sfbasar.de

Literatur-Blog

PRESSE: Fast jeder siebte Deutsche war 2007 akut von Armut bedroht / Redaktionstipps: „Armut ohne Ausweg“ und: „Hunger & Armut: eine Verteilungsfrage“.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): AFP: „Fast jeder siebte Deutsche war im Jahr 2007 akut armutsgefährdet. Das geht aus einer Erhebung des europäischen Statistikamts Eurostat hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlichte. Demnach lag die sogenannte Armutsgefährdungsquote hierzulande bei 15 Prozent der Bevölkerung, was in etwa 12,5 Millionen Menschen entspricht. (…)“

Gesamte Pressemeldung lesen.

Zwei Buchempfehlungen der Redaktion:

Armut ohne Ausweg
Sozialberatung im aktivierenden Sozialstaat

Herausgegeben von Mattes, Christoph
Verlag :      Lambertus
ISBN :      978-3-7841-1969-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      ca. 21,90 Eur[D] / ca. 22,60 Eur[A] / ca. 36,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      235 S.
Erscheinungsdatum :      05.2010

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Der moderne Sozialstaat hat sich in den vergangenen Jahren dem Grundsatz “fördern und fordern“ verschrieben und an Stelle von Fürsorglichkeit seine Unterstützungsleistung an ökonomische Faktoren der Wirtschaftlichkeit und die Leistungsfähigkeit der Menschen in Armut und Not geknüpft.

Die wirtschaftliche Existenzsicherung ist nunmehr an die Forderung an die LeistungsbezieherInnen geknüpft, sich nahezu bedingungslos dem Arbeitsmarkt zu unterwerfen. Die Folgen und die Verantwortung der Ausgrenzung am Erwerbsleben werden an die Betroffenen zurück verwiesen.

Für die Soziale Arbeit brachte der aktivierende Sozialstaat ein Paradigmenwechsel mit sich. Es geht nicht mehr um die Vermittlung von Leistungen eines Wohlfahrtsstaates, sondern um die Bewältigung individualisierter Problemlagen.

Was kann Soziale Arbeit in diesem veränderten Sozialstaat noch an Hilfe leisten? Welche Folgen hat dies für die Beratungsangebote in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit? Wie sieht die Praxis der Sozialberatung nach dem sozialpädagogischen Jahrhundert aus?

In diesem Sammelband werden die Möglichkeiten und Grenzen der professionellen Sozialberatung im aktivierenden Sozialstaat theoriegeleitet wie auch praxisorientiert aufgezeigt.

Inhalt:

Einführung – Armut ohne Ausweg? Christoph Mattes Kapitel 1 Dimensionen der Armut Armut in Deutschland Berthold Dietz Hat Armut ein Geschlecht? Claudia Wallner Armutsbekämpfung in der EU Thomas Vollmer, Hans Eckart Steimle Kapitel 2 Die Bewältigung des aktivierenden Sozialstaats in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit Armut und Gesundheit Berthold Dietz Armut im Alter Cornelia Kricheldorff Armut und Schulden Thomas Wagner Die verlorenen Jahrzehnte der Integration Martin Albert Ein Praxisbeispiel: Das Gründerzentrum Goethe 2 Josef Kaiser Armut und Wohnen Alternative Lösungswege suchen Christoph Mattes, Anja Lusch, Isolde Geissler-Frank Kapitel 3 Handlungstheoretische Herausforderungen für die Soziale Arbeit Sozialraumorientierung und Armutsbewältigung Martin Becker Beratung in Not Matthias Drilling Gedeihen trotz widriger Umstände!? Uta Meier-Gräwe Der aktivierende Sozialstaat Ein Ende des Ideals der Schuldenfreiheit? Christoph Mattes Handlungsempfehlungen und Forderungen zur lokalen Armutsbekämpfung Christoph Mattes, Mathias Staencke Autorinnen und Autoren.

Autoren dieser Ausgabe:

Martin Albert, Prof. Dr, Jahrgang 1960, Studiendekan Soziale Arbeit an der SRH Hochschule Heidelberg, Studium der Sozialarbeit, Pädagogik und Sozialmanagement, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte, Theorien und Berufsethik Sozialer Arbeit, Methoden der Sozialen Arbeit, Professionalisierung und berufliche Identitätsentwicklung, Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung.

Martin Becker, Prof. Dr., Jahrgang 1958, Professor für Handlungskonzepte und Methoden Sozialer Arbeit an der Katholischen Fachhochschule Freiburg. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Sozialraumorientierung und Gemeinwesenarbeit. Methoden und Konzepte Sozialer Arbeit, Methoden empirischer Sozialforschung.

Berthold Dietz, Prof. Dr., Jahrgang 1967, Professor für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Freiburg, Studium der Soziologie, Politikwis-senschaft und Psychologie. Forschungsschwerpunkte: Armuts-, Familien- und Pflegepolitik, Gesellschaftlicher Wandel und Sozialstaatsreform

Matthias Drilling, Prof. Dr., Jahrgang 1964, Leitung Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz. Studium der Geographie und Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Jugendarmut im städtischen Kontext, Schule und Soziale Arbeit, Gemeinwesenarbeit.

Isolde Geissler-Frank, Prof. Dr., Jahrgang 1957, Professorin für Recht an der Evangelischen Hochschule Freiburg, Studium der Rechtswissenschaft und Psychologie, Mediatorin BM. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Kinder- und Jugendhilfe, Familienrecht, Kriminologie und Europäisches Sozialrecht.

Josef Kaiser, Dipl. Dipl. Sozialarbeiter, Jahrgang 1955, Langjährige Praxiserfahrung im Bereich Armut und Erwerbslosigkeit bei kommunalen und freien Trägern. Initiator des Existenzgründerinnenzentrums beim Diakonischen Werk Freiburg.

Cornelia Kricheldorff, Prof. Dr., Jahrgang 1953, Professorin für Soziale Gerontologie. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Soziale Arbeit in gerontologischen Handlungsfeldern und im Gesundheitswesen, qualitative Sozialforschung mit Schwerpunkt Biografieforschung.

Anja Lusch, Dr., Jahrgang 1966. Journalistin und Lektorin. Lehrbeauftragte an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz Basel/ Olten. Studium der Volkswirtschaftslehre und Germanistik. Ausbildung in Personenzentrierter Gesprächsführung. Praxiserfahrung in den Bereichen Fundraising/ Marketing/ PR Schwerpunkte: Non-Profit-Organisationen, Umweltökonomie.

Christoph Mattes, Dr. phil., Jahrgang 1972. Mitarbeiter am Institut für Sozialplanung und Stadtentwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz. Studium der Sozialarbeit, Betriebswirtschaftslehre und Erziehungswissenschaft. Praxiserfahrung in der Sozialen Arbeit. Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Lebenslagen, Armut, Verschuldung, Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.

Uta Meier-Gräwe, Univ. Prof. Dr., Jahrgang 1952, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft am Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen; Studium der Ökonomie und Soziologie. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Familien-, Haushalts- und Geschlechtersoziologie, Nachhaltiges Haushalten, Armuts- und Zeitforschung.

Mathias Staenke, M.A., Jahrgang 1960, Studium der Sozialpädagogik und Masterstudium Sozialmanagement M.A.. Langjähriger Leiter eines Jugendhauses in Freiburg. Praxiserfahrung in der offenen Jugendarbeit, in der Jugendhilfeplanung, in der Suchtprävention und in der Gemeinwesenarbeit. Derzeit Geschäftsführer des Nachbarschaftswerk e.V. in Freiburg.

Hans Steimle, Jahrgang 1964, Studium der Pädagogik, Jugend- und Gemeinwesenarbeit, Erwachsenenbildung, Sozialmanagement, Altenhilfe. Stellvertretender Geschäftsführer, Bereichsleiter Jugendpolitik und Fachberatung Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit BAG EJSA in Stuttgart. Derzeit in verschiedene Projekte zu europäischer Jugend-und Sozialpolitik sowie Armutsbekämfpung involviert.

Thomas Vollmer, Jahrgang 1971, Studium der Sozialpädagogik und vergleichenden europäischen Sozialwissenschaften MA. Koordinator des Europäischen Netzwerkes Youth and European Social Work. Derzeit Projektleiter Jugendpolitik und Jugendschutz bei der Schweizerischen Bundesverwaltung, Bundesamt für Sozialversicherungen in Bern. Lehrbeauftragter an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz Basel/ Olten sowie an der Hogeschool Zuyd Maastricht.

Thomas Wagner, Jahrgang 1967, Studium der Sozialpädagogik, seit 1998 Schuldnerberater, seit 2005 zuständig für die Schuldnerberatung im Rahmen des SGB II bei der Kommunalen Arbeitsförderung im Landratsamt Ortenaukreis.

Claudia Wallner, Dr. phil., Jahrgang 1961, freiberufliche Referentin, Autorin, Praxisforscherin und -beraterin. Seit 20 Jahren mit Fragen der Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit insbesondere im Feld der Kinder- und Jugendhilfe befasst. Arbeitsschwerpunkte: Lebenslagen von Mädchen, Mädchenarbeit, gendergerechte Pädagogik und Kinder- und Jugendhilfe, Gender in der Bildung. www.claudia-wallner.de

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

———-

Steffen Stierle
Hunger & Armut: eine Verteilungsfrage

Von Ungleichheiten in Deutschland, Europa und der Welt

Verlag :      VSA
Website: http://www.vsa-verlag.de
ISBN :      978-3-89965-398-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      6,50 Eur[D] / 6,70 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      96 S.
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 06.2010
Aus der Reihe :      AttacBasis Texte 34

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

2009 waren erstmals in der Geschichte der Menschheit über eine Milliarde Menschen auf der Welt von Hunger betroffen. Und das, obwohl die landwirtschaftlichen Produktionskapazitäten ausreichen würden, um eine Weltbevölkerung von neun Milliarden Menschen zu ernähren, wie sie die UN als Anzahl der Weltbevölkerung für das Jahr 2050 prognostizieren. Auch in der westlich-kapitalistischen Welt, in Deutschland und Europa hat Armut stark zugenommen. So ist in Deutschland heute fast jede/r Fünfte von Armut betroffen. Besonders zu leiden haben Arbeitslose, Kinder und allein erziehende Mütter. Doch auch die Zahl der arbeitenden Armen hat sich im Kontext neoliberaler Politik der vergangenen beiden Dekaden spürbar erhöht.

Dem gegenüber steht immenser Reichtum in wenigen Händen. Über 60% des deutschen Gesamtvermögens vereinen sich auf nur 10% der Bevölkerung, die 500 größten globalen Konzerne verfügen über mehr finanzielle Mittel als die 133 ärmsten Länder gemeinsam. Die globale Gesellschaft verfügt zweifelsohne über die notwendigen Mittel, um Hunger und Armut auszurotten. Das Problem ist die Verteilung. Eine radikale Umverteilung scheitert an globalen Machtstrukturen und falschen Konzepten.

Was bedeutet Verteilungsgerechtigkeit und welches sind die wichtigsten Ursachen der höchst ungerechten Verteilung? Warum sind die traditionellen Mechanismen des Kampfes gegen die Armut so erfolglos und was wären sinnvolle Alternativen?

Steffen Stierle ist Volkswirt und Mitglied im Koordinierungskreis von Attac, der AG Lateinamerika und der AG Solidarische Ökonomie.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Updated: 28. Mai 2010 — 20:13

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sfbasar.de © 2016 Frontier Theme