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Frankfurt am Main: Frau in Jobcenter erschossen! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Lange, Björn – Hartz IV – und der Tag gehört dir. Über das Schicksal Langzeitarbeitsloser, den Zerfall unseres Sozialsystems und das Milliardengrab ARGEn/Jobcenter.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): „Frankfurt/Main (dapd-hes). (…) Ein Polizeisprecher weiß nur zu berichten, dass die junge Frau am Morgen in einen Streit mit einem Mitarbeiter des Jobcenters geraten war. Worüber, ist unklar. Um kurz vor 09.00 Uhr alarmierte der hauseigene Sicherheitsdienst die Polizei. „Demnach wollte eine Kundin nach einem Streit mit einem Mitarbeiter das Haus nicht verlassen. Sie randalierte und störte den Betrieb“, sagt der Polizeisprecher. Als die alarmierten Streifenbeamten sie nach ihrem Ausweis fragten, zog sie ein Messer aus ihrer Handtasche. Damit stach sie einem Polizisten in den Bauch. Seine Kollegin schoss daraufhin ein Mal auf die Angreiferin. Der Schuss traf die junge Frau im Bauch. Im Krankenhaus erlag die Frau ihren Verletzungen, etwa eine Stunde nach dem Schuss. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Lange, Björn
Hartz IV – und der Tag gehört dir

Über das Schicksal Langzeitarbeitsloser, den Zerfall unseres Sozialsystems und das Milliardengrab ARGEn/Jobcenter

Verlag :      Books on Demand
ISBN :      978-3-8391-7224-7
Einband :      Paperback
Preisinfo :      11,90 Eur[D] / 12,30 Eur[A] / 20,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 176 S. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 24.06.2010
Gewicht :      262 g

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Es gibt viele Bücher über Hartz IV, aber keins wie dieses. Neben dringend notwendiger Aufklärungsarbeit, besticht das Buch durch seine nachhaltige Fachkenntnis und die realistische Einschätzung des Systems.

Als ehemaliger Sachbearbeiter kennt der Autor Probleme, Folgen sowie Missstände des Systems und blickt weit über den Tellerrand hinaus. Seit mehr als fünf Jahren gibt es das Hartz-IV-System, und die „Armut per Gesetz“ hat unsere Gesellschaftsstruktur nachhaltig beeinflusst. Neben den Milliardenkosten der größten Sozialreform der BRD ohne wirklichen Nutzen beobachten wir leider auch einen zunehmenden Verfall der sozialen Werte in unserer Gesellschaft.

Organisationschaos, Prozesslawinen, Finanzmiseren der Kommunen, die äußerst fragwürdigen Rollen von Medien und Politik sowie die sprichwörtliche „Verhartzung“ der Gesellschaft schüren weiteren sozialen Zündstoff und forcieren die Hartz-IV-Kritik.

Probleme wie Sucht, Zeitarbeit und Schulden blockieren das System, das schnell an seine Grenzen stößt. Die „Kunden“ führen oft ein Schattendasein, werden in ihren Grundrechten beschnitten, flüchten sich in ihre virtuelle Scheinwelt oder kapitulieren vollends.

Es ist eine authentische, aufrichtige Aufarbeitung des Systems mit einer dezenten Portion Ironie und Zynismus. Neben der Kritik an dem System sowie authentischen Fallbeispielen nennt der Verfasser gleichwohl auch Auswege aus diesem Dilemma, denn diese gibt es.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Updated: 19. Mai 2011 — 23:20

6 Comments

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  1. Ich bin ja nun fast ein Augezeuge dieser Tat, wohne weniger als 500 Meter davon entfernt.

    Wer mehr wissen will, sollte mal den kompletten Artikel lesen und auch die Kommentare unter dem Originalartikel (Link oben!). Ist sehr aufschlußreicht.

    Ich möchte hier nicht partei ergreifen, denn ich weiß wie uneinsichtig Menschen sein können. Andererseits habe ich am eigenen Körper und Seele selbst schon erfahren müssen, wie einem das System runterwalzt und wie man oft wie Dreck behandelt wird, wenn man am kürzen Ende steht…

    Was meint Ihr denn. Habe Ihr eigene Erfahrungen gemacht in dieser Richtung?

    PS.: Man denkt ja, dass Polizisten eine Ausbildung haben, um einen tobenden Täter auch ohne Todesschuss zum Stehen zu bringen. Die Realität lehrt uns wieder mal, dass die ganze Ausbildung für Katz ist, denn oft entstehen Situationen, die nicht im Ausbildungplan enthalten waren. Aber man kürzt ja fleißig weiter bei der Polististenausbildung, der Staat will ja sparen, damit er den Banken die Kohle in den Rachen werfen kann, die sich darüber echt schlapp lachen und das Geld dankend einstecken. Sind die eigentlich alle beschränkt hier in diesem Land, die was zu sagen haben?

  2. Ich bin echt schockiert!

  3. Ohne die genauen Umstände zu kennen, möchte ich hier mal einen Stab für unsere Polizei brechen: Entgegen amerikanischen Kollegen „erfreuen“ sich unsere Freunde und Helfer einer nur sehr mäßigen Anerkennung in der Gesellschaft. Leider kommt noch dazu, dass Straßenschläger, Saufköpfe, Hooligans und erst recht richtig kriminelle Elemente in Deutschland wenig Respekt vor der Polizei haben. Und woran liegt das?

    Weil sie eben einen Wust an Vorschriften, einen so engen Handlungsspielraum haben, dass allenthalben die aufheulende Presse und Haarspalter medial und Hinterher-weiß-der-Anwalt-alles-besser auf sie einschlagen. Dazu saind sie völlig unterbesetzt und eigentlich nicht wirklich im Straßenbild präsent. Tür und Tor für Blödmänner sind daher sperrangelweit offen. Unsere Polizei ist mittlerweile so weichgespült, dass noch nicht mal der übliche U-Bahn-Assi sich im Zaum hält, sondern munter auf seine Opfer eindrischt.

    Ich bin beileibe kein Befürworter von prügelnden und Waffen schwingenden Uniformträgern, aber hartes Durchgreifen im wahrsten Sinne des Wortes trauen sich die Beschützer des Bevölkerung doch schon gar nicht mehr, weil sie genau wissen, dass sie anschließend zerpflückt werden.

    Was sollte die Polizisten denn anderes tun? Da randaliert eine scheinbar nicht ganz dichte Frau in einer Behörde herum, dass sich die Beschäftigten selbst nicht zutrauten, ihrer Herr zu werden. Der männliche Polizist konnte trotz eigener Waffe die Frau verbal nicht beruhigen, geschweige denn bändigen und hat sich plötzlich selbst einem Messer gegenüber gesehen. Wir waren alle nicht dabei, aber ich glaube auch, dass die Beamten inUniform nicht auf alles und jedes nur denkbare Szenarium vorbereitet sein können, und dann auch noch perfekt nach Vorschrift reagieren, niemand verletzt wird, kein Sachschaden entsteht und hinterher die Messerschwingerin einsieht, dass sie ausgeflippt ist. Polizisten sind auch nur Menschen und keine Maschinen (von denen man auch vermuten muss, dass sie nicht richtig funktionieren könnten) und Fehlreaktionen wird es immer wieder geben.

    Man fuchtelt nirgends mit einem Messer herum! Dann würde die Frau auch noch leben.

    mgg
    galaxykarl :-I

  4. Noch was:

    Ich kann keine Bücher und Pressemeldungen zum Thema Hartz IV mehr sehen. Sind wir hier das Sozialamt?

  5. Felis Breitendorf

    Ich bin der meinung, dass solche Menschen in psychatrische Behandlung gehören und nicht in arbeitslosenbezug! Wer sowas bestimmt, der hat keinen Bezug zur Realität!

  6. Der Autor des Buches hat mir per e-mail geantwortet und uns zwei Verlosungsexemplare in Aussicht gestellt. Bin mal gespannt!

    Vielleicht schreibt er ja noch in den Kommentar hier was rein?

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