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FACEBOOK-FREUNDINNEN FÜR IMMER! – Eine Kurzgeschichte von Mona Mee

FACEBOOK-FREUNDINNEN FÜR IMMER!

Kurzgeschichte
von
Mona Mee

Meine Freundin Katrina und ich sind beide zwölf Jahre alt. Wir haben die gleichen Interessen, doch wir leben viele hundert Kilometer auseinander. Ich lebe in der Nähe von Kiel. Katrina lebt in der Nähe von München. Meine Eltern haben einen Ponyhof mit Frühstücksservice. Die Eltern meiner Freundin sind Milchbauern mit fünfhundert Milchkühen. Ich habe meine Freundin letzten Sommer in den Ferien besuchen dürfen. Dort habe ich dann in Katrinas Zimmer auf dem Boden in meinem Schlafsack übernachtet. Zwei Wochen haben wir zusammen verbracht. Meine Freundin zeigte mir, wie sie lebt. Sie nahm mich mit auf dem Traktor, den sie sogar schon ganz alleine fahren durfte. Die Eltern von meiner Freundin sind der Meinung, dass es am besten sei, wenn ihre Tochter so früh wie möglich selbstständig werden würde. Aus diesem Grund hat sie viele Freiheiten aber auch viele Pflichten auf dem Milchhof. Neben der Schule ist sie für einige Tiere verantwortlich, die auf dem Hof neben den Milchkühen gehalten werden. Das sind zum Beispiel Hasen, Hühner und Enten. Außerdem einige Katzen und zwei Schäferhunde. Der Milchhof von Katrinas Eltern ist ein sehr moderner Betrieb. Witzig finde ich, daß die Kühe nicht mehr gemolken, oder gefüttert werden, sondern sich einfach selbst zum Melken vor den Eingang zum Melkroboter stellen. Dort werden sie dann aufgrund eines Computerchips, den sie im Ohr tragen, von diesem gemolken und anschließend gefüttert. Das Füttern findet aber nicht direkt beim Melken statt, sondern einen Gang weiter an einem Fütterungsroboter, der aufgrund der Milchleistungen der jeweiligen Kuh, das Futter auswählt, die Zusammensetzung und auch die Tagesmenge genau zusammenstellt. Bei der automatischen Analyse, bei der der Melkroboter eine kleine Menge der Milch untersucht, wird ermittelt, welche Art Zusätze und Mengen die Kuh als Futter erhält. Die Eltern von Katrina haben neben ihrer Milchwirtschaft auch noch einen kleinen Hofladen, in dem sie selbstgemachten Käse verkaufen, Honig und allerlei anderen Kram. Mir hat es Spaß gemacht, mit meiner Freundin die Sommerferien dort zu verbringen. Nächstes Jahr wird Katrina zu uns auf den Ponyhof kommen und wir werden gemeinsam dort die nächsten Sommerferien verbringen.

Bald ist es vorbei mit dem Ponyhof. Ich werde den letzten Tag dennoch genießen, denn Sabine ist meine allerliebste Freundin und ich kann jeden Tag mit ihr genießen und es beflügelt meine Sinne bis zum Überschwang. Ich greife hinüber zu ihr. Sie schläft noch tief und fest. Nur langsam finden sich die ersten Strahlen des Morgens, die zaghaft zwischen den dünnen Ritzen der heruntergelassenen Rollläden ins Zimmer schimmern. Es dürfte so um die sechs Uhr sein. Der Morgen gehört jedoch seit langem schon unserem Liebesspiel. Ich greife hinüber und ernte ein seufzendes Stöhnen von meiner allerbesten Freundin als ich ihren weichen Bauch anfasse und mit der Hand liebkose. Ich lasse meine Hand tiefer kreisen und umspiele ihren Nabel. Weiter geht meine Hand auf die Reise und streicht über ihren Venushügel, der mit weichem Saum meiner Hand schmeichelt. Ich fasse weiter runter und meine Finger finden die Klitoris meines liebsten Schatzes. Wieder stöhnt meine allerbeste Freundin. Tiefer und immer tiefer fasse ich ihr zwischen die Schenkel und meine Finger finden ihr Ziel zwischen den weichen Schamlippen meiner Gespielin. Ich streichle und reibe, ich knete und drücke und endlich höre ich, wie sich mein allerliebster Schatz in einem gewaltigen Orgasmus entspannt. Endlich schlägt meine Freundin die Augen auf und lächelt mich an. Ich hebe mein Nachthemd ein wenig an, so daß Sabine meine wollüstigen Schamlippen erblicken kann. Sie dreht sich zu mir und fängt an, mit ihrer Zunge meine Klitoris zu umspielen. Ich stöhne und es dauert nicht lange, da umfängt auch mich der Kitzel und ich komme mit einem grellen Schrei. Ich nehme meinen Liebling in die Arme und frage sie:

„Weißt du noch, als wir vor über zwanzig Jahren das erste Mal zusammen waren und erkannt haben, daß wir beide für einander geschaffen waren?“

Sie antwortet: „Ja, es war eine tolle Sache, ein regelrechtes Abenteuer, zu entdecken, daß wir beide eine homoerotische Ader hatten und schon bald nichts mehr von Jungs wissen wollten. Wie viele Stunden wir über Facebook und im Chat miteinander verbracht hatten und den Moment nicht erwarten konnten, bis wir uns wieder in den Armen liegen konnten …“

Ich antworte ihr: „Und nun sind wir schon so lange ein Paar und werden sogar heiraten.“

Worauf sie erwidert: „Sobald heute Nachmittag die Papiere für den Ponyhof unterschrieben wurden und die Käufer den Betrag aufs Konto überwiesen haben.“

Ich gebe ihr zu bedenken: „Meinst du nicht, daß deine Eltern sich im Grabe drehen würden, wenn sie von all dem wüßten? Wenn sie wüßten, daß ihre einzige Tochter ihren geliebten Hof veräußern und anschließend ein Leben in Berlin mit ihrer lesbischen Freundin leben wird? Dazu unser Beruf: wir werden eine Partner-Vermittlungsagentur für Lesbische Frauen eröffnen! Etwas, was sie auf den Tod verachtet hätten, oder?“

Das Einzige, was Sabine darauf erwidert, ist ein süffisantes Lächeln und die Bemerkung: „Tja, nicht alle Kinder geraten nach den Wünschen ihrer Eltern …!“

ENDE

Copyright © 2013 by Mona Mee

Bildrechte: “Erotische Sexgeschichten-Subcover” © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Alltagsgeschichten (en gros)” (Alltag3.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: Coverillustration “Überraschungsgeschichten-der-besonderen-Art1.jpg ” () © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Tabu-Brecher” (tes-tabu2.jpg) © 2012 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: saargau-arts.de – http://saargau-arts.de/

BUCHTIPP DER AUTORIN:

Kaiser, Lina
Im Abseits der Lichter

Verlag :      Butze Verlag
ISBN :      978-3-940611-31-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      14,95 Eur[D] / 14,95 Eur[A] / 18,40 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 18.06.2013
Seiten/Umfang :      ca. 196 S. – 21,0 x 14,8 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 10.07.2013
Gewicht :      275 g

Die 17-jährige Katinka führt ein geordnetes Leben: ihre Familie ist intakt, sie spielt leidenschaftlich gern Fußball und macht bald ihr Abitur. Alles scheint bestens, bis der unerwartete Kuss einer Mannschaftskameradin Katinkas Welt erschüttert. Plötzlich glauben alle, sie sei lesbisch! Fluchtartig stürzt sie sich in einen Flirt mit einem Jungen, doch statt ihm kommt sie seiner Schwester näher, einem Vorzeigemädchen mit Streberattitüde. Das Gefühlschaos ist perfekt. Pendelnd zwischen Vereinsplatz und Theatersaal, Scheinheiligkeit und echten Gefühlen, muss Katinka erkennen, dass sich jeder hinter einer Maske versteckt – auch sie selbst.

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Updated: 3. September 2014 — 01:13

3 Comments

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  1. Liebe Mona, das mit den 20 Jahren später im 2. Teil der Geschichte war super. Hast die Leser geschickt aufs Glatteis geführt. Natürlich handelt es sich beim erotischen Teil der Story um erwachsene Frauen.
    Der Buchtipp passt sehr gut zu diesem Thema.

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