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WIR SIND DIE GUTEN! – Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 1) von Detlef Hedderich und Marianna Müller (sfb-Preisträger Platz 2 im Storywettbewerb 2/2016)

WIR SIND DIE GUTEN!

Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 1)

von Detlef Hedderich und Marianna Müller

(Schlusslektorat: Daniel Sand)

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Prolog
„Der Begriff „Drogenpolitik“ bezog sich bis zum Ende des letzten Jahrhunderts nur auf illegale Drogen, die im Mittelpunkt des politischen Interesses standen. Es gab keine vergleichbare Konzeption für eine Alkohol- oder Tabakpolitik oder für eine substanzübergreifende „Sucht“-Politik. Seit einigen Jahren stehen Störungen durch legale psychotrope Substanzen (z. B. Alkohol, Tabak und Medikamentenmissbrauch) und substanzübergreifende Aspekte (z. B. in der universellen Prävention oder bei Patienten mit Mehrfachmissbrauch) sowie seit einiger Zeit auch stoffungebundene Süchte (z. B. pathologisches Glücksspiel) stärker im Mittelpunkt des politischen Interesses. Aus diesem Grunde werden zunehmend die Begriffe „Drogen- und Suchtpolitik“ oder „Suchtpolitik“ anstelle von „Drogenpolitik“ verwendet. Wegen der Unterschiede in den politischen Zielen und Strategien hinsichtlich legaler und illegaler Substanzen wird in Deutschland vorzugsweise der Begriff „Drogen- und Suchtpolitik“ verwendet. Darüber hinaus hat sich das Blickfeld vom ursprünglichen Hauptinteresse an der Substanzabhängigkeit auch hin zu riskantem und schädlichem Konsumverhalten und damit zu einem weitergehenden Verständnis einer Gesundheitspolitik für substanzbezogene Störungen und Risiken erweitert. Die deutsche Sprache kennt dafür allerdings keinen Kurzbegriff, so dass vor allem der (unzureichende) Begriff der „Suchtpolitik“ weiterhin Verwendung findet. Für die jährlichen Berichte der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hat das zur Folge, dass teilweise auch auf legale Substanzen und gemeinsame Strategien für legale und illegale Substanzen eingegangen werden muss. Eine Trennung ist an vielen Stellen aufgrund der fachlichen und politischen Entwicklung nicht mehr möglich.“
Tim Pfeiffer-Gerschel, Lisa Jakob & Daniela Stumpf IFT Institut für Therapieforschung, Axel Budde, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Christina Rummel, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen: Bericht 2014 des nationalen REITOX-Knotenpunkts an die EBDD 1.1.1 Begriffsdefinition; S.33
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Droge 

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Als das Schiff aus dem Hyperraum stürzt, gehen alle Alarmglocken im Sun-Sun-System los. Normalerweise dringen keine Raumflugkörper von außen in das Sonnensystem mit den beiden blauen Sonnen ein, sondern aus einem der beiden Portale, die jeweils nahe der beiden Sonnen installiert wurden. Sun-Sun ist ein recht kompliziertes System aus zwei Sternen und dreizehn Planeten, die sich in recht ungewöhnlichen Bahnen bewegen. Als das Schiff geborgen wird, geschieht das im Einflußbereich der PARADA-Station, des gleichnamigen Konzerns, der hier die Schürfrechte für eine ganze Reihe von Monden der äußeren Gasriesen und der inneren Gesteinsplaneten in Sonnennähe erworben hat.
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Im Purpur-System ist der Name Programm: Die Sonne hat diese eigentümliche Färbung zwischen Rot und Blau und auch ihr Licht wirkt auf dem fünftem Planeten Isombre irgendwie merkwürdig, gar unwirklich. Die Landschaften wirken dann fast so, als blicke man durch eine zu stark getönte Sonnenbrille mit purpurnen Gläsern. Das Purpurne Sonnenlicht entspricht dabei einem Farbreiz, der sowohl die L- als auch die S-Zapfen stark erregt. Die farbstärksten Purpurtöne liegen damit auf der Purpurlinie der CIE-Normfarbtafel, auf der alle für das menschliche Auge wahrnehmbaren Farbtöne (mit einer normierten Helligkeit) repräsentiert sind. Für Touristen wird empfohlen, sich auf den Orbitalstationen mit ausgleichenden Sichtgeräten auszurüsten, damit man nicht in eine Art lethargische Transformationsstimmung gerät, die einem nach einiger Zeit absolut willenlos macht.

Purpur ist definitionsgemäß der Farbbereich aller Farbtöne der Purpurgeraden zwischen den Farbreizen des langwelligsten sichtbaren spektralen Rot und des kurzwelligsten sichtbaren spektralen Violett. Die Spektralfarbe Violett wird bei Emission von 380 bis etwa 420 Nanometer wahrgenommen. Im Chromatizitätsdiagramm findet sich Violett am blauen Ende des Kurvenzuges. Eine Spektralfarbe Purpur gibt es definitionsgemäß nicht. Jenseits des Blau schließt sich Violett an, das zum Ultraviolett überleitet. Es besteht Uneinigkeit über die Zuordnung zu den Purpurtönen. Das kann seine Ursache in individuellen Varianten bei der Wahrnehmung haben, insbesondere da hier Farbreize am Rande des Sichtbaren beeinflussen. Die Bezeichnung verschiedener Nuancen zwischen blauem Rot und rotem Blau ist nur unscharf festgelegt, insbesondere da die Spektralfarbe Violett empfindungsgemäß ähnlich ist. Die Abgrenzung der „blauroten Farbtöne“, also auch der Purpur, ist schwierig und unterliegt individuellen und kulturgeschichtlichen Bewertungen.

Als man den Findling durchsucht, kommen unangenehme Dinge zum Vorschein: Zum einen sind das zwei Leichen, die offenbar aus dem Rostov-na-Donu-System stammen. Zumindest muß man auf Grund der etwas robusteren Technik der Kom-Implantate der beiden Männer davon ausgehen. Zum Anderen war das Schiff extrem großer Strahlung ausgesetzt gewesen, was wohl auch die Ursache für den Tod der beiden Besatzungsmitglieder gewesen sein dürfte. Nach dem man später die Black Box der Steuerung ausgelesen hatte, ergab sich, dass das Schiff in einem anderen Zielsystem angekommen war, dort gekapert wurde, um es anschließend im Bauch eines Transporters versteckt wieder in den Hyperraum zu schicken, in welchem es dann während des Hyperraumfluges aus dem Transporter ausgestoßen wurde. Der Transporter wiederum setzte ordnungsgemäß seinen Hyperraumflug weiter fort, als wenn nichts geschehen wäre. Das ausgestoßene Schiff bekam während es im Hyperraum aus dem Frachtraum ausgestoßen wurde, eine so große Drift, dass es beim Austritt in der Einflusssphäre einer der beiden Sonnen eine tödliche Strahlendosis erhielt.

Die ausgleichenden Sehhilfen transformieren das Licht im Purpur-System in „normale“ Frequenzbereiche, so dass die Menschen nicht in diese animalische Starre verfallen, die ein vor der Besiedlung dieses Sonnensystem unbekanntes Phänomen war. Das Tragen von Sichtgeräten, wenn man sich im Freien oder auf einem der Monde oder Planeten befindet, kann diesen, allgemein als „Burundanga“ bezeichneten Zustand, verhindern. Den meisten Touristen, die ins Purpur-System reisen, kommt es aber vor allem auf die Sehenswürdigkeiten an, die aus der frühen Besiedlungsphase stammen. Zu jener Zeit haben die damaligen Siedler ihre Strafgefangenen mit ganz leichten Dosen eines Mittels namens Hyoscyamin dazugebracht, im Freien und ohne Sichtschutz gewaltige Bauten zu errichten. Man fand heraus, dass die Kombination des Sonnenlichts zusammen mit ganz bestimmten geringen Mengen an Hyoscyamin diese Gefangenen zu willenlosen gefügigen Arbeitern machte. Diese Erkenntnis hat schließlich dazu geführt, dass die Rechtsprechung im gesamten Purpur-System eine Wandlung vollzog. Hintergrund war die Tatsache, dass sich die Lebenszeit der Menschen, die man so behandelte, extrem verkürzte, was wiederum dazu führte, dass sich kaum noch jemand etwas zu Schulden kommen ließ.

Wie immer, wenn Flugkörper einen Hyperraumflug nicht ordnungsgemäß absolvieren oder das Empfängertor abgeschaltet wurde, endet so ein Flug in einer Sonne oder in deren Randbereiche, was fast immer den sicheren Tod der Insassen bedeutet. Nachdem der gemeldete Transporter aus dem Tor ausgetreten war, wurde dieses danach deaktiviert. Das havarierte Schiff hingegen bekam durch seine Drift beim Ausstoßen aus dem Transporter während des Hyperraumfluges eine Verzögerungsinstabilität. Aus diesem Grund trat es im Randbereich von einem der beiden Sonnen aus, da das Tor ja bereits abgeschaltet war. Schließlich kommt man mit dem SPSD (Systemweiter Polizei- und Sicherheitsdienst) überein, für den Gegenwert des Transports, das Schiff in den Bereich der habitablen Planeten zu schleppen. Anders als die PARADA, die über Robotdrohnen verfügt, ist der SPSD nicht in der Lage, das nötige Equipment zu besorgen, um das Schiff zu transportieren oder eingehender zu untersuchen. Da das Schiff nicht aus diesem System zu stammen scheint, will man lieber auf die VPS warten. Polizeihauptmeister José Ettena-Ikswotug, der die Akte schließlich auf den Tisch bekommt, wird von der VPS darüber informiert, dass man einen VPS-Militär-Kreuzer schicken wird, der dann das Schiff übernimmt. Auf den Einsatz einer BASE will man in diesem Fall verzichten, da die ERK ebenfalls ein Schiff mit einer recht jungen Ermittlerin auf den Weg gebracht hat.

Als die junge Frau eintrifft und sich beim SPSD-Polizeihauptmeister meldet, ist dieser recht erstaunt, da die Beamtin einen Polizeioberst aus dem Rostov-na-Donu-System im Schlepptau hat. Die ERK-Ermittlerin stellt sich als Milena Himiko Komore vor und den Polizei-Oberst als Boris-Alexander Korchinov. Die junge Beamtin scheint offenbar auf Zack zu sein, denn SPSD-Polizeimeister José Ettena-Ikswotug erfährt von ihr, dass es ihre Idee gewesen war, den Oberst von der VPS gleich hierher bringen zu lassen. Noch erstaunter ist der Polizeimeister, als er erfährt, dass sie vorhat, im Dreierteam mit ihm und dem Oberst den Fall aufklären zu wollen. Na gut, denkt sich der SPSD-Mann, komme ich hier mal raus, aus meinem täglichen Trott.

Die Politiker des Purpur-Systems sind jedoch, wie überall im bewohnten Teil der Milchstraße, ein findiges Völkchen und haben daraufhin die Strafen für bereits geringe Vergehen erhöht, um weiterhin genügend Menschenmaterial zur Verfügung zu haben. Schließlich haben die monumentalen Bauten eine Menge Geld durch die Touristen in ihre Kassen gespült. Als der ganze Zusammenhang öffentlich wurde und die VPS schließlich einschritt, wurde die Verabreichung von Hyoscyamin und ähnlichen Stoffen von der VPS unter Strafe gestellt. Am Ende haben sich die Regierungen der Planeten und Monde des Purpur-Systems gefügt und keine Gefangenen mehr ohne Sichtschutz arbeiten lassen. Die freiwilligen Straftäter haben sich dann aber geweigert, weitere monumentale Bauten zu errichten, nur, um damit die Touristen zu beeindrucken. Nachdem auch hier die VPS einige Erlasse über das System verhängte, hat sich alles in geordnete Bahnen normalisiert.

Nachdem man sich darauf geeinigt hat, nicht in der SPSD-Kantine eine Mahlzeit einzunehmen, sondern in der Raumlift-Orbitalstadt TAAI MERENA MOASI und alles von der ERK bezahlen zu lassen, freuen sich die Drei, denn tatsächlich war Starköchin Penelope Hotonka momentan vorort in einem ihrer vielen hundert Orbitalrestaurantes mit Namen PENGREN im Einflußbereich der VPS. Nach dem Essen, das allen hervorragend gemundet hat, begeben sich die Drei auf das VPS-Militär-Schlachtschiff SÃO PAULO, in dessen Großraumhangar die Techniker derweil in gutgeschützten Strahlungsanzügen das gestrandete Schiff unter die Lupe genommen haben. Heraus kommt, dass das Schiff mit den beiden Leichen an Bord offenbar von Unbekannten an seinem vorherigen Zielpunkt, dem Purpur-System, aufgebracht worden war, und das wohl schon bevor das Schiff überhaupt ins Sun-Sun-System geriet. Man findet eine Reihe von gutversteckten Geheimfrachträumen, in denen sich laut Mikroanalyse eine große Menge Term befunden haben mußte, ein Rauschgift von besonders großer Wirksamkeit, Suchtstärke und todbringender Gefährlichkeit, so dass jeder Mensch, der sich darauf einläßt, nur noch Monate, keinesfalls jedoch mehr Jahre am Leben bleiben würde.

Schließlich hat sich das Purpur-System als Magnet für ganz andere Besucher entwickelt, nachdem einige Drogensüchtige die Erfahrung gemacht hatten, dass die Einnahme von Term unter dem Einfluß des Sonnenlichtes zu einer handhabbaren Droge mutierte. Unter dem Sonnenlicht von Purpur reichten jetzt extrem geringe Mengen, um sich in starke Rauschzustände zu versetzten, ohne dass die Konsumenten mit ihrem vorzeitigen Ableben rechnen mußten. Damit gab es nun zwei Besuchergruppen, die sich für das Purpur-System interessierten: einerseits die Touristen, die sich die monumentalen Bauten nicht entgehen lassen wollten und die Menschen, die das System als Drogenparadies erachteten. Diese ließen sich zum Teil hier nieder, nachdem sie in ihrem Heimatsonnensystemen alles verkauft hatten oder sich durch kriminelle Aktivitäten um ein entsprechendes finanzielles Polster gekümmert hatten. Hier unterbrachen sie von Zeit zu Zeit ihren Drogenkonsum, um zeitweilig einer Arbeit nachzugehen, mit dessen Verdienst sie wieder einige Jahre ihren Konsum eine Bleibe und etwas zu Essen in diesem System finanzieren können. Doch diese Kosten halten sich allgemein in Grenzen, da genügend billiger Wohnraum und kostengünstige Schnellrestaurantes vorhanden sind.

Am Ende hatte man von Seiten der VPS den Ambitionen der Regierungen nachgegeben, Term zuzulassen, solange es in geringen Mengen und nur im Einflußbereich dieses Sonnensystems eingenommen wurde. Außerhalb des Purpur-Systems war Term weiterhin verboten und sein Handel und Konsum unter Strafe gestellt. Da Term nun eine ganz normale Handelsware war, die über das Hyperraumtor hereinkam aber nicht wieder hinaustransportiert werden durfte, hat die VPS eine recht ansehnliche Sondersteuerrate dafür verordnet. Schließlich gehörte das Hyperraumtor im Einflußbereich der Sonne der VPS.

Normalerweise erhebt die VPS keine Steuern für Waren, die durch das Hyperraumtor transportiert werden. Die eigentliche Einnahmequelle der VPS sind die Tore, für deren Nutzung eine Gebühr pro Gewicht und Masse eines Schiffes anfällt, womit sie die Tore, die BASE-Ringe, die BASE-Stationen sowie ihren gesamten Wissenschafts- Technik- und Militärapparat finanzieren. Das gilt übrigens für alle Sonnen-Systeme, die von BASE-Stationen beschützt werden und wo das Militär die Hyperraumtore stellt. Nur in etwa 5% aller Fälle verhält es sich anders. Dort sind es große Konzerne oder systemweite Regierungen, die die Schutzmacht und die Hyperraumtore eines Sonnensystems selber stellen und dafür Gebühren und Steuern für den Hyperraumflug kassieren, oft auch für alles, was an Waren hereinkommt und zum Teil auch, was das System wieder verläßt. Die Hyperraumtore sind in diesem Fall von der VPS gemietet, denn nur die VPS ist in der Lage, solche Tore mit Hilfe ihrer emergenten KIs zu konstruieren und zu betreiben. In diesen Systemen hat die VPS auch keine BASE oder einen Basering installiert. Nur in 1% der Fälle ist das anders und es werden Hyperraumtore ausschließlich von der systemweiten Regierung oder Konzernen von der VPS angemietet, wobei dann aber die Stationierung eines Baserings oder für den Notfall des Einsatzes einer BASE, eine Extra-Gebühr an die VPS bezahlt wird. In solchen Systemen werden auch ganz unterschiedliche Regelungen wirksam, was das Entrichten an Steuern und Abgaben für den Warenhandel durch die Hyperraumportale angeht. In der Regel werden in Systemen, die ausschließlich von der VPS bewacht und der Hyperraumflug von dieser realisiert wird, keine Warensteuern erhoben. Nur in solch seltenen Fällen, wie im Purpur-System, ist das eben anders. Eine zusätzliche Besonderheit ist noch jene, wonach das Term von Systemen aus versendet wird, in denen kein VPS-Militär stationiert ist und auch kein Basering es möglich macht, dass dort das VPS-Militär für Ordnung sorgt. Schließlich will sich die VPS nicht mit den Erzeugern von Rauschgiften gemein machen. Das äußerste der Gefühle ist hier eben nur die Duldung der geringfügigen Mengen an Term.

SPSD-Polizeimeister José Ettena-Ikswotug erklärt den Beiden, dass er sich sicher ist, dass das Sun-Sun-System keinesfalls das Ziel dieses Giftes gewesen sein dürfte. Vielmehr vermutet er, dass das Ziel offenbar jenes andere System, das Purpur-System war, eines in dem solcherart Rauschmittel en vogue sind. Als die drei Ermittler die beiden Leichen zu Gesicht bekommen, äußert Polizei-Oberst Boris-Alexander Korchinov, dass er schnellstmöglich in sein Heimatsystem müsse. Er schlägt vor, dass die ERK-Ermittlerin zusammen mit dem SPSD-Polizeihauptmeister ihm folgen sollten, nachdem sie sicherstellen konnten, welche Information die ERK- und die VPS-Militär-Techniker noch aus dem Wrack herausholen würden. Er verspricht den beiden, sich mit ihnen auf seinem Heimatplaneten und dort auf seiner Dienststelle zu treffen, um der Sache gemeinsam weiter auf den Grund zu gehen. Die beiden sind einverstanden.

(zur Fortsetzung Teil 2)

Copyright © 2015 by Detlef Hedderich und Marianna Müller

Bildrechte: DIE FRÜHEN FÄLLE DER MILENA HIMIKO KOMORE” (milena-antho-cover.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Buchtipp der Autoren:

Rudolph, Dieter Paul
Der Bote

Ein Science-Fiction-Krimi aus der guten alten Zeit

Verlag :      CONTE-VERLAG
ISBN :      978-3-941657-61-8
Einband :      Paperback
Preisinfo :      11,90 Eur[D] / 12,30 Eur[A] / 17,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 20.12.2011
Seiten/Umfang :      ca. 182 S. – 20,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – flex.(Paperback)
Erscheinungsdatum :      03.2012
Aus der Reihe :      Conte Krimi 29

Es war Lene, die Tochter des Hauses. Sie trat an den Tisch, nahm den zweiten Stuhl, der dort stand, sah mich an. Ich wusste nicht, was ich davon zu halten hatte.
»Ich muss die Nacht hierbleiben«, sagte das Mädchen.
„»Das geht nicht«, sagte ich.
»Es muss gehen. Niemand wird davon erfahren.«
Sie stellte den Stuhl in die Mitte des Zimmers und begann sich auszuziehen. Die Kleidung ließ sie einfach fallen. Sie setzte sich auf den Stuhl, mir zugewandt.
Ich betrachtete das Mädchen wie ein altes Foto. Die Brüste, den Bauch, das Gesicht. Ich betrachtete sie eine halbe Stunde, bis ich müde wurde.“

Es ist das Jahr 2168 in Zeiten von Postkutschen und rationiertem Wasser. Im Weiler Bannkies findet man die Leiche eines Unbekannten. Ein Kriminalrichter reist an, um den Fall zu untersuchen. Merkwürdiges geschieht, die Zeit fließt schneller. Ein Strudel, der alles und jeden erfasst. Unter einem Schafstall summen Computer. Unter Ruinen liegen Relikte einer merkwürdigen Vergangenheit.

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14 Comments

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  1. Irre Geschichte, am Ende steht übrigens Frack statt Wrack. Wäre es nicht eher so das wenn die Menschen versuchen sich nichts zu schulden kommen zu lassen, die Behörden versuchen total überzogene Sünden zu erfinden damit der Nachschub an Gefangenen gewährleistet wird?
    Ansonsten gefällt mir die Idee sehr gut. Purpur steht für Willenlos. Grins

  2. Beim Frack habe ich beim Selbstlesen auch gestockt, war aber zu müde um klar zu denken. Aber keine Bange: das Ganze wird wahrscheinlich Mittwoch von meiner Lektorin überarbeitet.

    Naja, was die Regierungs-Behörden des Sonnensystems angeht, wurden von denen dann natürlich bereits leichte Vergehen unter Strafe gestellt, damit der Menschennachschub gesichert ist. Natürlich hat das die VPS nicht zugelassen: Entweder Gesetze ändern oder Portal wird geschlossen. Auch ne Art von politischer Erpressung. Aber natürlich will die VPS ja letztlich Geld verdienen mit den Hyperraumtoren, daher versucht sie immer die Regierungen zur Vernunft zu bringen, da eine Isolirung eines Systems für dieses ja auch keine Vorteile bietet. Ohne Tor keine Touristen und garkein Warenhandel, was bedeutet: verschlechtertes Wirtschaftsaufkommen. Somit funktioniert so eine Erpressung natürlich immer!

  3. Ich habe bei dieser Milena-Geschichte übrigens auf die neue Erzählweise des Enwicklungsromans (DIE ABENTEUER DER MILENA…) aufgesetzt und langwierige Informationsblöcke aus dem zu erzählendem Text herausgezogen um sie in die Kästen zu stellen, die man beim ersten Lesen ja gar nicht Mitlesen muss. Erst wenn man mehr wissen will zum Sachverhalt, kann man das lesen aber muss man aber nicht. Die Geschichte erschliißt sich auch so. Nur wer genau wissen will, wie das Milena-Universum tickt, der hat die Möglichkeit weitere Information zu eroiren.

    Die beiden Sonnensysteme habe ich dann aus zwei hintereinander folgenden Kapiteln als einen gesamten Text mit abwechselnden Cliffhängern umgestaltet. Ich denke, so kommt das nicht so trocken rüber.

    Der nächste Teil wird dann wohl eine ganz andere Erzählweise haben, vielleicht mit mehr Dialogen oder mengenweise Action. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

    Ich danke hier nochmal der Irene, der ich den ursprünglichen Text am Telefon vorgelesen und sie mir davon abgeraten hatte. So habe ich nach langen Nachdenken das Ganze komplett umgestaltet. Ich finde, dass das jetzt nicht mehr so langwierig rüberkommt.

    Was meint Ihr anderen dazu?

  4. Lektorat ebefalls abgeschlossen. Wer möchte sich dazu äussern?

  5. Im Lektorat wurden wohl nicht alle Fehler gefunden, was? *fg*

    Die Geschichte klingt vielversprechend und bei Gelegenheit werde ich die Zeit finden, sie weiter zu lesen.

    Wie immer ist mir der Schreibstil einen Tick zu anstrengend, da ja wie im Entwicklerroman manche Formulierungen und Worte von Satz zu Satz wiederholt eingesetzt werden.

    Trotzdem reizt mich der erste Teil dieser Story zum weiter lesen.

  6. Wenn ein Planetensystem kein Hyperraumtor haben will und es dennoch lukrativ für die VPS wäre, eines dort zu installieren, würden sie dort intervenieren und sich über die Ablehnung der ansässigen Systemregierung hinweg setzen können/dürfen?

  7. Im Lektorat wurden wohl nicht alle Fehler gefunden? Was? Mein Rechtschreibprogramm hat keine Fehler mehr angezigt und das von meiner Co-Autorin auch nicht. Ausserdem hat meine Co-Autorin Stunden um Stunden damit verbraucht zu lektoieren. Und ich habe die Teil jetzt bestimmt 20 mal gelesen und wenn ich noch was gefunden habe, dann habe ich es sofort korrigiert. Also, wenn da was nicht in Ordnung ist, bitte mitteilen, was genau! Danke!

  8. Diesen ersten Teil habe ich übrigens vor einigen Jahren geschrieben und Anfang vorigen Jahres veröffentlicht. Alle weiteren Teile 2016. Und ich bin dabei die neuen Teile nach und nach fertig zu machen und reinzustellen. Werden bestimmt so um die 15 Teile werden.

  9. Und Daniel, diese Geschichte ist zwar eine Fortsetzungsgeschichte geworden obwohl das urspürnglich gar nicht geplant war, aber ein Entwicklungsroman ist es nicht, sonst wäre das Teil ja in der anderen Anthologie und Milena hätte bereits ihren Arm mit dem ARTEFAKT. Hat sie aber nicht. In dieser Geschichte ist sie sogar noch sehr jung.

  10. Da sieht man mal, was passiert, wenn man eine begonnen Geschichte abschliessen will und sich dabei 15 weitere Teile regelrecht aufdrängen. Ausserdem haben meine Co-Autorin und ich ab dem 2. Teil den Aufbau komplett umgeworfen und von da an wir diese Geschichte im Wechsel mit Cliffhänger so erzählt, dass der Milena-Teil immer in ichform und der Boris-Teil immer als Dialog umgesetzt wurde. Und das war gar nicht so einfach das so konsequent weiter zu spinnen. Mal sehen, ob wir damit bis zum Schluss durchhalten mit diesem Konzept. Bin selbst gespannt.

  11. Der Transporter wiederum setzte ordnungsgemäß seinen Hyperraumflug weiter fort, als wenn nichts geschähen wäre
    (sollte wohl „geschehen“ lauten)

    Zwei Fehler haben sich wohl erledigt, da ich immer annahm, es hieße „DER“ Drift, aber offensichtlich ist Drift feminin…

    Nachdem man sich darauf geeinigt hat, nicht in der SPSD-Kantine eine Malzeit einzunehmen
    („Mahlzeit“?)

    Vielmehr vermutet er, dass das Ziel offenbar jenes andere System, das Purpur-System war, eines in dem solcherart Rauschmittel on voge sind.
    („en vogue“ oder irre ich mich)

    —Hab die Geschichte nochmal überflogen und, wie oben zu lesen, meines Wissens nach ersichtliche Fehler hier rein kopiert.—

  12. vielen dank, alles behoben!

  13. Daniel, zu deiner frage: „Wenn ein Planetensystem kein Hyperraumtor haben will und es dennoch lukrativ für die VPS wäre, eines dort zu installieren, würden sie dort intervenieren und sich über die Ablehnung der ansässigen Systemregierung hinweg setzen können/dürfen?“: Nein. Ausser sie haben es erschlossen, dann hatten sie die Kosten gehabt, dann können sie bestimmen, zu welchen kondition sie untervermieten.

  14. Lieber Daniel, Danke nochmal für dein Lektorat. Ich habe übrigens noch ein PROLOG der Geschichte vorangesetzt, das allerdings aus einem zitierten Text besteht. Das habe ich deshalb gemacht, weil ich bereits für das vermeintliche Ende – wird wohl so etwa Teil 18 oder 19 werden – ein EPILOG verfasst, dass ich witzigerweise aus einer frühreren Milena-Story kondensiert habe. Lasst Euch mal überraschen. Habe dich für deine Mühen in diesem Teil als Schlusslektor in den Kasten des Titels im Teil 1 eingesetzt. Vielen Dank nochmal.

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