihrer alten Fraktion abgelegt, aber sie hat sie nicht wirklich hinter sich gelassen, und das wird sie auch nicht, denn sie kennt das Geheimnis. Sie weiß, dass diese grauen Kleider die beste Rüstung sind, die wir haben.

Jetzt hasst sie mich, und ich kann die Ferox nicht mehr verlassen und fraktionslos werden, wie ich es wollte, denn Eric lässt sie nicht aus den Augen, genauso wenig wie er Amar im vergangenen Jahr aus den Augen gelassen hat, bis man ihn schließlich tot auf dem Gehweg neben den Eisenbahngleisen fand. Alle Unbestimmten sterben, nur ich nicht, weil mein Eignungstest gefälscht war. Wenn Eric sie beobachtet, legt das den Verdacht nahe, dass sie auch eine Unbestimmte ist.

Ich muss an die vergangene Nacht denken, als ich sie berührt habe und ihre Wärme in meine Hand und den Rest meines Körpers strömte, obwohl ich vor Angst wie gelähmt war. Ich presse die Hände an den Kopf, will die Erinnerung wegschieben.

Ich kann nicht mehr weggehen. Ich liebe sie zu sehr. Jetzt ist es heraus. Aber ich werde es nie wieder sagen.

Copyright © 2012 by Veronica Roth / Abdruck mit freundlicher Genehmigung der cbt-Pressestelle, Frau Katharina Göring

Bildrechte: Coverillustration “Evolution. – Menschheitsgeschichten” (http://www.chaosrigger.org/pixel02/upload/2011/02/06/20110206232618-23a74ac6.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Cyborgs01-89-minus54-minus54” (Originaltitel: 20110206232618-23a74ac6.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.

Anmerkung der cbt-Presseabteilung:

Veronica Roth, Autorin der im März 2012 bei cbt erschienenen Dystopie „Die Bestimmung“ hat vor kurzem dieses im ersten Band nicht enthaltene Bonuskapitel veröffentlicht. Darin schildert sie eine zentrale Szene aus Tobias alias Fours Perspektive. Als deutscher Verlag haben wir die offizielle Erlaubnis erhalten, den Text für unsere Leser übersetzen zu lassen. Hier geht es zu unserer facebook-Aktion: http://www.facebook.com/die.bestimmung

Der zweite Band der Trilogie wird übrigens noch dieses Jahr 2012 im Winterprogramm bei cbt erscheinen. Für alle, die Lust bekommen, sich den ersten Roman zuzulegen bietet sich hier – neben zwei Buchbesprechungen – nun die Gelegenehit dazu:

Veronica Roth
Die Bestimmung
.
Originaltitel: Divergent
cbt in der Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-570-16131-9
Kinder- und Jugendbuch
Erschienen: 19. März 2012
Aus dem Amerikanischen von Petra Koob-Pawis
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur München
Umschlagmotiv: Faction Symbol Art © 2011 by Rhythm and Hues
Design/Jacket Art and Design by Joel Tippie
Hardcover mit Schutzumschlag: 480 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren
.

www.cbt-verlag.de
www.die-bestimmung.de
www.veronicarothbooks.blogspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

REZENSION VON Iris Gasper:

Zur Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.

Zum Buch:

Beatrice lebt in der Zukunft, in einer Stadt, die den Städten von heute ähnlich scheint, in der das Leben aber anders ist. Die Menschen sind aufgeteilt in fünf verschiedene Fraktionen. Es gibt Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und Ferox – die Furchtlosen. Beatrice und ihre Familie gehören zu den Altruan. Als Kinder besuchen Beatrice und ihr Bruder Caleb mit Kindern anderer Fraktionen gemeinsam die Schule. In ihrem 16. Lebensjahr müssen sich alle Schüler einem Eignungstest, der Zeremonie der Bestimmung, unterziehen. Bei diesem Test wird festgestellt für welche Fraktion man sich eignet. Er soll aber nur bei der Entscheidung helfen, denn die Wahl der endgültigen Fraktion trifft jeder Schüler für sich und unabhängig vom Ergebnis des Eignungstests. Die Wahl stellt eine hohe Belastung dar, denn mit der Entscheidung für eine andere Fraktion ist auch die Trennung von Familie und Freunden verbunden. Bei Beatrice ist der Verlauf des Eignungstests sehr ungewöhnlich und das Ergebnis für ihre Wahl auch nicht sehr hilfreich. Die junge Frau ist unsicher welcher Fraktion sie sich anschließen soll, entscheidet sich aber für die Ferox.

In ihrer neuen Fraktion muss sie eine Initiationsphase durchlaufen. Es stellt sich heraus, dass es bei den Ferox 20 Neuanfänger gibt, 11 aus den eigenen Reihen und 9 aus ursprünglich anderen Fraktionen. Die Ferox nehmen aber insgesamt nur 10 der Anwärter in ihre Reihen auf, so dass 10 Anwärter am Ende als Fraktionslose enden. Mit dieser Aussage ist der Kampf unter den Anwärtern eröffnet. Wer kann beweisen, dass er furchtlos ist, furchtlos im Kampf, furchtlos in besonderen Lebenssituationen und auch in der Lage seine eigenen Ängste zu bekämpfen und eventuell zu beherrschen?

Mit „Die Bestimmung“ entführt und die Autorin Veronica Roth in die Zukunft und in ein schönes und schreckliches Szenario zugleich. Der Leser lernt diese Welt in erster Linie aus Sicht der Ferox und teilweise auch aus Sicht der Ken und der Altruan kennen. Neben den Kämpfen innerhalb der Fraktion der Ferox, brodelt es auch zwischen den Fraktionen und Beatrice gerät in einen Strudel von Emotionen, Intrigen und Machtspielereien.

Die Protagonistin, aber auch alle übrigen Charaktere dieses Buches werden sehr detailliert beschrieben und so fällt es dem Leser leicht Zu- und Abneigungen gegenüber einzelnen Personen zu entwickeln. Hier steuert die Autorin ganz gezielt die Vorstellung der Leserschaft und schafft es in einem anderen Moment wieder die Handlung in eine Richtung zu bewegen mit der niemand gerechnet hat. So wird auch schon einmal der Freund zum Feind und vielleicht umgekehrt.

Spannung und Furchtlosigkeit begleiten diese Geschichte, die aus dem Blickwinkel von Beatrice und damit in der Ich-Form geschrieben ist. Besonders schön sind auch die ersten Gefühle von Zuneigung und Liebe hier zu Papier gebracht, die wohl in jeder Welt das Leben junger Leute verändern.

„Die Bestimmung“ ist als Auftakt einer Trilogie geplant. Ein dystopischer Roman, der seinesgleichen sucht. Eine absolute Leseempfehlung für junge Leser ab 14 Jahren und Erwachsene. Wer im Leben seine Bestimmung noch nicht gefunden hat, der findet sie vielleicht hier oder kommt zu einer ganz anderen Erkenntnis über den Sinn des Lebens.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

EINE WEITERE REZENSION VON Yvonne Rheinganz:

Autorenporträt

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren arbeitete sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.“ (Quelle: cbt)

Zum Buch

Beatrice ist gerade 16 Jahre alt geworden und muss nun den Test über ihre Bestimmung ablegen. Doch leider ist der Test bei ihr nicht eindeutig und drei der fünf Fraktionen kommen für sie infrage. Doch in der Welt in der Beatrice lebt ist jede Fraktion gleichbedeutend mit einem bestimmten Lebensstil, der mit unterschiedlichen Moral- und Wertevorstellungen verknüpft ist. Die Fraktion zählt in dieser Welt mehr als alles andere. Sie steht über Freunden und Familie und bestimmt über die eigenen Lebensziele. Beatrice ist verzweifelt, denn in ihrer Welt gelten die Unbestimmten als gefährlich. Also muss sie ihre Bestimmung verbergen, und wählt eine Fraktion, von der sie nicht weiß, ob sie die richtige für sie ist …

Fazit

Dieses Buch zog mich sofort in seinen Bann. Besonders gut gefiel mir die Idee, die Nationen nach den unterschiedlichen Begabungen, Moral- und Wertevorstellungen einzuteilen. Schnell erfuhr der Leser die Vor- und die Nachteile einer geteilten Welt. Genial empfand ich die Vorstellung, dass nur die Selbstlosen die Regierungsgeschäfte leiten durften, da es vollkommen im Gegensatz zum heutigen System steht. Gut verwoben in dem Buch waren auch die Ängste und die charakterliche Entwicklung eines durchschnittlichen Jugendlichen, der sich von den Eltern abgrenzt, sich an Freunden orientiert und am Ende eine eigene Persönlichkeit entwickelt.

Alle Protagonisten hatten Ecken und Kanten und waren somit unheimlich lebensnah. Die Geschichte rund um die Prägung für die eigene Fraktion, war spannungsgeladen und actionreich, zeigte aber auch, wie schnell sich die Menschen manipulieren und entsprechend umpolen lassen. Der Schluss konnte wunderbar aufzeigen, dass die meisten Konflikte aus unterschiedlichen Wert- und Moralvorstellungen heraus entstehen, und konnte so sogar das derzeitige Weltgeschehen widerspiegeln.

Ein Buch, das Gegenwart und Zukunft fantastisch miteinander verknüpft, zum Nachdenken anregt und einen vollkommen in seinen Bann zieht.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Updated: 1. Oktober 2012 — 15:19

18 Comments

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  1. Wer kann hier mal seine Meinung zu dieser Leseprobe / Bonuskapitel zum Besten geben. Wie schätzt ihr – neben den beiden Rezensentinnen – den Band ein?

  2. Der Text ist sauber geschrieben, keine Frage. Spannung kam bei dem kurzen Stück bei mir nicht auf. Das kann aber hauptsächlich daran liegen, dass ich Romane in der Ich-Form nicht mag. Dieser Schreibstil ist nach m. M. eher was für kurze Texte; bei längeren Texten – eben Romanen – finde ich es eher ermüdend. Und wenn ich mich permanent vom Stil abgelenkt fühle, macht mir auch die beste Geschichte keine Spaß. Wie gesagt, hat das alles nichts mit dem Können von Veronica Roth zu tun, sondern eben mit der Form.

    Den Plot an sich finde ich schon interessant, allerdings schimmert mir hier ein erzieherischer Grundton ein wenig arg durch. Das mag sich aber im kompletten Roman ganz anders darstellen.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Christa Kuczinski

    Also ich finde den Text spannend zu lesen. Vor allem dieser:

    Wer kann beweisen, dass er furchtlos ist, furchtlos im Kampf, furchtlos in besonderen Lebenssituationen und auch in der Lage seine eigenen Ängste zu bekämpfen und eventuell zu beherrschen?
    … lässt auf einen rasanten und spannenden Verlauf schließen.

    Die Ich-Perspektive ist mir nicht unbedingt vertraut (ich selbst schreibe nie in der Ich-Perspektive, da sie mir nur begrenzte Möglichkeiten bietet), allerdings habe ich kein Problem damit solche Romane zu lesen. Gerade habe ich den Roman „Virals“ ausgelesen (eines der Bücher in meinem Paket, die Fortsetzung ist schon bestellt 😉 ) und mir hat der Roman sehr gut gefallen.
    Diese Perspektive wäre für mich also kein Kriterium, das Lesen in dieser Perspektive abzulehnen.

  4. Ich weiß gar nicht, ob der Roman auch so geschrieben ist, denn diese Leseprobe ist ja ein Bonuskapitel, das nicht im Buch zu finden war. Was können uns denn die beiden Rezensentinnen Yvonne und Iris dazu sagen, die haben das Buch doch gelesen und besprochen?

  5. Dieser Beitrag ist übrigens der erste einer nicht-europäischen Autorin, der im Storywettbewerb mitmachen wird. CBT wird nun auch mit beim Voting dabei sein. Herzlich willkommen Katharina Göring! 🙂

  6. Christa Kuczinski

    Herzlich Willkommen Katharina *** 😉

    Liebe Grüße
    Christa

  7. Ebenfalls ein herzliches Willkommen Frau Göring,

    hatten Sie mich nicht bei der letzten Frankfurter Buchmesse zum Interview mit Herrn Isau begleitet? Ich glaube schon. 😉

    mgg
    galaxykarl 😉
    a.k.a. Werner Karl

  8. Hallo zusammen und vielen Dank für das herzliche Willkommen :-)! Ich freue mich über die Einladung zum Voting und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

    @galaxykarl: Ich glaube, das war meine Kollegin Verena Otto ;-). Aber ich erinnere mich noch gut daran, das Interview in Herrn Isaus Zeitplan für die Messe eingebaut zu haben.

    Liebe Grüße
    Katharina

  9. Und Veronica Roth darf nicht abstimmen? 😉

    Von mir auch ein herzliches Willkommen, Frau Göring.

    Endlich können Sie auch unsere Texte nach Herzenslust auseinandernehmen und nicht nur wir die von cbt 😉

  10. Wieso auseinandernehmen? Micha, du meinst doch wohl eher bewundern und loben , oder? 😉 😉 😉

  11. Wie soll denn die Autorin abstimmen, wenn sie kein Deutsch kann, Micha?

  12. Christa Kuczinski

    Oh, ich scheine die einzige zu sein, die Frau Göring geduzt hat. Ich glaube, ich habe hier nicht alles richtig mitbekommen….
    Entschuldigung!

  13. Ist doch nicht schlimm, Christa, sie wird dich bestimmt nicht beissen deshalb! 😉 🙂

  14. @ Corinna

    Ich habe ja beides mit zwinkernden Smilies versehen ;-). Die Autorin ist Amerikanerin, weiß ich schon. Aber es soll Amerikaner geben, die deutsch können *zwinker* 😉

  15. Ich schätze mal, dass die nicht mal was davon weiß, sondern das alleine von cbt geregelt wird, was die deutsche Übersetzung angeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Autorin, die in vielen Ländern Übersetzugen veröffentlicht, sich um so was kümmert oder sich dafür interessiert.

  16. Katharina Göring

    Man könnte sich auf jeden Fall überlegen, ihr mal eine kleine Info zukommen zu lassen, wenn die Autorin nicht mehr so schnwer beschäftigt ist. Momentan schreibt sie nämlich an Band 3.

    Zum Thema „Du oder „Sie“: Wir können uns auch gern alle aufs „Du“ einigen 🙂

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