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„TASTE THE WASTE“ IN MAINZ: Frische Suppe aus alten Kartoffeln! * KAUFTIPP DER REDAKTION: Kreutzberger, Stefan / Thurn, Valentin Die Essensvernichter. Taste the Waste – Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): “allgemeine-zeitung.de – 17.09.2011 – MAINZ – Von Nicole Steib – Schon in der Nähe des Gutenbergplatzes ist der Duft der frisch gekochten Kartoffel-Gemüsesuppe zu riechen. Frisch, obwohl sie aus Abfallprodukten gekocht worden ist. Verwendet wurden krumme Karotten und Kartoffeln mit Einkerbungen. Durchaus gute und gesunde Lebensmittel also, die aber den ästhetischen Normen nicht entsprechen und dadurch nicht mehr verkauft werden können. Die Koch-Aktion zum Film „Taste the Waste“ von Regisseur Valentin Thurn fand am Freitagmittag auf dem Gutenbergplatz statt und sollte die Besucher dazu anhalten, über ihr eigenes Verschwendungsverhalten von Nahrungsmitteln nachzudenken. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Kreutzberger, Stefan / Thurn, Valentin
Die Essensvernichter

Taste the Waste – Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist

Verlag :      Kiepenheuer & Witsch
ISBN :      978-3-462-04349-5
Einband :      gebunden
Preisinfo :      16,99 Eur[D] / 17,50 Eur[A] / 25,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 12.09.2011
Seiten/Umfang :      332 S.
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 18.08.2011

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Warum die Hälfte aller Lebensmittel auf dem Müll landet. Der im Oktober 2010 gezeigte – und inzwischen in 12 Ländern ausgestrahlte – Film „Frisch auf den Müll“ von Valentin Thurn bescherte der ARD eine Rekordquote. Mit diesem von Thurn und Kreutzberger verfassten Buch und dem Kinofilm „Taste The Waste“ gehen Öffentlichkeitskampagnen und viele Verbraucherorganisationen einher. Rund die Hälfte unserer Lebensmittel – bis zu 20 Millionen Tonnen allein in Deutschland – landet im Müll. Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend hat das Brot in den Regalen frisch zu sein. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Die Zeche zahlt der Verbraucher, der Handel hat den Ausschuss längst eingepreist. Der Wunsch der Konsumenten, über alles jederzeit verfügen zu können, verschärft den weltweiten Hunger. Würden wir weniger wegwerfen fielen die Weltmarktpreise und es stünde genug für die Hungrigen der Welt zur Verfügung. Dem Skandal der Lebensmittelvernichtung – der in hohem Maß auch zum Klimawandel beiträgt – ist auf internationaler, aber auch auf individueller Ebene zu begegnen. Das Buch enthält viele Anregungen, wie jeder Einzelne umsteuern kann: durch regionale Einkaufs gemeinschaften etwa, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen, oder eine gesunde Küche, die sich auf das Verarbeiten von Resten versteht. Aber auch durch Verbraucherdruck auf Supermärkte, Waren kurz vor Ablauf billiger zu verkaufen oder zu verschenken.

Stefan Kreutzberger, Jahrgang 1961, Studium der politischen Wissenschaften, ist freier Journalist, Autor und Medienberater mit den Spezialgebieten Umwelt- und Verbraucherthemen sowie internationale Entwicklungszusammenarbeit. Er berät Hilfsorganisationen und leistet Pressearbeit für Entwicklungshilfeprojekte. 2000 erschien unter seiner Koordination das Buch zur Expo 2000 „Weltweite Projekte – Beispiele aus der Zukunft“, 2009 sein erfolg reiches Verbraucherbuch „Die Ökolüge – Wie Sie den grünen Eti kettenschwindel durchschauen „. Kreutzberger sitzt im Beirat der Deutschen Umweltstiftung.

Valentin Thurn, Jahrgang 1963, Studium der Geographie und an der Deutschen Journalistenschule in München.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Updated: 26. Oktober 2011 — 21:29

12 Comments

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  1. Wer möchte zu diesem Thema was sagen oder wer hat Erfahrungen auf diesem Gebiet. Eigentich müssten ja alle, die Einkaufen gehen auch gewisse Erfahrungen haben auf diesem Gebiet! Oder? Was meint Ihr?

  2. Was ist denn an einer Kartoffelsuppe oder überhaupt einer Suppe ästhetisch? Da ist doch sowieso alle zerschnippelt. Und wenn Stückchen drin sind, sind die so klein, dass man keine Rückschlüsse mehr auf das unansehnliche Äußere der urspünglichen Kartoffel ziehen kann.

    Wir haben Buchstabensuppe oder Dinonudeln, denken uns an warmen Tagen im Gras liegend Figuren in die Wolken … warum sollte das nicht mit Non-DIN-Kartoffeln gehen? „Schau mal, meine sieht aus wie ein Hund.“ „Und meine wie der Roland Koch.“ Ist doch lustig ;-).

  3. Es liegt doch an uns selbst, wie weit dieser Angebotswahn noch geht. Ist doch wirklich pervers, im Winter Erdbeeren kaufen zu können. Das gilt natürlich für alle saisonbedingten Produkte. Eine längst veröffentlichte – und schon wieder vergessene – Studie besagt sogar, dass saisonale Ernähung ernährungsbiologisch Sinn macht: z. B. Nüsse im Herbst, Früchte im Sommer, jahreszeitlich verfügbare Gemüse haben Effekte auf den Organismus, den er exakt zu diesem Zeitpunkt benötigt. Durch unsere Lebensweise zum 95% in geschlossenen und klimatisierten Räumen wird dieser Effekt natürlich mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt, aber er war und ist immer noch nachweisbar.

    Und was die Menge an Lebensmitteln angeht: Gerade unsere moderne Logistik und permanente Verfügbarkeit auch von vernünftigen Lebensmitteln würde uns die Chance bieten, eben nur bedarfsgerecht einzukaufen, unser täglich Brot, der kleine Einkauf für die Mahlzeiten dieses Tages. Aber die Leute kaufen ein, wie die Irren, dass ich manchmal glaube, die Russen oder die Marsianer stehen vor der Tür oder haben die Invasion schon begonnen. Die Tage vor Feiertagen oder noch schlimmer: langen Wochenenden, geraten zu Großkampftagen an Supermarktregalen und Kassen. Die armen Mädels hinter den Kassen hören Millionen mal piep – piep – piep, da kann man doch nur meschugge werden.

    Würden wir – Bewohner der sogenannten Industrienationen – wirklich nur das kaufen, was wir auch zu 95% an diesem Tag verzehren würden, würde sich auch das Angebot der Fresstempel (meine Bezeichnung für Einkaufsmärkte) in Windeseile dieser (gesunkenen) Nachfrage anpassen. Wenn wir weiterhin nicht völlig verblödet durch die Regale marschieren, sondern bewusst und überlegt mit dem guten alten Einkaufszettel (und kein einziges Teil mehr, als was drauf steht) oder gleich auf die überall existierenden Märkte wirklich frische Ware kaufen, dann sähe es schlagartig besser aus.

    Nachdenken hat schon immer geholfen, komischerweise scheinen es die meisten gerade bei Lebensmitteln nicht zu tun. Oder sind wir schon so elektronisch – sprich TV-Werbung – geschädigt und beeinflusst, dass wir – kaum das wir die Tür zum Supermakrt betreten haben – unser Gehirn am Eingang zwischengelagert haben? Wenn ich manche überquellenden Wägen sehe, denke ich, dass die beim Rausgehen das Gehirn praktischerweise auch gleich da lassen.

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Micha, du Glücklicher,

    du scheinst wirklich noch nie in den „Genuss“ wirklich unappetitlicher Gerichte, hier speziell Supppen, gekommen zu sein. Hast du schon mal in einem Teller Haferschleimsuppe schwappen sehen? Oder die als beinahe unfehlbar geltende Nudelsuppe, als x-fach aufgewärmten, aufgequollenen Teigpapp? Oder eine Pilzsuppe, die völlig verkocht zu einem schmierigen Schleim verkommen ist? Schlampig geschältes oder schlecht gewaschenes Gemüse, an denen noch die Spuren der Erntemaschinen festzustellen sind? Kleine Fleischeinlagen mit deutlich sichtbaren Knorpeln, Faser- und Schalenreste von Hülsenfrüchten, fetttriefende Suppen („hui, da gucken ja mehr Augen raus als rein“).

    Mein Lieber, im Laufe von über 30 Jahren Hotel-, Restaurant- und Gaststättenbesuchen europaweit habe ich Dinge gesehen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

    Essen, welches diesen Namen verdient, hat auch bei Suppen seine Ästhetik. Und ich scheue mich längst nicht mehr, Müll zurückgehen zu lassen. Ich sehe nicht ein, dass ich mein Geld für Reste und Abfälle ausgebe. Wenn ich mir den „Luxus“ erlaube, essen zu gehen, dann erwarte ich ein Mindestmaß an Sauberkeit, Können und Qualität.

    mgg
    galaxykarl 😉

  5. Noch eins (ja, das Thema beschäftigt mich wirklich seit Jahren),

    viele betrachten Essen als blanke Nahrungsaufnahme. Die armen im Geiste. Sogar Hartz-IV-Empfänger haben ein Recht und die Möglichkeit in unserer Überflussgesellschaft anständiges Essen zu bekommen. Die Wertschätzung und Akzeptanz oder eben Nichtakzeptanz ist es, die den Markt diktiert. Wenn wir Fastfood, Wegwerf-Essen und schlechte Gerichte ohne Protest hinnehmen, wird sich nie etwas ändern, sondern sogar immer schlimmer werden.

    Ich habe es schon erreicht, dass in einem Ort, wo ich fast 8 Jahre lang gelebt und viele Gechäftspartner zum Essen in DAS Lokal am Ort ausführte, sein Verhalten geändert hat. Die hatten sich erdreistet, am Sonntag tiefgefrorene Klöße als frische in der Karte anzupreisen und zu servieren. Nicht mit mir! Als Zentralfranke mit genetisch geschulten Geschmacksknospen gerade bei unserem Nationalgericht hatte der Koch keine Chance. Wenn du das Ding anschneidest, und es nicht locker aufgeht und kartoffelfaserig die Soße aufnimmt, sondern wie zwei Holzhälften einer mittig geteilten Kugel auseinanderkullert, die Soße dabei völlig ignoriert, weil die Masse so dicht geworden ist, dass du damit auch Billiard hättest spielen können, dann gehen bei mir die Lichter an. Die Bedienung hatte sich damit herausgeredet, dass die Dinger frisch ins Wasser geworfen wurden, was sogar gestimmt hat. Aber der hinzugerufene Chef und Koch ga unumwunden zu, dass die Dinger seit letzter Woche in der Tiefkühltrufe „geruht“ haben.

    Solcherlei Beispiele könnte ich dir zuhauf beiten, aber ich will dir nichts den Appetit verderben.

    Mahlzeit und galaktische Grüße
    galaxykarl 🙂

  6. Haha, ein Tipp: ein gut gezielter Wurf gegen die Küchentür zeigt dir, ob der Kloß gut war. Prallt er ab, war er alt. Bildet er einen matschigen, tropfenden Kleks, dann war er perfekt. Ein versöhnlicher Spruch wie „keine Panik, Herr Chefkoch. Der Kloß ist nicht so sch… wie ich dachte!“ sollte ihn den kleine Fauxpas vergessen lassen ;-).

    Aber du hast mich wohl gründlich missverstanden. Im Restaurant erwarte ich auch, dass das, was angepriesen ist, auch serviert wird. Da hast du völlig. Ohne Kompromisse. Aber zu Hause versuchen wir, die Reste wenn möglich zu verwenden. Klöße, die im Eis geruht haben, lassen sich z.B. wunderbar einschneiden und anbraten. Mir tut’s in der Seele weh, wenn ich etwas wegwerfen muss, was noch nicht gammelt oder schimmelt oder sonstwie schlecht ist.

    Natürlich sind irgendwann die Grenzen von Lagerkapazitäten und -zeiten erreicht. Und irgendwann schwindet auch die Lust, das übrig gebliebene, durchgelatschte Kinder-Müsli zu mampfen. Alles geht nicht. Aber was ist krumm gewachsenen Obst oder Gemüse falsch? Solange es nicht bewohnt ist! Gut, beim Karottenschälen wünsche ich mir immer möglichst große und möglichst gerade Exemplare ;-).

  7. Natürlich einen Klecks. Nicht zu verwechseln mit Keks ;-).

  8. Wenn du weniger einkaufst, musst du keine Restemenus mampfen. Das ist doch genau der Punkt.
    Und irgendwie höre ich bei dir so einen Homer-Simpson-Ton raus.

    Weniger ist mehr! Ich denke, darauf können wir uns einigen.

    mgg
    galaxykarl 😉

  9. Weniger ist mehr, das ist ok.

    Aber ich habe mich wiedermal missverständlich ausgedrückt. Es handelt sich um angerichtete Müslis mit Milch fürs Frühstück, extra wenig, weil wir ja wissen, wie schnell der Kinderhunger umschlägt ;-). Und die Reste von nicht Verzehrtem wandern in den Kühlschrank.

    In diesem Fall hat das weniger mit Einkauf zu tun.

    Zum Einkauf selbst: da stimme ich dir zu. Wir kaufen möglichst wenig frische Sachen (Wurst, Gemüse, Obst usw.) ein, damit sie beim Verzehr auch noch frisch sind. Bei anderen Produkten gehe ich auch hin und huldige dem Gott des Kaufes in seinem Tempel :-). Allerdings nicht ohne meinen obligatorischen Einkaufszettel. Mein Gedächtnis ist manchmal ziemlich löchrig.

  10. Ich habe in den letzten 5 Jahren niemals was weggeschmissen, ich weiß darnicht wo andere damit ein Problem haben, kann ich nicht verstehen, gebt mir mal ein Beispiel!

  11. Dann hast du wohl einen perfekt organisierten Haushalt :-).

    Wenn ich auf Brotscheiben Schimmel bemerke, werfe ich das weg. Da muss man gar keine Massen gekauft haben. Je nach Brottyp und Jahreszeit kann das sehr schnell gehen :-(.

    Viele Lebensmittel wandern aber schon auf den Müll, bevor der Endverbraucher die überhaupt zu sehen kriegt.

  12. Wie kann denn Schimmel aufs Brot kommen, doch nur bei Überlagerung? Wenn ich zu wenig frisches Brot habe, hole ich mir einzelene Scheiben aus dem Gefrierschrank. Habe ich zuviel frisches Brot gekauft habe, dann schneide ich es in einzelne scheiben und danach wandert alles in den Gefrierschrank, so kann niemals Brot schimmeln. Was dabei perfekt organisiert sein soll weiss ich nicht, ist doch babyeinfach! Gesunder Menschenverstand. Hast du vielleicht noch ein besseres Beispiel?

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