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Literatur-Blog

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Elisabeth Herrmann – Lilienblut.

Elisabeth Herrmann
Lilienblut

cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 03/2010
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Thriller
ISBN 978-3-570-16061-9
Titelgestaltung von Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur Zürich
unter Verwendung eines Fotos von corbis/Bettmann/shutterstock, crystalfoto
Vignette von N. N.
Autorenfoto von Max Lautenschläger

www.cbt-jugendbuch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Sabrina Dobersteins 16. Geburtstag hätte schöner sein können … Statt mit dem vertrauten Mutter-Tochter-Idyll und einem gemütlichen Frühstück beginnt der Morgen damit, dass das Mädchen beobachtet, wie ein Fremder das Haus verlässt. Aber warum sollte ihre Mutter keinen Freund haben, nachdem sie lange Jahre allein geblieben war? Michael Gerber scheint zudem ganz nett sein. Dann bekommt Sabrina das groß angekündigte Geschenk: einen Weinberg, den die Mutter für die nächsten dreißig Jahre gepachtet hat. Für Sabrina bricht damit eine Welt zusammen. Zwar hat sie noch keine konkreten Zukunftspläne, aber sie möchte nicht tagein, tagaus schuften und an ein Fleckchen Land gebunden sein.

Für etwas Ablenkung sorgt eine zufällige Bekanntschaft. Dem 19-jährigen Kilian gehört das alte Schiff Désirée, mit dem er den Rhein hinauf und hinab fährt. Er ist ungebunden und frei, er kann sich die ganze Welt ansehen – für Sabrina ein unerfüllbarer Traum. Ausgerechnet ihre etwas ältere Freundin Amelie verliebt sich ebenfalls in Kilian, und anders als Sabrina will sie das eintönige Leben in Andernach hinter sich lassen. Während Sabrina Kilians Einladung ausschlägt, begibt sich Amelie an Bord der Désirée. Am nächsten Tag ist das Schiff fort, und die Polizei findet Amelies Leiche.

Sabrina kann es nicht fassen. Ihre Freundin ist tot. Und Kilian ist vielleicht der Mörder – oder warum sonst ist er so schnell verschwunden? Nein, das will Sabrina nicht glauben. Darum beginnt sie, Nachforschungen anzustellen und findet heraus, dass die Désirée vor acht Jahren schon einmal Schauplatz eines Verbrechens war und nie restlos geklärt wurde, wer der Täter war. So manchem scheinen die neugierigen Fragen unangenehm zu sein, und plötzlich sind Personen unauffindbar, die mehr über die Geschehnisse von damals wissen könnten.

Unterstützung erhält Sabrina von Lukas, Sohn einer alten und reichen Winzerfamilie, der in Amelie verliebt war, und von Beate, einer Klassenkameradin, die sich eine Freundin wünscht. Nach und nach kommen sich Sabrina und Lukas näher, aber irgendwie kann und will sie nicht den letzten Schritt tun: Wieso verbringen Lukas und Beate Zeit miteinander? Was hält Beate vor ihr geheim? Weshalb ist Lukas so launisch? Und vor allem, wer hat Sabrina während der Silvesterfeier in den Rhein gestoßen und warum? Elisabeth Herrmann hat bereits verschiedene andere Romane verfasst, bevor sie nun mit „Lilienblut“ ihr erstes Jugendbuch vorlegte, einen Thriller, der auch ein reiferes Publikum sehr gut unterhält. Die Autorin entführt ihre Leser nach Rheinland-Pfalz, in den Ort Andernach am Rhein, und spart nicht mit Lokalkolorit, um eine glaubwürdige Kulisse schaffen. Vor dieser agieren einige junge Leute, allen voran Sabrina, die sich mit ihren Kümmernissen der Hauptzielgruppe – Mädchen zwischen 13 und 16 Jahre – als Identifikationsfigur anbietet.

Sie ist eine durchschnittliche Schülerin, die sich noch in der Orientierungsphase befindet, was sie später einmal machen möchte. Nur eines weiß sie genau: Sie möchte nicht wie ihre Mutter als Winzerin hart arbeiten, und darum ist das ‚besondere Geburtstagsgeschenk„ das Schlimmste, was ihr widerfahren konnte. Sabrina hat eine lebensbejahende, ältere Freundin und fühlt sich genervt von der Zicken-Clique und den unreifen Jungen in ihrer Klasse, was man ebenfalls leicht nachvollziehen kann. Als sie Kilian sieht, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein, aber sie befürchtet, gegen Amelie keine Chance zu haben und überlässt ihr das Feld. Dann ist die Freundin tot, Kilian verschwunden, und ein furchtbarer Verdacht keimt in Sabrina. Ihre einzigen Vertrauten sind Lukas und Beate, die sie nach dem furchtbaren Geschehnis näher kennen lernt. Lukas ist an ihrer Seite, nicht Kilian, aber es ereignen sich Dinge, die Sabrina immer wieder davon abhalten, dem neuen Freund ganz zu vertrauen und sich ihm, der gern fest mit ihr zusammen wäre, hinzugeben.

Die Geschichte wird weitgehend aus Sabrinas Sicht geschildert, und man weiß nur wenig mehr als sie. Da man ahnt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick hin scheint, beginnt man früh zu spekulieren, doch erst ganz am Schluss wird das Rätsel aufgelöst. Selbst wenn man eine Ahnung hatte, die Details beinhalten doch noch die eine oder andere Überraschung. Die Handlung ist überaus komplex, und es geht nicht allein um den Mord an Amelie. Ein älteres Verbrechen und andere Untaten wirken sich gleichfalls aus. Sabrinas Nachforschungen bringen mehr als nur einen Stein ins Rollen. Das alles ist so spannend und überzeugend erzählt, dass das Resultat ein wahrer Pageturner ist. Freilich stellt die Autorin Themen, die Jugendliche interessieren, in den Vordergrund und wartet nicht mit einem reinen Krimi auf, aber sie versteht es, den Leser in eine Story hinein zu ziehen, die keine Längen aufweist und bis zur letzten Seite zu fesseln vermag.

Auch Kleinigkeiten wissen durch ihren Symbolgehalt zu gefallen: Das Cover mit Foliendruck und erhabener Schrift ziert eine weiße Lilie, eine ‚Totenblume„, auf die aus dem Titelzug ein Blutstropfen fällt. Liliane ist der Name der Frau, die vor Jahren ermordet wurde. Alles in allem ist „Lilientod“ ein spannender All Age-Thriller, der routiniert erzählt, realistisch und keine Sekunde langweilig ist. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!):  Sabrina Dobersteins wievielter Geburtstag hätte schöner sein können? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 30 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Angela Büscher, Alexandra Krug und Ivonne Ebertzen. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

Updated: 25. Februar 2011 — 19:26

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  1. DIE GEWINNER LAUTEN: Angela Büscher, Alexandra Krug und Ivonne Ebertzen. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSSOREN UND ALLEN TEILNEHMERN!

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