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PRESSE-INFO: Discounter läuten neunte Runde bei Preissenkungen ein – auch auf Kosten ihrer Angestellten? * Kauftipp der Redaktion: Schramm-de Robertis, Ulrike – Ihr kriegt mich nicht klein! Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): „AFP – Die deutschen Lebensmittel-Discounter haben ihre neunte Preissenkungsrunde in diesem Jahr eingeläutet. Am Samstag senkte der Marktführer Aldi die Preise für eine Reihe von Produkten, wie das Unternehmen in Anzeigen mitteilte. Die Konkurrenten Norma und Penny zogen schnell nach. (…)“

Gesamte Pressemeldung lesen.

Kauftipp der Redaktion:

Schramm-de Robertis, Ulrike
Ihr kriegt mich nicht klein!

Eine Discounter-Angestellte kämpft um ihre Rechte

Verlag :      Kiepenheuer & Witsch
ISBN :      978-3-462-04185-9
Einband :      Paperback
Preisinfo :      7,95 Eur[D] / 8,20 Eur[A] / 12,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      ca. 208 S.
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 22.02.2010
Aus der Reihe :      KiWi 1161

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Eine Frau, die Nein sagt. Ein Buch, das Mut macht. Ulrike Schramm-de Robertis arbeitet schon immer im Einzelhandel. Bei KiK, Plus und Lidl erlebte sie schlechte Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck und autoritäre Vorgesetzte. Doch alles wollte sich die Mutter von fünf Kindern nicht gefallen lassen. Sie hat sich gewehrt – mit Erfolg. Heute ist sie eine von weniger als zehn Betriebsräten in den über 3000 Lidl-Filialen in Deutschland. In diesem Buch erzählt sie ihre Geschichte.

Hauptsache billig – dieses Motto von Lidl und anderen Discountern gilt nicht nur für die Produkte, sondern auch für den Umgang mit ihren Mitarbeitern. Unbezahlte Überstunden, ungeheurer Arbeitsdruck und Willkür von Vorgesetzten gehören zum Alltag. Setzen sich Beschäftigte dagegen zur Wehr – zum Beispiel durch die Gründung von Betriebsräten -, ist systematische Einschüchterung bis hin zu Psychoterror die Reaktion. Dies musste auch Ulrike Schramm-de Robertis erleben, als sie in einer süddeutschen Lidl-Filiale die Wahl einer Beschäftigtenvertretung initiierte. Doch sie blieb standhaft. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen setzte Schramm-de Robertis sich schließlich durch.

Dieses Buch soll Mut machen. Es zeigt, dass eine einfache Angestellte gegen einen scheinbar allmächtigen Großkonzern bestehen kann. Dabei will sie nichts anderes als ihr Recht – das Recht auf faire Arbeitsbedingungen, freie Meinungsäußerung und die Wahl eines Betriebsrats. In ihrem Buch schildert sie ihre Erlebnisse als Beschäftigte eines Konzerns, der in der Öffentlichkeit wie kaum ein zweiter mit Skandalen und Ausbeutung assoziiert wird. Es ist ein Plädoyer, nicht alles widerstandslos hinzunehmen.

Ulrike Schramm-de Robertis, Jahrgang 1964, ist Verkäuferin und Filialleiterin. Sie arbeitete unter anderem bei KiK, Plus und Lidl. Seit einigen Jahren ist die fünffache Mutter Betriebsrätin in einer süddeutschen Lidl-Filiale. Im Zusammenhang mit den diversen Skandalen des Lebensmitteldiscounters schilderte sie in Talkshows (u.a. „Anne Will“, „Maischberger“) und Interviews die Situation der Beschäftigten. Als aktive Gewerkschafterin unterstützt sie Kolleginnen und Kollegen anderer Betriebe beim Widerstand gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Willkür.

Daniel Behruzi, Jahrgang 1972, hat dieses Buch zusammen mit der Autorin geschrieben. Er lebt in Frankfurt am Main und ist als Journalist u.a. für die Tageszeitung junge welt und die Zeitschrift LunaPark21 tätig. Zurzeit arbeitet er an einer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderten Dissertation zur Situation der Betriebsräte in der Automobilindustrie.

„Ulrike Schramm-de Robertis ist eine bewundernswerte Frau. Sie hat ihr Gerechtigkeitsgefühl und ihre Zuneigung zu den Menschen in ihrer Umgebung niemals über Bord geworfen, als die kleinen und großen Herren (und Damen) der Discounter-Welt sie drangsaliert, attackiert und hinausgeworfen haben. Sie hat andere mit ihrer Solidarität angesteckt. Und sie hat sich nicht über die erhoben, die sich gar nicht gewehrt oder ihren Widerstand aufgegeben haben. Ihr Erfahrungsbericht aus dem Alltag der Verkäuferinnen und Kassiererinnen in den Billigläden der Republik liest sich so spannend wie ein Abenteuerroman und ist gleichzeitig ein Lehrbuch und Praxisleitfaden für Betroffene in ähnlichen Situationen. Dass die Autorin über die Gemeinheiten skrupelloser Strategen in den gewinnsüchtigen Chefetagen ihre Siege davongetragen hat, macht das Buch noch sympathischer.“ Günter Wallraff

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Updated: 11. Oktober 2010 — 10:41

2 Comments

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  1. Ulrike, halt durch und gib nicht nach!

    Die Geiz-ist-geil-Mentalität mancher Käuferschichten und Billig-Noch-billiger-Super-Billig hat mehr Arbeitsplätze gekostet, als die Politiker ahnen oder zugeben wollen. Es gibt für alles eine Untergrenze, unter der es entweder technisch nicht mehr funktioniert oder man schlichtweg Dreck fressen muss! Nahrung, welche diese Bezeichnung verdient, benötigt einen Mindestaufwand an Tierhaltung, vernünftiger Verarbeitung, einer sauberen Produktionskette bis hin zum Endverbraucher … zu uns!

    Und das gleiche gilt selbstverständlich auch für anständige Arbeit! Wer 40 Stunden die Woche Regale mit Tonnen an Material einschlichtet, Ladendieben hinterher hetzen muss und sich nicht um einen Cent verrechnen darf, der darf zum Himmel noch mal auch davon leben dürfen!

    Mit galaktisch-solidarischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  2. Finde ich richtig gut, das Günter Wallraff ihr ein bisschen unter die Arme greift und ihr Buch so empfiehlt!

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