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TEQUILA EISGEKÜHLT – Textauszug des geplanten Romans (Teil 1) von Christa Kuczinski

TEQUILA EISGEKÜHLT

Textauszug des geplanten Romans (Teil 1)

von

Christa Kuczinski

Der Sommer war endlich angekommen und mit ihm die längst überfällige Gartenarbeit.

Das es bis vor einer Woche wie aus Kübeln gegossen hatte, bekam zumindest dem Rasen gut. Hervordrängendes Unkraut, hartnäckige Disteln und zarte Gänseblümchen, die sich sachte in der Abendbrise bewegten, fielen Bahn für Bahn dem knatternden Rasenmäher zum Opfer. Obwohl schweißgebadet, tat es gut, sich mit etwas zu beschäftigen, das nicht an Strand, heiße Rhythmen und eisgekühlten Tequila erinnerte.

Seit meiner Scheidung war an einen Urlaub am Meer nicht mehr zu denken und mein Exmann hatte sein Bestes gegeben, dem Klischee einer gescheiterten Ehe gerecht zu werden.

Manager mittleren Alters verlässt Frau und Kinder und zieht übergangslos zu seiner neuen Flamme. Die Ironie des Schicksals setzte noch einen oben drauf. Er hatte Haus und Hof faktisch wegen einer zehn Jahre jüngeren Sekretärin verlassen.

Doch die Trennung lag mehr als zwei Jahre zurück, ich hatte damit abgeschlossen und weitaus Wichtigeres zu tun, als an meinen Ex auch nur einen Gedanken zu verschwenden.

Zwei pubertierende Teenager und ein aufreibender Job im Kaufhaus forderten meine ganze Energie. Und jetzt auch noch Mathilde, die ich unvorsichtigerweise in einem Anflug von Sentimentalität während meines Urlaubs zu uns eingeladen hatte. Ohne zu ahnen, dass die Einladung meinen Eltern die einmalige Gelegenheit gab, ein paar Tage auf einem Bergdorf in den Anden, abseits jeglicher Zivilisation zu verbringen. Als ich es über drei Ecken erfuhr, war es für einen eleganten Rückzug längst zu spät.

Nun fiel mir für die Dauer von zwei Wochen die alleinige Verantwortung für meine quirlige Großmutter zu, die vor zwei Tagen angereist war und außer ihren drei schweren Koffern wohl noch einige Überraschungen mit im Gepäck hatte.

Durch ein offenes Fenster drang eine undefinierbare Mischung aus Hip-Hop und Rap und übertönte die Geräusche in den umliegenden Vorgärten.

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und gab dem Rasenmäher einen kraftvollen Schubs in Richtung Garage. Er blieb in einer der weichen Reifenspuren stecken und ging mit einem Glucksen aus.

„Marius. Stell die verdammte Musik leise!“, entfuhr es mir.

Erfahrungsgemäß ging ich davon aus, dass mein Sohn das Gekeife nicht hörte.

Es war purer Zufall, dass Marius just in diesem Moment die Stereoanlage ausstellte, in der ich tief Luft holte und – verdammt.stell.das.aus – in Richtung des besagten Fensters schmetterte.

Dennoch verspürte ich für einen kurzen Augenblick, das erhebende Gefühl der Überlegenheit und so etwas wie Autorität. Beides verschwand allerdings schlagartig, als die missbilligende Stimme meiner Großmutter über das winzige Grundstück hinweg hallte, noch bevor ich sie zu Gesicht bekam. Ich duckte mich in Erwartung, dass einer der Nachbarn über die Hecke schaute.

Als alles ruhig blieb, richtete ich mich auf und stieß einen tiefen Seufzer aus, in der Gewissheit, dass Mathilde erste Anzeichen einer mittelgradigen Schwerhörigkeit aufwies.

Ich hatte nie begriffen, warum sie sich immer anschleichen musste, anstatt wie jeder normale Mensch sich vorher durch ein Räuspern oder ein Trällern bemerkbar zu machen. Seit jeher nutze meine überaus zierliche Großmutter ihre geringe Körpergröße gerne zu ihrem Vorteil, gleichsam einer Maus, die durch das Haus huschte und an verlockenden Süßigkeiten knabberte.

Gerade betrat sie resoluten Schrittes meinen angemieteten Grund und Boden durch die hintere Gartenpforte.

„Christinchen. Ja sach mal, so kannst du doch nicht mit meinem Urenkel sprechen. Kein Wunder, dass der Bub so verstockt ist.“

„Ist Isabelchen zu Hause? Ich habe dem Mädel etwas Hübsches mitgebracht.  Sommerschlussverkauf. Mitten im Sommer, ist das zu fassen?“

Dass ihr ach so geliebtes Engelchen mit ihren sechzehn Jahren schon seit geraumer Zeit in bauchfreiem Top und Minirock unterwegs war, dass Muttern Angst bekam, ihr Töchterchen könnte einen fiesen Sonnenbrand auf dem Allerwertesten davontragen, behielt ich für mich.

„Tut mir leid. Isabel ist mit ihrem Freund ins Schwimmbad gefahren. Möchtest du vielleicht einen Kaffee zur Stärkung?“, bot ich ihr an.

„Das Kind ist zu jung für einen Freund, in meiner Jugend wäre so etwas mehr als unschicklich gewesen,“ rügte sie mich.

Ein feines Lächeln umspielte meine Lippen.

Als ich in Isabels Alter gewesen war, hatte es einen netten, sehr gutaussehenden Jungen gegeben: Marco. Doch die erste Liebe meines Lebens hatte früher so viele Mädels an der Hand wie ich Finger besaß, und wohnte heute ironischerweise nur ein Haus weiter. Im Gegensatz zu ihm erinnerte ich mich noch sehr genau an die feuchtfröhliche Party, in der ich nicht nur meine Unschuld verlor, sondern auch herausfand, dass übermäßiger Alkoholkonsum zu schwerwiegendem Gedächtnisverlust führen konnte, zumindest bei Marco. Meine Enttäuschung, dass ich nur eine unter vielen gewesen war, hatte mich wenige Jahre später in die Arme eines bodenständigen Managers getrieben, der vor dem Altar Stein und Bein geschworen hatte, mich bis an mein Lebensende auf Händen zu tragen.

Bevor Mathilde den breitkrempigen Strohhut, an dem noch das Preisschild baumelte auf dem Gartentisch ablegte, stellte sie die prall gefüllte Plastiktüte, Marke Kaufhof, auf einen Gartenstuhl ab und wühlte in ihrer krokodilledernen Handtasche.

„Stützstrümpfe, das Stück für zwei Euro zwanzig, ein Schnäppchen, von den zehn Paar darfste gerne eins haben. Wie gefällt dir mein neuer Strohhut?“ trällerte Mathilde, mit Verspätung.

Mir war klar, dass sie sich, erst einmal in Gesprächslaune, nicht so einfach abwimmeln ließ, mein Daumen ging in Sachen Strohhut nach oben. Mathilde nahm dies als Startschuss um mir den Ablauf ihrer Einkaufstour in allen Facetten zu beschreiben. Die braunen Sitzbänke im Linienbus waren ihr zu hart und ließen sie offenbar jedes Schlagloch auf der Straße hautnah miterleben. Doch das, was sie wirklich in Rage versetzt hatte, waren die unfreundlichen Fahrgäste, die offenbar keinerlei Verständnis dafür aufgebracht hatten, dass Mathilde mit dem Busfahrer darüber diskutierte, warum sie keinen Seniorenausweis bei sich tragen musste. Was wiederum zu der Frage führte, ab wann man eigentlich zu den Senioren zählte; mit siebzig oder erst im reifen Alter von achtzig?

Auf dem Weg ins Haus glitt mein Blick über die akkurat, um den ovalen Tisch gruppierten Gartenstühle, auf denen seit dem frühen Morgen, kaum dass die abgeschrubbten Plastikmöbel in der Sonne getrocknet waren, rüschenverzierte altrosa Kissen lagen. Das war Mathildes Werk, wie erwartet griff sie wieder in meinen gewohnten Alltag ein und ich beeilte mich, meine abgenutzten Turnschuhe, unter deren Sohlen feuchte Erdklumpen klebten, auf der untersten Treppenstufe abzustreifen. Auf Socken tapste ich die letzten Stufen über das frisch geölte Holz.

„Ich muss dringend mal wohin. Diese Klofrau, die sich um die Toiletten im Einkaufscenter kümmerte, wollte mir doch tatsächlich fünfzig Cent abknöpfen. Ich habe sie gefragt, ob man erst ab einen Euro…“

Mathilde warf mit einem Schwung, dem man einem so zarten Persönchen kaum zutrauen würde, die Balkontür hinter sich zu, was mich um ein Haar meine Nasenspitze gekostet hätte. Zum ersten Mal war ich dankbar, dass es sich bei der Glastür, die in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Bruch gegangen war, inzwischen um eine sündhaft teure Spezialanfertigung inklusiv Doppelverglasung handelte. Das bewahrte mich nicht nur davor, hören zu müssen, was Mathilde der armen Frau an den Kopf geworfen hatte, sondern auch vor üblen Schnittwunden im Gesicht, die mir vermutlich einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt eingebracht hätten.

Als ich die Tür öffnete und eintrat, stach mir der Geruch von Desinfektionsmittel in die Nase und die Erinnerung an meinen schlimmsten Krankenhausaufenthalt schoss mir durch den Kopf.

Seit Marius als Kleinkind die Mandeln entfernt bekommen hatte, erfüllte mich allein der Gedanke an ein Krankenhaus mit einem unguten Gefühl. Damals hatte ich zwei Nächte auf einer harten Pritsche neben dem Krankenlager meines quengelnden Sohnes ausgeharrt. Eine Erfahrung, die sich offenbar in mein Hirn eingebrannt hatte und durch den Desinfektionsmittelgeruch wieder aufloderte.

Ich schnupperte und folgte ihm durch Wohnzimmer und Küche bis in den Flur.

Vor der angelehnten Badezimmertür blieb ich stehen. Die Toilettenspülung rauschte, kurz darauf klapperte der Klodeckel. Ein leises Zischen hätte mich fast dazu bewogen, durch den Spalt zu linsen.

Meine Großmutter im knielangen Miederrock, mit geklöppeltem dänischem Spitzensaum zu Gesicht zu bekommen, hielt mich letzten Endes davon ab und so hielt ich die Stellung, bis die Tür von alleine aufging. Mathilde erschien mit einer Sprühdose in der erhobenen Hand und plauderte drauflos, als wäre es völlig normal, dass ich ihr vor dem Bad auflauerte.

„War ein Sonderangebot im Kaufhaus, da wo du arbeitest, hab den Namen vergessen. Die Verkäuferin fand, dass es frisch und sauber riecht.“

Mir kam die weiß-rote Sprühdose irgendwie bekannt vor. Ohne darauf einzugehen, neigte ich den Kopf und las laut vor: „ Sagrotan. Mathilde, das ist kein Raumduft, sondern ein Desinfektionsmittel. Was genau hast du der Verkäuferin gesagt?“

Das runde Gesicht wurde noch rundlicher, als sie die Backen aufblies und mich mit einem vorwurfsvollen Blick bedachte. Als wäre es meine Schuld, da ich ihr großzügiges Angebot, sie am Morgen in die Stadt zu begleiten, dankend abgelehnt hatte.

„Es gab nicht viel Erklärungsbedarf. Nachdem ich das Fräulein darüber aufgeklärt habe, dass ich dein Haus auf Vordermann bringen will, wusste sie, was ich benötigte.“

Im Geiste ging ich die Liste aller Kolleginnen durch, die in der Reinigungsmittelabteilung des Kaufhauses arbeiteten. Die Einzige, die einer alten Frau solch einen Humbug andrehen würde, war Desiree, eine unechte Blondine mit einer Oberweite, der ich selbst nach meiner Schwangerschaft nicht das Wasser reichen konnte. Ich betete, dass meine Konkurrentin tatsächlich im Urlaub auf den Malediven war, wie sie mir erst vor wenigen Wochen während des Schichtwechsels unter die Nase gerieben hatte.

Dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen.

„Blond, enger Rock, tief ausgeschnittenes Dekolleté?“

Die Freude, die in Mathildes Gesicht aufleuchtete und die feinen Fältchen glättete, teilte ich nicht.

„Wirklich eine sehr nette und chic gekleidete Dame.“

Also nix mit  einer Woche Malediven, schoss es mir in einem Anflug von Schadenfreude durch den Kopf.

Mathildes Falten kehrten zurück, verliehen ihr das Aussehen eines Rottweiler auf Leckerchen-Entzug und ich ahnte was kommen würde.

„Im Gegensatz zu dir. Musst du denn immer in diesen alten Fetzen herumlaufen. Zu meiner Zeit trugen Männer Hosen und Frauen Röcke oder Kleider. Und deine Haare, meine Güte, du solltest wirklich hurtig zum Friseur. Was gibt es zum Abendessen?“

Mich schauderte bei dem Gedanken an meine Kindheit, in der sie mir mit einer Begeisterung die keine Widerrede duldete, rüschenverzierte Kleidchen genäht hatte unter dessen Gewicht ich mehr als einmal in die Knie gegangen war. Bemüht diese unschöne Erinnerungen zu verdrängen, klärte ich sie zum wiederholten Mal über die Sachlage auf und tat so, als wäre es eine Ausnahme.

„Ich habe Urlaub, schon vergessen? Und bis vor kurzem stand ich noch knöcheltief im Blumenbeet. Außerdem qualmt der Rasenmäher,“ fügte ich stotternd hinzu und wusste augenblicklich, dass ich verloren hatte.

„Paperlapap.  Früher wars der Spielplatz oder schlimmer, der  Bolzplatz hinter dem Haus, und heute ist es der Garten, der diese Bezeichnung kaum verdient.“

Mathilde griff sich ans Herz, ob der Fußballleidenschaft ihrer einzigen Enkelin oder dem Wildwuchs im Garten.

Ich beschloss das  heikle Thema zu wechseln und fragte hinterhältig mit einem Kopfnicken in Richtung Einkauf: „Hast du an die Zwiebeln gedacht?“

Die Vorbereitungen zum gemeinsamen Familienabend, würzte Mathilde mit  Klatsch, Tratsch und pikanten Einzelheiten aus dem Leben ihrer früheren Nachbarn, als ihr Christinchen noch bei den Eltern im Mehrfamiliengenerationskonflikthaus lebte.

Meine sechzehnjährigen Zwillinge waren zwar nicht härter im Nehmen, als ich es damals gewesen war, jedoch klüger und gingen jedweder Unannehmlichkeit bereits im Vorfeld aus dem Weg.

Seit dem ersten Abend in Gesellschaft ihrer Großmutter waren sie auf der Flucht und ich auf der Suche nach einem Versteck, indem Mathilde mich nicht so schnell aufstöbern konnte. Bisher stand es eins zu null für die Kids und meine Chance, den Vorsprung einzuholen, schrumpfte mit jeder Stunde.

Der restliche Abend verlief keinen Deut besser. Marius ließ sich nur kurz in der Küche blicken, begrüßte nebenbei seinen zeitgleich eingetroffenen Kumpel mit einem Ritterschlag und zog sich mit Jens in die obere Etage in sein Zimmer zurück.

Ich war mir ziemlich sicher, dass es ein abgekartetes Spiel war und Jens zuvor einen Abstecher zu Mac Donalds unternommen hatte. Im unteren Teil seines Rucksacks prangte ein dicker Fettfleck, der einen intensiven Pommes-Geruch verströmte und den Duft nach Reibekuchen, serviert mit frisch gekochtem Apfelkompott, zumindest für die Dauer seines Aufenthaltes in der Küche, überdeckte.

Isabel hingegen zog sich kurz und bündig mit einer SMS aus der Affäre. Sie schrieb nicht, wir könnten schon mal ohne sie beginnen, sondern ließ durch die Blume verlauten, dass sie nicht beabsichtigte, innerhalb der nächsten Stunden zu Hause aufzutauchen. Zwar ärgerte ich mich über die Kurzmitteilung, hätte mir jedoch zu gerne ebenfalls eine SMS geschickt, dass niemand auf mich warten müsste.

Selbst eine Kurznachricht an meine beste Freundin Silvia, die um diese Uhrzeit vermutlich in einem der angesagtesten Bistros der Stadt saß und sich unter den Blicken zahlreicher Verehrer laszive auf einem Barhocker rekelte, würde mir jetzt nicht helfen mich aus der Affäre zu ziehen.

Somit verbrachte ich die letzten Stunden meines dritten Urlaubstages in einem ausgebeulten blassrosa Jogginganzug auf dem Sofa, neben meiner Großmutter. Als Kind hatte ich sie geliebt und ihre Gesellschaft meist genossen. Heute waren wir zwei Generationen, die meilenweit von einander entfernt waren. Und wie früher, machte sie auch um halb elf noch keinerlei Anstalten, ins Bett zu gehen oder wenigstens wegzunicken. Im Kindesalter war mir ihr Nachteulendasein willkommen gewesen, während meiner Teenager-Zeit, als Mathilde immer pünktlich zu Sex and the City im Wohnzimmer erschien, wäre ich fast gestorben und heute trieb es mich schier in den Wahnsinn.

Die Lautstärke der Boxen wegen ihrer beginnenden Schwerhörigkeit auf Maximum gestellt, die den Ton laut meines Sohnes optimal wiedergaben, schunkelte Mathilde begeistert zu Blasmusik und der hohen Fistelstimme eines mir fremden Schlagerstars. Der, wie es sich für einen solchen gehörte, in Anzug samt steifer Bügelfalte und einem ohrmuschelbedeckenden Haarschnitt, der Traum aller Mittfünfziger, Tendenz steigend, verkörperte.

„Wundervoll, einfach wundervoll. Christinchen schau doch nicht so grimmig. Da bekommste nur vorzeitig Falten. Tschubidu, tschubidu… ach ist das herrlich!“, schwärmte Mathilde.

In der nächsten Werbepause würde ich die Zeit nutzen, in der Mathilde sich ein weiteres Gläschen Eierlikör gönnte und den Sendersuchlauf bemühen, in der Hoffnung auf ein Standbild mit einschläferndem regenbogenfarbigen Querbalken zu treffen. Diese Aussicht übte einen starken Reiz auf mich aus.

Leider legte zu solch später Stunde mein Kampfgeist eine Sendepause ein. Ich  schloss abwechselnd ein Auge, um wenigstens einem, wenn auch sehr geringen Teil meines Körpers, eine kurze Ruhepause zu gönnen. Erst als der Musikantenstadl den letzten Tusch von sich gab und in einem ohrenbetäubenden Paukenschlag verklang, erwachte ich aus dem Koma-ähnlichen Zustand tiefster Benommenheit.

Mit letzter Willenskraft wandte ich mich meiner Großmutter zu, die beim letzten Einauge öffnen noch neben mir gesessen hatte. Doch ihr Platz war leer und meine Worte Zeit ins Bett zu gehen verhallten ungehört.

Mit einem angehenden Tinnitus im rechten Ohr, kämpfte ich mich aus der Umklammerung mehrerer Kissen, die Mathilde während der letzten halben Stunde auf mich getürmt hatte. Auf Zehenspitzen huschte ich in Richtung Treppe, doch bereits nach zwei Schritten ereilte mein Fluchtversuch ein jähes Ende.

Ende

Copyright © 2014 by Christa Kuczinski

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BUCHTIPP DER AUTORIN:

Sabbag, Britta
Pinguinwetter

Roman

Verlag :      Bastei Lübbe
ISBN :      978-3-404-16652-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      8,99 Eur[D] / 9,30 Eur[A] UVP / 13,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 05.07.2013
Seiten/Umfang :      256 S. – 18,6 x 12,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      3. Aufl. 2012 22.06.2012
Aus der Reihe :      Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen – allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los …

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26 Comments

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  1. Herzlich willkommen zurück im sfbasar, liebe Christa. Zurück mit einem Textauszug eines lustigen Frauenromans, in den wir hier schon einmal reinschnuppern dürfen. Was sagt die Gemeinde?

  2. Sollte:

    „die missbilligende Stimme einer Großmutter“

    nicht eher heißen:

    „die missbilligende Stimme (m)einer Großmutter“

    Was sagst du, Christa?

  3. Hier scheinen mir noch zu viele Leerzeichen dazwischen zu sein, bitte ändere das doch auch noch:

    (…Großmutter.___Als Kind…)
    (Ich__schloss abwechselnd ein Auge, …)

    Hier haben wir eine Doppelung:

    In der nächsten Werbepause würde ich die Zeit nutzen, in der Mathilde sich ein (ein) weiteres …

  4. Christa Kuczinski

    Hi Detlef,

    du hast Recht, das ist mir durchgerutscht und muss geändert werden. 😉

    Lg Christa

  5. Christa Kuczinski

    Ps. Danke für die herzlichen Willkommensgrüße***

  6. Dr. Heinz-Theo Ullrichs

    Auch von mir ein herzliches Willkommen. Habe mal im Basar gestöbert und festgestellt, dass die Leseprobe WÖLFIN DES LICHTS – Leseprobe (Teil 1) der Fantasy- Trilogie „Roseend“ sich sehr schön liest, aber wenn man dann versucht, den Titel bei Amazon zu bestellen, dort nicht mehr gelistet wird. Ist der Titel also tatsächlich nicht mehr lieferbar? Was ist mit den Nachfolgebänden? Wird es die noch geben, so dass man sie noch erwerben kann?

    Mir hat die vorliegende Leseprobe zu TEQUILA EISGEKÜHLT ebenfalls sehr gut gefallen. Wird auch dieser Roman irgendwann käuflich zu erwerben sein, liebe Christa, oder schreibst du noch daran, weil der Text ja im Wettbewerb mitmacht statt beim AWARD?

  7. Christa Kuczinski

    Hallo Dr. Heinz-Theo Ullrichs,

    Roseend ist im Moment nicht mehr erhältlich. Alle drei Teile werden voraussichtlich im Winter 2014 beim bookshouse Verlag erscheinen. Im Moment schreibe ich an einem Jugendroman, der in Kürze fertig geschrieben sein wird.

    TEQUILA EISGEKÜHLT ist für mich nicht nur ein anderes Genre als gewohnt, in der Ich-Perspektive zu schreiben ist ebenfalls eine neue Herausforderung. Diesen Roman werde ich als nächstes Projekt in Angriff nehmen. Ich hoffe, er wird ebenfalls irgendwann käuflich zu erwerben sein.*

    Danke für die netten Worte*
    Liebe Grüße
    Christa

  8. Dr. Heinz-Theo Ullrichs

    Vielen Dank für das Feedback. Sehr nett. 🙂

  9. Habe die Fehler überarbeitet. Soll ich die Rechnung mailen, Christa? Nur ein Scherz! 😉

  10. Vielen Dank Detlef, du Scherzkeks 😉
    Ich komme im Moment kaum ins Net. Pc Festplatte hinüber,zum Glück alle Daten rechtzeitig gesichert!!! Meine Nerven liegen blank … *

    Liebe Grüße Christa

  11. Wie heißen die ersten drei Regeln im Umgang mit Computern, Christa?

  12. Konstantin,
    den Pc keinerlei Erschütterungen(physisch und psychisch)aussetzen.
    Ihm nicht mit Verschrottung drohen (oder den Stecker ziehen, damit er keine Fehlermeldungen anzeigt.
    Ihn nicht aus dem Fenster schmeißen. (An Letzteres habe ich mich gehalten);-)

    Lg Christa

  13. Dr. Heinz-Theo Ullrichs

    Sehr lustig, Frau Kuczinski, kannte ich noch garnicht! 🙂

    Ich kenne es so:

    Regel eins: Machen Sie eine Sicherungskopie!

    Regel zwei: Machen Sie eine zweite Sicherungskopie!

    Regel drei: Machen Sie eine dritte Sicherungskopie!

  14. Dr. Heinz-Theo Ullrichs,
    Es existieren vier Sicherheitskopien, ansonsten hätte ich Regel Nummer drei. (s.o.)längst ausgeführt. 😉
    Tag 5 ohne zu Schreiben, so langsam wird es sehr ungemütlich (und nicht nur für diejenigen, die sich in meiner unmittelbaren Nähe aufhalten)… 😛 😉

  15. Regeln für Computerarbeit kenne ich auch welche:

    1. Bitte verwenden Sie für Korrekturen am Text nur original Tipp-Ex.
    2. Bei größeren Textlöschungen hochwirksame Lösemittel verwenden; dabei auf gute Lüftung achten.
    3. Bei störrischen Tasten nur Hämmer ab 5 kg Schlaggewicht verwenden; fragen Sie im Fachgeschäft nach „Fäustel“.
    4. Beschädigte Kabel nur mit Expoxitharzklebstoffen „schnellaushärtend“ reparieren. Mit Wasser übergießen und Funktionalität prüfen: funkt´s und haut´s die Sciherung raus, war das Kabel stromführend, also korrekt repariert.
    5. Alternativ können auch Haustiere mit ausreichend scharfem Gebiss zur Kabelprüfung herangezogen werden.
    6. Monitore können an Schwachstellen auch mit schwarzer Schuhcreme nachhaltig gefärbt werden; Kontrastschwächen sind damit rasch behoben. Achtung! Bitte nur am ausgeschalteten Computer nachschwärzen; ablenkende Beleuchtung durch aktive Monitore dabei vermeiden.
    7. CD-Laufwerke bitte nur mit passenden Salamischeiben auf korrektes Ein- und Ausfahren checken. Hakt die Salamiescheibe im Gerät, haben Sie zumindest eine wertvolle CD gerettet. Unter Umständen kann die Salamischeibe nach dem Check noch verzehrt werden.
    8. Ausführliche Maustests – vor allem das deutliche Klickgeräusch – mindestes 450 Mal vollziehen, wenn Ihr Partner am Sofa nebenan einschlafen will. Fährt er immer wieder aus dem Halbschlaf hoch, haben Sie eine unabhängige Bestätigung, dass Ihre Maus korrekt klickt.
    9. Gleichen Vorgang auch bei Ausdrucken unnötiger Papierfluten vollziehen. Schließlich wollen Sie prüfen, wieviele Normseiten Sie mit einer Tonerkartusche drucken können. Achtung Praxistipp: Das bedruckte Papier kann gerne auf der anderen Seite mit ebenso unnützen Notizen noch einmal verwendet werden.
    10. Achten Sie bei Scanner-Tests auf möglichst schwere Bücher, am besten 20 cm dicke Bildbände mit schwerem Kunstdruckpapier.

    Bei all diesen Test folgende Grundregel beachten: Hält das Computerteil das aus: kaufen! Wenn nicht, weisen Sie den Verkäufer auf die mangelnde Qualität hin, die er Ihnen andrehen wollte; ggf. zur Konkurrenz gehen oder damit drohen. Sie werden sehen, er wird Sie als überaus wertvollen Kunden betrachten und Sie gerne wieder in seinen Verkaufsräumen empfangen:

    (kein Anspruch auf Vollständigkeit; Ergänzungen willkommen)

    😉

  16. ChristaKuczinski

    Ich würd es mal mit einem Füller, Kuli oder Bleistift versuchen. Ich schreibe alle meine Arbeiten erst mal mit der Hand! 😉

    Werner Karl

    oh we … :O

  17. Dr. Heinz-Theo Ullrichs

    Das mache ich ebenso. Dadurch hat man einen viel persönlicheren Bezug zu seinem Text oder seiner Arbeit.

  18. Christa Kuczinski

    Werner Karl, sehr schön, kaum zu toppen 😉

    Konstantin, das nutze ich nur zur Ideenfindung, das eigentliche Schreiben funktioniert so nicht.*
    Dr.Heinz-Theo Ullrichs, ich lese grundsätzlich mind. zwei vorherige Seiten durch, bevor ich wieder in den Text aktiv einsteige. 😉

    Lg*

  19. Was haben nur all die vielen Schriftsteller der vorherigen Jahrhunderte gemacht, die lediglich eine Gänsefeder und Tinte zur Verfügung hatten …?

  20. Christa Kuczinski

    Tja Detlef, die kannten es nicht anders. 😉 Die Frage ist, was geht durch den Fortschritt verloren? Seit es E-Mails gibt, schreibt kaum jemand Briefe, was ich persönlich sehr schade finde.
    Zu deiner Frage* Genau überlegt, was sie letzten Endes zu Papier bringen? 😉

  21. Handwerklich zu schreiben, hatte sicher den Vorteil, dass die AutorInnen noch mehr Zeit zum Nachdenken hatten, wenig abgelenkt wurden. Allein mit der Hand zu schreiben, zwang zur Disziplin. Der Satz stand ganz sicher komplett und fehlerfrei im Kopf, bevor ihn die Feder und die Tinte zu Papier brachten. Moderne Korrekturmöglichkeiten (die ich nicht missen möchte) verleiten zum Drauflosschreiben … und anschließender fehlender Korrektur. So in dem Sinne „Das kann ich doch noch später machen“. Wenn ja, gut! Wenn nicht …

    lg
    Werner 😉

  22. Mit der Hand zu schreiben erhöht nicht die Disziplin oder die Zeit zum Nachdenken. Ich kenne genug Leute, die mit der Hand genau so oder gar schneller sind, als mit einer Tastatur. Zumal Handschriftliches eher dazu verleiten kann, aus Faulheit keine Hehler zu korrigieren. Das ist einfach von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Pauschal ist Tastatur und PC einfach besser. 😉

    @Christa Warum sollte ich auch Briefe schreiben? Es gibt heute schnellere und bessere Kommunikationswege. Briefe waren Krücken zur Kommunikation über Ferne. Jetzt gibt es halt bessere Sachen. 🙂

  23. „… keine Hehler zu korrigieren.“ finde ich lustig! 🙂

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