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Literatur-Blog

Aileen P. Roberts: Der Feenturm. – Rezensiert von Irene Salzmann.

Aileen P. Roberts
Der Feenturm

(sfbentry)
Goldmann Verlag, München, 1. Auflage: 08/2012
PB mit Klappbroschur
Romantic Fantasy
ISBN 978-3-442-47711-1
Titelgestaltung von UNO Werbeagentur, München unter Verwendung von Motiven
von FinePic, München (Landschaft) und Colin Anderson/getty images (Frau)
Autorenfoto von Isabelle Grubert.

www.goldmann–verlag.de
www.aileen-p-roberts.de

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Während ihres Urlaubs in Schottland lernen Dana und ihre Freundin Marita die Engländer Marc und Alec kennen und setzen die Reise gemeinsam fort. Marita und Alec werden schnell ein Paar, doch Dana wahrt Distanz, obwohl ihr Marc ganz gut gefällt. Die Erfahrung mit ihrem Ex Jens lässt sie vorsichtig sein; außerdem ist sie nicht der Typ für einen Urlaubsflirt.

Wegen einer Wette verbringt Dana allein die Nacht zwischen keltischen Ruinen. Dort erscheint ihr der Geist der Kriegerin Rionach, die Dana bittet, in die Vergangenheit zu reisen, ihren Tod zu rächen und ihre Familie zu beschützen. Nur jemand wie Dana, die keltische Wurzeln hat und über magische Kräfte verfügt, ist dazu fähig. Zunächst lehnt Dana das Anliegen ab, da sie keine Kriegerin ist und sich vor dem, was sie in dieser wilden Ära erwartet, fürchtet, doch Rionachs Wunsch lässt ihr keine Ruhe. Schließlich kehrt Dana zum „Feenturm“ zurück, wird von Rionach unterwiesen und reist zweitausend Jahre in die Vergangenheit. Die Geschichte, die sich die beiden Frauen für Dana ausgedacht haben, sichert ihr die Freundschaft von Rionachs Angehörigen. Sie verliebt sich in den jungen Drostan, der ihre Gefühle erwidert, doch als sie sich erneut in seine Zeit begibt, ist er im Kampf gefallen.

Dieser Verlust veranlasst Dana, sich von Ardan, Rionachs Witwer, zur Kriegerin ausbilden zu lassen, denn sie möchte Drostan rächen. Außerdem hat sie noch Rionachs Bitte zu erfüllen: Sie soll den Druiden Domech, der Rionachs Tod verschuldet hat, töten und die kleine Mael, Ardans und Rionachs Tochter, in die Gegenwart bringen. Doch Domech weiß mehr, als Dana ahnt, und etwas stimmt nicht …

Diana Gabaldon hat mit ihrer „Highlander“-Saga das Rad nicht neu erfunden, denn schon vor ihr schickten Autoren Menschen des 20. bzw. 21. Jahrhunderts in die Vergangenheit oder Zukunft, in eine andere Dimension oder Welt, und die Liebe zwingt sie dort oft zu einer wichtigen Entscheidung (H. G. Wells: „Die Zeitmaschine“, Robert E. Howard: „Almuric“, Philip José Farmer: „Die Welt der tausend Ebenen“ usw.). Diana Gabaldons Bücher haben dem Thema zu neuer Popularität verholfen, so dass eine ganze Flutwelle Romantic Fantasy-Romane folgten (P. C. Cast: „Tales of Partholon“, Myra McEntire: „Horglass – Die Stunde des Zeitreisenden“, Marliese Arold: „Das Isis-Tor“ etc.).

Aileen P. Roberts schwimmt ebenfalls auf dieser Welle mit, nach „Díonàrah – Das Geheimnis der Kelten 1 + 2“ und „Weltennebel 1 – 3“ mit „Der Feenturm“ bereits zum dritten Mal, und auch die Inhalte ähneln sich. Reisten in dem Zweiteiler zwei junge Archäologen von Irland aus in die Vergangenheit und erweisen sich als die Schlüssel für die Zukunft ihrer neuen Freunde, war es in der Trilogie ein Londoner Student, dessen Schicksal sich in einer magischen Welt erfüllen sollte. Nun ist es eine Urlauberin, die in Schottland durch einen Zauber zwischen den Zeiten wechselt, um das Vermächtnis einer toten Kriegerin zu erfüllen. Nebenbei wird auch immer die Liebe der Autorin zu Pferden in den Büchern deutlich.

„Der Feenturm“ ist ein Roman, aus dem man leicht drei (!) hätte machen können (vielleicht hatte machen wollen?), da Aileen P. Roberts alias Claudia Lössl sehr viel in ihre Geschichte hinein packt: Drei (!) Männer beeinflussen das Leben von Hauptfigur Dana, einer in der Gegenwart (Marc), zwei nacheinander in der Vergangenheit (Drostan und Ardan). Wie sich Danas Zuneigung zu ihnen und auch ihre Verbundenheit zu Ardans Tochter Mael entwickelt, ist das Hauptanliegen der Autorin, gefolgt vom Leben der Kelten – und erst an dritter Stelle stehen die spannenden Verwicklungen um Rionach, Domech, die Feen und die Kämpfe gegen Feinde, ergänzt durch ein vorhersehbares Familiengeheimnis. Natürlich ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick hin scheint, und so kommt Dana eine noch wichtigere Rolle als die der Rächerin zu.

Ihre Aufenthalte im Zeitalter der Kelten sind nicht so haarsträubend, wie man meinen möchte, da sie als Seherin und Heilerin auftritt und als solche von den alltäglichen Arbeiten befreit ist. Das harte Leben der Menschen bekommt Dana nur am Rande mit, versucht aber, ihnen nach bestem Vermögen zu helfen. Erst als sie lernt, das Schwert zu führen, wird sie auch in die Kämpfe hineingezogen, doch sind Metzeleien kein Thema, an dem die Autorin Spaß hat, so dass sich dieser Punkt in Grenzen hält. Rionach, Ardan, seine mögliche Reinkarnation, Mael und Domech sowie einige andere sind noch für kleine Überraschungen im Verwirrspiel gut. Erfahrene Leser erraten allerdings früh, was kommt. Das liegt auch daran, dass bestimmte Schlüsselfiguren recht unsympathisch gezeichnet sind.

Es gelingt der Autorin, alle Fäden sicher in der Hand zu halten und am Ende miteinander zu verknüpfen. Weniger gefällt, dass ihre Charaktere mehr oder weniger dieselbe, manchmal flapsige und, was die Kelten betrifft, zu moderne Ausdrucksweisen haben. Das passt einfach nicht. Einem jüngeren Publikum, das Romantic Fantasy schätzt, dürfte das kaum auffallen, so dass es die vielen Verwicklungen genießen wird. Reiferen Lesern präsentiert sich die Handlung als zu vorhersehbar, das Thema ist zu abgegriffen, und sie stolpern zudem über die kleinen Mankos und Kunstgriffe, dank derer die Geschichte geradlinig dahinfließt.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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Updated: 10. September 2012 — 14:23

11 Comments

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  1. Da bin ich ja jetzt echt mal gespannt auf Eure Reaktion bezüglich dieser Besprechung. Vielleicht möchte auch die Autorin mal was dazu sagen?

  2. O.k., es ist eine persönliche Meinung. Aber mir fehlt einfach eine Aussage über die Gefühle, die mir z.B. schon in der Leseprobe sehr gut transportiert wurden.

    Allzu positiv kommt mir das nicht rüber, ziemlich abgeklärt und nüchtern, was ja durchaus mal sein kann, wenn die Art und Weise und das Genre einem einfach nicht liegen.

    Ich kann jetzt nicht sagen, ob die Rezension, obwohl sehr ausführlich, wirklich das Buch gut darstellt, da ich es selbst noch nicht gelesen habe. Vielleicht gibts ja noch ein paar Vergleichsrezis?

    Liebe Grüße
    Bine

  3. Vielleicht ja von dir später?

  4. Wenn ich das Buch habe, mal gerne 🙂 Ich les ja gern Fantasy. Aber erst mal hab ich noch andere hier stehen, die ich lesen und rezensieren will/sollte 😉

  5. Da ich den Roman nicht gelesen habe, kann ich nur mein persönliches Empfinden zu dieser Rezension wiedergeben.
    Mit Sicherheit steckt viel Arbeit in dieser Rezension. Also nicht einfach, blah, blah… gefällt mir, geht so, grotten schlecht….

    Was mich stört ist diese Ausage:

    „Der Feenturm“ ist ein Roman, aus dem man leicht drei (!) hätte machen können (vielleicht hatte machen wollen?), da Aileen P. Roberts alias Claudia Lössl sehr viel in ihre Geschichte hinein packt:

    Das ist eine Mutmaßung, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann.
    Ich kenne genügend Romane, in denen es mehrere Handlungsstränge oder Hauptprotagonisten gibt. Ganz zu Schweigen von dicken Wälzern, die man durchaus hätte teilen können. 😉

    Ich gehe mal weiter zu :
    Aileen P. Roberts schwimmt ebenfalls auf dieser Welle mit, nach „Díonàrah – Das Geheimnis der Kelten 1 + 2“ und „Weltennebel 1 – 3“ mit „Der Feenturm“ bereits zum dritten Mal, und auch die Inhalte ähneln sich. Reisten in dem Zweiteiler zwei junge Archäologen von Irland aus in die Vergangenheit und erweisen sich als die Schlüssel für die Zukunft ihrer neuen Freunde, war es in der Trilogie ein Londoner Student, dessen Schicksal sich in einer magischen Welt erfüllen sollte. Nun ist es eine Urlauberin, die in Schottland durch einen Zauber zwischen den Zeiten wechselt, um das Vermächtnis einer toten Kriegerin zu erfüllen.

    Für mich liest sich das nach völlig eigenständigen Geschichten.

    Zu den anderen Punkten kann ich nichts sagen, da ich die Story nicht gelesen habe. Auf jeden Fall ist es interessant zu erfahren, wie verschienden die Wahrnehmung und die Geschmäcker sind.

    Es wäre für ich also kein Grund, diesen Roman nicht zu lesen.
    Ich bilde mir gerne eine eigene Meinung (und nein, ich habe gerade leider keine Zeit, den Roman zu lesen aber das wird irgendwann nachgeholt 😉

  6. Ich bin gespannt, ob es hier im sfbasar eine Leseprobe dazu geben wird, die vielleicht sogar beim Leseproben-Award mitmachen wird. Detlef?

  7. Zum Inhalt kann ich wenig sagen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Jedenfalls liest sich die Rezension so, wie sie meiner Meinung nach sein muss: klar, Inhaltsbeschreibung möglichst sachlich, ohne Spoiler, Fazit, usw. 🙂

    Es steht doch alles drin, was man wissen will. Ob Gefühle transportiert werden und ob der Schreibstil gefällt, hängt ganz stark von den persönlichen Vorlieben ab. Das kann erwähnt werden, muss aber nicht. Dafür gibt’s eine Leseprobe.

    Und dann kann ich mich fragen, ob es mir was ausmacht, wenn „der Feenturm“ auf irgendwelchen Wellen mitschwimmt oder ob er in einer Reihe mit inhaltlich schwer unterscheidbaren Titeln steht.

    Ohne mich der Meinung der Rezensentin anschließen zu wollen, finde ich, dass ihre Rezensionen zu den besten gehören, die der buchrezicenter zu bieten hat. 🙂

  8. Ich habe die Rezi erst heute gesehen, da ich mein Autorenporträt aktualisieren wollte, und nach Rezis im buchrezicenter gesucht habe, was sich übrigens als gar nicht so einfach herausgestellt hat.

    Letzendlich ist alles Geschmacksache, und Irene Salzmann hat ja sachlich beschrieben, was ihr persönlich nicht gefallen – und das ist ja auch okay 😉

    Nur waren weder Dìonàrah noch die Weltennebel-Trilogie Zeitreiseromane! Hier ist „Der Feenturm“ definitiv mein Erster!
    Entweder hat sie die Bücher nicht gelesen oder falsch in Erinnerung.
    Beides sind Weltenwechsel-Geschichten, wobei Dìonàrah in Irland beginnt und in eine völlig fitive Welt wechselt, Weltennebel in Schottland und die Schottland sehr ähnliche Parallelwelt Albany.
    Das einzige, was beide gemein haben, ist dass Studenten die Protagonisten sind, wobei es einmal ein weibliche Hauptfigur gibt, einmal eine männliche.

    Zur Sprache: Kein Mensch weiss, wie Kelten und Pikten gesprochen haben. Daher ist schlicht und einfach alles falsch, was man sich in dieser Beziehung ausdenkt 😉 Ich habe mich zumindest bemüht, wenn aus Sicht der Kelten erzählt wurde, allzu moderne Begriffe zu vermeiden. Aber eine für den Leser ermüdende altertümliche Sprache – die ohnehin nicht korrekt gewesen wäre – wollte ich einfach in Hinblick auf den Lesefluss nicht verwenden.

    Also meine Teilnehmer in der letzten Leserunde (alles erfahrene Leser) haben eigentlich in den wenigsten Fällen erraten was kommt … hmmm … 😉

    Vergleichsrezis gibt es natürlich inzwischen jede Menge. Hier eine kleine Auswahl:

    http://www.aileen-p-roberts.de/Rezension_Feenturm.html

    Ach ja, und ich wollte übrigens nie 3 Teile aus dem Buch machen 🙂

  9. Hallo zusammen,

    also zum Thema Sprache der Picten kann ich Aileen nur zustimmen. Man weiß fast gar nichts darüber. Meine Recherchen diesbezüglich endeten bei den Vorformen des Gälischen, nämlich Kornisch und Kymrisch. Dazu Textbeispiele zu finden, ist mir nicht gelungen. Da es in meinen Spiegelkrieger-Romanen überwiegend um Picten geht, wollte ich einen ihrer Druiden einen magischen Spruch in Originalsprache von sich geben lassen. Nach fast 3 Monaten Recherche fand ich eine Professorin, die mir o.g. Spuren bestätigte und mir freundlicherweise meinen Spruch ins Walisische übersetzte, was all dem o.g. noch am Nähesten kommt und obendrein saucool aussieht. Vorsprechen/Vorlesen kann ich es nur radebrechend und bin hier schon heute auf spätere Lesungen gespannt.

    Ach ja, auch meine Spiegelkrieger waren nicht als Trilogie geplant. Das ergab sich mitten im Verfassen der ersten Teils.

    Und generell kann man heutzutage einen Roman wirklich nicht im Stil einer früheren Sprachfassung schreiben (OK, schreiben schon) aber es würde jedem heutigen Leser nach spätestens zwei Seiten auf den Nerv gehen. Die einzig korrekte Methode, vergangene Epochen HEUTE in lesbare Worte zu fassen, ist, auf allzu moderne Wörter, Begriffe und Formulierungen zu verzichten. Ein wunderbares Werkzeug ist hierzu – wieder einmal – der Duden „Das Herkunftsbuchwörterbuch Entymologie der deutschen Sprache“, ISBN 978-3-411-209071.

    Mit pictischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  10. Liebe Bücherfreunde,

    mich wundert doch schon sehr, dass in dieser Runde über eine – meine – Rezension diskutiert wird, und das überwiegend von Personen, die das fragliche Buch selber gar nicht gelesen haben.

    Geht es hier eigentlich um die Rezension?
    Oder sollte nicht viel eher das Buch im Mittelpunkt stehen?

    Eine Rezension, auch wenn sie sich um Subjektivität bemüht, ist immer auch eine persönliche Meinung.

    Lasst einen Aufsatz von hundert Deutsch-Lehrern bewerten – es werden alle Noten von 1 bis 6 vertreten sein.

    Mit meinen Rezensionen möchte ich potentiellen Käufern Lesetipps geben: Worum geht es in dem Buch? Liefert der Autor neue Ideen? Setzt er sie gelungen um? Ist sein Stil packend? Was ist gut, was weniger? Welche Zielgruppe will er erreichen? Verfolgt er eine bestimmte Intention oder will er ‘bloß’ unterhalten?

    Der Leser meiner Rezension soll sie gar nicht als der Weisheit letzter Schluss betrachten, sondern weitere Rezensionen zu Rate ziehen und sich aus der Summe der Meinungen ein Bild machen, ob er dem Titel eine Chance geben will oder nicht.

    Ich suche nicht nach Haaren in der Suppe und kreide z. B. niemals Tipp-/Druckfehler oder die notwendigen Genre-Archetypen an, sofern sie sich im erträglichen Rahmen halten.

    Um beim konkreten Beispiel “Der Feenturm” zu bleiben:

    Ich habe vorausgeschickt, dass ich Zeit-, Dimensions- und Weltenreisen, die fast immer konkrete historische (Atlantis, Artus, Kelten allgemein, Ägypten …) oder phantastische (Tolkien, Howard, Lovecraft, Leiber …) Vorbilder haben, ‘in einen Topf werfe’, weshalb ich die beiden Roberts-Trilogien, die ich als Beispiel anführte – und um die es in der Rezension nicht geht – nicht näher ausführte. Nicht die Beispiele oder Details, sondern das Gesamte, das zugrundeliegende Schema und wiederkehrende Motive sind das Ausschlaggebende.

    Auch ist mir – als Autorin – klar, dass ich keinen Roman für das breite Publikum schreiben darf, der auf den aktuellen sprachwissenschaftlichen, historischen, naturwissenschaftlichen etc. Forschungen fundiert und sie umsetzt, weil das langweilig wäre und die meisten Leser ob der trockenen Theorie schnell abschalten würden.

    Dennoch wird der Wortschatz bestimmter Charaktere – bleiben wir bei den Kelten – begrenzt sein (sehr wohl abhängig von Bildung, sozialem Umfeld usw.), es wird Ausdrücke geben, die sich nicht transkribieren lassen, und selbst eine gebildete Priesterin, die die Jahrhunderte überdauerte, wird sich nicht absolut der Moderne anpassen und wie ein aufmüpfiger Teenie reden, denken und handeln. Natürlich wird man die Sprache den Ansprüchen der Leserschaft angleichen, um eine flüssige Lektüre bieten zu können, aber innerhalb dieses Rahmens bleiben immer noch genug Möglichkeiten für eine differenzierte Redeweise und Wortwahl.

    Herzliche Grüße
    Irene Salzmann

  11. Wenn alles klappt, kann ich demnächst eine Rezension einer anderen Rezensentin zu diesem Buch hier posten. Bin gespannt, was ihr zu der dann sagen werdet… 🙂

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