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Literatur-Blog

PRESSEMELDUNG: Skandal: Ein festes Monatsgehalt von bis zu 13.300 Euro für Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit / Drei Buchempfehlungen der Redaktion: „Löhne und Gehälter in Deutschland“ und: „Handbuch der Korruptionsprävention“ und: „Arbeitslose als Kunden?“

PRESSEMELDUNG (ZITAT): AFP „(…) Nach  (…) Gutachten des Rechnungshof schuf die BA (…) ohne Kenntnis und Zustimmung der Bundesregierung  ein Vergütungssystem für außertariflich Beschäftigte. Das System sehe neben einem festen Monatsgehalt von 5300 bis 7200 Euro drei verschiedene monatliche Zulagen vor, die das Monatsgehalt auf bis zu 10.350 Euro anheben. Dazu komme ein jährlich gestaffelter Bonus von bis zu 6300 Euro sowie Geschäftswagen, Handys und zusätzlicher Urlaub. (…)“

Gesamte Pressemeldung lesen.

Drei Buchempfehlungen der Redaktion:

Max J. Ringelstetter und Ulrike Walter
Löhne und Gehälter in Deutschland
Ihre Entwicklung in Wirtschaft und Staat von 1960-2000

Im Buch blättern

Verlag :      Deutscher Universitäts-Verlag
ISBN :      978-3-8350-0829-8
Einband :      Paperback
Preisinfo :      45,90 Eur[D] / 47,20 Eur[A] / 78,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      XVII, 136 S. – 21,0 x 14,8 cm
Aus der Reihe :      Schriften zur Unternehmensentwicklung

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Verdienen die Chefs deutscher Unternehmen immer mehr, während sich Arbeiter und Angestellte seit Jahren in Lohnzurückhaltung üben müssen? Und gilt Ähnliches nicht auch für die Besoldung von hohen und „kleineren“ Beamten? Die Presse beschäftigt sich gerne mit solchen ideologieaffinen Themen, bislang fehlte jedoch eine kritische Beleuchtung durch die Wissenschaft.

Ulrike Walter untersucht die Entwicklung des professionellen langfristigen Lohndifferentials unterschiedlicher Einkommenspopulationen aus unselbständiger Arbeit in den Segmenten Wirtschaft und Staat. Sie hat einen Zeitraum von 40 Jahren zwischen 1960 und 2000 für ihre empirische Studie gewählt, um langfristige Trends nachzeichnen zu können. Dabei zeigt sich: Anders als im angelsächsischen Wirtschaftsraum sind in Deutschland nach wie vor tief verankerte Sozialisierungskräfte wirksam, die einer deutlichen Lohnspreizung erfolgreich entgegenwirken. Sie verlieren erst dort ihren Einfluss, wo sich, wie z.B. bei großen, international tätigen Unternehmen, die Gehaltsfindung vom gesellschaftlichen Wertekanon abkoppelt.

Dr. Ulrike Walter promovierte bei Prof. Dr. Max J. Ringlstetter am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personal, der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt. Sie ist derzeit als freie Wirtschaftsjournalistin tätig.

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Ilan Fellmann
Die „automatische“ Korruption
Handbuch der Korruptionsprävention

Verlag :      Berliner Wissenschafts-Verlag
ISBN :      978-3-8305-1739-9
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      38,80 Eur[D] / 39,90 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 399 S. – 22,0 x 14,0 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 19.01.2010
Gewicht :      520 g

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Das aktuelle Buch von Ilan Fellmann zur Korruptionsprävention geht von einem interessanten Gedanken aus: Wenn man klein anfängt mit unethischem Verhalten, ist der Weg zur – strafrechtlich relevanten – Korruption manchmal nicht mehr weit. Wenn man mit kleineren Straftaten beginnt, und nicht entdeckt wird, ist der Weg zu größeren Straftaten offen. Ein verhängnisvoller Automatismus.

Ilan Fellmann beschreibt in sechs Hauptkapiteln
– Begriff Korruption, Korruption in den Wissenschaften, Lobbyismus
– Korruptionsbekämpfung und Korruptionsprävention
– Recht und Compliance Management
– Moral und Ethik
– Personal und Management
– Interne und externe Kontrollsysteme
anschaulich, für alle lesbar, und doch auf wissenschaftlicher Basis, die wirtschaftskriminellen Aktivitäten, vor allem Korruption, und wie ihnen begegnet werden kann.

Zahlreiche Fallbeispiele aus aktuellen Medienberichten geben einen Eindruck über die Korruption „immer und überall“.

Im Anhang sind zahlreiche Checklisten, Beispiele für Verhaltensregeln (Codes of Conduct) und Corporate Social Responsibility enthalten, die konkret helfen, eigene Lösungen zu gestalten.

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Volker Hielscher und Peter Ochs
Arbeitslose als Kunden?
Beratungsgespräche in der Arbeitsvermittlung zwischen Druck und Dialog

Im Buch blättern

Verlag :      edition sigma
ISBN :      978-3-8360-7282-3
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      ca. 14,90 Eur[D] / ca. 15,40 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      153 S. – 21 x 14,8 cm
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 19.02.2009
Gewicht :      211 g
Aus der Reihe :      Modernisierung des öffentlichen Sektors. Sonderband 32

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Die Vermittlungsarbeit in den „Kundenzentren“ der Arbeitsagenturen wurde im Zuge der „Hartz“-Reformen vereinheitlicht und auf schnelle Integrationserfolge sowie eine effiziente Leistungserbringung hin ausgerichtet.

Gemeinhin wird konstatiert, dass die Bundesagentur für Arbeit dadurch leistungsfähiger geworden und dem Leitbild eines „modernen Dienstleisters“ näher gekommen sei. Doch wie ist die Reform von der Adressatenseite her zu bewerten? Kann die Arbeitsverwaltung heute die Bedarfe ihrer „Kunden“ besser aufgreifen als früher?

Die Autoren gehen dieser Frage durch die minutiöse Analyse und Interpretation von Vermittlungsberatungsgesprächen in Arbeitsagenturen nach. Die Ergebnisse zeigen eine große Varianz in der Interaktion zwischen Vermittlungsfachkräften und „Kunden“.

Trotz der engmaschigen, zentralistischen Steuerung in der Bundesagentur kommt offensichtlich der Person der Vermittlerin/des Vermittlers eine Schlüsselrolle zu, wenn die Bedarfe der Adressaten aufgegriffen und zum Ausgangspunkt einer substanziellen Beratungs- und Vermittlungsdienstleistung gemacht werden sollen. Dies ist, so das Argument der Autoren, eine Ressource, auf die künftige Dienstleistungsstrategien der Arbeitsverwaltung stärker setzen sollten.

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Updated: 9. Juni 2010 — 15:02

1 Comment

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  1. 13.300 Euro sind doch nichts gegen Milliarden für die arme Autobranche, 700 Milliarden für die arme Bankenbranche, jetzt über 100 Milliarden für die armen Griechen…

    Und den Politikern – auch ja keine Hungerleider – stünde es gut an, jetzt auf die aktuelle Diätenerhöhung zu verzichten.

    Mit Wut um Bauch
    Mike

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