sfbasar.de

Literatur-Blog

VATER WAEBER, DER SCHRECKEN DER FRANZOSEN – Kurzgeschichte von Thomas Vaucher

VATER WAEBER, DER SCHRECKEN DER FRANZOSEN

Kurzgeschichte

von

Thomas Vaucher

Basierend auf den Überlieferungen über den Freiburger Peter Waeber (alle anderen Namen und Personen bis auf den Leutnant Franz Peter Waeber sind fiktiv)

Leutnant Franz Peter Waeber redete sich wieder einmal in Rage. Das konnte sowohl gut, als auch schlecht sein. Der frischgebackene Familienvater Roman grinste. Er hatte es schon erlebt, dass der cholerische Leutnant daraufhin ohne Worte die Gaststube verlassen hatte, aber auch, dass er irgendeine Anekdote aus seiner Vergangenheit ausgepackt, und sie den verdutzten Zuhörern um die Ohren geschleudert hatte.

«Dieser ganzen Bande von Hurensöhnen hätte man schon vor Jahren den Hals umdrehen sollen!«, ereiferte sich der Leutnant in diesem Moment so sehr, dass sein Gegenüber, Pfarrer Linus Brügger, von einem kleinen Sprühregen Spucke übergossen wurde.

«Mässige dich, mein Sohn», sagte dieser ärgerlich, zog ein Taschentuch hervor und begann, sein Gesicht damit abzutupfen.

«Euer Sohn? Mit Verlaub, Herr Pfarrer: Ihr seid nicht mein Vater. Nichts gegen Euch, doch mein Vater war ein ganz anderes Kaliber. Noch im hohen Alter von achtzig Jahren hat er ein ganzes Dragonerkorps in die Flucht geschlagen.» Waeber lachte laut und hielt sich seinen dicken Bauch. «Solche Leute wie meinen Vater findet man heute kaum noch», donnerte er hinterher. «Das Ganze ist nun schon bald zwanzig Jahre her und mein Vater beinahe eben so lange tot, doch dieses Kunststück soll ihm erst einmal jemand nachmachen.»

«Alles was recht ist, Franz, aber übertreibt Ihr da nicht ein bisschen?», fragte Ammann Alois Werro ruhig. «Ich meine, wir wissen alle, dass Ihr schon viel erlebt habt und wir glauben die Geschichten über Eure Abenteuer gerne, aber dass nun auch Euer Vater ein Held gewesen sein soll, ist mir neu. Zumal er es mit seinen achtzig Jahren wohl kaum mit einer ganzen Kompanie aufnehmen konnte.»

Waebers Kopf schoss herum und seine funkelnden Augen fixierten den Ammann, der unter dem zornigen Blick des Leutnants sichtbar einen Kopf kleiner wurde.

«Ihr glaubt mir nicht? Haltet Ihr mich für einen Hochstapler?» Er stand auf und sein stechender Blick wanderte weiter, über die Gesichter der Männer, die sich nach der Sonntagsmesse wie immer im Ochsen in Düdingen eingefunden hatten, und deren aller Aufmerksamkeit er spätestens jetzt voll und ganz besass. «Na schön, urteilt selbst über den Wahrheitsgehalt der Geschichte.»

Endlich! Romans Augen begannen zu funkeln. Es war wieder soweit, der Leutnant packte eine seiner zahlreichen Geschichten aus seinem unermesslichen Fundus aus!

«1798, die Franzosen fielen in Freiburg ein und beschleunigten die Revolution, die wie ein Wirbelsturm durch unser Heimatland fegte. Peter Waeber, mein Vater, Gott habe ihn selig, wohnte damals in einer ärmlichen Strohhütte zwischen Wünnewil und Laupen», begann der Leutnant seine Geschichte. «Nichts hätte er lieber getan, als sich dem Auszug des Unterlandes anzuschliessen, um gegen die Franzosen zu kämpfen, doch die achtzig gelebten Jahre hatten ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Tatsache, dass Freiburg seine Tore den Franzosen kampflos geöffnet hatte, liess ihn innerlich vor Wut erbeben. Wenn er doch nur etwas hätte unternehmen können! Wenn er doch nur etwas jünger gewesen wäre! Er hätte die Franzosen nicht ungehindert reingelassen!

So in Gedanken versunken schlurfte er an einem Märzennachmittag um seine Hütte herum und jätete das wenige Unkraut, das sich unter der warmen Sonne langsam wieder zu entwickeln begann, als er plötzlich Trompetensignale vernahm. Erst glaubte er, nicht recht gehört zu haben und legte den Kopf schief, um genauer zu lauschen. Doch die Signale wiederholten sich.

Mein Vater wusste genau, was das bedeutete: Die Franzosen! Die verfluchten Franzosen waren im Anmarsch! Sie würden wohl nun gegen Bern marschieren, dachte er, nachdem sie Freiburg eingenommen hatten. Und er würde den Teufel tun, und sie ungehindert durch sein Reich ziehen lassen! Aber wie sollte er den heranrückenden Feind aufhalten? Er, ein Greis von achtzig Jahren?

Verzweiflung machte sich in ihm breit, als er seine Umgebung einer kritischen Musterung unterzog. Als sein Blick auf die gewaltige Eiche an der Böschung des Hohlweges fiel, durchfuhr es ihn wie ein Blitz, und er wusste, was zu tun war: Er musste seinen Landsturm mobilisieren!

So schnell er konnte, ging er zum nahe gelegenen Ofenhaus, packte einen Ofenwisch und trat wieder auf den Weg hinaus. Dann schulterte er den russigen Ofenwisch, als wäre es ein Gewehr und humpelte damit auf die grosse Eiche zu. Schon konnte er hinter sich den Hufschlag der sich schnell nähernden Reiterei hören, schon spürte er, wie der Boden sachte unter ihm zu beben begann. Er musste es schaffen! Er musste die Eiche erreichen, ehe die Franzosen heran waren! Noch einmal mobilisierte er all seine Kräfte, beschleunigte seinen Schritt und erreichte endlich den altehrwürdigen Baum, um den er normalerweise immer einen grossen Bogen machte. Heute jedoch nicht, heute würde er dessen Bewohner brauchen!

Er nahm den Ofenwisch von der Schulter, legte all seine verbliebene Kraft in den Schlag und liess ihn auf den hohlen Stamm der Eiche krachen.»

Waeber sprang auf den Tisch, stiess dabei zwei Weingläser um, deren Inhalt sich über die Hosen der Männer rundherum verteilte, und zog seinen Degen aus der Scheide. Damit fuchtelte er herum, als stünde er selber vor dem Baum, den Ofenwisch in den Händen.

«Doch dabei liess er es nicht bewenden», fuhr der Leutnant fort, die protestierenden Rufe der Männer ignorierend, deren Hosen nun rote Weinflecken zierten, «umgehend zog mein Vater den Ofenwisch zurück und stiess ihn direkt in das grosse Loch in der Mitte des Stammes. Dort wedelte er damit ruckartig hin und her, ehe er ihn wieder herauszog und ihn ein zweites Mal auf den Stamm krachen liess. Ein wütendes Summen und Surren erklang und vermischte sich mit den näherkommenden Hufschlägen zu einem völlig neuen Ton. Es war ein bedrohliches, schnell anschwellendes Geräusch, das gleichzeitig von vorne und von hinten näher kam und rasch lauter wurde.

Nun aber nichts wie weg! Vater Waeber liess den Ofenwisch fallen, humpelte so schnell er konnte die Böschung hinauf und liess sich schwer atmend hinter ein Gebüsch sinken. Sofort drehte er sich auf den Bauch und blickte auf den Weg hinunter, wo nun eine stolze Reiterschar erschien. Mit roten Federbüschen verzierte goldene Helme blitzten in der Sonne, Säbel und Gewehre funkelten und reflektierten das ohnehin grelle Licht und blendeten meinen Vater, so dass er die Augen leicht zusammenkneifen musste. Die Trikolore, die französische Flagge mit den Farben Blau und Rot der Stadt Paris und dem königlichen Weiss der Bourbonen, wehte munter im Wind.

Der vorderste Reiter hatte den Baum noch nicht ganz erreicht, als er plötzlich aufschrie und sich an die Wange langte. Und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Das Summen schwoll an, einem aufziehenden Sturm gleich, und die Luft war plötzlich voller kleiner schwarz-gelber Punkte – Hornissen! Pferde begannen sich aufzubäumen und wieherten voller Angst, Reiter wurden abgeworfen, Schmerzensschreie gellten durch die Luft, als würde eine Schlacht geschlagen – und das wurde sie auch, wenn auch in gänzlich anderer Form, als es die Franzosen gewohnt waren. Der Landsturm Peter Waebers fegte über den unglücklichen Reitertrupp und verheerte ihn stärker als es ein Truppenkontingent der Freiburger hätte tun können. Die wütenden gelb-schwarzen Insekten stachen auf Pferd und Reiter gleichermassen ein und die Franzosen suchten ihr Heil bald schreiend in der Flucht.

Mein Vater aber blieb noch eine Weile lächelnd in seinem Versteck sitzen, bis sich die Hornissen beruhigt hatten, dann kletterte er die Böschung hinunter, ergriff den Ofenwisch, schulterte ihn und salutierte vor dem Baum.

«War mir eine Ehre», sagte er lächelnd und humpelte zurück zu seiner Hütte.»

Der Leutnant grinste breit, steckte den Degen ein und stieg vom Tisch herunter. Dann ergriff er sein umgekipptes Weinglas und hielt es Richtung Theke hin. Der Wirt beeilte sich, es aufzufüllen und Waeber leerte es in einem Zug. Einen Moment lang war es ruhig, dann fügte der Leutnant schmunzelnd hinzu: «Ich hörte, der französische Reitertrupp sei gleichentags auf anderem Wege nach Laupen gelangt, die Hände und Gesichter angeschwollen und die Uniformen zerfetzt, als wären sie feindlichem Beschuss ausgesetzt gewesen. Man erzählt sich, die Franzosen hätten später gesagt, sie hätten die Attacke einer feindlichen Armee diesem grässlichen Insekten-Angriff vorgezogen. Und noch lange Zeit rätselte man in den Reihen der Franzosen über den Grund des heimtückischen Angriffs. Hornissen seien normalerweise friedfertige Tiere, grübelten sie, welche Passanten nicht grundlos angriffen.» Der Leutnant lachte sein mächtiges Lachen. «Mein Vater hat an diesem Tag selbst drei Hornissenstiche davongetragen, doch bemerkt hat er sie erst, als er sich in seiner Hütte erschöpft in seinen Lehnstuhl setzte. Das Adrenalin, das während der Hornissenattacke durch seinen Körper pulsierte, muss die Schmerzen überdeckt haben.» Leutnant Waeber setzte sich und strich sich zufrieden lächelnd über den ergrauten Backenbart.

«Eine bemerkenswerte Geschichte», sagte der Organist Josef Lauper nachdenklich, «ich kannte deinen Vater, doch um diese Geschichte wusste ich nicht.»

«Irgendwie passt sie zu ihm», meinte Pfarrer Brügger lächelnd, «Peter war schon immer ein Schlitzohr, genau wie sein Sohnemann.»

«Wie ist er gestorben?», wollte Ammann Werro wissen.

«In seinem Bett. Nicht lange danach. Als er spürte, dass seine Zeit auf Erden sich dem Ende zuneigte, liess er sich besagten Ofenwisch bringen. Ich war nicht zugegen, doch man sagte mir, dass er ihn bis zuletzt fest umklammert hielt und noch im Tod ein Lächeln seine Lippen umspielte, im Gedenken an die französische Kavallerie, die durch einen simplen Ofenwisch vertrieben worden war.»

«Das ist mir eine Runde wert», verkündete Romans Vater Walter, «auf den Ofenwisch!»

Einige stimmten in seinen Ruf ein und hoben die Gläser, andere riefen: «Auf die Hornissen!»

Der Leutnant jedoch stand auf, hob sein Glas und brüllte durch den Raum: «Auf Peter Waeber, den Schrecken der Franzosen, den Bezwinger der Dragoner und den Herr der Hornissen!»

«Auf Peter Waeber», dröhnte es durch die Gaststube und während Gläser geleert und wieder aufgefüllt wurden, liess Roman den Leutnant nicht aus den Augen. Täuschte er sich oder waren dessen Augen tatsächlich etwas feucht geworden? Gerade als er genauer hinschauen wollte, zog Waeber ein Taschentuch hervor und setzte es an die Nase, wie um sich zu schnäuzen. Doch ehe er es wieder herunter nahm, fuhr er sich damit schnell über die Augen.

Als er das Taschentuch wieder einsteckte, kreuzten sich ihre Blicke für einen kurzen Moment.

Roman meinte die Andeutung eines betroffenen Lächelns zu erkennen, dann neigte der Leutnant grüssend den Kopf, ehe er sich wieder den Leuten am Stammtisch zuwandte und gestikulierend ins vorherrschende Gespräch einstieg.

Roman dachte an seinen eigenen kleinen Sohn. Er wünschte sich, dass dieser dereinst ebenso stolz über ihn sprechen würde, wie der Leutnant über seinen Vater. Doch er wusste, diesen Stolz musste er sich ein Leben lang verdienen.

Roman lächelte.

Er freute sich darauf.

-ENDE-

Copyright © 2013 by Thomas Vaucher. Quellen: „Ein Kapitelchen aus der Franzosenzeit“ von Viktor Tinguely in „Beiträge zur Heimatkunde“, 10. Jahrgang, 1936

Vaucher, Thomas – Autorenporträt

Bildrechte: “Sagen” (Zeichnung-Sagen.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

—-

WEITERE HERVORRAGENDE SAGEN FINDEN SICH AUCH IM FOLGENDEN ANTQUARISCHEN KINDER- & JUGENDBUCH ÜBER SAGEN AUS DEM SCHWEIZER LAND, DAS WIR HIER UNBEDINGT EMPFEHLEN MÖCHTEN:

Der schwarze Wasserbutz. Die schönsten Sagen aus der Schweiz. Gebundene Ausgabe – Januar 1992

.

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Herausgeber/Illustrator: Hans Manz und Paul Nussbaumer
Verlag: Huber + Co. Ag, Erstmals: 1976 (Vorliegende Ausgabe: Januar 1992)
ISBN-10: 3719305155
ISBN-13: 9783719305154
Größe: 27,2 x 22 x 2,4 cm


Die schönsten Sagen aus der Schweiz:  Sagen haben etwas mit Heimat zu tun. Sagen erzählen von ganz bestimmten Orten, von Brücken und Wegkreuzen, von Schluchten und Bergspitzen, von Burgen, Mühlen und unheimlichen Häusern. Sie erzählen, warum jene Alp gemieden und weshalb gewisse Gegenden verödet sind. Sagen führen uns in Natur- und Menschenwelt, die uns umgibt, und versuchen zu erklären, warum diese Welt so ist und so sein muss. Und Sagen erzählen uns etwas über Helden, über mutige Männer und Frauen.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

—-

UND NOCH EIN BUCHTIPP:

Krüger, B./Krüger, K. (Hg.): Ich, Hans von Waltheym

.

Birte Krüger/Klaus Krüger (Hg.)
Ich, Hans von Waltheym Bericht über eine Pilgerreise im Jahr 1474 von Halle in die Provence Forschungen zur hallischen Stadtgeschichte,
Bd. 21 296 Seiten, geb., 148 x 210 mm, mit s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-367-9

.

Erschienen: November 2014

.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Titel erhältlich bei eBook.de


Im Februar 1474 brach der Ratsherr Hans von Waltheym aus Halle an der Saale in Begleitung eines Knechts zu einer Reise auf, die ihn durch Süddeutschland und die Schweiz bis nach Südfrankreich führte. Erst nach über einem Jahr sollte er in seine Heimat zurückkehren. Die Erlebnisse unterwegs hielt er in einem Reisetagebuch fest, in dem er noch unterwegs die berührten Orte und Städte, Wirtshäuser mit Übernachtungsmöglichkeit, profane und geistliche Sehenswürdigkeiten notierte. Darüber hinaus notierte er Namen und Stand vieler Personen, mit denen er unterwegs in Kontakt kam. Ziel der Pilgerfahrt war das Heiligtum der Maria Magdalena in Saint-Maximin (Provence). Hier werden bis heute die Reliquien der Heiligen verehrt, die im Mittelalter als bekehrte Sünderin und Begleiterin Christi galt. Einer der längsten Abschnitte seines Berichtes ist Waltheyms Besuch bei dem „Lebenden Heiligen“ Nikolaus von Flüe gewidmet, der als Einsiedler in der Wildnis beim schweizerischen Kerns lebte. Diese sehr lebensnahe Schilderung, in der u.a. Aussehen und Verhalten des Eremiten detailliert beschrieben werden, stellt den vermutlich ausführlichsten zeitgenössischen Bericht über den berühmten „Bruder Klaus“ dar.

Ungewöhnlich an diesem Reisebericht ist der für die Zeit sehr persönliche Charakter der Darstellung. Waltheym äußert, weitgehend frei von Konventionen, seine eigenen Ansichten über das Erlebte. Dabei interessieren ihn sakrale, aber auch profane Legenden; er glaubt nicht nur an die Wundertaten der Heiligen, sondern auch an Drachen, Basilisken und andere Ungeheuer. Die Herausgeber bieten nach einer Einführung zur Reisebeschreibung eine parallele Ausgabe mit dem transkribierten Originaltext und einer hochdeutschen Fassung. Anmerkungen, ein Glossar, ein Itenear sowie ein Orts- und Personenindex ergänzen den Band, der sich sowohl an Wissenschaftler wie interessierte Laien richtet.

Die Herausgeber
Birte Krüger, geb. 1963, Studium der Geschichte in Moskau, 1987 Diplom. 1999 Ausbildung zur Beraterin für Public Relations in Heidelberg, anschließend Tätigkeit als PR-Beraterin in Frankfurt am Main, Leipzig und Merseburg. Dr. Klaus Krüger, geb. 1960, Studium der Geschichte, Germanistik, Ur- und Frühgeschichte in Kiel. 1994 Promotion, 2001 Habilitation in Jena für die Fächer Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. Seit 2002 Leiter der Abteilung für Historische Hilfswissenschaften am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, seit 2009 apl. Professor.

Inhalt

.
Geleitwort…9
Vorwort…11
Einleitung…13
Transkription und Übersetzung des Reiseberichts…38
Itinerar…257
Glossar…261
Quellen und Literatur…263
Register…284 Geografisches
Register…284
Personenregister…290
Register der heilsgeschichtlichen und sagenhaften Personen…294

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Titel erhältlich bei eBook.de

UND NOCH EIN BUCHTIPP VON SCHRÄGEN TYPEN UND LÜGNERN, DIE IMMER MIT ALLEM DURCHKOMMEN, ZUR ABWECHSELUNG MAL AUS DER HEUTIGEN ZEIT:

Die gestohlene Schöpfung: Ein Märchen Broschiert – 29. April 2015

.

Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag;
Auflage: 4 (29. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257214030
ISBN-13: 9783257214031
Größe und/oder Gewicht: 11,1 x 1,7 x 18 cm

.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Ein Märchen
›Die gestohlene Schöpfung‹, selbst eine Schöpfung, ist modernes Märchen, Actionstory und ›realistische‹ Geschichte zugleich; in diesem Buch wird viel gelogen, und gewiss hängt das damit zusammen, dass es von Geld handelt. Eine Geschichte, die die Welt mit Zuneigung zu betrachten versucht (sie macht einem das nicht leicht, diese Welt). Und eine Geschichte schließlich, die glücklich endet.

Mehr zum Inhalt
Urs Widmers neues Buch, ein modernes Märchen, ist zugleich eine gradlinig erzählte Actionstory, die sich, wenn man das Buch zuklappt, als eine Story auf schwankendem Boden erweist: Wer hat sie eigentlich erzählt? Wirklich der Ich-Held (ein Frankfurter Börsenspekulant)? Oder doch ein anderer (sein inniger Feind, Börsenmakler wie er)? Wäre dann die ganze Geschichte eine Schutzlüge, hinter der sich eine andere Wahrheit verbirgt? Oder was? In diesem Buch wird jedenfalls viel gelogen, und gewiss hängt das damit zusammen, dass es von Geld handelt. Eigentlich fängt es recht banal an (Börse, Konkurs, Liebesleid), wird dann aber zu etwas, was aus tieferen Schichten spricht (weiterhin der Oberfläche entlang erzählend) und zu tieferen. Die ›gestohlene Schöpfung‹, selbst eine Schöpfung, spricht ausdauernd von neuen Anfängen (kein Noah ist in ihr zugelassen), nur dass die Ursprünge, zu denen sie vorzudringen hofft, selber hoffnungslos korrumpiert scheinen. Oder ›sind‹ diese Schöpfungen, und der Bericht über sie ist korrumpiert? Eine ›realistische‹ Geschichte auch: erzählt aus dieser Welt heraus ohne formalen Aufwand. Eine, die die Welt mit Zuneigung zu betrachten versucht (sie macht einem das nicht leicht, diese Welt). Und eine schließlich, die glücklich endet. – Das Glück hat seinen Preis. Man darf nicht zu viel denken. Was man denkt, nicht begreifen. Und was man begreift, nicht spüren. Auf der Stelle würde es uns zerreißen.

Autor
Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. Danach arbeitete er als Verlagslektor im Walter Verlag, Olten, und im Suhrkamp Verlag, Frankfurt. 1968 wurde er mit seinem Erstling, der Erzählung ›Alois‹, selbst zum Autor. In Frankfurt rief er 1969 zusammen mit anderen Lektoren den ›Verlag der Autoren‹ ins Leben. Zuletzt wurde er für sein umfangreiches Werk mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis 2007 der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet. Urs Widmer starb 2014 in Zürich.

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de

Titel erhältlich bei Booklooker.de

Titel erhältlich bei eBook.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Leseproben, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sfbasar.de © 2016 Frontier Theme