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SIEBEN KUGELN ZUM TURM DER TESTUDEN – (Leseprobe Teil 1) Utopischer Gegenwartsroman von Slov ant Gali

SIEBEN KUGELN ZUM TURM DER TESTUDEN

(Leseprobe Teil 1)

Utopischer Gegenwartsroman

von

Slov ant Gali

1. Teil: Invasion der Sikroben

Vor-Spiel

Einstmals hatte an der Spitze der Halbinsel Näswerder ein Stadion entstehen sollen. Schon mit Beginn dieser Bauarbeiten hätte die Katastrophe ihren Lauf nehmen können. Es wäre wahrscheinlich besser für die Menschheit gewesen. Aber die Idee des sozialistischen Freizeitsports scheiterte am Grundwasser. Das wehrte sich erfolgreich gegen die Buddelei. So verwilderte alles wieder und was dort nicht hingehörte blieb unentdeckt. Die Menschen aus der Stadt errichteten weiter draußen das Neubaugebiet Großer Trooch. Eine autobahnähnliche Straße verband es mit den Bürgerhäusern des Stadtzentrums. Auf die Halbinsel Näswerder kam man nun nur noch über Brücken. Sie hatte sich in eine Art Insel verwandelt.

Hätte die Straße gewusst, wie sehr sie einmal die Welt, wenigstens Europa oder Deutschland, was für viele ja dasselbe zu sein scheint, unbedingt aber Großberlin gefährden würde, sie hätte bestimmt von sich aus auf ihre Existenz verzichtet oder wenn sie schon hätte sein müssen, dann als Umgehungsstraße mit anderem Verlauf gebaut werden wollen. So aber schnitt sie die Entwicklung Näswerders vom restlichen Mecklenburg ab. Die Leute duldeten alte bäuerliche Katen neben modernen Häusern im nachgemachten Friesenstil und welchen ohne jeden Stil – Hauptsache, man ließ sie in Ruhe.

Die Zeiten änderten sich trotzdem. Irgendwann wollten sogar Leute, denen man schon von weitem das Fremdsein ansah, richtige Näswerderaner werden. Einer von ihnen war der Vater von Rahman. Seine Frau, einst auf Näswerder geboren, hatte ihm sogar beigebracht, „Da brögsst nich zu sstammeln“ und solche Sachen zu sagen, und er gab sich auch sonst große Mühe, sich wie ein Einheimischer zu geben. Zum Beispiel hatte er seinen eigenen Traditionen zum Trotz den Familiennamen seiner Frau angenommen. Parchmann. Letztlich half es ihm nicht. Er blieb ein Fremder. Den gemeinsamen Sohn traf das am härtesten. Ihn hatten die beiden aus der burmesischen Heimat seines Vaters mitgebracht. Weder konnten sie ihm sein Aussehen noch den fremd klingenden Vornamen Rahman wegnehmen. Das wäre aber das Mindeste gewesen, um in der neuen Schule dazuzugehören. Die Kinder waren nämlich noch ein bisschen krasser als ihre Eltern, und sie hatten ihr eigenes Problem. Ihre Zahl auf Näswerder hatte schon vor langer Zeit nicht mehr für eine eigene Schule ausgereicht. Ein fernes Amt hatte deshalb entschieden, dass es in der Brecht-Schule auf dem Neubau-Trooch genug Platz für sie gäbe. Also wurden die wenigen Näswerder-Kinder auf die dortigen Klassen verteilt. Vielleicht führten sich die ersten Dorfkinder an ihren Anfangstagen an der neuen Schule wirklich komisch auf. Kann ja sein. Wer konnte das später noch sagen? Sicher war nur, dass die Troocher endlich jemanden gefunden hatten, an dem sie sich tagtäglich austoben konnten, Außenseiter, die zum Hänseln und Prügeln dienten, wann immer der Stadtkindermehrheit danach war …

Zu der Zeit, als die Parchmanns sich ansiedelten und ihren Rahman in die Brecht-Schule einschulten, war es für die Kinder des Troochs längst feste Gewohnheit, fast täglich ein paar Näswerderaner zu verprügeln. Jens, der den längsten Weg bis zur Straßenbahnstation Näswerder laufen musste, hatte sich deswegen zu Hause beschwert. Warum traf das immer dieselben? Er war bei seinem Vater auf wenig Verständnis gestoßen. „Was du nur willst? Bei uns war das damals genauso. Ist aus mir ein richtiger Mann geworden? Ja oder ja? Du bist nun einmal ein echter Näswerderaner. Also benimm dich auch so. Schon dein Großvater hat sich gegen die Troocher wehren müssen, später ich, jetzt du. Das Verlieren ist schlimm, ich weiß. Aber es hat auch Vorteile: Ihr lernt zusammenzuhalten. Lasst euch nicht unterkriegen, kämpft! Verliert ihr hundert Mal … das hunderterste Mal, das erste Mal, wo ihr gewinnt, das ist das entscheidende. Danach ist Ruhe, glaub mir.“

Was sollte Jens machen? Er sammelte die Näswerderaner Tag für Tag zu heroischen Abwehrschlachten. Aber selbst zusammen mit den Mädchen konnten sie ihre zahlenmäßige Unterlegenheit nicht überbrücken. Immer wieder landeten sie im Dreck. Wie oft hoffte Jens, die hundert zu verlierenden Gefechte endlich hinter sich zu haben, aber es ging immer weiter.

Da tauchte jener Rahman auf. Nein, ein Näswerderaner konnte der nicht sein. Der war anders. Der gehörte nicht dazu. Der gehörte nirgendwo dazu. Der war ein Fremder und stand noch unter ihnen. So, wie sie Fremde auf dem Trooch waren. Ganz egal, dass er ihr Schicksal in der Brecht-Schule teilte. Immerhin verprügelten sie ihn nicht. Aber Rahman war stur. Er ließ sich von den Troochern verprügeln, ohne einen Laut von sich zu geben. So ein klein wenig Achtung genoss er daher schon bei den Näswerderanern, so ein heimliches Stückchen. Aber das konnten sie natürlich nicht zugeben und so blieb Rahman auch weiterhin der Außenseiter unter den Außenseitern. Bis er es eines Nachmittags dann doch nicht mehr aushielt. Warum sollte er nicht zu ihnen gehören, zu diesen tollen Näsies? Noch dazu, wo er glaubte, etwas zu besitzen, was für die anderen interessant sein müsste?

Er stieg also wie immer zusammen mit sechs Näswerderkindern aus dem Schulbus aus, trennte sich dann aber an jenem schicksalsschweren Tag nicht sofort von ihnen, sondern rief: „Wartet doch mal!“

Drei Jungen und drei Mädchen sahen sich abwartend um. Mit ernstem, beinahe feierlichem Gesicht erklärte Rahman: „Ich hab was Tolles gefunden. Wenn ihr wollt, dann zeige ich euch Wundersteine, die ich auf unserer Baustelle entdeckt habe.“

Das war zu viel! Wofür hielt der sie? Kleinkinder?!

„Wundersteine, so’n Quatsch!“ Jens tippte sich an die Stirn.

„Du brauchst ja nicht mitzukommen“, verteidigte sich Rahman trotzig. „Aber wetten: Wenn du die erlebt hast, hebst du voll ab. Ganz starke Dinger, sag ich dir. Die musst du einfach gesehen haben. Ehrlich!“

„Du nervst, Junge.“ Hagen musterte ihn voll Verachtung. „Wenn du uns verarschst, dann wirst sehen: Die nächste Woche kannst du nicht ohne Kissen auf’m Stuhl sitzen.“

„Auf einmal Arschvoll mehr oder weniger kommt’s nun auch nicht mehr an. Krieg ich sowieso alle Tage“, antwortete Rahman, und zumindest mit der letzten Behauptung hatte er Recht.

„Du nimmst den Mund ziemlich voll.“ Hardy war einen Schritt näher gekommen.

„Ich beweise es euch. Kommt heute um sieben zu meiner Hütte. Ihr werdet staunen.“

Die Chance auf etwas Bestaunenswertes konnte sich ein echter Näsie natürlich nicht entgehen lassen. Als es Abend wurde, schlichen die sechs also zu dem auf Kate gestylten Neubau der Parchmanns.

Es dämmerte. Die Silhouetten der Häuser verwandelten sich in Scherenschnitte. Vom Abendwind wurde der faulige Geruch alter Komposthaufen zum Anger getrieben. Irgendwo kläfften wütende Köter. Gelegentlich tauchte ein Schatten über den Bürgersteigen der Dorfstraße auf, verschwand aber sofort wieder. Mit einem Wort: Ein wenig Gänsehaut hatten die jungen Helden schon, bevor es überhaupt losging.

Rahman erwartete sie an der Pforte zum Vorgarten. Er winkte, drückte den rechten Zeigefinger auf den Mund und sah sich unsicher um. „Ist euch auch niemand gefolgt? Ihr habt doch keinem verraten, wo ihr hin seid? Das darf nicht rauskommen.“

„Spinner! Mach dir nich ins Hemd wegen deinem Hokuspokus.“

Hagen schüttelte den Kopf.

Hinten im Garten, in einer unauffälligen Ecke des Grundstücks stand Rahmans Hütte. Die übrigen Kinder waren verunsichert. Auf Parchmanns Grundstück waren sie noch nie gewesen … und man konnte ja nicht wissen … „Der Alte ist Pakistani“, hatte Hagens Vater so wissend erklärt und es hatte geklungen wie „Die braten sich sonntags Kinderfleisch“. Da musste nichts dran sein, aber …

Endlich hatten sich alle in die Hütte gedrängt. Jens, als Anführer, setzte sich als Erster. Schließlich musste er zeigen, dass wenigstens er keine Angst hatte. Petra, die Klügste in der Schule und auch sonst Ehrgeizigste der Gruppe, quetschte sich neben ihn und Sonja, das einzige Mädchen, das früher oft, aber natürlich vergeblich versucht hatte, die Jungen von ihren Prügeleien abzubringen. Dann kam Hardy, der sich eigentlich langweilte, weil ihn nur lange zurückliegende Geschichte interessierte, solche aus der Zeit der Königreiche und früher, Hagen, der brummte „Na, da bin ich aber gespannt“, um sich Mut zu machen und den anderen zu zeigen, dass er welchen hatte, und die kleine blonde Lisa, die heimlich hoffte, Rahman möge sie endlich zur Kenntnis nehmen. Als Letzter kroch Rahman selbst hinterher, in der Hand eine Kugel. Er konnte sie mit seinen Fingern etwa zu einem Drittel umfassen. Sie hatte ungefähr zehn Zentimeter Durchmesser. So schätzten die anderen und waren etwas enttäuscht. Das angekündigte Wunderding war absolut unscheinbar und grau, sofern die Farbe im Dämmerlicht überhaupt festzustellen war. Nein. Obwohl Rahman sie hochhielt, fiel keinem etwas Bemerkenswertes auf. „Wunderkugeln sehen bestimmt anders aus.“ Damit sprach Hagen nur laut aus, was eigentlich alle dachten.

„Na, dann nimm sie mal!“, wandte sich Rahman an Lisa. ..

(Zum nächsten Teil)

Copyright © 2014 by Slov ant Gali

Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Wer seine Neugierde nicht zügeln kann, für denjenigen gibt es die Möglichkleit, den vorliegenden Titel über einen der Bestellinks zu kaufen:

Gali, Slov ant
Sieben Kugeln zum Turm der Testuden
Vielfarbig – Band 4: Erzähltes, utopisch

Verlag :      Verlag neun9zig
ISBN :      978-3-944907-04-8
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,90 Eur[D] / 9,90 Eur[A] / 14,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 11.04.2014
Seiten/Umfang :      ca. 304 S. – 21,0 x 14,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Produktform (detailliert) :      Fadengeheftet
Erscheinungsdatum :      23.04.2014
Gewicht :      420 g

KLAPPENTEXT
Utopischer Gegenwartsroman: “Allmählich wird es unheimlich. Ein Schwur aus Kinderzeit verbindet das Schicksal von sieben Menschen in ganz anderer Weise, als sie sich das je hätten vorstellen können. Als Kinder waren sie nur verwundert, dass die gefundenen Kugeln seltsam leicht, aber dennoch unzerstörbar waren, später, erwachsen, als die eigentliche Handlung einsetzt, entfalten sich immer neue Kräfte, die nicht leicht zu verstehen sind … Die Halluzinationen, die eine der Kugeln bei Jens Marder auslöst, sind bis zu dem Augenblick, als seine Familie von wütenden Hornissen angegriffen wird, noch richtig angenehm. Dann aber: Weil die ehemaligen Klassenkameraden lange keinen Kontakt zueinander gehabt haben, können sie nicht ahnen, wie unnatürlich ihre Kinder sind, richtiger, die Kinder, die sie für ihre halten. Aus demselben Grund kommen sie lange nicht auf die Idee, dass jener Horror, der von Hellersdorf ausgehend immer weitere Kreise zieht, durch eine ihrer Kugeln ausgelöst worden sein könnte. All das ändert die fast 16jährige Marie als sehr „unorthodoxe“ Heldin erst einmal noch nicht. Die ist immerhin so „unmüd“, mit Freundin Jule, einer Gitarre, dem Buch eines Sektengurus und einem „antimodischen“ Blumenkinderkleid von Eberswalde aus den alles vernichtenden Sikroben nach Berlin entgegenzuziehen – wenn die Welt schon untergeht, dann will sie das wenigstens aktiv erleben. Ähnlich unbekümmert lässt sie später weitere phänomenale Kräfte der mühevoll zusammengetragenen Kugeln auf die Menschheit los, und gegen die nach der absoluten Macht greifenden Wissenschaftlerin und Unternehmerin Petra Herbst kämpft sie mal als Hobby-Wissenschaftlerin, mal als Agentin unter Wüstensonne. Allmählich erschließt sich, was die Kugeln eigentlich hätten sein, wie sie hätten funktionieren sollen. Wer unbedingt über Miss- und Gebrauch von fortschrittlichen Entdeckungen philosophieren möchte, dürfte in diesem Buch ein auf die Spitze getriebenes Beispiel entdecken. Aber auch über Macht, künstliche Intelligenz, Leben und was man so als menschlich ansehen sollte, lässt sich gut diskutieren. Bei allem, was in dem Roman passiert, sind die Übergänge zwischen wissenschaftlich anmutenden Elementen und der dahinter lauernden Spannung fließend – bis hin zum Grauen. Dass Marie trotz einer gewissen Leichtfertigkeit so viele kritische Situationen letztlich meistert, liegt außer an ihrem Mut auch an ihrer Bereitschaft, Ungewöhnliches tolerant anzunehmen.”

DER AUTOR
Der Autor der „Sieben Kugeln“, Slov ant Gali, ist Kind der DDR und hat inzwischen (geschieden) zwei erwachsene Kinder. Bereits als Jugendlicher versuchte er sich am Schreiben, probierte sich zwischenzeitlich in unterschiedlichen Berufen aus; seit fünfzehn Jahren betätigt er sich dauerhaft als Autor von Lyrik und Geschichten, vorzugsweise im Bereich Science-Fiction..

Veröffentlicht wurden in diesem Genre 2009 „Planet der Pondos“, die Geschichte der Eroberung eines idyllischen Halbplaneten durch siedelnde Menschen und das Zusammenfinden von menschlichen und eingeborenen Jugendlichen, 2013 „Der lebende See“, 15 Storys aus verschiedenen Zeiten und Räumen des Alls … und 2014 nun „Sieben Kugeln zum Turm der Testuden“. Mehrere Manuskripte warten noch auf Vollendung. Slov ant Gali ist Vorstandsmitglied im brandenburgischen Landesverband des Verbandes deutscher Schriftsteller.

PRESSETEXT
Die Erde in naher Zukunft. Jahrtausende hatte eine Gabe Außerirdischer im Erdboden gelegen. Ausgerechnet von Kindern gefunden, werden einzelne Kugeln voneinander getrennt, die ihre positive Wirkung nur gemeinsam hätten entfalten können. Aber die den Kugeln innewohnenden Programme laufen automatisch ab, sobald sie aktiviert werden. Und es ist möglich, diese Programme anzuhalten und an eigene Zielvorstellungen anzupassen. Dann bedeuten sie für den, der sie beherrscht, eine gewaltige technologische Überlegenheit gegenüber allem, was bisher auf der Erde bekannt ist. Der Wettlauf, alle Kugeln in Besitz zu bekommen, ist also eine Entscheidung zwischen Weltmacht oder friedlichem Fortschritt. Auf der Seite derer, die den intergalaktischen Kontakts suchen, kämpfen Jugendliche, Kinder und Amateure gegen ebenso geniale wie skrupellose Wissenschaftler.

Titel erhältlich bei Amazon.de
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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Updated: 18. Juni 2015 — 16:04

12 Comments

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  1. Wir suchen noch einen Rezensenten, der diesen Titel für http://www.buchrezicenter.de besprechen möchte. Wer Interesse hat, meldet sich kurz bei der Redaktion, per e-mail oder einfach hier im Kommentar.

  2. Mein Gott, ist das grottig. Na dann: viel Spaß bei der Suche nach einem Rezensenten. Wer will sich denn das antun, wenn allein schon der „Klappentext“ einfach nur grausam ist?

    Dazu noch (aus der „Autoren“-Website): Wer hat denn heute immer noch nicht begriffen, dass das Gesellschaftsmodell Kommunismus schlichtweg nicht funktioniert? Wieviel gescheiterte Einheitsstaaten braucht es denn noch, bis auch der Letzte kapiert, das es so nicht geht?

    🙁

  3. Vielleicht kann ja eine der nächsten Leseproben, die nun alle 3 Monate gepostet werden, einen Motivationsumsprung hervorrufen. Warten wir es einfach ab. Vermutlich werden es insgesamt vier Lesproben, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Neugierig? 🙂

  4. Das der Kommunismus ein Schuss in den Ofen war ist wohl war. Der Kapitalismus ist aber auch nicht grad das Goldene Schaf und wird, wenn er weiter so zügellos vorsichhinmordet, irgendwann zu einem grossen Knall führen, den die Menschheit möglicherweise an den Rand der Existenz führen könnte. Vielleicht sollte man mal was ganz anderes ausprobieren als die bisher bekannten Regierungs und Gesellschaftsformen hier auf der Erde? Diesbezüglich glänzen die Menschen ja nicht gerade an Ideevielfalt, oder?

  5. Mir kommt da grad so ne Science Fiction Idee: Wie wäre es, wenn jeder Mensch, der geboren wird, ein Chip bekommt, der ihn nach 100 Jahren abschaltet, also sein Leben beendet. Jeder, der anderen Menschen nachweislich Leid zufügt, bekommt dann dafür nach einer festen Regel, einen Anteil an Jahren abgezogen und derjenige, der von ihm geschädigt wurde, bekommt diese Lebenszeit auf seinen Chip gutgeschrieben.

    Für alle, die durch einen Unfall oder Krankheit sterben, wird eine Zeitbank eröffnet, wo die restlichen Lebensjahre, die nicht genutzt wurden, gesammelt werden. Wenn nun ein Mensch sich besonders hervortut durch Barmherzigkeit oder durch sein positives Wirken anderen gegenüber, um deren Leiden zu reduzieren, der bekommt nach einer festen Regel von diesem Zeitpool eine bestimmte Summe gutgeschrieben, die dann wieder auf seinen Chip geladen und zu seinem Zeitkonto hinzugerechnet werden.

    Könnte man so die Menschen bewegen, menschlicher zu werden? Als kleines Gimik könnte man ja Vergehen kleinerer Art auch mit Lebenszeitabzug vom Chip von sehr geringen Zeithäppchen abziehen. Was meint Ihr? Ist halt nur so eine Idee. Sollten wir eine Story daraus machen? Wer macht mit?

  6. Neenee, Detlef, die SciFi is voll von Romanen, in denen auf die eine oder andere Weise die lenbensdauer begrenzt wird. Fast immer aus „guten“ Gründen eingeführt, enden sie aber irgendwann in Tyrannei, Sklaverei und Sinnlosigkeit (z.B. „Flucht ins 23. Jahrhundert“, „Die Zeitmaschine“, „Die Insel“ u.v.m.).

    Und zu alternativen Gesellschaftsformen:
    In Star Trek existiert ja so etwas zumindeste als „TV/Kino-Realität“: Dort kann jeder arbeiten, was und wie viel er will. Es gibt kein Geld und trotzdem haben alle ihr Auskommen. Wenn alles kostenlos zur Verfügung steht, braucht es auch keine Kriminalität. Einen anzunehmenden Teil von Schmarotzern schein aber die ST-Welt aushalten zu können. Leider ist in den Filmen immer nur bruchstückhaft aus dem „normalen“ Leben zu erfahren.

    mgg
    Werner 😉

  7. Also ich kann mich erinnern, das die Manschaftsmitglieder der Enterprise sich unerkannt in Weltraumpinten rumgetrieben haben, in dem es um Geldverdienen, Schmuggeln und betrügen, Kaufen und Verkaufen gibg. Dann kann das ja so nicht stimmen mit dem „umsonst“?!!

  8. Hallo Detlef,

    vor ein paar Monaten habe ich einen Film gesehen (Filmteile, weil wegen Kinder-Gute-Nacht-Ritual der Anfang und wegen Müdigkeit das Ende flöten ging), in dem die Menschen eine Art Uhr im Handgelenk getragen haben. Die hat den Countdown der Lebenszeit angezeigt …

    Leider hat die Idee, dass das eine neue Gesellschaftsform wäre, einen Haken. Irgendjemand oder eine Institution oder König, Parlament, Diktator o.ä. muss das veranlassen und überwachen. Dann muss man unterbinden, dass man mit dieser Zeit handelt. Viel Geld und Macht bindet unwillkürlich auch viel „Lebenszeit“; viel Macht, wenn sie sich gegen die regulierende Obrigkeit stemmen muss, um mehr Lebenszeit zu erlangen, werden das eher mit kriminellen Akten tun als mit Barmherzigkeit.

    Bevor das also funktioniert, müssen die Menschen (besonders die mächtigen) erst umdenken. Wenn sie umgedacht haben – alle! -, braucht man die Lebensuhr doch nicht mehr. Oder? 😉

  9. @Detlef: da meinst du sicher die alten Kirk-Folgen. Bei den Next-Generation-Folgen war niemals Geld zu sehen oder angedeutet.

    mgg
    Werner 😉

  10. Hab ich auch gesehen, Micha. Da war das aber der Ersatz für Geld. So meinte ich das aber nicht, sondern unabhängig vom Geld.

    Werner, du täuscht dich: war sogar in einem der Kinofilme so!

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