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Literatur-Blog

Jeanne Ryan: Dieses Spiel ist aus, wenn wir es sagen – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Jeanne Ryan
Dieses Spiel ist aus, wenn wir es sagen

Nerve, USA, 2012
cbt-Verlag, München, 10/2013
PB mit Klappbroschur
Jugendbuch, Psycho-Thriller, Drama, Romance
ISBN 978-3-570-16271-2
Aus dem Amerikanischen von Tanja Ohlsen
Titelgestaltung von init.büro für gestaltung, Bielefeld unter Verwendung eines Fotos von plainpicture/Peter Glass
Autorenfoto von Chris Tarnawski

www.cbt-jugendbuch.de
http://jeanneryan.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Um nicht immer im Schatten ihrer Freundin Sydney zu stehen, die ihr nun auch noch Matthew wegschnappte, lässt sich Vee auf das Online-Spiel ‚Risk‘ ein. Zunächst will sie einfach nur sich und der Welt beweisen, dass sie nicht das berechenbare, zurückhaltende Mädchen ist, für das sie jeder hält. Mit Hilfe ihres Mitschülers Tommy zieht sie die erste Challenge durch. Der Auftritt ist peinlich, aber sie hat es geschafft und findet tatsächlich Anerkennung. Gleich darauf wagt Vee es erneut, denn ‚Risk‘ verspricht ihr als Gewinn ein Paar Schuhe, die ihr sehr gefallen, aber unheimlich teuer sind. Ab diesem Abenteuer wird ihr ein Partner an die Seite gestellt: der attraktive Ian, über den sie Matthew schnell vergisst. Er ermuntert sie, mit ihm zusammen weiterzumachen, obgleich die Challanges gefährlicher werden und Außenstehende involvieren. Tommy und Sydney warnen ihre Freundin eindringlich vor Ian und dessen Motiven.

Die Verlockung durch die Preise ist jedoch so hoch, dass Vee nicht mehr aussteigen will. Schließlich landen sie und Ian in einem Clubzimmer, in dem sie fünf weitere Mitspieler kennenlernen. Nur wenn sie die letzten Challanges gemeinsam durchziehen, erhalten sie die versprochen Preise – ansonsten verlieren sie alles. Drei der Teilnehmer sind zu allem bereit, obwohl ein enormer Druck auf sie ausgeübt wird, sogar als sie gezwungen werden, Pistolen auf ein ausgewähltes Opfer oder die beiden Neuankömmlinge zu richten: Sydney und Tommy.

Bereits beim Lesen des Klappentextes beschleicht einen ein beklommenes Gefühl, denn sich auf ein solches Spiel einzulassen, kann einfach nicht gutgehen. Der Reißer zu Beginn bestätigt diese Ahnung. Und dann wird man auch schon in die Welt von ‚Risk‘ hineingezogen. „Dieses Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ ist eine Art Jugendversion und Mix aus SF-Filmen wie „Running Man“ und vor allem den unsäglichen Reality-Shows „Big Brother“, „Dschungelcamp“ – und wie sie alle heißen mögen. Genau wie in diesen werden in ‚Risk‘ die Spieler angehalten, erst peinliche, dann immer ekligere und gefährlichere Aufgaben zu bewältigen, die sie viel Überwindung und so manche Freundschaft kosten – alles zur Erbauung der sensationslüsternen Zuschauer und als breit angelegte Werbekampagne/Einnahmequelle für die Veranstalter. Eigentlich gehört Vee gar nicht zur Zielgruppe solcher Games, denn sie ist ein ruhiges, behütetes Mädchen, das einigen durchaus realisierbaren Träumen (u. a. ein Studium) nachhängt. Eine große Enttäuschung veranlasst sie, über ihre Grenzen und immer weiter hinauszugehen. Erst ist es Matthew, der ihr den Floh ins Ohr setzt, dann Tommys skeptische Unterstützung, schließlich die Liebe zu Ian und eben die Aussicht, sich diese Träume erfüllen zu können, die sie veranlassen, nicht aufzugeben.

Auch die anderen Teilnehmer werden auf diese Weise gepackt, wenngleich man nur so viel über die Motive von Ian, Samuel, Jen, Micki, Ty und Daniella erfährt, wie sie Hauptfigur Vee erzählen. Sie alle wollen ihrem Leben eine Wende zum Besseren geben, sie alle haben ihren Preis, mit dem ‚Risk‘ sie ködert – aber die Unternehmer kennen, woher auch immer, die schlimmsten Geheimnisse und größten Ängste der Spieler und konfrontieren diese gnadenlos damit, treiben sie in aller Öffentlichkeit praktisch an den Rand des Zusammenbruchs. Die Situation eskaliert, als Schusswaffen ausgeteilt werden. Spätestens jetzt ist Vee klar, dass die gefährlichen Aufgaben kein Fake sind, sondern ‚Risk‘ sogar den Tod der Teilnehmer in Kauf nimmt, um die Massen, die keine Ahnung vom Ernst der Lage haben, zu berauschen. Plötzlich hat sie eine Idee, aber wem von den anderen kann sie vertrauen? Plötzlich von passiven Beobachtern zu aktiven Teilnehmern geworden, bekommen es die Hintermänner von ‚Risk‘ mit der Angst zu tun, doch sie erweisen sich als gerissen genug, um sich aus der Affäre zu ziehen und die Spuren zu verwischen. Die Polizei kann nichts unternehmen, und auch von den Zuschauern will keiner glauben, dass dieses Spiel jeden das Leben kosten kann. Das Buch endet offen, denn richtig vorbei wird es für Vee und die anderen wohl nie sein.

Dieses Wissen macht den Roman zu einer wirklich unheimlichen, realitätsnahen und erschütternden Lektüre, so dass man den Titel gern LeserInnen ab 12 Jahre empfiehlt und ihn auch für den Deutschunterricht in den Klassen 7 bis 10 geeignet befindet.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Für LeserInnen ab welchem Alter empfielt die Rezensentin dieses Buch? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 300 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWINNER: Armin Burgdorf, Hannelore Bäcker, Steffi Winterbach-Möller. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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  1. Für LeserInnen ab welchem Alter empfielt die Rezensentin dieses Buch?

    Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!)

  2. GEWINNER: Armin Burgdorf, Hannelore Bäcker, Steffi Winterbach-Möller. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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