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FORMAT C:/… – Science Fiction-Story von Peter Wiegel

FORMAT C:/…

Science Fiction-Story

von

Peter Wiegel

Was ist ein Mensch?

Was macht einen Menschen aus? Was glauben Sie? Ist es sein Körper, mit all‘ diesen Narben, Schrammen und Falten, die sich über die Jahre bilden. Sind es Daten, die über ihn an den verschiedensten Orten gesammelt wurden. Angefangen von der Geburtsurkunde, über seine Schulzeugnisse und allem, was in seinem Leben später hinzukommt, seinem Guthaben auf der Bank, seinen Schulden und der Schuld, die er sich irgendwo auflud? Oder ist es das, was man als Software bezeichnen könnte: dieses BIOS, mit dem er aus dem Mutterschoß gezogen wurde, dem Betriebssystem, dass ihm seine Eltern gegeben haben und den Anwendungen, die er in der Schule bekam. Dann dazu all‘ den vielen Dateien, die man so auf seiner Festplatte sammelt. Erinnerungen, Erfahrungen, Wissen und Können, aber auch kleine Viren und Trojaner, die einem das Leben so schwer machen?

Was wäre, wenn man diese Festplatte einfach löschen könnte, gewissermaßen Formatieren und dann das Backup einer anderen Festplatte, die vermutlich bald nicht mehr funktioniert, auf diese überträgt. Wer ist man dann? Ist man noch derselbe Mensch?

Sie sagen, das sind doch alles nur theoretische Überlegungen. Man kann solch eine „Festplatte des Lebens“ nicht einfach löschen und mit anderen Daten versehen. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: man kann es! Und schon morgen wird jemand auf meinen Füßen durch diese Welt laufen. Er könnte zu seiner Frau zurückkehren und endlich das Leben so leben, wie er es sich immer wünschte.

Ich wünschte mir, nur im Unterbewusstsein als Zuschauer zurückzubleiben, – aber das wird nicht passieren.

Todessehnsucht

Ich glaube, ich machte damals den größten Fehler, den ein Mensch überhaupt machen kann. Ich unterschrieb mein eigenes Todesurteil. Nicht, dass ich schon physisch exekutiert wurde, sondern ich war kurz davor, dass man meine Software auslöschte. Das begann vor vier Jahren. Damals glaubte ich, dass mein Sinn überhaupt kein Leben mehr hatte. Ach nein, Unfug, dass mein Leben überhaupt gar keinen Sinn mehr macht. Aber irgendwie ist der erste verdrehte Satz doch gar nicht so falsch.

Ich brachte mich damals in eine für mich unlösbare Situation. Finanziell war ich am Ende und hatte Schulden, aus denen ich im Leben nicht wieder herauskommen würde. Zu allem Übel verlor ich meinen Beruf und dann auch noch meine Lebensgefährtin. Einfach so! Dabei war sie es, die mich in diesen ganzen Schlamassel hinein gebracht hatte. Kurz, ich sah keinen Sinn mehr darin, dieses verfahrene Leben fortzusetzen. Ich muss zugeben, ich bin ein Feigling. Ich habe Angst vor Schmerzen, habe Angst, dass meine Vorhaben misslingen und das ich dann noch tiefer in der Scheiße sitze. Ich könnte schwerbehindert oder verstümmelt sein. Ich fand keinen Weg, auf den ich mich sicher und zuverlässig, aus diesem Leben stehlen könnte. So suchte ich Hilfe im Internet. Dort findet man wirklich alles, Hilfe, damit man es schafft, sich zu einem wandelnden Skelett herunter zu hungern, Hilfe, um einen anderen Menschen zu einem Fettkloß zu mästen oder Hilfe, um sich oder andere zu verstümmeln. Und so fand auch ich dann eine Hilfe, die mir einen Weg anbot, mein Leben, welches ich selbst in den Dreck geritten hatte, zu beenden. Und das absolut Tollste daran, ich würde dabei noch einem anderen helfen.

Ich hatte mich durch viele einschlägige Foren gekämpft. Fand die Einträge von jungen Mädchen, die aus Liebeskummer ihrem Leben ein Ende bereiten wollten und die von schwerkranken Menschen, die körperlich nicht mehr in der Lage waren, diesen Todeswunsch selbst umzusetzen. Ich fand Unmengen dieser Einträge und jeder dieser verzweifelten Menschen hatte irgendwie einen anderen, teilweise sogar nachvollziehbaren Grund. Ich fand auch viele Lösungen, aber alle waren irgendwie mit schwerwiegenden Risiken verbunden, und selbst wenn sie zielführend aussahen, so waren sie doch, zumindest mit großen Schmerzen oder einer anderen Art von lange andauerndem Unwohlsein verbunden. Also forschte ich weiter. Irgendwo in einem einschlägigen Chatroom traf ich dann auf einen Mann, der mir sagte, dass er eine sichere Lösung habe, mir diese aber öffentlich nicht nennen könne. Er verabredete ein Treffen mit mir irgendwo in einer Bar.

Nikita

Er stellte sich mir als Nikita vor. Er schlug mir eine teure Bar vor, die sich am anderen Ende unserer Stadt befand. Ich hoffte, dass er nicht von mir erwartete, dass ich die Getränke bezahle, denn ich hatte totale Ebbe in der Kasse. Also machte ich mich schon früh auf den Weg, denn ich musste den weiten Weg durch die Stadt zu Fuß antreten. Wie gesagt, ich bin ein Feigling und so bin ich dann auch nicht schwarz gefahren. Trotz allem habe ich diesen Ort relativ pünktlich erreicht. Gut, ich war etwa zehn Minuten zu spät. Mit Nikita hatte ich ausgemacht, dass ich ihn daran erkennen würde, dass er neben sich ein kleines Päckchen, das wie ein Geschenk verpackt ist, auf der Bar liegen habe.

Ich sprach ihn an. Er musterte mich von oben bis unten und sagte nur ganz leise: „Ja, ich glaube wir können ins Geschäft kommen.“ Dann fragte er mich, was er mir anbieten könne, ich sei eingeladen. Ich schaute mir die Getränkeliste an und hatte überhaupt keinen Durchblick, also hat er mir einfach einen Drink geordert. Dann gingen wir hinüber in eine ziemlich dunkle Ecke dieser Gaststätte. Man sah ihm deutlich an, dass ihm finanzielle Probleme keine Sorgen bereiten könnten. Der Anzug, den er trug, war eindeutig von einem Maßschneider angefertigt, ebenso seine Schuhe. Und von dem, was dieser Cocktail kostete, den er mir geordert hatte, hätte ich gut eine Woche leben können.

Er schaute mich an und fragte mich: „Was meinen Sie, wie alt bin ich?“ Also musterte ich ihn und grübelte ein wenig über diese Frage. Eindeutig, er war noch ein sehr junger Mann. Ich schätzte ihn auf 25. Er lachte und sagte: „Rein körperlich liegen sie gar nicht so falsch, aber eigentlich bin ich 96. Nach Ende der Sowjetunion hatte ich mir in Russland ein florierendes Handelsunternehmen aufgebaut. Aber gleichzeitig hatte ich durch Stress, Wodka und Frauen meinem Körper nichts Gutes angetan. Auch hatte ich es nicht geschafft, einen Stammhalter zu bekommen. Es sah so aus, als hätte ich all‘ die Arbeit in den Aufbau meines Unternehmens umsonst hineingesteckt. Es stand kurz davor, dass alles dieses wieder zerfallen würde, weil in Kürze mein Körper nicht mehr mitspielen würde. Es hat mich sehr viel Nachforschungen gekostet.

Schließlich hatte ich eine Firma gefunden, die mein Problem auf eine sehr elegante Art zu lösen bereit war. Diese Firma, die sich einfach nur „FIRMA“ nennt, hatte ein Verfahren entwickelt, einen Menschen komplett aus seinem Körper heraus zu löschen und in einen anderen zu übertragen. Praktisch wird das gesamte Nervensystem umprogrammiert. Dort können Menschen wie Sie, die ihr Leben in eine aussichtslose Situation manövriert haben, ihren gesunden Körper zur Verfügung stellen, damit andere, die ein Leben haben, das gefährdet ist, sich in diesen Körper übertragen lassen können. Der Spender des Körpers wird dann von allen seinen Sorgen befreit, aber eben auch von seinem Leben. Dies geschieht jedoch in einer absolut angenehmen Art und Weise, denn derjenige oder diejenige spürt davon absolut nichts. Er oder sie hört einfach auf, zu existieren. Rein biologisch und rein rechtlich existiert dieser andere Mensch jedoch fort. Also überschreibt die Person, die diesen Körper übernimmt, dem Geber als Letztes sein Eigentum, mit allen rechtlichen Konsequenzen. So bin ich in den Körper von Nikita gekommen. Er war ein junger Bursche mit unstillbarem Liebeskummer. Bestimmt hätte es für ihn noch eine Lösung gegeben, da diese Lösung aber meinen Tod bedeutet hätte, habe ich mir darüber kein Kopfzerbrechen gemacht. Schließlich hatte ich ein Unternehmen zu retten. Also mein Freund, auch bei Ihnen wird sich jemand finden, der darauf wild ist, in Ihrem Körper weiterzuleben. Das muss nicht jemand sein, der – wie ich – einen alten Körper durch ungesunden Lebenswandel zerstörte oder einfach nur alt ist. Und für den es normalerweise an der Zeit wäre, ab- zutreten. Es kann auch jemand sein, der durch einen Unfall oder eine unverschuldete Krankheit nicht mehr in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen und soviel zu früh aus dem Leben, aus seiner Schuld – anderen gegenüber – heraus gerissen würde. Wenn Sie also wirklich Ihrem verfahrenen Leben ein Ende setzen wollen, dann begehen Sie dabei gleichzeitig eine gute Tat. Retten sie so möglicherweise ein wertvolleres Leben.“

Dann steckte er mir eine Visitenkarte und einige Geldscheine in die Tasche, stand auf, ging zur Bar und zahlte seine Rechnung mit einer Kreditkarte. Er kam noch einmal zurück und sagte, dass ich mir gerne noch ein, zwei Drinks bestellen könne. Und ich bräuchte ich nicht nach dem Preis zu schauen. Dann verließ er die Bar. Ich saß noch eine ganze Weile da und bestellte mir tatsächlich noch einen Cocktail aus der mittleren Preiskategorie. Auch dieser war so teuer, dass ich davon locker eine weitere Woche hätte leben können. Dann machte ich mich zu Fuß auf den Heimweg. Zuhause angekommen, schaute ich mir einmal an, was der Mann mir zugesteckt hatte. O mein Gott! Dieses Geldpäckchen war so dick, dass ich erst einmal meine Miete für mehrere Monate bezahlen konnte. Trotzdem blieb genug zum Leben übrig. Warum hatte dieser Mann mir so einen Batzen Geld in die Tasche gesteckt? Ich fand eine kleine Visitenkarte. Darauf waren nur eine russische Telefonnummer und ein Kennwort vermerkt, das ich sagen sollte. Mit Bleistift war vermerkt, dass ich nicht zögern solle, dort anzurufen.

Die Firma

Also rief ich dort gleich am nächsten Morgen an. Eine Frauenstimme mit einem deutlich russischen Akzent begrüßte mich freundlich. Nachdem ich das Kennwort genannt hatte, fragte sie mich, ob ich geben möchte oder selbst suche. Ich fragte sie, was geben bedeutet und sie lachte: ihr Leben natürlich! Ich antwortete, dass ich dann wohl ein Geber sei. Dann fragte sie nach meiner Adresse, denn sie wolle mir Unterlagen zuschicken. „Unterlagen?,“ fragte ich, „was gibt es in solch einem Fall an Unterlagen, die man so einfach per Post senden kann?“ Und sie sagte: „Es ist nur eine Einladung und eine Fahrkarte. Wir müssen Sie ja schließlich sehen.“

So gab ich ihr die gewünschte Adresse und die Frau auf der anderen Seite beendete dieses Gespräch ohne ein Abschiedswort. Es dauerte etwa eine Woche, bis ich einen Briefumschlag ohne Absender im Briefkasten hatte. In diesem Umschlag waren alle Reisedokumente sowie Flugscheine nach Tscheljabinsk. Ich wunderte mich sehr, denn in dem Brief befand sich auch das Visum für die Russische Föderation, in dem sogar meine Passnummer eingetragen war und auf dem ein aktuelles Foto von mir prangte. Wo zum Teufel hatten die diese Daten her? Die Reise sollte schon am nächsten Tag starten.

Ich hab in dieser Nacht schlecht geschlafen, so machte ich mich am nächsten Tag ziemlich müde auf dem Weg zum Flughafen. Der Flug dauerte insgesamt vier Stunden mit einem Zwischenstopp in Moskau. In Tscheljabinsk wurde ich mit einem schwarzen, russischen Auto abgeholt. Ich glaube, es war ein Wolga. Die Firma befand sich in einem modernen Bürogebäude am Rande der Stadt. Das Gebäude bildete einen harten Kontrast zu den heruntergekommenen Werkstätten in dieser Gegend. Ich wurde freundlich von einer etwas dicklichen, blonden Frau empfangen und dann in einen Konferenzraum geführt. Ein Mann mit einem etwas asiatischen Gesichtsausdruck begrüßte mich freundlich und sagte, dass es von mir eine mutige, aber edle Entscheidung sei, mich für dieses Programm zur Verfügung zu stellen. Ich sollte ihm auch meine Gründe nennen. So habe ich ihm meine nicht so ganz glückliche Lebensgeschichte erzählt. Dann brachte er einen Stapel Papiere, in denen alles sehr klar aufgeschrieben war. Ich musste mich zur absoluten Verschwiegenheit verpflichten, musste unterschreiben, dass ich jederzeit bereit war, diese letzte Reise anzutreten, auch wenn es bis dahin noch Jahre dauern könnte. Dann musste ich unterschreiben, dass ich auf jegliche Rücktrittsmöglichkeiten aus freien Stücken verzichte. Bei dieser Vertragsunterzeichnung waren dann auch noch Zeugen anwesend, die diese Papiere mit unterschrieben haben. Hiermit hatte ich praktisch mein Todesurteil unterzeichnet. Aber genau das hatte ich ja geplant.

Dann wurde mir der Raum gezeigt und auch das Gerät, mit dem dieser Vorgang durchgeführt wird. Sie sagte mir, dass ich mich nur in diesen Sessel setzen müsse, dann auf dem Bildschirm den Startbefehl eingebe und sei es wie Einschlafen. Keine Schmerzen, kein Unwohlsein, keine Angst. Kurze Zeit später wird der Empfänger meines Körpers – wie aus einem tiefen Schlaf – in meinem Leib erwachen. Bei der Sache mit der Angst war ich mir dann nicht mehr so ganz sicher. Allerdings hatte dieser Raum eine sehr angenehme Atmosphäre. Hätte man jetzt gesagt, dass ich mich sofort auf diesen Stuhl setzen sollte, hätte ich dieses ohne Zögern getan. Aber zunächst hatte man etwas ganz anderes mit mir vor. Zuerst wurde ich in eine sehr modern eingerichtete Klinik gebracht. Ich musste mich einer kompletten Gesundheitsuntersuchung unterziehen. Und zwar weit intensiver als ich es jemals zuvor erlebt hatte. Anschließend kam ich auf die Abteilung Kieferchirurgie. Hier bezog ich ein geradezu luxuriös ausgestattetes Einzelzimmer. Am nächsten Tag erklärte mir ein Arzt, dass meine komplette Kauleiste in einem Abwasch unter Vollnarkose auf Vordermann gebracht würde. Schließlich wolle die Firma für mich einen guten Preis erzielen. Dafür müsse der angebotene Austausch-Körper im Top-Zustand sein. Hier musste ich noch einmal Papiere unterzeichnen. Allerdings waren diese russisch verfasst und der Arzt gab mir nur eine grobe Übersetzung. Mir schienen diese Formulare nicht wesentlich von westlichen Kliniken abzuweichen. Danach wurde ich von einem Anästhesisten besucht, der mich fragte, ob ich schon einmal eine Vollnarkose bekommen hätte und ob dabei irgendwelche Probleme aufgetreten seien. Komisch, obwohl ich eigentlich hergekommen war, um mein Leben zu beenden, fühlte ich mich in guten Händen. Ich wurde in den OP geschoben und ins Reich der Träume geschickt.

Als ich erwachte, hatte ich einen Schlauch in der Nase und mein Mund war unter dicken Verbänden versteckt. Ein Arzt kam herein, begrüßte mich zuerst auf Russisch, sagte in meiner Sprache mit einem deutlichen russischen Akzent, dass alles hervorragend verlaufen sei. Er rechne damit, dass die Verbände schon in drei Tagen abgenommen werden könnten. Sie hatten mir alle Zähne entfernt und durch neue Implantate aus neu entwickelter Keramik ersetzt. Wenn die Titananker erst einmal fest in meinem Kiefer verwachsen seien, könne ich damit Stahlnägel durchbeißen.

Außerdem würde ich fast eine Woche über diese Magensonde ernährt werden. In dieser Zeit würden noch weitere Kleinigkeiten behandelt, sodass ich um und um renoviert meiner Heimreise antreten könnte. … Eine nicht unerhebliche Summe Geldes war sogar in meinem Reisegepäck. Es war verrückt, ich bin dort hingeflogen, um mein eigenes Todesurteil zu unterzeichnen, aber man hatte mich ins Leben zurückgebracht. Ich war einen Großteil meiner Geldsorgen los. Mit einem besseren Erscheinungsbild fand ich sogar wieder einen Job. Ich hatte neue Kontakte, aus denen ich eventuell neue Beziehungen aufbauen könnte. Allerdings hing da das Damoklesschwert über mir, dass ich jeden Tag abgerufen werden könnte und damit einfach ausgelöscht sei.

Also zwang ich mich, jeden Kontakt mit dem anderen Geschlecht so oberflächlich wie möglich zu halten, was mich anscheinend nur noch begehrenswerter machte. Ich kniete mich auch im Job nur sehr wenig in meine Arbeit. Auch hier sorgte meine jetzt lockere Art dafür, dass ich in der Firma zu einem beliebten Mitarbeiter wurde. Mein Leben hatte wieder Boden unter den Füßen und ich hätte alles daran gesetzt, diesen geschlossenen Vertrag zu kündigen. Ich wusste jedoch, dass ich im Falle eines Vertragsbruchs und dem Ignorieren der „Einladung“, damit rechnen müsste, dass die Firma mir einen Vollstrecker senden würde.

Anderson Motors

Da war er in meinem Briefkasten, dieser Brief, den ich so sehr gefürchtet hatte. Wieder ein schlichter weißer Umschlag ohne Absenderangabe. Darin die Aufforderung, dass ich meine Stellung kündigen sollte und wieder Reisepapiere, nur diesmal in die USA. Auch hier war wieder einmal alles fertig für die Reise. Sämtliche Dokumente der US Behörden waren ausgefüllt, und oh Wunder, sogar eine Greencard! Meine Reise ging nach Tulsa, Arizona und ich hatte eine Einladung von Anderson Motors, einem Hersteller von Antriebstechnik und anderen Zubehörteilen für Custom Bikes. Auf dem Flughafen wurde ich von einem Mitarbeiter abgeholt. Wir fuhren mit einem Hummer zunächst zur Firma, dort wurde ich durch die Fabrikhallen geführt. Unglaublich, was das für eine schöne Fabrik war. Man brachte mich zur Villa des Fabrikbesitzers John Adam Anderson. Seine bildschöne junge Frau begrüßte mich vor dem großen Haus in Südstaaten Stil. Sie empfing mich überaus herzlich und fragte mich, ob ich Ihrem Mann tatsächlich völlig freiwillig meinen Körper überlassen würde. Ich schaute sie nur an und wurde auf meinen eigenen Körper ein wenig neidisch, denn dieser wird mit dieser himmlischen Frau noch viele schöne Dinge erleben können, und ich bin dann nicht mehr dabei. Wir gingen ins Haus. Ein Mann – etwa in meinem Alter – wartete auf uns in der Halle. Er saß in einem Rollstuhl und sah wirklich nicht sehr gut aus. Er hatte keine Haare auf den Kopf, nicht einmal Augenbrauen und Wimpern und war stark abgemagert. Trotzdem erkannte ich, dass er mir nicht unähnlich war. Auch er begrüßte mich sehr freundlich. Komisch, ich mochte ihn sofort, obwohl er mir mein Leben nehmen würde – und meinen Körper. Irgendwie ein seltsames Gefühl. Dann erzählte er mir, wie er diese Firma aus dem Nichts aufgebaut hatte, wie sie dann immer mehr wuchs. Sie wurde so groß, dass er mehrfach umziehen und größere Hallen errichten musste. Er berichtete, wie er seine geliebte Frau kennengelernt hatte. Es schien in seinem Leben alles richtig zu laufen. Er plante mit ihr ein schönes Familienleben und hoffte möglichst bald einen Stammhalter zu haben. Aber dann kam alles anders. Bei ihm wurde Hodenkrebs diagnostiziert und wurde er buchstäblich kastriert. Es folgte die erste Chemotherapie und einige Bestrahlungen. Damit hatte er nicht nur seine Hoden, sondern seine Potenz vollständig eingebüßt. Trotzdem gab ihm seine Frau sehr viel Kraft und begleitete ihn durch diese schwere Zeit. Er schlug vor, das Problem mit dem Stammhalter mit Samenspenden zu lösen, sie aber war dagegen. Sie wollte auf natürlichen Weg schwanger werden. Zuerst glaubte er, diese bösartige Krankheit besiegt zu haben. Vor einem halben Jahr aber entdeckte man Metastasen in der Leber. Er hatte versucht, für seine Firma einen geeigneten Nachfolger zu finden. Der sollte sie in seinem Sinne weiterhin leiten. Alle diese Versuche verliefen ergebnislos. Sein privates Vermögen betrug über drei Milliarden US Dollar, doch war es selbst mit diesem vielen Geld nicht möglich, sein Leben zu retten.

Ein Geschäftsfreund habe ihm eine Karte dieser russischen Firma gegeben. Daraufhin sei er, John, nach Tscheljabinsk gereist und habe sich in die Empfängerliste eintragen lassen. Er habe dort sehr viel Geld bezahlen müssen, aber das war es ihm Wert. Ihm sei es nicht leicht gefallen, zu akzeptieren, dass ein anderer sein Leben aufgibt, damit er seines fortführen könne. Er sagte mir, dass es ihm jetzt noch schwerer fiele, nachdem er mich getroffen hatte, denn ich schien ihm zu gefallen.

Beim Abendessen, bei dem wir alle zusammen an einem Tisch saßen, saß Frau Andersson mir gegenüber. Sie war mit ihren Füßen aus ihren Schuhen geschlüpft und begann mir unter dem Tisch damit die Unterschenkel zu streicheln. Es war deutlich, dass diese Annäherung bei ihrem Mann nicht unbemerkt blieb.

Er beugte sich zu mir herüber und flüsterte mir ins Ohr: „Meine Frau scheint sich auf deinen Körper zu freuen. Mein lieber Junge, du solltest die Chance nutzen, schon einmal zu erleben, was später auf dich zukommen wird, wenn du mir dann deinen Körper geschenkt hast. Na los mein Junge, sie hatte lange darauf warten müssen, endlich mal wieder einen Liebhaber im Bett zu haben und du solltest erleben, was ich da für einen Schatz in meinem Hause hüte.“

So habe ich mich dann mit seiner offiziellen Erlaubnis und seiner Ehefrau in ihr Schlafzimmer begeben. Sie ist eine absolute Zehn plus im Bett. Obwohl ich meinem Ende schon ein großes Stück näher gekommen war, erlebte ich diese Überraschung. Nach dieser Nacht beneidete ich meinen verschenkten Körper noch mehr. Nun folgten einige Dinge rechtlicher Art. Mister Anderson adoptierte mich offiziell und überschrieb als Schenkung mir seinen Betrieb seinen gesamten Besitz, da das günstiger als eine Erbschaft ist. Mit der Adoption wurde ich sogar eingebürgert. Ich war in einer sehr merkwürdigen Situation. Ich war Milliardär, Besitzer einer großen und gesunden Fabrik und mein Adoptiv-Vater ein todkranker Mann und ich sollte mit diesem Vermögen ganz offiziell meine Schulden in der Heimat ablösen.

Würde mein Adoptiv-Vater vor der geplanten Übertragung sterben, hätte ich den absoluten Hauptgewinn getätigt. Und so wie es aussieht, hätte ich dann eine sehr schöne Witwe, die auf mich wartet. Doch wie geplant würde es so aussehen, dass ich zusammen mit meinem Adoptiv-Vater eine Geschäftsreise nach Russland anträte. Auf dieser Geschäftsreise würde John ums Leben kommen und die Heimreise im Sarg antreten. Ich würde offiziell in meine Villa einziehen, eine Trauerzeit abwarten und die Witwe des Fabrikbesitzers heiraten. Allerdings wird in meinem Körper die Persönlichkeit von John stecken, alle seine Erinnerungen, all‘ sein Wissen, alles, was diesen Menschen ausmachte. Er wird seine eigene Frau erneut heiraten.

Und mich hat man einfach gelöscht, meine Festplatte formatiert. Mir kam diese Situation immer unheimlicher vor. Sollte ich zum Mörder an meinem Adoptiv-Vater werden? Werde ich dann überhaupt in der Lage sein, diese Firma in seinem Sinne fortzuführen, oder werde ich wieder alles zugrunde richten, wie ich es schon einmal geschafft habe. Und könnte ich mit dieser Schuld überhaupt Leben? Ja, ich gönnte diesem Mann aus vollem Herzen ein gesundes Leben. Mittlerweile hatte ich wieder Freude an meinem Leben und das sollte ich jetzt in wenigen Tagen aufgeben.

Da jetzt endlich alle rechtlichen Dinge unter Dach und Fach waren und ich in meiner neuen Firma von meinem offiziellen Papa in meine neue Stelle als CEO eingeführt wurde, startete die Reise wie geplant. Nur noch eine Woche, die ich zu leben hatte. So saß ich in der schönsten Todeszelle der Welt und genoss mit Erlaubnis die Liebkosungen einer verheirateten, aber wunderschönen Frau, die in wenigen Tagen dann tatsächlich die Frau meines Körpers sein würde.

Die letzte Reise

Jetzt war es soweit: wir mussten diese letzte Reise antreten. Es wird eine lange, anstrengende Reise für John werden. Von Arizona zunächst mit einem Inlandsflug nach Washington DC, dort vom Dulles Airport nach Frankfurt am Main, von dort nach Moskau und schließlich nach Tscheljabinsk. John war gesundheitlich sehr angeschlagen und ich hatte zwiespältige Gefühle. Zum einen machte ich mir ernsthaft Sorgen, dass er diese Reise nicht heil überstehen würde, zum anderen wünschte ich mir nichts sehnlicher als gerade das. Zum einen bemühte ich mich, ihn vor so vielen Anstrengungen wie möglich zu bewahren, zum anderen hätte die Chance, in ein neues wunderbares Leben zu starten. Welch eine vertrackte Situation.

Gestern Nachmittag trafen wir beide in Tscheljabinsk ein und wurden mit der schwarzen Limousine vom Flughafen abgeholt. Ja, es war ein Wolga. Seltsam, John war viel trauriger, sich von mir verabschieden zu müssen, als ich es war. Dabei war ich es doch, dessen Leben in wenigen Stunden endgültig ausgelöscht sein würde. Verdammt noch einmal, auf was hatte ich mich da eingelassen? Dann geleitete ich John in diesen Raum mit diesem seltsamen Stuhl. Zunächst sollte sein kompletter Datensatz ausgelesen werden. Ich verabschiedete mich von John, und dann wurde der Vorgang eingeleitet. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis es aussah, als würde John friedlich einschlafen. Es ratterten in mehreren Stahlschränken hunderte von Festplatten. Nach etwa zwei Stunden hörte dieses Rattern auf. Und der Mann im weißen Kittel, der eine Mütze trug, die an eine Kochmütze erinnert, sagte mit deutlich russischem Akzent: „Jetzt alles fertig, Mann jetzt tot!“ Dann füllte der, der offensichtlich ein Arzt war, einen russischen Totenschein aus, trug als Todesursache „Organversagen aufgrund der Krebserkrankung“ ein, wie er mir erklärte und der tote Körper von John wurde aus dem Stuhl gehoben. Ein Bestatter holte ihn diskret ab und sorgte für die Überführung in die USA.

Mir schoss durch den Kopf: Ich habe jetzt vollen Zugriff auf seine Milliarden. Was ist, wenn ich die Betreiber dieser Firma jetzt fragte, was es mich koste, dass diese Kopie der Daten aus dem sterbenden Körper von John nicht geklappt hätte – John würde dies ja niemals erfahren. Oder was es mich kosten würde, wenn dieser Datensatz erst einmal für einige Zeit eingelagert wird. So, dass ich ein gutes Stück meines Lebens noch genießen könne. Doch dann dachte ich wieder an John und an seine Frau, die ihren Mann wieder haben wollte, wenn auch in meinem Körper. Denn ich habe sehr wohl gespürt, dass sie in dem Moment, als sie mit mir ungezügelten Sex hatte, in Wirklichkeit an ihren Mann dachte. Also gut, überlegte ich, Vertrag ist Vertrag, verdammte Scheiße!

So, und jetzt sitze ich in diesen Stuhl und vor mir ein Bildschirm. Auf diesem Bildschirm blinkt eine Frage: Wollen Sie den Löschvorgang jetzt starten? Dieser Vorgang kann nicht mehr abgebrochen und rückgängig gemacht werden.

Darunter gab es dann nur einen Button mit OK.

Also gut dann: Format C:\ …

ENDE

Copyright © 2013 by Peter Wiegel.


Bildrechte: Coverillustrationen “Evolution. – Menschheitsgeschichten” (Evolution2.jpg) und „Paradigmenwechsel“ (Paradigmenwechsel.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Paradigmenwechsel – Storys vom Anderssein und neuen Sichtweisen” (Zeichnung-Paradigmenwechsel-684×1024.jpg) © 2014 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Diese und weitere Geschichten des Autor finden sich in folgendem Buch aus dem Debras Verlag:

Wiegel, Peter
Drachenspucke


Verlag :      Debras Verlag
ISBN :      978-3-937150-11-6
Einband :      Paperback
Preisinfo :      17,50 Eur[D] / 18,00 Eur[A] / 25,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 02.08.2013
Seiten/Umfang :      248 S. – 13,5 x 21,5 cm
Produktform :      B: Geklebt
Produktform (detailliert) :      Geklebt
Erscheinungsdatum :      02.08.2013
Gewicht :      352 g

KLAPPENTEXT
Das Buch enthält zehn Geschichten aus dem Bereich Science Fiction.
Es geht um Menschen, ihr Leben, ihre Erlebnisse und um Situationen, die es nur in der Vorstellung von Autoren der Science Fiction gibt.
In der Regel hält man die Inhalte solcher Geschichten für unmöglich, überhaupt nicht real und undenkbar. Trotzdem weiß man, dass man beim ähnlichen Inhalt sehr alter Bücher des Science Fiction genau so dachte und heute festellen muss. dass heutige Technik daraus Realität werden lies.

VORWORT DES AUTORS
Drachenspucke? Was bedeutet Drachenspucke? Sind sie schon einmal von einem Drachen angespuckt worden? Nein? Seien sie froh! Drachenspucke ist ein wirklich übles Zeug, sie brennt wie Napalm, ätzt wie Schwefelsäure und den Geruch wird man lange nicht mehr los …

Die Geschichten, die ich in diesem Buch gesammelt habe, haben damit vieles gemein, hier wird nahezu gegen jede menschliche Regel verstoßen. Da werden Leute gegen ihren Willen verändert, andere landen im falschen Körper oder gar einem künstlichen – und werden dadurch zu einer rechtlosen Maschine, wenn auch mit Bewusstsein. Kurz, es sind Geschichten aus einer seltsamen Welt, und so grausam manches hier ist, so gibt es eben doch darin Romantik, Liebe und ein Happy End – selbst für so manches Opfer. Es wird geliebt und Liebe gemacht, und nicht immer sind sich die Akteure ihrer Rolle im Spiel bewusst. Eben eine seltsame Welt.

Aber ist diese Welt tatsächlich so seltsam, fremd und fern jeder Realität? Mitte 2009 waren über 5500 Menschen in Deutschland vermisst, viele von ihnen wurden nie gefunden und in mancher Hinsicht mag manches reale Ereignis noch weit verstörender sein, als es in diesen Geschichten beschrieben wird. Und so seltsam es auch klingen mag, viele Geschichten haben einen sehr realen Hintergrund. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als an die Stelle so manchen Opfers meiner Geschichten zu treten.

Entstammen diese Geschichten jetzt meiner Fantasie? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.

Es ist jetzt mehr als 7 Jahre her, da war er mit einmal da. Nachts, in meinen Träumen, und seither besucht er mich immer wieder einmal. Er stellte sich mir als James N. Beamisch vor und behauptete ein Journalist in einer Provinzzeitung irgendwo im Mittleren Westen der USA zu sein und er hatte wirklich diesen Nordstaaten-Dialekt. Angeblich habe er sein halbes Leben an den Kriegsschauplätzen dieser Welt verbracht und er war fürchterlich Stolz, ein Exklusiv-Interview mit Ho Chi Minh gehabt zu haben.

Er erzählte mir, dass er in seinem Leben vieles Seltsame erlebt habe. Geboren ist er am 27. August 1934 in einem Provinznest Namens Otisville, wo auch immer das sein mag. In Pakistan hat er seine indischstämmige Frau Kanta kennengelernt, sie lag in einem fürchterlich primitiven Hospital und hatte ihren rechten Fuß durch eine Mine verloren. 1964 heiratete er sie, sie war damals gerade 17. Er hat 2 Kinder, Josh und Prianka. Er ist recht stolz auf seine Kinder. Seine Tochter ist eine erfolgreiche Rechtsanwältin, sein Sohn beim Militär und verheiratet. Und er machte James zum Großvater. Seine Frau ist gehörlos. –

Tja, so weit die Lebensgeschichte, die er mir erzählte. Im Internet fand ich tatsächlich eine Prianka Smith, geb. Beamish, mit einer Anwaltskanzlei. Das überraschte mich, denn in Träumen trifft man selten reale Personen, so meinte ich.

James, der stets Cordhosen und so eine Jacke mit Lederflecken über den Ellenbogen trägt und dauernd an seiner kalten Pfeife herumkaut, hat mir dann eine Geschichte nach der anderen erzählt. Er sagte stets: Peter, schreib das für mich auf, ich habe damit zu lange gewartet.

Zunächst habe ich diese Geschichten tatsächlich in Englisch aufgeschrieben. In manchen Geschichten waren z. B. Operationen wie in einem Fachbuch beschrieben. Davon lies ich bei der Übersetzung einiges weg. Oft benötigte ich zum Übersetzen der Texte, die ich nach seinem Diktat niederschrieb, ein Wörterbuch. – Auch machte mich stutzig, wo eigentlich diese Geschichten herkamen, mit Zitaten aus Fachbüchern, die ich nie in der Hand hatte.

Egal, seine Erzählungen schlugen mich in Bann, und ich konnte es am nächsten Morgen gar nicht erwarten, alles aufzuschreiben. Ich hoffe, dass ich dabei nichts Wesentliches vergessen habe.

Darum gewöhnte ich mich daran, in der Nacht neben dem Bett Zettel und einen Stift liegen zu haben – und oft fand ich (zu meinem eigenen Erstaunen) am nächsten Morgen einige wenige Korrekturanweisungen in typisch amerikanischer Handschrift – wie zum Teufel …

Ich hoffe also, dass dem geneigten Leser (oh, welch altertümliche Redewendung!) diese Geschichten etwas Kurzweil bereiten.

Ich überbringe also Grüße von James,

Ihr Peter Wiegel

Titel erhältlich bei Amazon.de

Updated: 19. August 2015 — 20:35

6 Comments

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  1. Ich bitte um Meinungen über diese SF-Story eines neuen Autoren bei sfbasar.de! 🙂

  2. Ich finde, dass man auch spannende sf-Stroys verfassen kann, ohne allzusehr in technische Details zu gehen. Was meint Ihr?

  3. Diese Story jedenfalls ist dafür ein Beweis. Wie ist eure Meinung dazu?

  4. Und glaubt Ihr, dass sowas eines Tages wirklich möglich wird? Und was meint Ihr, wie wird die Menschheit damit umgehen, falls es mal Realität werden würde …?

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