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Literatur-Blog

PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Deutscher, Guy – Du Jane, ich Goethe. Eine Geschichte der Sprache.

Deutscher, Guy
Du Jane, ich Goethe

Eine Geschichte der Sprache

Übersetzt von Pfeiffer, Martin
Verlag:  Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN:  978-3423346559
Originaltitel:  The Unfolding of Language (Verlag Wilhelm Heinemann 2005)
Einband:  Paperback
Preisinfo:  12,90 Eur[D] / 13,30 Eur[A] / 18,90 CHF UVP
Letzte Preisänderung am 05.07.2011
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende:  UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Seiten/Umfang:  20,8 x 13,5 x 3 cm
Produktform:  B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum:  01.02.2011

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Keine Sprachkommission hat die vielschichtigen Grammatiksysteme geschaffen oder ellenlange Wörterlisten angelegt, und auch von der Möglichkeit göttlicher Eingebung wollen wir einmal absehen. Aber wie kamen die Menschen dann von steinzeitlichen Äußerungen wie “Ich Tarzan, du Jane” zu den komplexen Sprachen der Gegenwart? Lebendig, geistreich und mit viel Witz vermittelt Guy Deutscher die neuesten Erkenntnisse der Sprachforschung.

Dr. Guy Deutscher ist in Tel Aviv aufgewachsen und hat Mathematik und Linguistik in Cambridge studiert. Er forscht an der Fakultät für Linguistik der Universität Manchester.

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Dr. Guy Deutscher ist in Tel Aviv aufgewachsen. Wo hat er Mathematik und Linguistik studiert? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Alexander Wude, Christina Vortmüller und Ute Kuhr. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

Updated: 26. Oktober 2011 — 22:19

15 Comments

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  1. Steinzeitliche Äußerungen ist gut. „Komplexe Sprachen der Gegenwart“? Etwa: „Du gehst nich Stuttgarrt, sons krriegsch Frresse.“ ist für mich auch leicht steinzeitlich ;-). Und ergibt sich die Komplexität unserer Sprache etwa aus der Masse der – meist überflüssigen – Anglizimen?

    Manche Formulierungen aus dem Englischen haben sich derart massiv ins Deutsche eingeschlichen, dass viele gar nicht mehr wissen, wie es korrekt heißt (z.B. „das macht Sinn“ statt „das ergibt Sinn“).

    Jedenfalls hört sich das Buch spannend an :-).

  2. Das wäre auch etwas für mich! Leider gibt es wenige Bücher, die sich mit der Sprache und ihrer Entwicklung beschäftigen, das hat mir die Suche nach einem passendem Buch zu meiner Kurzgeschichte erheblich erschwert.

    Was die Häufung von Anglizismen in unserer Sprache angeht, muss ich Dir leider zustimmen. Mit der Sprache geht auch ein Teil der Kultur verloren, man spricht umsonst von „Sprachkultur“.

  3. Hallo ihr beiden,

    ein wenig Aufhellung bezüglich unserer Sprachinhalte könnt ihr hier finden:
    http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/bildung/das-mittelalter-in-seinen-redewendungen/

    Stoßt euch nicht an dem Begriff „Mittelalter“. Ihr werdet erstaunt sein, wie viel mittelalterliche Wörter wir heute auch im 21.Jhd. noch verwenden.

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Das glaube ich dir auf’s Wort, und deine Rezi macht Lust auf das Buch. Aber, um mir gleich selbst zu widersprechen ;-), möglicherweise ergeben sich nur Probleme und Missverständnisse, wenn man alle Redewendungen in ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet.

    Wie du richtig bemerkt hast, wandelt sich teilweise deren Sinn. Dann ist es zwar sehr interessant, die ursprünglichen Bedeutungen zu kennnen, aber hinderlich oder missverständlich, sie tatsächlich so zu benutzen.

  5. Ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn wir plötzlich ins Mittelalter versetzt würden, wir auch in den Ländern, in denen wir heutzutage die Sprache verstehen, kein ordentlichen Satz verstehen würden, so sehr haben sich die Sprachen und Manirismen, der Sprachepos und die sprachlichen Unterschiede in den verschiedenen Ständen verändert. Ein Burgherr wurde ja schon damals kaum von einem Bauern verstanden, der mußte sich die Ansprachen erstmal in den bäuerlichen SPrachgebracuh übersetzen lassen, ganz zu schweigen davon, dass er Textliche Anschläge garnicht erst verstehen konnte, da es ihm gar nicht möglich war zu lesen! Wenn wir heute Filme und Bücher goutieren, vermisse ich allzuoft diese Sachlage. Was meint Ihr dazu? Gehört sowas auch in einen historischen Fantasyroman?

  6. Schon richtig, Detlef. Aber das würde natürlich die Handlung etwas zäh werden lassen. Ein schönes Beispiel wie man dieses Problem – zumindest andeutungsweise – behandeln kann, ist „Der 13. Krieger“ mit Banderas in der Hauptrolle. Als arabischer Prinz erlebt er ein Abenteuer mit einem Dutzend Wikingern. Als sprachbegabter Schöngeist schafft er es, allein durch Zuhören und Kombination, die Wikinger in kürzester Zeit zu verstehen.

    Was mir als Lösung – und auch als Film – hervorragend gefallen hat, ist Mel Gibson „Apocalypto“, welcher zu Zeiten der blutrünstigen Maya spielt. O-Ton ist Maya, für uns Zuschauer halt mit entsprechenden Untertiteln. Allein die Verwendung der originalen Sprache gibt dem Film einen dicken Pluspunkt.

    Aber Sprache lebt und verändert sich permanent. Was mich interessieren würde ist das:
    Wenn man mal einen weiteren Weltkrieg und/oder atomare Katastrophen ausklammert und weiterhin von zunehmender Globalisierung, weltweiten Tourismus und ungehinderten Zugang in alle Länder der Welt voraussgeht. Wie lange würde es dauern, bis sich eine globale Sprache – sagen wir einfacherhalber terranisch – entwickelt? Ist das ein Mix aus Englisch, Spanisch, Chinesisch und Indisch, mit Brocken aus anderen (kleineren Sprachräumen) Elementen?
    Was sagen denn dazu Linguistiker? Kann man dies durch Schulbildung forcieren? Wäre doch wünschenwert, wenn sich alle auf der Erde zumindest sprachlich verstehen könnten. Fremde Sprachen sind ja auch immer Hemmschwellen und können zu Missverständnissen im wahrsten Sinne des Wortes (!) führen.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  7. Letzlich werden wohl nur eine handvoll Sprachen die Welt beherrschen und der Rest wird in Vergessenehit geraten oder nur noch von Minderheiten gebraucht. Mich erinnert das ganze auch immer an schlechte sci fi Filme, in den die Aliens sofort die Menschen verstehen und umgekehrt! Sehr lustig! 😉

  8. Liebe Corinna, das Aliens eine oder alle unserer Sprachen verstehen, ist kein Hinweis auf einen schlechten SF-Film. Ich weiß ja nicht, ob das überhaupt dein Genre ist.

    Aber klassischerweise kannst du von folgenden Voraussetzungen ausgehen:
    – Wenn eine Rasse von Aliens so hochentwickelte Technologie besitzt, dass sie überhaupt den Weg zu uns schafft, dann unterstellt man ihr auch die Fähigkeit, durch lange Beobachtung in der Zeit vorher die Sprache(n) schlichtweg zu erlernen.
    – Oder sie besitzt so hochentwickelte Computerprogramme, die wiederum durch Erfassung die Regeln, Syntax und Bedeutung empfangener Texte übersetzen können.
    – Weiterhin unterstellt ein Autor oft auch, dass unsere Sprachen aus Sicht der Aliens recht einfach gestrickt sind.
    – Außerdem könnten Sie durch Abhören unserer Radio- und TV-Programme – quasi als Rosetta-Stein -mehrere unserer Sprachen in Relation setzen und auf diese Weise übersetzen.

    Das ist mittlerweile so sehr als Standard gesetzt, dass jeder Buchautor und Filmemacher beim Publikum gelangweiltes Gähnen ernten würde, säße sich ein Besucher mit einem Erdling auf den Boden und begänne das Ich-Tarzan-du-Jane-Spiel.

    Und dann haben wir hier noch die Telepathen zu erwähnen. Auch wenn ein Mensch in seiner Landessprache denkt, hat er dafür auch ein passendes Bild im Kopf. Wieder könnte hier ein Telepath das akustische mit dem gedachen Bild im Kopf des Erdlings verbinden und so die Bedeutung rasch erkennen.

    Also Sprache scheint mir hier nicht das Problem zu sein; wenn beide Seiten an friedlicher Kommunikation interessiert sind.

    Viel schlimmer wird es, wenn die Aliens so dermaßen fremd sind, das beide Seiten mit völlig abstrakten Verhalten und Kulturunterschieden sich gar nicht verstehen können. Dann wird´s haarig …

    mgg
    galaxykarl 😉

  9. Dein letzter Punkt, Galaxykarl, scheint mir ein wesentlicher zu sein. Wenn man davon ausgeht, dass Aliens und Menschen nicht voneinander abstammen, dann könnten sie uns fremder sein als z.B. Delfine oder Ameisen. Und wir sind wir noch weit entfernt mit denen zu kommunizieren.

    Allerdings gibt es ja auch Theorien, nach denen verschiedene Lebewesen im Universum einen gemeinsamen Ursprung haben könnten, oder dass sich Lebewesen, die Technik u.a. Raumfahrt hervorbringen, unter ähnlichen Bedingungen ähnlich entwickeln.

    @Corinna
    Ich vermute auch, dass sich die Sprachen immer mehr angleichen, je stärker die Vernetzung unserer Kommunikationssysteme zunimmt und je intensiver die Kommunikation von Menschen zwischen den verschiedensten Ländern und ethnischen Gruppen wird.
    Schade eigentlich, weil ich glaube, dass das Denken die Sprache beeinflusst, aber auch umgekehrt, und dass uns dadurch einiges an Ideen, Inspiration (wie soll man das sagen?) verloren geht. Wir – als Menschheit – werden anfangen geistig zu vereinheitlichen, eingleisig zu denken, zu hinken.
    Hoffentlich kommt’s nicht so extrem, wenn es denn wahr sein sollte.

    Naja, möglicherweise stimmt das auch nicht, vielleicht werden die guten Teile einer Sprache/des Denkens auch einfach assimiliert und die Menschenheit erlebt einen „geistigen Höhenflug“ ;-).

  10. Galaxy sagte: „Viel schlimmer wird es, wenn die Aliens so dermaßen fremd sind, das beide Seiten mit völlig abstrakten Verhalten und Kulturunterschieden sich gar nicht verstehen können. Dann wird´s haarig …“

    Du meinst wenn Aliens vor unseren Augen zum Beispiel Ihre Eltern verspeisen, da diese ja ihre Aufgabe zu Fortpflanzung erfüllt haben und in deren Kultur nomal sein könnte? Und wenn es bei denen als Beleidigung gilt, wenn wir dabei nicht mitspeisen, nur, was machen wir dann, mitfuttern? 😉

  11. Und wenn Sie dann als Gegenpart von uns erwarten, dass wir unsere Eltern mit Ihnen wegmanpfen?

  12. So, oder auch noch bizarrer. Es gibt übrigens eine SF-Geschichte von Vernor Vinge (im Band „Die Tiefen der Zeit“), in der das so ähnlich passiert. 😀

  13. @Micha

    Wenn in ferner Zukunft die Menschheit eine einheitliche Sprache hätte, dann würden wir sicher auch schon Kontakt zu anderen Spezies haben. Und die sprechen oder kommunizieren ja wiederum in anderen Zungen oder-was-auch-immer. Also werden unsere Nachkommen nicht an einem Mangel an Inspiration leiden müssen.

    @Corinna

    Nun dürftet ihr so ziemlich alle Frank Herberts „Dune – der Wüstenplanet“ kennen. Die Fremen drücken ihre Hochachtung jemandem gegenüber darin aus, indem sie ihm vor die Füße spucken. In fast allen heutigen Gesellschaften dürfte dies als (tödliche) Beleidigung gelten. Die Fremen jedoch, als Volk in extrem trockenen Wüsten, opfern/verschwenden mit dieser Geste das Kostbarste, was sie kennen: Wasser.

    Es muss also nicht einmal so extrem wie gegenseitiges Auffressen sein, um Missverständnisse auszulösen. Lediglich die Lebensumstände anderer Rassen produziert schon genug schrille Moral-, Ehr- und Verhaltensregeln.

    Auch die nett gedachten und als „universell“ vermuteten Lichtsignale in „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ führen zur Vernichtung des Kontaktteams im Helikopter. OK, die Aliens waren schon vorher mit Invasionsabsichten gekommen und haben wahrscheinlich erst mal abgelacht, bevor sie auf den Knopf drückten. Aber Steven Spielberg hat hier schön die menschliche Naivität vorgeführt, ob absichtlich oder nicht, kann ich leider nicht sagen.

    Es gibt massenhaft Erstkontakt-Szenen in SF-Romanen und jeder Autor hat hier mitunter super Idee. Es macht halt auch mehr Spaß diese scheitern zu lassen, als das sie reibungslos funktionieren.

    Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob führende (und Raumfahrt betreibende nationen, meinetwegen auch andere Industrienationen) sich überhaupt mit dieser Thematik beschäftigen und evtl. sogar schon Verhaltensvorschläge existieren. Wahrscheinlich eher nicht.
    Allerdings dürfte es zu spät sein, sich damit zu beschäftigen, wenn es so weit ist.
    Ist halt wie immer ein Problem unserer Politikerkaste. Alles, was nichts mit der eigenen Popularität und der nächsten Wahl zu tun hat, findet keinen Einzug in die Gedanken der Politiker.

    mgg
    galaxykarl 😉

  14. Wieso? Esst Ihr Eure Großeltern etwa nicht auf? 😉

  15. Die Gewinner lauten: Alexander Wude, Christina Vortmüller und Ute Kuhr. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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