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KATHARINA – IN UNSEREN HERZEN STIRBST DU NIE! – Eine Shortstory nach leider wahren Begebenheiten von Tröpfchen Kakadu

KATHARINA – IN UNSEREN HERZEN STIRBST DU NIE!

Eine Shortstory nach leider wahren Begebenheiten

von

Tröpfchen Kakadu

Der Fall Katharina – eine Zwölfjährige, die vergewaltigt und erschlagen wurde – ist heute Gegenstand des Prozessbeginns in Ingolstadt gegen einen 27-Jährigen Sexualstraftäter.

Der Täter soll die Schülerin am 15. Februar 2014 entführt, mit seiner Faust vergewaltigt und anschliessend mit einem Holzscheit erschlagen haben. Weil Racheangriffe auf den Angeklagten befürchtet werden, hat das Gericht strengste Sicherheitsauflagen erlassen.

Ein Jahr ist es nun her seit Katharina im Alter von nur 12 Jahren von einem 27 Jahre alten Mann entführt, vergewaltigt und getötet wurde. Nach Auffassung der Polizei-Ermittler wurde Sie scheinbar zufällig zum Opfer. Die aus dem Dorf Möckenlohe im Landkreis Eichstätt stammende Realschülerin war an ihrem Todestag mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.

Den Nachmittag verbrachte sie mit einer Freundin an einer Skaterbahn in einer Nachbargemeinde. Möglicherweise beobachtete der Angeklagte sie schon dort, denn kurz nachdem sich Katharina mit ihrem Fahrrad alleine auf den Rückweg gemacht hatte, wurde es ihr so unheimlich, dass sie in einer SMS an ihre Freundin schrieb: „Hier ist ein grünes Auto. Das verfolgt mich“. Leider blieb dieser Hilferuf per Handy unbeachtet. Niemand schien diese SMS zu diesem Zeitpunkt gelesen zu haben. Niemand wunderte sich um den Verbleib des 12jährigen Mädchens.

Auch Katharinas Eltern bemerkten zunächst nicht, dass ihre Tochter nicht nach Hause  zurückkehrt war. Sie glaubten, dass sie die Nacht bei einer Freundin verbringen würde. Tatsächlich aber nutzte der 27jährige Täter diesen Zeitraum für seine Tat. So soll Steffen B. Katharina überwältigt und dann mehrmals vergewaltigt haben. Nachdem er sie erschlagen hatte, soll er ihre Leiche in einen kleinen Weiher geworfen haben. Als die am Sonntag von den Eltern ausgelöste Suchaktion nach Katharina lief, entdeckten Angler zufällig die im Wasser treibende Leiche der 12jährigen.

Inzwischen steht die Gerichtsverhandlung an. Der ursprünglich für den 19. Januar 2015 geplante Prozessbeginn musste jedoch  verschoben worden, weil ein Mithäftling den Angeklagten niedergestochen hatte. Zu den Motiven des Angriffs machte die Staatsanwaltschaft keinerlei Angaben. Nach dieser Tat schien auch beim Gericht der Gedanken an einen Racheakt geweckt worden zu sein.

So verschärfte man die bereits vorher strengen Kontrollen für alle Prozessbeteiligten noch einmal, um einen Fall von Selbstjustiz gänzlich ausschliessen zu können.

Das Gericht will beim Prozessauftakt am Montag die Anklage verlesen lassen und danach dem Angeklagten Gelegenheit geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Ob er aussagt, scheint aber noch offen.

Als die Polizei nach den Informationen, die ihnen vorlag, die Ermittlungen begann, konnte der Täter dingfest gemacht werden, nachdem er sich mit der Polizei eine halsbrecherische Verfolgungsjagd lieferte.

Zu diesem Zeitpunkt und kurz danach schien er bereits ein Teilgeständnis abgelegt zu haben. Doch dieses wurde von ihm später widerrufen und seitdem schweigt er zu den Vorwürfen.

So scheint es unumgänglich, dass das Verbrechen mit Hilfe von Zeugenaussagen und Gutachten aufgeklärt werden muß. Insgesamt hat das Gericht 102 Zeugen geladen ausserdem 18 Sachverständige.

Dem zu diesem Zeitpunkt in einer Obdachlosenunterkunft lebenden Angeklagten, der selbst Vater von zwei Kindern sein soll, droht neben einer langen Haftstrafe wegen Mordes anschliessende Sicherungsverwahrung bis zum Lebensende, da er bereits mehrfach wegen Sexualdelikten bestraft wurde. Zudem soll er in den Monaten vor dem Mord an Katharina, eine Bekannte vergewaltigt und ein 13-jähriges Mädchen sexuell schwer missbraucht haben. Über das Internet habe er zudem weitere minderjährige Mädchen, fast alles noch Kinder, massiv sexuell belästigt haben.

In Katharinas Heimatdorf bewegt der Fall bis heute viele Menschen und man hofft auf das Ergebnis der Gerichtsverhandlung. Katharinas Eltern werden in dem Verfahren als Nebenkläger auftreten. Sie hatten ihrer Tochter, ihrem einzigen Kind, nach dem Mord mit einer bewegenden Traueranzeige gedacht: „In unseren Herzen stirbst du nie“, stand darin.

-Ende-

Copyright (c) 2015 by Tröpfchen Kakadu

Bildrechte: Subcover “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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BUCHTIPP DER AUTORIN:

Im Netz – Kinder vor sexueller Gewalt schützen (Kartoniert)
von Weiler, Julia von

Verlag:  Herder Verlag GmbH
Medium:  Buch
Seiten:  199
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  November 2014
Maße:  120 x 190 mm
Gewicht:  172 g
ISBN-10:  3451067471
ISBN-13:  9783451067471

Beschreibung
Social Media sind fester Bestandteil im Leben von Kindern und Jugendlichen. Das Bedürfnis, sich zur Schau zu stellen, ist enorm und in ihrer kindlichen Unbefangenheit sind sich viele über die möglichen Konsequenzen gar nicht im Klaren. Jeder siebte Jugendliche hat schon einmal sexuelle Anmache im Internet erlebt. Die meisten Opfer sind zwischen 13 und 15 Jahren alt. Julia von Weiler beschreibt, welche Tricks die Täter anwenden und gibt den Eltern praktische Tipps zum Schutz der Kinder.

Autor
Julia von Weiler, Dipl. Psychologin, bis 2007 psychologische Fachleitung einer stationäre Facheinrichtung für Diagnostik für gewaltgeschädigte Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren. Seit 2003 Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“

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4 Comments

Add a Comment
  1. Martina Müller

    Ist das nicht der Hammer?

    Mehr als 100 Kinder 2014 in Deutschland getötet!
    Fast 14.500 Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder!

    https://de.nachrichten.yahoo.com/mehr-100-kinder-2014-deutschland-get%C3%B6tet-171053070.html

    Da muß man sich schämen ein Mensch zu sein. Wie sehr Ihr das?

  2. Martina Müller

    Wir regen uns gegen Köpfungen der ISIS auf, dabei geht es bei uns unter dcem Deckmäntelchen des Christentums und der Demokratie auch nicht gerade wenig barbarisch zu, oder? Und das sind nur die Zahlen für Deutschland. Mach zwei Nullen hintendran dann hast du die Mindestmenge an Vergehen auf der ganzen Welt. Also da kann ich nicht mehr von „meiner“ Welt sprechen sondern nur noch von einer mir absolut „fremdartigen“ Welt, was meine Gefühle, Vorstellungen und Gedanken angeht …

  3. Dieser Vergleich ist noch nicht einmal Äpfel mit Birnen.

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