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Literatur-Blog

Ransom Ruggs: Die Insel der besonderen Kinder. – BEI UNS DREI EXEMPLARE IM PREISRÄTSEL!

Ransom Ruggs
Die Insel der besonderen Kinder

Originaltitel: Miss Peregrine´s Home for Peculiar Children (2011)
München: Droemersche Verlagsanstalt 2011
PAN-Verlag Hardcover
ISBN 978-3-426-28368-4
Aus dem Amerikanischen von Silvia Kinkel
416 Seiten

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Schon als Kind bekam Jacob Portmann von seinem Großvater seltsame Geschichten erzählt über eine Art Waisenhaus auf einer einsamen Insel in Wales, wo nur Kinder und Jugendliche mit besonderen, magisch wirkenden Fähigkeiten beherbergt worden sein sollen. Zum Beweis hatte der Großvater dem kleinen Jakob wundersame Bilder gezeigt, auf denen z. B. ein schwebendes Mädchen oder ein scheinbar unsichtbarer Junge in sichtbarer Kleidung abgebildet waren. Als Jakob jedoch älter wurde, hatte er geglaubt, die Bilder als Fälschungen und Trickaufnahmen entlarven zu können, der Großvater, der als Kind vor den Nazis aus Polen erst nach Wales und dann in die USA hatte flüchten müssen, hatte sich immer mehr zurück gezogen und seine merkwürdigen Geschichten nicht länger erzählt.

Als Jakob 16 Jahre alt ist, findet er seinen Opa in einem Waldstück nahe des Hauses des alten Mannes, übel zugerichtet und sieht ein unheimliches Wesen, welches vom Tatort flieht. Der geschockte Jugendliche muß daraufhin erst einmal einen Psychiater aufsuchen, obwohl man ihm erklärt, dass wilde Hunde den Großvater angeblich zerfleischt hätten. Doch das erschreckende Wesen und die letzten Worte seines Opas lassen Jacob an dieser Darstellung zweifeln. Auch die mysteriösen Photographien im Besitz des alten Mannes gewinnen für Jacob wieder neue Bedeutung, vor allem die Frage ob sie wirklich Fälschungen sind.

Auf Anraten des Psychiaters reisen Jakob und sein Vater dann auch noch nach Wales, um dort die einsame Insel zu besuchen, auf der Miss Peregrines Haus stehen soll, so der Name der Frau, die dereinst die Kinder während des 2. Weltkriegs aufgenommen hatte. Jacob erfährt jedoch, dass das Haus bei einem Bombenangriff der Deutschen am 3. September 1940 teilweise zerstört und scheinbar alle Einwohner, außer Jacobs Großvater, getötet worden sind. In dem stark beschädigten Gebäude findet Jacob dann weitere Bilder von den damaligen Bewohnern und er stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, denn die Kinder und Miss Peregrine (das englische Wort für Habicht) sind längst nicht so tot, wie der Jugendliche glaubt…

Ransom Riggs erzählt in seinem Erstling mit feiner Hand eine packende, wirklich unheimliche Geschichte, die durch Kreativität und Erzählfreude besticht. Unterstützt wird das Leseerlebnis durch die verwunderlichen Bilder, die der Autor im Buch präsentiert, welche die Geschichte fabelhaft illustrieren. Auch die Abgeschiedenheit und Einsamkeit der kleinen walisischen Insel beschreibt der Autor meisterhaft, wie überhaupt die ganze Atmosphäre des vorliegenden Buchs grandios gestaltet ist. Die interessanten Charaktere und die spannende Handlung leisten haben ebenfalls großen Anteil an der Faszination, die der Roman ausstrahlt. Großes Manko der Geschichte ist allerdings, dass leider auch Riggs einen großen, bösen Antagonisten braucht, um seine Erzählung weiter auszugestalten, was sehr schade ist, wird doch das Gut/Böse-Klischee hier wieder arg strapaziert und hatten doch die brillanten Einfälle des Autors Hoffnung gemacht, dies wäre nicht notwendig.

Insgesamt ist aber die hier erzählte Mär derart fabelhaft gelungen, dass man schon gespannt auf die Fortsetzung sein muss, denn leider endet das Buch mitten in der Geschichte, der Kampf gegen die “Verschwörer” beginnt damit erst so richtig. Aber egal, wenn Riggs sein hohes Niveau auch nur einigermaßen halten kann, dann darf man sich auf packende, und manchmal wahrlich überraschende Geschichten freuen, denn wie der Autor Altbekanntes hier neu verquirlt, ist wahrlich sensationell.

Copyright © 2011 by Gunther Barnewald

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EINE ZWEITE REZENSION VON YVONNE RHEINGANZ:

Autorenporträt

Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion. Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf. (Quelle: PAN)

Vorwort

Laut Autor ist der Titel “Die Insel der besonderen Kinder” der erste Band einer Reihe. Der zweite Band ist zur Zeit in Vorbereitung.

Zum Buch

Jacob ist ein 16 jähriger Teenager und soll Erbe eines großen Konzerns werden. Sein Großvater erzählt ihm schon seit seiner Kindheit Schauergeschichten. Doch nun ist Jacob erwachsen und glaubt nicht mehr an die Geschichten seines Großvaters. Dieser besteht aber darauf, dass er damals in einem Heim für Kinder mit besonderen Fähigkeiten gewesen sei. Jacobs Großvater wird immer absonderlich und behauptet schließlich die Monster wären hinter ihm her. Er glaubt seinem Großvater nicht, bis dieser auf mysteriöse Art und Weise stirbt und Jacob auf eine Reise schickt, die sein Leben für immer verändern wird …

Fazit

Die Geschichte konnte mich von Anfang an faszinieren. Die Erzählung aus der Ich-Perspektive machte jede Situation real und zog den Leser sofort in ihren Bann. Es erwartet einen ein Gesamtkunstwerk, welches sich in besonderer Weise aus Zeichnungen, alten Schwarz-Weiß-Fotografien und der schaurigen Geschichte rund um die Welt der besonderen Kinder zusammensetzt. Schon nach den ersten Seiten jagte mir das Buch Schauer über den Rücken und verursachte mir dauerhaft eine wahre Gänsehaut. Genial war, dass die Geschichte auf grandiose Weise zwischen der Gegenwart und dem Jahr 1940 zu Zeiten eines Luftangriffs hin und her sprang. Dass als Handlungsort eine kleine Insel im vernebelten Vereinigten Königreich gewählt wurde, machte die Geschichte besonders atmosphärisch.

Auch die Konstellation der Welt zwischen Monstern, Menschen und den besonderen Kindern war gut ausgearbeitet und wirkte trotz aller surrealer Elemente, wie Zeitschleifen, lebensnah. Schnell konnte ich auch Jacob und die besonderen Kinder in mein Herz schließen und die Geschichte zusammen mit ihnen durchleiden. Dass die besonderen Kinder nicht als einheitlich gut dargestellt wurden, gefiel mir außerordentlich, da so einer Schwarz-Weiß-Welt einige Grautöne hinzugefügt werden konnten. So etwas macht eine Geschichte erst richtig realistisch. Schließlich lässt sich die Welt nicht in Gut und Böse aufteilen. Das offene Ende ließ den Leser mit den Monstern alleine und lässt einen auf einen spannenden zweiten Teil hoffen, der ein gutes Ende für die besonderen Kinder mit sich bringt.

Die besonderen Kinder setzten mir noch tagelang nach, und werden mich wohl noch wochenlang mit verriegelten Türen bei Abenddämmerung durch den Wald fahren lassen.

Ein Buch für jedermann, der sich gerne gruseln möchte und sich manchmal fragt, ob sich nicht doch so manches Monster unter den Menschen versteckt hält.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Jacob ist ein Teenager und soll Erbe eines großen Konzerns werden. Wie alt ist er? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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GEWONNEN HAT: Saskia Bressler, Janine Zielke und Udo Weiss. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Updated: 12. April 2012 — 18:09

5 Comments

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  1. An dem Buch gefällt mir, dass so viele Erwachsene bisher in meinem Dunstkreis ihre Begeisterung zum Ausdruck gebracht haben und meine Neugierde damit geschürt haben.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses „Märchen2 doch aus allen anderen Büchern irgendwie raussticht. Ich kann es nicht wirklich an etwas bestimmtem festmachen, aber mein Bauch sagt mir das.

    Und deswegen möchte ich es auch lesen!

  2. Dein Bauch kann sprechen? 😉

  3. Das erinnerte mich zunächst an meine eigene Geschichte „Der erste Morgen“, ist aber doch ganz anders.

    Ist das jetzt in erster Linie ein Jugendbuch oder für Erwachsene geschrieben?

  4. Was sagen die Rezensenten? Yvonne?

  5. GEWONNEN HAT: Saskia Bressler, Janine Zielke und Udo Weiss. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

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