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Stephanie Hauschild: Skriptorium – Die mittelalterliche Buchwerkstatt – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Stephanie Hauschild
Skriptorium – Die mittelalterliche Buchwerkstatt

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 08/2013
HC mit Schutzumschlag
Sekundärliteratur, Geschichte
ISBN 978-3-8053-4606-1
Titelgestaltung von Peter Lohse, Heppenheim unter Verwendung eines Bildes von
Cincent Beauvais: „Miroir historial“, traduit par Jean de Vignay, Paris, BnF,
MS 5080. Fol. 1. Foto: Bibliothèque nationale de France
40 Abbildungen in Farbe und Schwarz/Weiß im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de

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Die Geschichte des Buchs reicht weit in die Frühzeit zurück, denn von jeher hatte der Mensch das Bedürfnis, sein Wissen aufzuschreiben und es an andere weiterzugeben, es auf diese Weise zu erhalten, Verträge und Bitten an die Götter zu dokumentieren, Nachrichten zu übermitteln u. a. m.Bemalte und bearbeitete man zunächst Steine oder benutzte Wachstafeln für Notizen, so lieferte schließlich ab dem 3. Jt. v. Chr. in Ägypten der Papyrus ein geeignetes pflanzliches Material für Schriftrollen. In der Antike verbreitete sich über Griechenland der Gebrauch von Papyrus im Römischen Reich. Beschrieben wurden die Rollen mitunter beidseitig, wofür ein Pinsel oder eine gespaltenen Rohrfeder und rote oder schwarze Farbe verwendet wurden. Da Papyrus jedoch weniger haltbar ist als das aus Tierhäuten gefertigte Pergament, setzte sich dieses im Laufe des Mittelalters durch. Ihm ist es auch zu verdanken, dass das Buch seine heutige Gestalt mit Einband und glatten, gebundenen Blättern erhielt. Später wurde das Pergament vom preiswerter herzustellenden Papier abgelöst.

Stephanie Hauschild konzentriert sich in „Skriptorium“ auf „die mittelalterliche Buchwerkstatt“, in der Bücher von Autoren oder in ihrem Auftrag geschrieben und wichtige Werke kopiert wurden, bevor der Buchdruck die Verbreitung des Buchs sehr vereinfachte. Aus verschiedenen Quellen, insbesondere von Malereien und Miniaturen in Büchern, weiß man, dass zunächst Mönche und Nonnen Schriftrollen und Bücher abschrieben, um sie für ihre Bibliotheken zu erhalten oder Kopien gegen die Schriften anderer Klöster zu tauschen. Eine solche Arbeit konnte Jahre in Anspruch nehmen, und natürlich schlichen sich immer wieder Fehler ein, die man, sofern sie bemerkt wurden, mit Kommentaren korrigierte.

Da das Klosterleben weitere Pflichten beinhaltete, löste der berufliche Schreiber, ein Metier, in dem auch Frauen tätig sein konnten, gewissermaßen die Nonnen und Mönche als Kopisten ab. Der Beruf genoss bald hohes Ansehen, denn die Schreibstuben, in denen man die Arbeitsteilung bereits kannte, arbeiteten schneller als die Klöster, und die Aufträge wurden gut entlohnt. Tatsächlich hatte die Zahl der Lesekundigen zugenommen. Nicht nur (Kirchen-) Fürsten legten Bibliotheken an, auch innerhalb der Bevölkerung entwickelte sich ein größeres Interesse an Büchern, deren Inhalte nicht ausschließlich in Latein gehalten waren und über rein religiöse und wissenschaftliche Schriften hinausgingen.

Ein weiterer Aspekt des mittelalterlichen Buches stellen die Buchmalereien/Miniaturen dar, die von anderen Künstlern ausgeführt wurden. Die Ausgangsmaterialien waren teuer – Pergament, Tinte und Farbe -, sodass man oft statt teurer Produkte wie Purpur Pflanzen- und mineralische Farben verwendete und Pergamente, die man nicht mehr brauchte, reinigte und neu beschrieb (Palimpsest). Gerade durch die Palimpseste wurden ältere Schriften wiederentdeckt, die für die Forschung sehr viel wertvoller sind als jene, mit denen sie überschrieben wurden. Noch immer tauchen Dokumente auf, die man verloren geglaubt hatte.

Die Autorin schildert die interessante Geschichte des Buches und der Schreiber sachlich und informativ. Mehrere Farb- und Schwarz/Weiß-Abbildungen zeigen die Bild- und schriftlichen Quellen, auf die Bezug genommen wird. Sie lockern den ansonsten recht theoretischen Band auf angenehm Weise auf. Am Ende des Buches findet man ein umfangreiches Verzeichnis mit weiterführender Literatur, falls man tiefer in die Materie eintauchen möchte.

„Skriptorium“ ist ein sehr informativer Titel, der sich an Buchfreunde, Antiquare und (Hobby-) Historiker wendet, die nicht nur durch Belletristik unterhalten werden, sondern auch etwas über das von ihnen geschätzte Medium Buch erfahren wollen.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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  1. Titelgestaltung von Peter Lohse, Heppenheim unter Verwendung eines Bildes von wem?

    Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!)

  2. GEWINNER: Wilfried Mensa, Teresa Auswehner, Heidi Agend. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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