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MEHR FRAGEN AN DEN OPA – Shortstory von Mona Mee

MEHR FRAGEN AN DEN OPA

Shortstory

von

Mona Mee

(Zum vorherigen Teil)

„Opa, ich weiß ja, dass alles aus Atomen besteht und die von sehr weit her aus dem Universum kommen. Sogar von anderen Galaxien. Aber wie entstehen denn die Dinge daraus, ich meine jetzt nicht Autos oder Flugzeuge, sondern wie entsteht daraus zum Beispiel Eisen, entsteht das auf der Erde oder kommt das Eisen auch aus dem Universum?“

„Schatz, das ist eine sehr gute Frage und eine sehr bedeutende… Was Elemente sind weißt du doch, oder?“

„Elemente haben wir in Chemie und Physik schon mal erklärt bekommen, das sind die Dinger, die aus Atomen bestehen und mal mehr oder weniger Kerne und Elektronen besitzen…“

„Richtig, und alle uns bekannten Grundstoffe sind aus diesen Elementen wie zum Beispiel auch Eisen. Weißt du denn, wie das leichteste Elemente und wie das schwerste heißen?“

„Opa, ich glaube das leichteste ist so ein Gas, war das nicht Wasserstoff?“

„Richtig, Wasserstoff besteht aus nur einem Atomkern und einem Elektron. Sozusagen das Grundelement aus dem dann alle anderen, schwereren Elementen gebrütet werden, wie zum Beispiel auch Eisen.“

„Opa, war nicht Blei das schwerste von den Elementen?“

„Das stimmt, Schatz. Blei ist so dicht, das nicht mal gewöhnliche Strahlung hindurchdringen kann, daher verwendet man es als Schutz beim Bau von Atomreaktoren.“

„Wo entstehen den diese Elemente und wie und warum?“

„Kleines, Elemente entstehen im Innern von Sonnen.“

„Ich dachte immer unsere Sonne besteht aus Gas, das verbrennt und daher macht die Sonne Wärme und Licht hier auf der Erde?“

„Nicht nur auf der Erde, Schatz. Und es ist nicht nur unsere Sonne, die das macht, das machen sozusagen alle normalen Gestirne, die hauptsächlich Sonnen sind, die Strahlung abgeben.“

„Und wieso macht die Sonne dann auch Eisen? Ich dachte Eisen entsteht auf der Erde, das durch das Zusammendrücken von schweren Gebirgen entsteht.“

„Das wäre so nicht möglich, Schatz. Alle Elemente entstehen in Sonnen. Die bestehen auch hauptsächlich aus Gas, da hast du schon recht, aber nicht nur aus Gas. Aber Gas steht am Anfang und ganz am Anfang steht Wasserstoff. Da eine Sonne sehr groß ist, entstehen gewaltige Drücke in ihrem Inneren. Dort wird das Gas so stark zusammengedrückt, dass die Atomstrukturen verändert werden. Wasserstoff wird dadurch zu Helium und dieses wieder zu schwereren Gasen und irgendwann werden daraus Stoffe erbrütet, man sagt „fusioniert“, die hier auf der Erde feste Stoffe sind.“

„Und dann irgendwann auch Eisen“

„Richtig, Eisen steht so ziemlich am Ende der Kette.“

„Aber warum kracht das alles nicht einfach zusammen, so wie das bei einem Schwarzen Loch ist, jedenfalls habe ich das mal so gehört?“

„Schatz, hier kommt nun die Gegenkraft ins Spiel. Die nennt sich „Gasdruck. Dieser Gasdruck ist sozusagen der Gegenspieler der Schwerkraft, der alles zusammendrückt. Der Gasdruck ist es, der ein Gleichgewicht entstehen läßt, so das die Sonne nicht einfach zusammenschrumpft.“

„Und warum entsteht nun Wärme und Licht?“

„Wärme und Licht sind eigentlich das Selbe, nur in einer anderen Stärke und Frequenz, sie sind das Abfallprodukt beim Fusionieren. Alles was von der Sonne zu uns kommt ist Strahlung aber auch Partikel.“

„Partikel?“

„So nennt man die harte Strahlung, die nicht nur aus Strahlung sondern auch aus Teilchen besteht.“

„Und warum kommt davon nicht hier auf der Erde bei uns an?“

„Ein Teil davon und ganz bestimmte Teilchen kommen hier an. Aber der Großteil davon wird durch unsere Atmosphäre aufgehalten, die Teilchen stoßen mit anderen Teilchen zusammen und werden dadurch zerstört oder verändert. Den größten Anteil daran, dass diese Strahlung uns nicht triff, hat aber unser Magnetfeld, mit dem die Erde ausgestattet ist. Das leitet die meisten Teilchen ab oder lenkt sie zum Süd- und Nordpol. Deshalb kann man dort auch an einigen Tagen beobachten, wie diese Teilchen dort in die Atmosphäre eindringen und zu Leuchten anfangen, wenn sie verglühen.“

„Opa, sind das nicht die Polarlichter?“

„Das Stimmt, man nennt sie auch Nord- und Südlichter, je mach dem wo sie erscheinen. Das die Sonne diese sogenannten Sonnenwinde abgibt, wie man die Teilchen auch nennt, passiert nicht gleichmäßig, sondern kommen mal stärker und mal schwächer vor.“

„Und wenn wir kein Magnetfeld hätten, würden die auch hier bei uns runterkommen?“

„Das wäre wohl so. Und das wäre nicht gut, denn auf einem Planeten, wo Leben entsteht ist der größte Feind die harte Strahlung, die würde das verhindern.“

„Also ohne Magnetfeld gäbe es auf der Erde kein Leben?“

„Kleines, das weiß keiner. Aber mit Sicherheit gäbe es kein Leben, so wie wir das kennen, und so wie es um uns herum exsistiert.“

„Jetzt müßte ich nur noch wissen, wie dieses Magnetfeld hier auf der Erde entsteht.“

„Das Magnetfeld der Erde wird hauptsächlich vom sogenannten Geodynamo erzeugt. Vereinfacht ausgedrückt bewirken die Konvektionsströme im äußeren flüssigen Erdkern, die durch den Temperaturunterschied zwischen dem festen inneren Erdkern und dem Erdmantel aufrechterhalten werden, wie ein Fahrraddynamo, nur das hier nicht das Rad sich bewegt, sondern die ganze Erde und durch die Massenträgheit bewegen sich diese Stoffe ein wenige träger. Dadurch wird wie bei einem Fahrraddynamo ein Magnetfeld erzeugt.“

„Wahnsinn Opa! Das heißt der Erdkern, den ein Planet hat, bewirkt die Stärke seines Magnetfeldes? Und hat jeder Planet so was und sind die alle gleichstark?“

„Nein mein Schatz, nicht jeder Planet hat so was. Und wie stark so ein Magnetfeld ist, ist abhängig davon, wie sein Erdkern zusammengesetzt ist. Bei der Erde hatten wir einfach Glück, denn die meisten anderen Planeten haben nicht so einen Kern wie die Erde.“

„Und warum hat die Erde so einen starken Erdkern?“

„Das Liebes, hat was damit zu tun, daß wir einen solch großen Mond haben. Aber das erzähle ich dir beim nächsten mal, denn ich muß jetzt los, zu meiner Skatrunde, meine Freunde warten schon!“

„OK, Opa, da bin ich aber ganz gespannt, warum der Mond der Grund für unser tolles Magnetfeld ist!“

Das Mädchen gab ihrem Opa einen großen Schmatzer auf die Backe worauf dieser sich seine Jacke vom Haken nahm, sich seine Autoschlüssel schnappte und die Wohnung mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließ und dabei dachte: Ist es nicht eine Gnade des Lebens, eine solche Enkelin zu haben?

-Ende-

Copyright © 2012 by Mona Mee

Bildrechte: “Fragen an den Opa” (FragenAnDenOpa1.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

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Updated: 14. März 2013 — 20:41

3 Comments

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  1. Ich würde mich sehr freuen, hier einige Kommentare zu bekommen. Bitte, ja? 🙂

  2. Hallo Mona. Mir gefällt dieser zweite Teil. Es gibt jedoch noch einige Tippfehler, schau es einfach nochmal durch oder verwende ein Rechtschreibprogramm, falls du das nicht schon gemacht hast. Super, was du so alles weißt, Respekt! 🙂

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