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Europaweit Proteste gegen Urheberrecht-Abkommen ACTA: Kritiker fürchten um Zugang zum Internet! * KAUFTIPP DER REDAKTION: Theisohn, Philipp: Literarisches Eigentum. Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter. Essay.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): de.nachrichten.yahoo.com / AFP:  „Internetaktivisten haben für heute zu europaweiten Protesten gegen das umstrittene internationale Urheberrecht-Abkommen ACTA aufgerufen. Besonders stark ist die Bewegung in Polen. Aber auch in Deutschland wollen Menschen in mehreren Dutzend deutschen Städten auf die Straßen gehen. Kritiker warnen, dass Verbrauchern auf Grundlage des Abkommens der Zugang zum Internet gekappt oder Webseiten zensiert werden könnten. Auch Teile der Wirtschaft kritisieren den Vertrag. (…)“

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung) hier klicken!

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BESTELLTIPP DER REDAKTION (ZUM BESTELLEN EINFACH AUF DAS COVER KLICKEN!):

Theisohn, Philipp
Literarisches Eigentum

Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter. Essay

Verlag :      Kröner, A
ISBN :      978-3-520-51001-3
Einband :      kartoniert
Preisinfo :      ca. 11,90 Eur[D] / ca. 12,30 Eur[A] / ca. 22,00 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Seiten/Umfang :      ca. 132 S. – 19,0 x 12,1 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 2012
Aus der Reihe :      Kröner Taschenbuch (KTB) 510

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Gewohnt scharfzüngig und leichtfüßig begleitet der Spezialist auf dem Gebiet des literarischen Plagiats die aktuellen Debatten mit seinen eigenen Gedanken und Überlegungen. Sein Essay erhellt die Hintergründe; sein Plädoyer für eine neue Textethik im digitalen Zeitalter versteht sich als konstruktiver Beitrag zur öffentlichen und politischen Diskussion.

Die rasende Entwicklung der digitalen Welt hat auch das wissenschaftliche und literarische Arbeiten revolutioniert. Unsere Vorstellungen vom Wert geistiger Arbeit sind im Wandel begriffen. Öffentliche Plagiatsdebatten um die Copy-Paste-Mentalität ‚der Fälle‘ zu Guttenberg oder Silvia Koch-Mehrin, auf dem Gebiet der Literatur etwa um Helene Hegemann, aber auch das immer wiederkehrende Open-Access-Plädoyer haben die Frage, ob das digitale Zeitalter ein neues Urheberrechtsdenken braucht, ins Zentrum der gesellschaftlichen und politischen Aufmerksamkeit gerückt.Philipp Theisohns Essay sucht nach den Ursachen dieser Entwicklung auf jenen Feldern, die in der aktuellen Diskussion um literarische Diebstähle im Mittelpunkt stehen: auf dem Feld der Kunst, der Politik und der Wissenschaft. Der sich abzeichnenden Entmenschlichung des Umgangs mit Literatur stellt Theisohn dabei das Plädoyer für eine neue Textethik im digitalen Zeitalter entgegen, in deren Zentrum der Begriff der ‚Arbeit‘ steht.

Philipp Theisohn, geb. 1974; Studium der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft, der Medävistik und der Philosophie in Tübingen und Zürich; Promotion in Jerusalem und Tübingen; 2004 Promotionspreis der Universität Tübingen; Oberassistent für Literatur- und Kulturwissenschaft an der ETH Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Frühen Neuzeit, der deutsch-jüdischen Literatur sowie der Gattungstheorie. Zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Literaturgeschichte vom 13. bis zum 20. Jahrhundert.

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ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln mit Pressemeldungen, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens 1 Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Updated: 11. Februar 2012 — 17:25

15 Comments

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  1. AKTUELLES THEMA! WER MÖCHTE DAZU WAS SAGEN?

  2. Ich habe dazu ja bereits einige Videos als Aufreger verlinkt. Was ich ziemlich derbe finde ist, dass in den „normalen“ Medien ACTA ziemlich verharmlost und die Kritiker als scheinbare Raubkopierer an den Pranger gestellt werden. Zudem scheint wohl endgültig über ACTA entschieden zu werden, wenn die EM läuft. Ziemlich miese Aktion. 🙁

  3. Das sage ich doch immer, dass wir hier nichts zu sagen, nur einmal alle paar Jahre ein Kreuz machen dürfen und dann machen die da oben, doch was sie wollen. Da finde ich die Piraten von der Priatenpartei besser, die integrieren den normalen Bürger und lassen ihn teilhaben an den politischen Entscheidungen, fordern sie bei jeder Sache auf, sich eine Meinung zu machen und posten dafür sogar die Sitzungen in denen sie vertreten sind und machen kleine Umfargen, was wer wie darüber denkt von den Bürgern!

  4. Ich glaube, man sollte mal hier etwas klarstellen:

    Diese ACTA-Initiative hat zwei Teile, von denen eines grundsätzlich richtig gedacht ist und der zweite Teil leider völlig daneben geht.

    Dass das Urheberrecht auch im Netz geschützt gehört, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und solche Parteien wie „Die Piraten“ schwimmen auf einer Welle von Politikverdrossenheit und Internet-Anarchie. Jeder Künstler, der sein Werk ins Netz stellt – ob selbst oder illegal von Dritten – geht leer aus. Und dagegen ist eine sinnvolle Maßnahme längst überfällig.

    Das, wogegen sich aber die Nutzer-Gemeinde zurecht aufbäumt und ZU RECHT PROTESTIERT, ist eine orwell´sche Überwachung mit Zugriff auf die Geräte der Kunden. Hier ist der gläserne Bürger schon im generellen Verdacht und als Täter abgestempelt. Ich erinnere nur an das „1984“-Desaster von Amazon/Kindle(?): Die hatten nicht mal das Recht, dieses Buch als Ebook zu vertreiben und haben später ihren Fehler damit korrigiert, dass sie auf die Geräte der Nutzer ohne deren Wissen und Einwilligung Zugriff nahmen und die bezahlten(!) Dateien gelöscht haben.
    Allein die Tatsache, dass so etwas möglich ist und auch ohne Vorankündigung und Etnschädigung gemacht wurde, ist ein Skandal.

    Ergo sollte die ACTA-Initiative noch einmal gründlich überarbeitet werden und das Urheberrecht zum Nutzen und wirtschaftlichen Überleben der Künstler anständig eingerichtet werden.

    Aber eine Überwachung des PC-Volkes ist völlig indiskutabel.

    Was denkt ihr?

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl

  5. Übrigens ein perfekter Buchtipp dazu; vielen Dank Detlef 😉

    mgg
    galaxykarl

  6. Ich bin komplett gegen ACTA, denn die Missbrauchsgefahr dahinter ist viel größer als der mögliche Schaden ohne ACTA oder Schutz der Urheberrechte. Hier schißt man mit Atombomben auf Fruchtfliegen, wenn ich das mal so vergleichen darf!

    Früher sagte man: das Kind mit dem Bade ausschütten dazu!

    Ich sage NEIN zu ACTA auch gegen eine noch so mehrfache Überarbeitung, weil ich den Machern nicht traue, lieber würde ich mein Leben in die Hände der Piraten geben als in die Verantwortlichen von ACTA!

  7. ACTA wurde mehrmals überarbeitet und das Dokument kann online eingesehen werden. Viele Passagen sind jetzt etwas schwammiger und scheinen entschärft, allerdings ist der Mist einfach nur besser versteckt.

    Was die Sache mit Künstler und leer ausgehen angeht, so habe ich ja mal als Beispiel Neil Gaiman verlinkt. Künstler gehen allgemein ziemlich leer aus, vor allem, wenn sie nicht mit der Zeit gehen. Hier wird einfach mal wieder ein sympathischer und nachvollziehbarer Grund vorgeschoben, um die eigenen Interessen zu verbergen und eine Lobby zu kreieren. Dabei wird die deutsche Sprache von unseren Politikern und den Lobbyisten regelrecht missbraucht. Und wenn ich da an meinen Ärger mit der GEMA ärgere, dann bleibt nur noch Wut im Bauch Und ich bin einer der Künstler, die angeblich geschützt werden sollen. Ha ha. 🙁

    Was die Piraten angeht, so schwimmen die auf keiner Welle der Politikverdrossenheit und Internet-Anarchie. Es ist zwar ein chaotischer Haufen, aber die Piraten und ihre Wähler sind stark an Politik interessiert und die Piraten lehnen Anarchie ab. Das wird in den Medien allerdings gerne anders hingestellt, denn die Piraten stehen auch für vernetztes Wissen. Die passen sich schnell an sind in der Lage live in einer Talkshow der Wahrheitsgehalt einer Aussage zu prüfen – Internet sei Dank. Gerade die Piraten sind es übrigens auch, die sich für mich als kleinen Künstler einsetzen wollen.

    (…) „Ergo sollte die ACTA-Initiative noch einmal gründlich überarbeitet werden und das Urheberrecht zum Nutzen und wirtschaftlichen Überleben der Künstler anständig eingerichtet werden.“ (…)

    Es ist schon alles vorhanden, um das Überleben der Künstler zu sichern. Es braucht keine neuen Gesetze oder einen Überwachungsstaat. Das wird einfach nur vorgeschoben. Erst haben sie (Kinder)Pornographie als Grund angegeben, dann haben sie es mit dem Internetverbrechen probiert und nun ist der Schutz des Urheberrechts als Argument dran. Für obiges Zitat müsste ich laut ACTA übrigens Bußgeld an Galaxykarl zahlen. Und weil er eventuell sagt ich darf das Zitat bringen, kann der Rechteverwerter sagen: Nö. Dann muss auch der Galaxykarl zahlen, weil er illegal am Rechteverwerter vorbeiwollte. Nur mal ein Beispiel. 🙁

    Politiker und Lobby wollen einfach nur Zensur und Geld machen. Nur darum geht es. Seiten wie der sfbasar könnten dann jedenfalls Schluss machen, weil dann steht das ganze Internet mit einem Bein im Knast. Und der kleine Künstler geht erst recht Pleite, weil alles schon irgendwo vorhanden ist. Es gibt keine neuen Ideen, nur neue Verpackungen. wer jetzt nach einem ACTA-Urheberrecht schreit, der gibt es an der Türe selbst ab. 🙁

    Das Thema regt mich einfach nur auf …

  8. Hört sich alles nach 1984 an …

    Gibt es eine offizielle ACTA-Seite, wo man den Text auch im Kleidgedruckten nachlesen kann? Bitte keine Links zu Zitaten oder Abschriften, denen traue ich nicht. Nur das „Original“ der überarbeiteten, aktuellen Gesetzesvorlage/-entwurf.

    Sieht so aus als müssten wir alles hier ins Detail gehen. Ich habe bis dato mindestens 10 Auslegungen gehört.

    mgg
    galaxykarl :-I

  9. http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

    Bei Weblinks und Quellen sind die gesuchten Angaben zu finden.

  10. Mich würde mal interessieren, was ihr zu folgendem Artikel sagt:

    http://www.taz.de/Debatte-Leistungsschutzrecht/!96914/

    Schreibt hier doch mal in den Kommentaren Eure Meinung dazu!

  11. Wir werden übrigens keinerlei Zitate von Pressetexten mehr posten. Ausser man hat sie uns explizit dazu zur Veröffentlichung zugesendet und uns das Recht dafür erteilt. Vor einem Monat hat ein Abmahnanwalt eine Schadensersatzklage an mich gesendet (angeblich war das Zitat einer Pressemeldung zu lang!). Ich habe das nicht bezahlt und ihnen telefonisch erklärt, dass ich das gerne vor Gericht klären würde. Habe aber noch nichts davon gehört. Bin mal gespannt, ob die das wirklich machen. Also, wenn ihr igendwann nicht mehr von mir hört, sitze ich vielleicht im Knast, denn ich werde bis zum Äussersten gehen und nicht nachgeben. Was meint Ihr?

  12. @ Detlef

    Der Link stimmt nicht ganz. Die „!96914“ gehört auch noch dazu 😉

    Der sollte vollständig sein:

    http://www.taz.de/Debatte-Leistungsschutzrecht/!96914/

  13. Miiiist, geht wahrscheinlich wegen des Ausrufezeichens „!“ nicht! 🙁
    (Ist wahrscheinlich das böse, böse WordPress. Auf einer normalen HTML-Seite tut’s.)

    Also, Leute, den Link rauskopieren und von Hand in die Adresszeile einfügen ;-).

  14. Bei mir hats funktioniert!

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