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Literatur-Blog

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Wagner, Thomas – Die Einmischer. Wie sich Schriftsteller heute engagieren.

Wagner, Thomas
Die Einmischer

Wie sich Schriftsteller heute engagieren

Verlag :      Argument Hamburg
ISBN :      978-3-88619-487-2
Einband :      Paperback
Preisinfo :      15,90 Eur[D] / 16,40 Eur[A] / 26,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 19.01.2011
Seiten/Umfang :      216 S. – 18,0 x 11,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Auflage 2011

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Wie politisch sind unsere Schriftsteller?

Allem Gerede vom Verstummen der engagierten Literatur zum Trotz: Schriftstellerinnen und Schriftsteller mischen sich ein. Sie thematisieren Probleme und Missstände, die von der Politik tabuisiert werden und in den großen Medien oft zu kurz kommen. Die Einmischung der Literatur leugnen kann nur, wer einem bürgerlichen Literaturverständnis folgt und sich ganz auf den Gegenwartsroman fixiert. Denn seit Jahren findet sich die Befassung mit brisanten politischen Themen auch und gerade in der Spannungsliteratur, im Jugendbuch oder in der Poesie. Thomas Wagners Interviews zeigen die Vielfalt des heutigen Engagements und der beteiligten literarischen Gattungen. Die Gespräche sind so unterschiedlich wie die künstlerischen Werke, doch sie machen eines deutlich: Inmitten der deutschsprachigen Literatur entsteht derzeit eine regelrechte Ideenwerkstatt für konkrete Utopien – sprachlich überzeugend, sachkundig und politisch vorwärtsweisend.

Gespräche mit Dietmar Dath, Raul Zelik, Juli Zeh, Ilija Trojanow, Robert Menasse, Wolfgang Schorlau, Sabine und Saddek Kebir, Erasmus Schöfer, Michael Wildenhain, Sabine Kuegler, Jürgen Todenhöfer, Wladimir Kaminer, Eva Jantschitsch (»Gustav«), Kai Degenhardt, Biermösl Blosn, Erwin Riess, Christine Lehmann, Dagmar Scharsich, Michael Mäde, Matthias Frings.

„Ich bin in der luxuriösen Situation, eine Art Plattform für Ansichten zu haben, und die nutze ich.“ Juli Zeh

„Momentan ist alles sehr zersprengt. Gewerkschaftliche Arbeit, politische Publizistik – das müssen wir alles neu lernen, unter nicht mehr sozialpartnerschaftlichen Bedingungen, sondern wieder antagonistischen.“ Dietmar Dath

„Eigentlich müsste es eine Erschütterung der herrschenden Gewissheiten geben. Stattdessen existiert so eine sozialdemokratische Schönheitsoperationsmentalität.“ Ilija Trojanow

„In unserer Gesellschaft ist noch nicht angekommen, dass die Unterscheidung in weibliche und männliche Rollen nicht sinnvoll ist und vor allem den Frauen schadet, sie zuweilen sogar das Leben kostet, wenn man das Gebaren der Kriegsherren betrachtet.“ Christine Lehmann

„Das Prinzip, dass das Kapital sich immer weiter verzinsen muss, dass tatsächlich alles andere untergeordnet wird, dieses Prinzip ist verrückt, weil es nach oben keine Grenzen kennt.“ Wolfgang Schorlau

„Alles wird privatisiert. Alles wird diesem Gentrifizierungswahn ausgesetzt. Ich möchte einen Ort haben, auf den diese Strukturen und Ordnungen keinen Zugriff haben.“ Eva Jantschitsch („Gustav“)

„Ich will Herrschaftsverhältnisse kenntlich machen, die hier und heute in der Mainstream-Kunst und den Medien gerne verschleiert werden.“ Kai Degenhardt

„Ich bin offen gestanden, nennen Sie mich ruhig einen Idealisten, der Meinung, dass das Publikum nicht dumm ist.“ Matthias Frings

„Das schreiende Unrecht auf dieser Welt bleibt für die meisten Menschen abstrakt und wird verdrängt. Man kann ja umschalten. Wozu gibt es eine Fernbedienung. Dagegen schreibe ich an.“ Michael Mäde

„Aus der DDR gerettet habe ich meine Sozialisation, mich mit anderen solidarisch fühlen zu wollen. Das war damals unser ganz großes Pfund.“ Dagmar Scharsich

„Ich halte die Antiterrorpolitik gegenüber Afghanistan, Irak und anderen muslimischen Staaten für eine Sackgasse, weil sie unintelligent, uninformiert und unmoralisch ist.“ Jürgen Todenhöfer

„Der Staat ist ein facettenreiches und widersprüchliches Feld, auf dem man sich illusionslos bewegen muss.“ Raul Zelik

„Ich bin für eine Verfassung, die die Grundlage für das Handeln der Bürger bildet.“ Robert Menasse

„In einer menschlichen Gesellschaft würde der Mensch an Stelle des Kapitals stehen. Die Menschen werden dann vermehrt, gestreichelt und gebildet.“ Wladimir Kaminer

Thomas Wagners Interviews zeigen die Vielfalt heutigen Engagements und der beteiligten literarischen Gattungen. Die Gespräche sind so unterschiedlich wie die künstlerischen Werke, doch sie machen eines deutlich: Inmitten der deutschsprachigen Literatur entsteht derzeit eine regelrechte Ideenwerkstatt für konkrete Utopien – sprachlich überzeugend, sachkundig und politisch vorwärtsweisend.

Thomas Wagner (geb. 1967), Dr. Phil., bis 1999 als Kultursoziologe an der TU Dresden, Bildungsarbeit mit geistig behinderten Jugendlichen und Erwachsenen, Mitautor Neues Lexikon der Indianer Nordamerikas (2008), Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus. Wissenschaftlicher Autor (Argument, Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Sociologia Internationalis) und Journalist (Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, taz, Woz, Freitag, Wespennest). Artikelreihe Literatur und Engagement in der Tageszeitung Junge Welt (2007/2008). Mit Rüdiger Haude schrieb er Herrschaftsfreie Institutionen (1999), ausgezeichnet mit dem Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Weitere Publikationen: Irokesen und Demokratie (2004), Angriff der Leistungsträger? Das Buch zur Sloterdijk-Debatte (hg. 2010 mit Jan Rehmann). Lebt und arbeitet als freier Autor und Redakteur seit 1999 in Berlin.

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Preisrätsel 3x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Welcher Berufsgruppe gehören die Interviewpartner für dieses Buch überwiegend an?  (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!

Updated: 3. Februar 2011 — 18:53

7 Comments

Add a Comment
  1. Klingt ja hochinteressant. Interviews habe ich immer schon gerne gelesen!

    Und ob unsere Schriftsteller heutzutage sich in die Politik einmischen, kann ich nicht beantworten, dazu bin ich nicht informiert genug, aber wünschen würde man es ja unserer Welt.

  2. Wer diesen Titel für Buchrezicenter.de besprechen möchte – bitte Exemplar beim Verlag ordern!

  3. Viellicht bin ich ja heute irgendwie schräg drauf. Aber wenn ich der Verlag wäre, hätte niemals dieses Titelbild genommen. Ich assoziiere damit …, nein, ich sag´s lieber nicht, sonst heißt es noch, der hat nur … im Kopf.

    Was seht ihr, wenn ihr das Cover anschaut?

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Gedärme, Herzkammern ?? unten ein Auswuchs, der entfernt an eine Feder erinnert und in ein Tintenfässchen getunkt wird ?? Und raustropfen tut’s auch noch.

    Ich gebe dir recht, es ist leicht unappetitlich und mittelmäßig irritierend.

  5. Felis Breitendorf

    Ich würd sagen: die haben schlechtes Gras geraucht!

  6. Hallo zusammen,

    mein Liebelein (nun ja, sie ist leicht medizinisch vorbelastet) sah sofort einen Magen, ein bißchen Darm und andere leckere Sachen. Ich glaube, das hat der Verlag ganz sicher nicht beabsichtigt.

    Sorry, Argument, als hochwillkommenen Sponsoring-Verlag wollen wir euch nicht anmotzen, sondern unseren ehrlichen Eindruck offenbaren. Ich hoffe, der betreffende Mitarbeiter wird jetzt nicht sauer auf uns. Unser Gemecker hat ja auch nix mit dem Inhalt zu tun.

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

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