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Citigroup Studie: Raucher könnten 2280 aussterben! * BESTELLTIPP DER REDAKTION: Wippersberg, Walter – Der Krieg gegen die Raucher. Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote.

PRESSEMELDUNG (ZITAT): „Yahoo! Finanzen, Freitag, 27. Mai 2011 – Am 31. Mai 2011 ist Welt-Nichtrauchertag – in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt „gesetzlicher Nichtraucherschutz“. Laut einer Studie des Finanzdienstleisters Citigroup könnte dieser Tag für einige Länder jedoch bald hinfällig werden. Demnach gibt es  in 50 Jahren in vielen Ländern kaum noch Raucher. In Deutschland allerdings wird noch eine Weile weitergequarzt. (…)”

Quellenangabe zur Veröffentlichung (gesamte Pressemeldung)

BESTELLTIPP DER REDAKTION:

Wippersberg, Walter
Der Krieg gegen die Raucher

Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote

Verlag :      Promedia
ISBN :      978-3-85371-317-4
Einband :      Paperback
Preisinfo :      13,90 Eur[D] / 13,90 Eur[A] / 20,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 06.05.2011
Seiten/Umfang :      ca. 176 S. – 20,0 x 12,0 cm
Produktform :      B: Buch
Erscheinungsdatum :      05.10.2010

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Vor gar nicht so langer Zeit war das Rauchen noch selbstverständlicher, zum Teil glamouröser Bestandteil unserer Alltagskultur. Heute stellt man Raucher als unverantwortliches Gesindel dar, das die Gesundheit der Mitmenschen schädigt, und als Suchtkranke, die man eigentlich – notfalls mit drastischen Mitteln – zu ihrem „Gesundheitsglück“ zwingen sollte.

Versuche, das Rauchen zu verbieten, gibt es, seit die Spanier den Tabak von Lateinamerika nach Europa gebracht haben. Der türkische Sultan Murad IV. ließ im 17. Jahrhundert 25.000 Raucher hinrichten. Und Hitler hätte am liebsten allen Deutschen, auch seinen Soldaten, und insbesondere den Frauen („Eine deutsche Frau raucht nicht“) das Rauchen untersagt.

Der heute weltweit geführte Kampf gegen das Rauchen und die Raucher ging von den USA aus und steht in enger Verbindung zur Entstehung eines Phänomens, das man „Gesundheitsreligion“ nennt. Deren radikalste Sekte bilden die Anti-Raucher-Aktivisten: lustfeindlich, sendungsbewusst, fundamentalistisch. Sie sind, das ist nicht zu bestreiten, sehr erfolgreich. Ihr aktueller Kampf konzentriert sich darauf, europaweit das totale Rauchverbot in allen Lokalen durchzusetzen.

Nichtraucherschutz wäre indes auch mit anderen Mitteln möglich, doch darum geht es längst nicht mehr. Die Anti-Raucher-Aktivisten arbeiten auf den Endsieg hin: Rauchverbot allüberall. Schon wird auch gegen das Rauchen im Freien und in der eigenen Wohnung mobil gemacht.

Im vorliegenden Buch geht der passionierte Raucher Walter Wippersberg der Frage nach, wie es zu diesem Meinungsumschwung in der öffentlichen Debatte gekommen ist. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den kulturhistorischen Hintergründen dieses erstaunlichen Paradigmenwechsels und stellt diesen in einen gesellschaftspolitischen Kontext. Das Kulturphänomen Rauchen nur vom Standpunkt der Gesundheit aus zu betrachten, hält er für eine barbarische Sichtweise. Denn der stimulierenden Wirkung des Tabaks verdanken wir zum Beispiel einen gar nicht so kleinen Teil unserer Kultur.

Wippersberg spürt kenntnisreich historische, psychologische und religiöse Zusammenhänge auf und widmet sich auch der Frage, warum Politiker sich so willfährig den Wünschen einer radikalen Antiraucherlobby beugen. Er ist Partei in diesem Streit und verhehlt es nicht. Vor polemischer Zuspitzung scheut er nicht zurück, zu einer wie auch immer ausgewogenen Darstellung fühlt er sich nicht verpflichtet, wohl aber dazu, seinen Standpunkt mit fundierten Argumenten zu untermauern.

Der Autor: Walter Wippersberg, geboren 1945 in Steyr, lebt als Schriftsteller, Regisseur und Filmemacher in Losenstein/ Oberösterreich und in Wien. Er ist ordentlicher Universitätsprofessor an der Wiener Filmakademie und seit 1990 Leiter der Klasse „Drehbuch und Dramaturgie“. Veröffentlichungen: Theaterstücke, Hörspiele, Romane, Essays, TV-Dokumentationen, Filme (u.a. „Das Fest des Huhnes“). Zuletzt erschien von ihm „Eine Rückkehr wider Willen. Zwei Berichte über mich“ (2008).

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Updated: 30. Mai 2011 — 21:28

9 Comments

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  1. So, um auch mal der Gegenseite eine Chance zu geben! Ich bin ja überzeugter Nichtraucher, habe aber inzwischen akzeptiert, dass meine Freundin raucht. Ich versuche damit klar zu kommen. Dennoch wäre ich froh, wenn die Raucher alle zu Nichtrauchern werden würden! Wie immer scheint ja die Zeit alle Wunden zu heilen…

  2. Huuuuh,
    äh, will ja nicht persönlich werden. Aber wie macht ihr das vor einem Kuss? Erst Zähneputzen? Wäre schön, zerstört aber Spontanität und Erotik.

    Ich mag weder auf Schminke küssen, noch einen, sorry, Aschenbecher.

    mgg
    galaxykarl 😉

    P.S. Entweder bei rauchen oder eben beide nicht.

  3. Ich lecke vorher einen Aschenbecher aus, dann schmeckt auch der Kuß! 😉

  4. Jetzt zur Pressemeldung „Raucher könnten bis 2280 aussterben“: Um Gottes willen, das müssen wir verhindern! Die arme Zigarettenindustrie, die vielen Arbeitsplätze und vor allem: Die schönen Sprüche auf den Schachteln. Die machen mir die Wartezeit an der Supermarktkasse immer zu einem humorigen Erlebnis, dass ich immer ganz enttäuscht bin, wenn ich nach 45 Minuten auch schon dran komme. Dazu die ganzen Sammelbildchen von krebswuchernden Kehlköpfen, schwarzschwammigen Raucherbeinen und diese wirklich adretten, dreckig gelbbraunen Fingernägel. All das würden wir doch schmerzlich vermissen.

    Wir gründen sofort einen Förderverein für die darniedergehende Zigarettenindustrie.

    mgg
    galaxykarl :-I

  5. Ich bin auch überzeugte Nichtraucherin, unter Rauchern groß geworden und den Glimmstengel trotzdem nicht beachtet. Na, ja, aber der Partner mag das glimmende Ding eben, aber aussterben muss er jetzt dafür nicht, aber vielleicht ein wenig davon bedroht sein??

    @galaxykarl: Küsse?? Was ist das? Meine empfindliche Nase hindert mich dann einfach daran. Es geht eben nur eines: Auf der Terrasse rauchen oder im trauten Heim küssen. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

  6. Kann natürlich auch erotisch sein: „Liebling, ich rauche heute mal nicht.“ Blinzel Blinzel …

    mgg
    galaxykarl 😉

  7. Simone Wilhelmy

    der Mensch ist eines der flexibelsten Wesen, welches diese Welt hervor bringen konnte, daher ist er in der Lage sich zum Zweck der Fortpflanzung sich an so alles erdenkliche anzupassen.
    😀
    Auch ein bisschen Rauchgeschmack.

    Mal davon abgesehen…
    ich begrüße die Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden oder Restaurants, auch an Spielplätzen oder Haltestellen draussen. Ich finde es unmöglich, dass die Kippen einfach weggeworfen werden. Aber ob ich nun Rauche, bei mir zu Hause oder im Park oder auf freier Flur, das sollte mir überlassen bleiben.
    Ich bin immernoch ein selbstständig denkender Mensch.
    Wie weit will man im Sinne der Gesundheit die Freiheit anderer einschränken? Alkoholverbot? Ich glaube die Bierindustrie ist da genau so wenig begeistert, wie die Zigarettenindustrie und wohl auch ebenso einflussreich, wenn nicht sogar noch einflußreicher.
    24h Nichtstun-Verbot? Butterverbot?

    Das Buch spricht dann aber noch einen ganz anderen Aspekt an. Kulturell ist das Rauchen natürlich etwas, dass gesellschaftlich einen großen Einfluss hatte.

    Mal davon abgesehen, finde ich es unmöglich, wenn Nichtraucher sich mit arogantem Blick abschätzig über diese Raucher äussern, als wenn die assoziale Alkoholiker wären, oder schlimmer, solche die in öffentlichen Park die Scheiße ihrer Hunde nicht wegräumen.
    Jeder soll sich mal selbst an seine Nase packen.

  8. Ehrlich gesagt habe ich es nie verstanden, warum manche Raucher zum Qualmen in die freie Natur müssen. Ist doch paradox. Das geht doch viel effektiver in einer kleinen Kammer. Wenn einer raucht sparen sich die anderen schon ihre Ziggi 😉

    Es sei denn natürlich, sie wollen in den lauen Sommernächten die Mücken verjagen, hmmm. Ok, aber dann bin ich auch weg 😀

  9. Die Spielarten aaozialen Verhaltens sind leider sehr vielseitig. Und ich finde es asozial, wenn Raucher ihre Mitbürger zu Mitrauchern machen, sozusagen bewußt vergiften, ohne Filter. Das Rauchverbot in Speiselokalen war überfällig. Allerdings finde ich es Schwachsinn, im Freien den Süchtigen auch noch ihre Refugien abspenstig zu machen. Insofern gebe ich euch Recht, Leon und Simone.

    Ob nun Hundebesitzer, Fussball-Hooligans, U-Bahn-Schläger, Ethno-Machos, Oktoberfestsäufer und -in-fremde-Gärten-Pisser -, die Reihe ließe sich noch lange weiter führen – all diese Typen haben keinerlei Anstand, Respekt und auch nur das geringste Sozialverhalten.

    Wir haben auch Blödsinn gemacht, aber immer nur uns selbst gegenüber, andere wurden dabei nie geschädigt oder belästigt. Mann kann jung, frei, cool, modern und ungestüm sein, ohne seine Mitmenschen zu beleidigen, zu verletzen oder ihnen Schaden zuzufügen. Nur, SO eine jugendliche „Rebellion“ erfordert ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz.

    Ist das jetzt schon spießig, wenn man wenigstens ein Minimum an Menschlichkeit von anderen erwartet? Wenn sich viele an (sinnvolle) Regeln halten würden, gäbe es weitaus weniger Nachbarschaftsstreitereien, Gerichtsverfahren, Unfälle, Straftaten. Das Leben wäre entspannter, freier, glücklicher.

    Ich habe heute im Radio gehört, das die Irokesen eine allumfassende Grundregel – bis heute – befolgen: (sinngemäß) „Tue nur das, was allen nützt und den nächsten 7 Generationen keine Nachteile erbringt.“ Schade, dass ich den genauen Wortlaut nicht mehr weiß, aber der Sinn ist glasklar.

    mgg
    galaxykarl 😉

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