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Literatur-Blog

Michael Tietz: Apfeldiebe. – FÜNF EXEMPLARE BEI UNS IM PREISRÄTSEL!

Michael Tietz
Apfeldiebe

(sfbentry)
Bookspot Verlag
ISBN 978-3-937357-52-2
Roman
Erschienen mit 1.Auflage 2011
Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design, München
Umfang: 464 Seiten, HC mit Schutzumschlag

www.bookspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Autor:

Michael Tietz ist gelernter Krankenpfleger, er lebt mit Frau, Sohn und Hund im Südschwarzwald. Sein 2009 ebenfalls im Bookspot Verlag erschienener Debütroman „Rattentanz“ avancierte zum Bestseller und wurde vom Ullstein Verlag als Taschenbuch herausgebracht, parallel hierzu erschien auch das Hörbuch. “Apfeldiebe“ ist das zweite Buch des Autors, ein dritter Roman ist in Arbeit.

Zum Buch:

Die “Apfeldiebe” sind fünf Jungs, die sich in ihren Sommerferien im kleinen Dorf Wittlekofen im Schwarzwald eine Beschäftigung suchen. Trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere und Eigenarten, lassen sich Max und sein jüngerer Bruder Timi, der Außenseiter Rufus und der ständig von allen unterdrückte Kasi auf Vorschlag von Alex auf eine interessant klingendes Spiel ein: Alex hat den Zugang zu unterirdischen Höhlen unter der nahe gelegenen Burgruine gefunden und lotst die Kinder mit gepacktem Rucksack zur Erkundung in diese. Was wie ein harmloses Kinderspiel aussieht, wird schon bald bitterer Ernst, als das so genannte Spiel außer Kontrolle gerät und sich die Fronten zwischen den Kindern verhärten.

Als plötzlich der einzige Ein- und Ausgang der Höhle und Teile der Decke einstürzen, müssen sie erkennen, dass nicht so einfach wie gedacht ist, diesen Ort wieder aus eigener Kraft zu verlassen. Das Unglück nimmt seinen weiteren Lauf, als sie unter den Steinmassen einen Jungen ihrer Gruppe tot auffinden und auch der kleine Kasi kann aufgrund des fixierten Hasses von Max sich seines Lebens nicht mehr sicher sein. Lediglich Leni, die kleine Schwester von Alex weiß, wo sie sich aufhalten könnten, doch dieser wurde von ihrem Bruder verboten, sie zu verpetzen. Und der alte Seiler, der kauzige Dorfbewohner mit seinem Schäferhund, hat sie auf ihrem Weg zur Ruine gesehen, doch warum sollte gerade er sich um den Verbleib von fünf rotznasigen “Apfeldieben” Gedanken machen?

Fazit:

Nach dem vorherigen Buch “Rattentanz” war ich sehr gespannt, was sich Michael Tietz in seiner neuen Geschichte einfallen lässt. Und ich wurde nicht enttäuscht, dreht sich doch auch dieses Buch erneut um Menschen in einer scheinbar ausweglosen Situation, nur dass es diesmal ein eingeschränkter Kreis von fünf Jungen ist, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Und dies bietet ausreichend Explosionsstoff! Als Leser verfolgt man mit zunehmender Unruhe den zunächst idyllisch wirkenden Schauplatz und das zwar leicht ruppige Spiel der Kinder, aber erwartet nicht, dass die Beziehung zwischen diesen so wie hier geschrieben ausarten kann. Die beruht sicher auf die Vorgeschichte, die jedes Kind hat sowie auf einzelne Stärken und Schwächen, die klar ausgespielt werden. Sowie die extreme Situation des Eingesperrtseins und den Gedanken, an diesem Ort unaufgefunden sterben zu müssen, lässt sie in ihrer Panik extrem reagieren …

Das Schlimme ist hierbei eigentlich, dass diese Geschichte realistisch vorstellbar ist oder dass sie genau so stattgefunden haben könnte. Der Außenseiter, der Sonderling oder der Anführer, Mitläufer sowie  Kinder, die ihren eigenen Schmerz an anderen auslassen, sind wohl in dieser Gesellschaft keine Seltenheit. Hier wird dem Leser vor Augen geführt, was alles möglich ist, wenn sie zusammentreffen und sich in einer extrem belasteten Situation behaupten müssen!

Auch die Schreibweise vermittelt mir sowohl eine gute bildliche Vorstellungskraft über den Ort und die Jungen als auch eine stetig wachsende Spannung bis zum Schluss. Man fiebert mit den Kindern, den Hoffnungen, Schmerzen und Entbehrungen mit, und obwohl ich alles andere als einen doch noch relativ guten Ausgang erwartet habe, bin ich mit dem Ende doch sehr zufrieden. Es hinterlässt Spuren und auch Verluste, aber wirkt absolut nachvollziehbar, authentisch und auch länger nachhaltig. Denn wenn man ehrlich ist, kennt vermutlich jeder aus der Kindheit einen “Kasi” oder auch “Rufus”, den man früher nicht für voll genommen hat, oder einen “Alex” oder “Max” um die auch ich lieber einen großen Bogen geschlagen habe.

Ein tolles Buch, zudem ein ebenso toll gestaltetes Cover, das den Einblick in einen Apfel zeigt, mit welchem man bezogen auf die Geschichte, mehrere Assoziationen verbinden kann. Vielen Dank für die gute Unterhaltung!  Ich bin auf das neue Buch gespannt!

Das Buch “Rattentanz“ ist erhältlich als HC beim Bookspot-Verlag (ISBN 978-3-937357-37-9)
sowie als TB beim Ullstein-Verlag (ISBN 978-3-548283-93-7).

Copyright © 2012 by Sandra Stockem

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

UND NOCH EINE REZENSION VON IRIS GASPER:

Michael Tietz
Apfeldiebe

Bookspot Verlag
ISBN 978-3-937357-52-2
Krimi / Belletristik
1. Auflage 2011
Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design, München
unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock
Hardcover mit Schutzumschlag, 464 Seiten

www.bookspot.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich amazon.de

Zum Autor:

Michael Tietz ist gelernter Krankenpfleger, er lebt mit Frau, Sohn und Hund im Südschwarzwald. Sein 2009 ebenfalls im Bookspot Verlag erschienener Debütroman „Rattentanz“ avancierte zum Bestseller und wurde vom Ullstein Verlag als Taschenbuch herausgebracht, parallel hierzu erschien auch das Hörbuch. Apfeldiebe ist das zweite Buch des Autors, ein dritter Roman ist in Arbeit.

Zum Buch:

Rufus, Kasimir, Alex, Tim und Max, das sind fünf Kinder, sehr unterschiedliche Charaktere, die eines gemeinsam haben: Sie leben im Süden des Schwarzwaldes im kleinen Dorf Wittlekofen. Ein Dorf, in dem jeder jeden kennt, ob Ureinwohner oder Zugezogener. Wo es wenige Kinder gibt, da kreuzt sich deren Weg immer wieder und auch wenn man nicht unbedingt auf einer Wellenlänge liegt, so trifft man sich dennoch zum gemeinsamen Spiel. So also kommt es, dass sich die fünf Jungen aufmachen einen von Alex entdeckten Eingang in eine Höhle unter der nahe gelegenen Burgruine zu erkunden. Dieses Abenteuer jedoch birgt Gefahren in sich, von denen die Jungen überrascht werden. Gefahren, die einen Blick in die Seelen der Kinder möglich machen, ihren wahren Charakter zum Vorschein bringen.

Nur einer beobachtet, wie die Kinder sich aufmachen Richtung Burg und dabei die nahe gelegenen Wälder durchstreifen. Der kauzige, alte Gernot Seiler, der als Einsiedler lebt, kaum Kontakte hat und sich am liebsten im Wald aufhält. Einzig sein Hund Hasso ist ihm ein wichtiger und geliebter Begleiter. Der alte Mann und die Kinder, das sind zwei Welten, die nicht harmonieren. Die Kinder sind für Gernot Seiler ein Unruheherd, mit dem er nicht leben kann, sie spielen ihm Streiche, stehlen seine Äpfel und sind ihm einfach ein Dorn im Auge.

Doch nun wird das Schicksal dieser Menschen miteinander verbunden. Die Jungen werden in der Ruine verschüttet. Wird es eine Rückkehr von diesem als spannendes Abenteuer geplanten Ausflug geben?

Der Autor, Michael Tietz, präsentiert dem Leser hier seine Protagonisten sehr eindringlich. Jeder Charakter wird für sich einzeln vorgestellt, seine Vergangenheit, seine Gefühle und sein Leben werden eindringlich geschildert. So entstehen schnell Sympathien und Antipathien und hinterlassen nachhaltige Emotionen. Die Handlung ist stetig spannend und gewährt Einblicke in die Abgründe menschlichen Verhaltens. Eine Ausnahmesituation bringt Wesenzüge ans Tageslicht, die man vielleicht nicht vermuten würde, bringt Tatsachen ans Licht, die vielleicht besser verborgen geblieben wären. Hier unterscheiden sich die Kinder nicht von dem alten Mann. Sehr bildreich und detailliert ist der Schreibstil des Autors. Krasse Gegensätze werden hier sehr deutlich. Spannung baut sich hier weniger durch große Ereignisse als mehr durch die Aktionen und das Verhalten der einzelnen Charaktere auf.

„Apfeldiebe“ ist in sich einfach stimmig. Der Titel passt perfekt zur Geschichte. Das Cover mit dem abgebildeten Apfel passt zum Buch und zum Titel. Der Kern des Apfels kann hier als Eingang zur Höhle gesehen werden, entweder zur tatsächlichen Höhle unter der Burgruine oder zur Höhle im Innern eines jeden Menschen. Nach „Rattentanz“ hält auch das zweite Buch des Autors „Apfeldiebe“ was es verspricht: Spannung auf hohem Niveau und Menschen in extremen Situationen, denen sie nicht immer gewachsen sind.

Lieber Leser, treten sie ein in eine Geschichte, die unvorstellbare Dinge vorstellbar macht.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich amazon.de

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Die “Apfeldiebe” sind einige Jungs, die sich in ihren Sommerferien im kleinen Dorf Wittlekofen im Schwarzwald eine Beschäftigung suchen. Wie viele sind es? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 500 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Eine alternative Teilnahme per Kommentar findet sich hier!

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GEWONNEN HAT: Danny Heisler, Petra Stoletzky, John Musset, Volker Raschdorf und Ingo Schimanski. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

Updated: 12. April 2012 — 18:31

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  1. GEWONNEN HAT: Danny Heisler, Petra Stoletzky, John Musset, Volker Raschdorf und Ingo Schimanski. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND UNSEREM SPONSOREN!

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