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Literatur-Blog

sfbasar.de-Story-Wettbewerb 1/2012 – Sponsoring durch den cbj/cbt-Verlag!

Der cbj/cbt-Verlag hat uns freundlicherweise ein Buchpaket zur Verfügung gestellt, die der Gewinner der Story für den 5. Platz direkt vom Verlag erhalten wird. Wir danken dem Verlag – namentlich Frau Dr. Renate Gruber vom cbj/cbt-Verlag – für die Unterstützung. Vielen Dank dafür schon mal im Voraus. Jetzt aber zu den Titeln, die der Gewinner auf Platz 5 erhalten wird:

Black, Holly
Weißer Fluch

Im Buch blättern

Übersetzt von Brauner, Anne
Verlag :      cbt
ISBN :      978-3-570-16107-4
Einband :      gebunden
Preisinfo :      17,99 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 25,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 21.09.2011
Seiten/Umfang :      384 S. – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      21.02.2011

Medien :
Leseprobe(PDF)

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Seine Kraft wandelt, sein Leben wankt.
Was geschieht, wenn alles, was du berührst, verflucht ist? In einer Welt, in der Magie seit Jahrzehnten verboten ist, sind allein sie mächtig – die Fluchmagier. Menschen, die Erinnerungen, Gefühle und das Schicksal mit der geringsten Berührung ihrer Hand verändern können. Menschen, die im Untergrund arbeiten. Cassel Sharpe entstammt einer solchen Familie von Fluchmagiern, doch er ist ein Außenseiter, der einzige normale Teenager in einer magisch begabten Familie. Es gibt nur ein kleines Problem dabei: Vor drei Jahren hat Cassel seine beste Freundin Lila umgebracht – und er weiß nicht, warum …

PRESSESTIMMEN:
„Holly Black präsentiert einen sympathischen Helden, eine faszinierende Alternativ-Welt voller Geheimnisse und eine clever konstruierte Familiengeschichte, die ohne Vampire und Co. auskommt.“ (Bremer Anzeiger)

Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman ‚Elfentochter‘ veröffentlichte, der von der American Library Association als ‚Best Book for Young Adults‘ ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin.

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Pratchett, Terry
Eine Insel

Im Buch blättern

Übersetzt von Brehnkmann, Peder
Verlag :      cbj
ISBN :      978-3-570-13726-0
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 28,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 20.09.2011
Seiten/Umfang :      448 S., mit s/w-Illustrationen – 21,5 x 13,5 cm
Produktform :      B: Einband – fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum :      03.08.2009

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Ein grandioser Abenteuer-Spaß:
Der junge Mau findet sich nach einer gewaltigen Flutwelle mutterseelenallein auf einer einsamen Insel mitten im Ozean wieder. Und als ob das nicht genug des Elends wäre, steht plötzlich dieses höchst seltsame Mädchen vor ihm. Als Nachfahrin des britischen Königshauses hat sie einige Schwierigkeiten, sich mit ihrem neuen Schicksal als Schiffbrüchige abzufinden und stellt sich furchtbar zickig an. Aber als Daphnes Vater mit ihrer Rettung auf sich warten lässt, raufen die beiden sich zusammen. Langsam fassen die beiden Vertrauen zueinander und erkennen: Gemeinsam können sie dem Schicksal die Stirn bieten und eine neue Welt schaffen. Doch dann tauchen plötzlich Piraten auf und ihre Insel steht ein zweites Mal kurz vor dem Untergang …

Terry Pratchett, geboren 1948, fand im zarten Alter von 13 Jahren den ersten Käufer für eine seiner Geschichten. Heute zählt der kleine Mann mit dem großen schwarzen Schlapphut zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens.

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dardamen-e28093-gefahrten-der-finsternisChiara Strazzulla
Dardamen – Gefährten der Finsternis

Gli eroi del crepuscolo, Italien, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 11/2009
HC mit Schutzumschlag, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 9783570137413
Aus dem Italienischen von Katharina Schmidt und Barbara Neeb
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung einer Illustration von John Jude Palencar
Karte von Erhard Ringer
Autorenfoto von Nicola Bardola

www.cbj-jugendbuch.de
www.hildendesign.de
www.johnjudepalencar.com/

Nachdem die Ewigen von Gott auf die Welt gebracht wurden, lebten sie viele Generationen in Harmonie mit den Menschen und all den anderen Völkern. Im Laufe der Zeit entfremdeten sie sich jedoch voneinander, und selbst durch die schrecklichen Kriege konnten die Völker nicht wieder so zusammengeschweißt werden wie in dem vergangenen goldenen Zeitalter. Nach einigen Jahren der Ruhe plant nun ein neuer Herr der Finsternis, sich alle Lebewesen untertan zu machen. Die Ewigen stehen diesmal ganz allein dem Feind gegenüber, denn die alten Bündnisse gerieten in Vergessenheit. Es kommt aber noch schlimmer: Der Herr der Finsternis entführt Prinzessin Eileen und erpresst mit ihrem Leben die Ewigen. Lyannen, halb Ewiger, halb Sterblicher, der trotz der Standesschranken in das Mädchen verliebt ist, bricht zusammen mit einigen mutigen Gefährten auf, um die Geisel zu befreien. Keiner der jungen Männer ahnt, worauf er sich einlässt und welches Schicksal ihn erwartet. Auf dem Weg zum Druidenkreis schließen sich ihnen weitere Kämpfer an, und das ist auch gut so. Lyannen kann jegliche Hilfe brauchen, denn der Herr der Finsternis ist weit grausamer und mächtiger als sein Vorgänger…

Wenn junge Fans ihr erstes großes Fantasy-Epos schreiben, dann merkt man dem Werk die Quellen, aus denen geschöpft wurde, deutlich an. So auch bei „Dardamen“: „Der Herr der Ringe“, „Urshurak“, „Das Schwert von Shannara“ u. a. standen Pate. Man findet die üblichen Völker (die Ewigen = Elben/Elfen, Trolle, Kobolde, Goblins, Zentauren…) und die gängigen Archetypen (der unterschätzte Außenseiter, der wahre Thronfolger, die hilflose Prinzessin, die männermordenden Amazonen, der finstere Magier…). Die ‚Guten’ sind groß, schön und edel, die ‚Bösen’ klein, hässlich und verschlagen, Grauzonen gibt es nicht, wohl aber Personen, die die Seiten wechseln und dadurch für Überraschungen sorgen. Auch die Szenarien wirken vertraut (Dardamen ist eine unvergleichliche Stadt und erinnert an Gondolin, Mymar an Lothlorien, die Baum-Golems der Wächterinnen an den Wald der Ents, Feenquell an Avalon, der Druidenkreis an Stonehenge …). Wie immer ist der Süden schön und fruchtbar, der Norden öde – nomen est omen bei Ortsnamen ist Gang und Gäbe. Der Konflikt ist bombastisch und ebenfalls nicht neu, denn ‚Gut’ kämpft gegen ‚Böse’, vom Ausgang der Schlacht hängt das Schicksal der ganzen Welt ab, und eine Handvoll Helden stellt das Zünglein an der Waage dar.

Der Roman beginnt recht zäh. Zunächst beschreibt die Autorin den mythischen und historischen Hintergrund ihrer Welt. Dann befindet man sich auch schon mitten in der Handlung. Die ersten wichtigen Charaktere werden vorgestellt, wobei ihrem Aussehen und ihrer Kleidung sehr viel mehr Platz eingeräumt wird als ihren individuellen Eigenarten und Fähigkeiten. Man erfährt vom Krieg und den Problemen mit den Verbündeten, von einer nicht standesgemäßen Liebe und einer Entführung, vom Plan einiger junger Leute, die die Prinzessin befreien wollen, und wie sie ihn durchsetzen. Es wird viel geredet, und bis die Reise endlich beginnt, vergehen 100 Seiten (noch in den 1970er Jahren hätten die Vorbereitungen nur 10 Seiten gedauert).

Auch nach dem Aufbruch plätschert die Handlung friedlich vor sich hin. Die zunächst vier jungen Männer haben überhaupt keinen konkreten Plan, keinerlei Erfahrungen, und man fragt sich allen Ernstes, wie kluge Strategen solche Kindsköpfe mit einer wichtigen Mission betrauen können – eine vage Prophezeiung ist eine recht dünne Begründung. Sicherlich hätte man den einen oder anderen erfahrenen Kämpfer aussenden können, der mit den Örtlichkeiten vertraut ist und keine solchen Anfängerfehler begehen würde wie diese Dreihundertjährigen, die sich wie Fünfzehnjährige aufführen. Selbst wenn Unsterbliche langsamer reifen, was haben sie dann in all den Jahren überhaupt gelernt?! Den Krieg halten sie immer noch für ein Spiel und sehnen sich nach der ersten Schlacht… Mit mehr Glück als Verstand erreichen sie weitere 100 Seiten später ihr letztes ruhiges Quartier, nachdem sie zwei neue Gefährten gewinnen konnten und sich auch die übrigen Beobachter als Freunde entpuppt haben.

Dann gibt es tatsächlich den ersten Kampf, die Helden tragen kleine Blessuren davon, einer stirbt, und ein nützliches Artefakt braucht weitere 100 Seiten, um die Tragödie zu richten. In der Zwischenzeit und im Anschluss wendet sich die Autorin verstärkt anderen Schauplätzen zu, führt weitere Figuren ein, die später ihre vorhersehbaren Geheimnisse enthüllen, bringt so manchen Einzelgänger mit einem Gesinnungsgenossen, aber auch junge Männer und Frauen zusammen und erzählt Geschichten in der Geschichte. So geht es weiter, ohne dass die vermehrt geschilderten Kampfhandlungen Spannung erzeugen oder es überhaupt herausragende Höhepunkte gibt – bis zum Showdown und dem anschließenden ‚Aufräumen’ auf den letzten 100 Seiten.

Wer schon so manchen Fantasy-Roman und insbesondere die genannten Titel gelesen hat, kann durchaus auf „Dardamen“ verzichten. Vor allem das reifere Publikum wird mit diesen kindlichen Helden, ihren eindimensionalen Gegenspielern und der harmlosen Handlung nicht viel anfangen können. Zwar packt die Autorin eine Menge in die Geschichte hinein, aber weniger wäre hier mehr gewesen. Durch eine straffere Handlung, nicht so viele, aber dafür individuell gestaltete Schauplätze und Charaktere, weniger und dafür realistisch ausgearbeitete Konflikte hätte der Roman gewinnen und an Spannung zulegen können. Hingegen Leser und vor allem Leserinnen zwischen 12 und 16 Jahren, deren Vorstellung von Fantasy durch die „Herr der Ringe“-Kinofilme geprägt wurde, werden exakt das vorfinden, was sie sich wünschen. Die Handlung ist clean und nicht unnötig grausam, die Zahl der tragischen Opfer erfreulich klein, die Reise durch eine Phantasiewelt beinahe so nett wie eine Kaffeefahrt, die Repräsentanten der verschiedenen Völker und ihre Kümmernisse bzw. Geheimnisse werden ausführlicher geschildert als die Kämpfe. Romantik ist kein großes Thema, Sex schon gar nicht – die Protagonisten haben schon Angst, sich zum Baden auszuziehen.

Die Autorin zieht ihre Story trotz zahlreicher Schauplätze, Protagonisten und kleinerer Konflikte sicher bis ans Ende durch und weiß auch zu fabulieren. Der Ausgang ist für erfahrene Leser vorhersehbar. Als Debütroman einer so jungen Autorin (Chiara Strazzulla verfasste den Band im Alter von 17 Jahren) und als Jugendbuch geht „Dardamen“ in Ordnung, wenn man es weitschweifig und harmlos mag. Genre-Fans mit Lese-Erfahrung erwarten von einem 800-Seiten-Wälzer jedoch mehr.
Irene Salzmann (IS)

Titel bei Amazon.de: Dardamen – Gefährten der Finsternis

Updated: 30. Dezember 2011 — 09:49

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