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WIR SIND DIE GUTEN! – Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 10) von Detlef Hedderich und Marianna Müller

WIR SIND DIE GUTEN!

Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 10)

von Detlef Hedderich und Marianna Müller

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10.0

Schon nach kurzer Zeit habe ich gefunden, was ich gesucht habe. Ihre länglichen geraden Blätter eignen sich hervorragend dazu, daraus Sehnen für meinen Bogen zu machen. An den Seiten haben die Blätter eine Art Dornen, die ich abscheiden muss. Zum Glück besitzt mein Spezialmesser eine zusätzliche dünne äußerst scharfe Klinge, mit der das hervorragend geht. Jetzt muss ich das Stangenblatt öffnen. Dann trenne ich nach Anleitung meines Handrechners den fleischigen Teil von dem stabilen inneren Teil. Jetzt nehme ich die daraus heraus getrennten Fäden in den Mund und flechte sie. Durch das Flechten werden die Fäden stabiler und haltbarer. Auf dem Bogen müssen sie großem Druck standhalten. Unten am Bogen habe ich sie schon mit einer einfachen Schlaufe festgemacht. Auf der anderen Seite mache ich das Gleiche. Um die Sehne zu befestigen mache ich eine kleine Schlaufe und ziehe das Ende durch. Man kann sich das laut Schlauberger-Rechner so merken: „Der Hase kommt aus seinem Loch, läuft um den Baum und geht dann wieder zurück ins Loch.“ Ich denke so bei mir, was haben die Programmierer wohl geraucht, als sie das Teil programmiert haben.

Jetzt muss ich meinen Bogen nur noch spannen und hoffen, dass er nicht bricht. Die Pfeile werden aus dem gleichen Holz gemacht wie der Bogen und sind hervorragend zur Jagd im Wasser geeignet. Als ich fertig bin und mir die Fische in den Tümpeln des Bachs anschaue, erkenne ich, dass ich es offenbar mit aggressiven Piranhas zu tun habe. Das wird die Sache für mich noch schwieriger machen. Ich warte also durch das fast hüfthohe Wasser und halte Ausschau. In so einer Vegetation verstecken sich die Fische gerne. Besonders zu dieser Tageszeit. Wie gefährlich Piranhas tatsächlich sind, sagt mein Rechner auf meine Nachfrage, ist umstritten. Doch hört man immer wieder, wie Schwärme von ihnen ein großes Tier in Sekunden bis auf die Knochen abnagen. Zum Glück ist dieser Teich zu klein für viele Fische. Ich kann also das Risiko eingehen, denke ich.

Zu den Piranhas [piˈranja] (Guaraní, bestehend aus pirá für „Fisch“[1] und aña für „böse“ oder „Teufel“[2]) werden fünf Fischgattungen aus der Familie der Sägesalmler (Serrasalmidae) gezählt. Es handelt sich um zumeist räuberische Fische, die in den tropischen Süßgewässern Südamerikas vorkommen.

Piranhas sind zumeist hochrückige, seitlich stark abgeflachte Schwarmfische mit sehr scharfen Zähnen. Die Rückenflosse ist oft verhältnismäßig lang. Sie erreichen eine Größe von etwa 15 bis 40 Zentimetern.

Piranhas besitzen ein ausgeprägtes Schwarmverhalten. Bei Einzeltieren konnten Panikreaktionen und Stress nachgewiesen werden, während Piranhas in der Gruppe diese Phänomene auch bei der Nähe eines Feindes nur in einem geringeren Maße zeigen. Die Lebenserwartung der Piranhas beträgt etwa 15 Jahre. Allerdings können im Aquarium gehaltene Piranhas sogar über 30 Jahre alt werden.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Piranhas

Vaginella betritt eine Kirche der „Kirche der Anglisten“ auf Betnar, dem 4. Planeten im Stargel-System. Als sie an der Reihe ist, begibt sie sich in den Beichtstuhl:

Vaginella: „Hi!“

Priester: „Hi!“

Vaginella: „Oh, ah, (Stöhnt) vergib mir Vater, denn ich habe gesündigt!“

Priester: „Und? Wie viel Zeit ist seit ihrer letzten Beichte vergangen?“

Vaginella: „Na ja, ich war noch nie vorher beichten! Ist mein erstes Mal!“

Priester: „Sind sie Anglistin oder Katholisch. Oder etwa evangelisch?“

Vaginella: „Nein.“

Priester: „Dann kann ich Ihnen keine Absolution erteilen!“

Vaginella: „Ich weiß, aber ich wollte jemanden erzählen, was ich getan habe. Da dachte ich, wieso nicht einem Profi?“

Priester: „Und würden Sie sich unterweisen lassen?“

Vaginella: (Lacht) „So was liegt mir eigentlich gar nicht.“

Priester: „Ich meine, um Mitglied der Anglistischen Gemeinschaft zu werden. Dann könnten Sie beichten und Vergebung für Ihre Sünden erhalten.“

Vaginella: „Und wenn sie unverzeihlich sind?“

Priester: (Lacht still in sich hinein) „Nichts ist unverzeihleicht.“

Vaginella: „Ach nein? (Pause) Na ja, ich habe niemanden umgebracht. Aber ich habe einige schlimme Dinge getan.“

Priester: „Hier warten noch einige andere Leute darauf, dass sie beichten können. Also entschuldigen Sie mich …“ (Er will aufstehen …)

Vaginella: (Sie hindert in daran mit den Worten): „Die können warten! (Pause) Musste ich auch!“

Priester: „Mit wem haben Sie hierüber gesprochen?“

Vaginella: „Wieso glauben Sie das?“

Priester: „Sie sagten: vergib mir Vater!“

Vaginella: „Ich habe eine Freundin gefragt aber sie wusste nicht, was ich vorhabe …“

Priester: „Sind wir dann fertig?“

Die Anglikanische Gemeinschaft oder Anglikanische Kommunion (englischAnglican Communion; von lateinischanglicanus ‚englisch‘), umgangssprachlich die anglikanische Kirche, ist eine weltweite christlicheKirchengemeinschaft, die in ihrer Traditionevangelische und katholische Glaubenselemente vereinigt, wobei die katholische Tradition in der Liturgie und im Sakramentsverständnis (insbesondere dem Amtsverständnis) vorherrscht und die evangelische in der Theologie.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anglikanische_Gemeinschaft

 

10.5

Ich finde tatsächlich ein schwimmendes Mittagessen und schnelle den Pfeil von meiner Sehne. Piranhas schmecken gut, aber sie sind nicht leicht zu fangen. Ich hebe vorsichtig den Pfeil aus dem Wasser und dadurch kann sich der getroffene Fisch wieder befreien und eilt davon. Diese Fische sind echt schnell. Ich hörte mal davon, dass sich eine Frau im Dschungel verirrte und zwei Wochen von Piranhas ernährte, die sie aus einem seichten Fluss fischte. Als Köder verwendete sie Insekten. Ich sehe schließlich ein, dass ich mir ein flacheres Becken suchen muss, in dem ich bis auf den Grund sehen kann.

Ich finde nach einigem Suchen einen Tümpel in dem der Wasserspiegel kontinuierlich sinkt. Man sieht das daran, dass an den Ufern Ablagerungen zu sehen sind, bis wie hoch das Wasser dort schon mal stand. Das heißt, die Fische sind in diesem Becken gefangen und können nicht flüchten. Das Becken ist seicht und das ist meine Chance hier etwas zu fangen.

Ich pirsche mich heran und halte das Objektiv meines Handrechners ins Wasser um mir zeigen zu lassen, wie viele Fische darin herumschwimmen. Natürlich nicht ohne mich vorher beim Rechner zu vergewissern, ob er wirklich wasserdicht ist. „ZU 100 PROZENT“ ist dessen Antwort. Na dann! Als ich das Gerät wieder aus dem Wasser ziehe, lasse ich mir die Aufnahme in Zeitlupe vorführen und schon läuft mir das Wasser im Mund zusammen bei der Menge von Fischen, die sich offenbar darin befinden. Ich glaube, wenn ich ein Paar Minuten geduldig auf eine Chance warte, erwische ich was. Da ist einer! Und schon schnellt der Pfeil von der Sehne.

Als ich den zappelnden Piranhas am Pfeil aus dem Wasser ziehe bin ich richtig stolz auf meinen Erfolg. Der Fisch steckt mittig im Pfeil und so tief in ihm, dass er auch nicht wieder entwischen kann, wie beim ersten Versuch. Ich nehme einen dicken Pflanzenhalm und stecke ihn dem noch immer lebenden Fisch ins Maul. Man sieht deutlich seine scharfen Zähne und wie er damit den Halm an der Spitze vorne zerbeißt.

Man stelle sich Tausende davon vor, die einen Menschen in null Komma nichts bis auf die Knoch abnagen. Rasiermesserscharfe Zähne! Mein gefangener Fisch ist schon fast tot und kann den Halm noch immer durchbeißen. Ich fange mir weitere, damit es wirklich für ein richtiges Mittagessen reicht und ich mal wieder so richtig satt werden kann. So zu fischen, wie ich es mit Pfeil und Bogen mache, sieht von außen vielleicht einfach aus, aber es erfordert eine Menge Geduld. Nach einer Stunde habe ich endlich genug Fische für eine sattmachende Mahlzeit.

Die Gefährlichkeit der Piranhas für den Menschen ist sehr umstritten und keineswegs erwiesen. Die einheimischen Indianer Südamerikas baden bedenkenlos in Gewässern, in denen auch Piranhas vorkommen.
Bei verschiedenen südamerikanischen Ureinwohnern ist der Piranha ein beliebter Speisefisch.
Ein Brauch einiger einheimischer Indianerstämme besteht darin, nur die Skelette der Toten zu begraben. Dazu werden die Verstorbenen für kurze Zeit an einem Seil ins Wasser gehängt, um als Aasfutter für die Piranhas zu dienen.
Piranhas sind sehr resistent gegenüber Krankheiten, so dass sie problemlos kranke Tiere vertilgen können, was ihre wichtige Rolle im Ökosystem ihres Habitats unterstreicht.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Piranhas

Vaginella: „Ich habe Ihnen meine Sünden noch nicht gebeichtet!“

Priester: „Ich will sie nicht hören! Es hat überhaupt keinen Sinn! (Pause, Er zögert nun doch …) Sind Sie getauft?“

Vaginella: „Ich weiß nicht. Wäre möglich.“

Priester: „Haben Ihre Eltern nichts erzählt?“

Vaginella: „Ich kannte meine Eltern nicht lange genug. Sie wurden aus einer Seilbahnkabine in den schneebedeckten Alpen von LUGENA II geworfen. Da war ich drei. Anschließend hat man mich hinterher geworfen. Ich habe nur überlebt, weil ich zwei Wochen vorher von meinem Großvater zum Geburtstag einen Körperkontroller mit Netzanbindung geschenkt bekommen habe. und weil LUGENA II eine geringere Schwerkraft hat als besiedelte Planetten sonst üblich. Ich habe mir zwar eine Hüfte und beide Beine an neun Stellen gebrochen, doch mein Körperkontroller hat sofort Hilfe geordert. Für meine Eltern kam jede Hilfe zu spät aber ich habe überlebt, weil ich zum Glück in weichem Pulverschnee landete, auch wenn ich über 25 Mal in einen Autodoc musste. (Pause) Hören Sie, diese ganze Vergebungsgeschichte ist nicht so wichtig. Sie sollen nur zuhören! Sich meine Sünden anhören. (Pause) Frauen erzählen Ihnen doch alles, richtig?“

Priester: „Tut mir leid, wegen diesem Gewaltakt an Ihren Eltern und Ihnen. (Pause) Was mir Frauen erzählen, darüber darf ich nichts sagen.“

Vaginella: „Hhmm (Klingt irgendwie enttäuscht.) Aber jede Frau, die beichtet, erzählt Ihnen doch, dass sie eine Ehebrecherin ist? Eine Hure oder was weiß ich. Warum kommt sie denn sonst her? (Pause) Sie haben sicher ein sehr ungewöhnliches Bild von Frauen. Sie müssen ja denken, dass sie eigentlich nur Sex haben…“ (Er fällt ihr ins Wort)

Priester: „Sie müssen jetzt gehen…“ (Sie fällt ihm ins Wort)

Vaginella: „Ich muss gar nichts tun!“

Priester: „Wenn Sie nicht gehen, gehe ich. (Und steht auf.)

Vaginella: (Sie ruft ihm nach:) „Warten Sie, wo wollen sie hin? Ich war noch nicht fertig…“

Priester: „Also gut, ich gebe Ihnen jetzt eine aller letzte Chance zu erzählen ohne Umschweife.“

Vaginella: „Ok, ich mach es kurz: Ich habe meinen Partner betrogen.

Priester: „Betrogen?“

Vaginella: „Ja. Ich weiß, dass er einiges an Vermögen auf die Seite gebracht hat und das habe ich mir angeeignet.“

Priester: „Wieso das?“

Vaginella: „Sie wollten, dass ich erzähle, also lassen Sie mich auch und unterbrechen Sie mich nicht immer.“

Priester: „Ok, reden Sie!“

 

Gilt das Beichtgeheimnis eigentlich auch, wenn ein Mord oder ein anderes schweres Verbrechen gebeichtet wird? Muss der Priester das nicht den ermittelnden Behörden melden?

Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich. So regelt es das Kirchenrecht in Canon 983. Es gilt absolut. Selbst wenn er (…) mit dem Tod bedroht wird, darf ein Priester keinerlei Informationen über das weitergeben, was er in der Beichte erfahren hat. Für die sakramentale Beichte gilt eine strengere Regel, als es das gesetzliche Zeugnisverweigerungsrecht gewährt. Ein Zeugnisverweigerungsrecht und Abhörverbot durch staatliche Stellen steht auch Seelsorgern zu, die in Pastoralgesprächen eventuell vertrauliche Dinge erfahren.

Ähnlich gilt das auch für Ärzte und ihre Schweigepflicht oder für das Recht von Journalisten, über ihre Informanten zu schweigen. Das Beichtgeheimnis reicht kirchenrechtlich noch weiter. Bricht es der Priester, ist er automatisch exkommuniziert. Nur durch die absolute Geheimhaltung kann gewähr­leis­tet werden, dass der Beich­tende sich darauf ver­lassen kann, dass alles vertraulich bleibt. Quelle: http://www.kirchenzeitung.de/content/gilt-das-beichtgeheimnis-auch-bei-einem-mordgestaendnis

(Weiter zu Teil 11)

Copyright © 2016 by Detlef Hedderich und Marianna Müller

Bildrechte: DIE FRÜHEN FÄLLE DER MILENA HIMIKO KOMORE” (milena-antho-cover.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Buchtipp der Autoren:

Piranhas (Kartoniert)
Sägesalmler in der Natur und im Aquarium
von Staeck, Wolfgang

Verlag: NTV Natur und Tier-Verlag
Medium: Buch
Seiten: 62
Format: Kartoniert
Sprache: Deutsch
Erschienen: September 2015
Maße: 211 x 149 mm
Gewicht: 153 g
ISBN-10: 3866592396
ISBN-13: 9783866592391
Verlagsbestell-Nr.: 239

 

Piranhas

Beschreibung

Neben Skalaren und Neosalmlern sind Piranhas sicherlich die bekanntesten Fische des südameriknischen Subkontinentes. Mit dem Namen dieser Fische verbinden sich Erinnerungen an sensationelle Berichte über ihre Gefährlichkeit und Angriffslust, die durch Unterhaltungsliteratur und Abenteuerfilme verbreitet werden. In diesem Buch sollen Fakten und Fiktion, Wiklichkeit und Fabeln unterschieden werden. Es wird auf Piranhas in ihrem natürlichen Lebensraum eingegangen, aber auch darauf unter welchen Voarussetzungen Piranhas im Aquarium artgemäß und erfolgreich zu pflegen und vielleicht sogar zu vermehren sind.

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  1. Geil: Der Hase kommt aus seinem Loch, läuft um den Baum und geht dann wieder zurück ins Loch.

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