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Schoenberner, Gerhard: Fazit. Prosagedichte. – BEI UNS ZWEIMAL IM PREISRÄTSEL!

Schoenberner, Gerhard
Fazit

Prosagedichte

Verlag :      Argument Hamburg
ISBN :      978-3-88619-488-9
Einband :      gebunden
Preisinfo :      17,90 Eur[D] / 18,40 Eur[A] / 25,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 14.07.2011
Seiten/Umfang :      192 S. – 18,8 x 12,4 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 06.2011

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Die Gedichte, die dieser Band in einer Auswahl vorlegt, sind in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden. Der Zeitpunkt eines Ereignisses lässt also keine Rückschlüsse auf das Datum der Niederschrift zu. Neben spontanen Notaten stehen Erinnerungen, die erst nach Jahren ihre Form gefunden haben, Fragmente eines ungeschriebenen Tagebuchs. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich um Erstveröffentlichungen.

Das Buch, thematisch in zehn Kapitel gegliedert, hält keine strenge Chronologie ein, sondern erlaubt sich immer wieder zeitliche Sprünge. Die Spanne der Themen reicht vom ganz Persönlichen bis zu den Angelegenheiten der Gesellschaft, von Erfahrungen der NS-Zeit bis zu den Konflikten der Gegenwart.

Schoenberners Texte sprechen in wechselnden Tonlagen. Poetische Beschreibung und philosophische Betrachtung, lakonischer Bericht und ironischer Kommentar stehen gleichberechtigt nebeneinander. Sie zeigen den Autor als sensiblen Beobachter und streitbaren Einzelgänger, der Partei ergreift, aber sich von niemandem vereinnahmen lässt.

Gerhard Schoenberner, geboren 1931, Berliner Publizist und Schriftsteller der Nachkriegsgeneration, gehört zu den Pionieren einer Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Am Anfang steht sein Buch »Der gelbe Stern« (FAZ: »Ein Jahrhundertbuch«), das 1960 erschien, bis heute als Standardwerk gilt und immer wieder als Quelle zitiert wird. »Zeugen sagen aus«, eine chronologische Montage von Augenzeugenberichten, sowie weitere Bücher und Essays, große Ausstellungen und Filme folgten. Eine 12-teilige Fernsehserie über Ideologie und Propaganda lief in allen Dritten Programmen der ARD. Schoenberner war Leiter des Deutschen Kulturzentrums in Tel Aviv, Co-Vorsitzender der »Freunde der deutschen Kinemathek in Berlin«, Gründungsdirektor der Gedenkstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« und wissenschaftlicher Berater der »Topographie des Terrors«, Kurator großer filmhistorischer Perspektiven und Gast zahlreicher ausländischer Universitäten. Er ist Träger des Leo-Eitinger-Preises der Universität Oslo und des BVK I. Klasse. Seine Prosagedichte, die er in diesem Band zum ersten Mal in einer Auswahl vorlegt, zeigen den Essayisten und Publizisten von einer anderen, sehr persönlichen Seite. In ihnen verbinden sich subjektive Lebenserfahrung und politisches Engagement, Kunst und Gewissen.

PRESSEINFORMATIONEN:
„Ein politischer Publizist als Lyriker: das lässt das Schlimmste befürchten. Was mit den Gedichten von Gerhard Schoenberner aber vorliegt, ist das Allerbeste – perfekt rhythmisierte Protokolle gesellschaftlicher Verwerfungen wie psychischer Erschütterungen. Ich kann nur gratulieren.“ Fritz J. Raddatz

Die Gedichte sind in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden. Das Buch, thematisch in zehn Kapitel gegliedert, hält keine strenge Chronologie ein, sondern erlaubt sich immer wieder zeitliche Sprünge. Die Spanne der Themen reicht vom Persönlichen bis zu Angelegenheiten der Gesellschaft, von Erfahrungen der NS-Zeit bis zu Konflikten der Gegenwart. Es sind Fragmente eines ungeschriebenen Tagebuchs, NS-Zeit, Krieg und Nachkrieg sind eigene Kapitel gewidmet. Die Verhältnisse auf der südlichen Halbkugel sind Thema, Fragen der Existenz, Begegnungen mit Landschaften, Liebe, Alter und Tod.

Der Ton ist elegisch, satirisch, zornig, heiter, zuweilen sachlich. Poetische Impressionen, Liebeserklärungen an Menschen und Städte, Erinnerungen an die Schrecken der Vergangenheit und nüchterne Protokolle gegenwärtiger Konflikte und Zustände stehen gleichberechtigt nebeneinander. Allen gemeinsam ist eine unsentimentale Schreibweise. Die assoziative Montagetechnik bringt geografisch entfernte Orte und disparate Ereignisse, analoge Erfahrungen und Bilder zusammen, deckt deren inneren Zusammenhang auf. Die meisten Gedichte enthalten autobiografisches Material – frei verwendet oder literarisch verschlüsselt.

Neben spontanen Notaten stehen bedrängende Erinnerungsbilder. Zornig aus Liebe, spöttisch aus Trauer, bewegt aus Freude, so lernen wir den Autor, einen sensiblen und genauen Beobachter, in seinen Gedichten kennen. Für immer von den Erfahrungen der Vergangenheit geprägt und gerade deshalb engagiert in der Gegenwart. Gerhard Schoenberner – ein streitbarer Humanist, der Partei ergreift, sich dabei jedoch von niemandem vereinnahmen lässt. Fazit – die rückhaltlose Aufrichtigkeit seiner Bilanz macht dieses Buch zu einer confessio humana.

*
Stumme Emigranten
Der Ring an meinem Finger
Der Sessel, auf dem ich sitze
Der Beckmann über dem Schreibtisch
Der Rosenholzschrank in der Ecke
Sie alle sind 1933 geflohen
Emigranten, die nach Jahrzehnten
zurückkehrten
Der Ring hatte den längsten Weg
Er war in drei Lagern, fünf Ländern
Und reiste bis New York und zurück

*
Zum Autor:
Gerhard Schoenberner (Jg. 1931), Publizist und Schriftsteller, war einer der Ersten, die bereits Ende der fünfziger Jahre gegen viele Widerstände mit der von Th. W. Adorno geforderten Aufarbeitung der Vergangenheit ernst machten. Am Anfang steht sein Buch „Der gelbe Stern“ (FAZ: „Ein Jahrhundertbuch“), das 1960 erschien, bis heute als Standardwerk gilt und immer wieder als Quelle zitiert wird.

Schoenberner war Leiter des Deutschen Kulturzentrums in Tel Aviv, Co-Vorsitzender der »Freunde der deutschen Kinemathek« und Gründer der Berliner Bürgerinitiative »Aktives Museum«, erster Direktor der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und Vizepräsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums (Writers in Prison-Beauftragter). Seine verschiedenen beruflichen und ehrenamtlichen Funktionen sowie vom Goethe-Institut vermittelte Vortragsreisen führten den Autor in alle Welt. Wie viele vor ihm, hat er erst spät den Schritt vom Essay zum Gedicht gewagt und sich damit eine neue Ausdrucksform erobert.

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Preisrätsel 2 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Wann sind die Gedichte in dem Band entstanden? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 200 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

Gewonnen hat: Sönke Kirner und Paul Weisert. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern.

Updated: 3. August 2012 — 14:29

2 Comments

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  1. Gewonnen hat: Sönke Kirner und Paul Weisert. Herzlichen Glückwunsch! Wir danken unserem Sponsoren und auch allen Teilnehmern.

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