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RÜCKKEHR MIT HINDERNISSEN II – eine Fantasy-Kurzgeschichte von little_wonni

Rückkehr mit Hindernissen II


eine


Fantasy-Kurzgeschichte


von


little_wonni

>> Zum vorherigen Teil <<

Da hatte er ihr eine Frage gestellt, die sie sich selbst nicht beantworten konnte. Immerhin war es schon 7 Monate her, dass ihr Bruder sie in eine Amphibie verwandelt hatte. Sicherlich hatte er sich schon längst aus dem Staub gemacht. Aber das durfte sie sich nun ganz sicherlich nicht anmerken lassen.

“Klar hab ich eines! Ich werde auch gleich mit dem Taxi dorthin fahren. Mein Bruder wartet schon auf mich. Wir sind um drei zum Kaffee verabredet.”

Der Fremde hob leicht die linke Augenbraue und atmete tief ein. Sein abschätzender Blick machte SIE noch ganz irre.

“Schon klar, Kleine”
, antwortete er leicht amüsiert, “dann würde ich mich an deiner Stelle mal beeilen. Wir haben schon halb fünf durch …”

Ein Schreck fuhr ihr in die Glieder. Er wusste, dass sie log. Und schlimmer noch, er wusste, wo sie waren, sie hingegen hatte nicht den geringsten Schimmer. Sie befanden sich zwar nun auf einem Weg, aber sie wusste nicht, wohin er führte oder wie weit sie vom Rest der Zivilisation entfernt waren. Hier könnte er sie einfach ins Gebüsch zerren und unaussprechliche Dinge mit ihr anstellen. Kein Mensch war unterwegs, keiner würde ihr helfen oder ihre Schreie hören. Andererseits, wenn er ihr etwas hätte tun wollen, hätte er ihr dann seinen Mantel …

“Jetzt mach dir mal nicht gleich ins Hemd! Wäre echt schade um meinen schönen Mantel. Gleich um die Ecke rum führt der Weg aus dem Park raus. Ich bring dich nur schnell zum Taxistand!
” unterbrach er ihr Gedankenkarussell.

Klasse! Der Kerl war also ein Lügendetektor und Gedankenleser in einem. In diesem Moment bogen sie um die Ecke und sie konnte einen Blick auf das Schild des nur wenige Meter entfernten Taxistandes erhaschen. Erleichtert atmete sie auf und bereute es noch im selben Augenblick.
Natürliches hatte es der Typ bemerkt und grinste nun übers ganze Gesicht. Wenn er sie jetzt auch noch auslachte, müsste sie sich ernsthaft darüber Gedanken machen, ihm die Augen auszukratzen. Zu seinem Glück entschied er sich gegen einen Lachanfall. Anscheinend hatte er ihre wütend entgleisenden Gesichtszüge bemerkt. Stattdessen griff er in die löchrige Hosentasche seiner Jeans und zog ein dreckfleckiges Stück Papier heraus und überreichte es ihr.

“Meine Karte. Falls du dein Zuhause nicht mehr findest. Und natürlich um mir meinen Mantel zurückzugeben!”
Dann zwinkerte er ihr zu, drehte sich um, bahnte sich seinen Weg quer durch das Gebüsch am Wegesrand und war wie vom Erdboden verschwunden, bevor sie sich auch nur eine Antwort darauf hatte überlegen können.

Sie zuckte mit den Schultern und betrachtete sich den Fetzen Papiere etwas genauer, den er ihr in die Hand gedrückt hatte.

Als Kontaktadresse hatte er ihr also eine Bar angegeben. Sie beschloss, sich Zeit zulassen, bis sie den Mantel zurückbrachte. Für eine schmierige Kneipe brauchte sie nämlich echt ein besseres Nervenkostüm. Schnell schob sie die Karte mit spitzen Fingern in eine der Manteltaschen.

FORTSETZUNG FOLGT…

>> Zum nächsten Teil <<

Copyright (c) 2012 by little_wonni

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: Chaosriggers kleine Welt Blog – http://www.chaosrigger.org/chaosblog

Bildbearbeitung: Bearbeitete Coverillustration “Fremdwesen01-100-166-100.jpg” (Originaltitel: TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Detlef Hedderich. Nutzung nur mit Genehmigung des Künstlers Lothar Bauer unter Verwendung des Originals.


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Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 05.07.2011
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Und so wie er selbst Wahres nicht benennen darf, so erkennt er bei anderen sofort die Lüge. Bis er auf Scarlet trifft, eine ebenfalls unsterbliche Seele. Sie behauptet, seine Frau zu sein: der Mensch, den er einst geheiratet und leidenschaftlich geliebt hat. Doch so wenig Gideon sich erinnern kann, so wenig deutet darauf hin, dass Scarlet lügt.
Im Gegenteil: In ihrer Gegenwart flammt in Gideon ein längst vergessenes Verlangen neu auf. Doch er darf ihm nicht nachgeben, denn damit würde er Scarlet in tödliche Gefahr bringen …

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Updated: 13. April 2012 — 12:22

26 Comments

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  1. Sind denn alle in den Osterferien?
    Fände ein bisschen Feedback super!

  2. Scherzkeks^^. Dann gib auch mal Feedback zur Story!

  3. Also wenn ich ehrlich bin finde ich die Folgen etwas zu kurz, es fällt mir schwer eine Kontinuität herzustellen, ich muß paktisch die vorherige Story nochmal lesen. wären die beiden Teile eine Story fände ich sie richtig gut.

    Was ich gut finde ist der Einsatz der Krusivschrift und die Sache mit dem Zettel. Schön gemacht. Bei der Handlung fällt es mir schwer, mir wirklich ein Bild zu machen, da ich wie gesagt, die Teile zu kurz finde. Ich würde dir den Tipp geben, die nächsten Teile mindestens doppelt so lang zu machen.

    Was ich etwas erschreckend finde, ist der Teil: „Hier könnte er sie einfach ins Gebüsch zerren und unaussprechliche Dinge mit ihr anstellen. Kein Mensch war unterwegs, keiner würde ihr helfen oder ihre Schreie hören.“

    Beim nachfolgenden Teil glaube ich, dass da was nicht mit dem Satz stimmt, vielleicht einfalsches Wort oder eines zu viel?: „Andererseits, wenn er ihr etwas hätte tun wollen, hätte er ihr dann seinen Mantel …“

    Täusche ich mich, oder ist der Buchtipp der Selbe wie beim vorherigen Teil? 😉

  4. Buchtipp ist derselbe und passt nach wie vor super. Wenn ich das ganze zusammenführe gibt dass dann nicht irgenwie Datenchaos? Ansonsten wäre es eigentlich kein Thema die beiden zusammenzuführen.

  5. Ne, jetzt kannst du es so lassen, sonst gibt es wirklich ein Chaos. Aber in zukunft, würde ich die Teile nicht so zerhacken.

  6. Christa Kuczinski

    Nicht schlecht, mich interessiert welche Richtung sie nun einschlägt und wie sie dort hinkommt…Das es sich bei dem „Penner“ um jemanden anderen handelt als es nach außen hin scheint, macht ebenfalls neugierig auf mehr. Du könntest beide Teile zusammenfügen, dann wäre die Szene komplett.

  7. Davon rate ich ab, die jetzt noch zusammen zu legen da sonst ein Chaos losgeht, oder du beseitigst hinterher dieses Chaos, little_wonni.

    Einfach die nächsten Teil in Zukunft etwas länger und dann ist es perfekt!

  8. Christa Kuczinski

    Hups,ich hab nix gesagt…leise um die Ecke bieg…

  9. Keine Angst, Christa, hier darf jeder seine Meinung sagen! 🙂

  10. Mir spuken ein paar Plots durch den Kopf, wie die Story weiter gehen könnte. Bin gespannt, welchen die Autorin gewählt hat. Weiter so little_wonni!

    mgg
    galaxykarl 😉

  11. Die rechtsbündige „Visitenkarte“ ist bei mir nicht ganz sichtbar. Besser ist es vielleicht, das Bild linksbündig oder wenigstens mittig zu machen.

    Ich weiß, ich kann draufklicken – wollte ich in dem Fall aber nicht ;-).

  12. @ Micha: ich habe die Formatierung geändert. Ich hoffe es wird bei dir nun richtig angezeigt.

  13. Jetzt aber mal Butter bei die Fische: Wie gefällt euch der Schreibstil, die Story an sich? Wie würdet ihr euch den wünschen das es weitergeht? Habt ihr Tipps, Tricks und weitere Anregungen für die Story? Nach dem 25ten (sinnvollen) Kommentar schalte ich euch den dritten Teil frei 😉

  14. Naja, Tipps brauche ich dir da glaube ich nicht zu geben. Liegt ja eigentlich aufgrund der Visitenkarte auf der Hand: Hellhounds = Höllenhunde (wobei ich dachte, dog wäre die Übersetzung für Hund); dann die „Öffnungszeiten“ moonrise to sunrise, also Nachts. Der Penner könnte also durchaus ein Werwolf sein und die Maid ein modernes Rotkäppchen.

    Das ist alles offensichtlich, das Gag wäre eine wirklich neue Variante des Themas. Deswegen bin ich ja so gespannt.

    mgg
    galaxykarl 😉

  15. Christa Kuczinski

    Ich könnte mir vorstellen, dass sie auf direktem Weg nach Hause zurückkehren möchte, jedoch nicht eingelassen wird. (Wo auch immer sie wohnen mag*) Elfenzauber zu benutzen ist ihr verwehrt und ohne dies…keine Chance.
    Also macht sie sich auf zu der Bar, der einzige Weg der ihr noch geblieben ist. Dieser „Penner“ wusste das sie kommt, vermutlich weiß er sehr viel über sie, zbs. das sie eine „gefallene“ Elfe ist. Vielleicht sucht er nach genau solchen Elfen und bietet ihnen seine Hilfe an, im Gegenzug müssen sie ihm für eine gewisse Zeit dienen. Oder aber (leider weiß ich ja nicht um wen oder was es sich bei ihm handelt)er lockt die „verletzlich“ gewordenen Elfen mit einer faustdicken Lüge ins Verderben. Möchte er den Elfenzauber für sich? Der miese Bruder könnte seine Schwester beseitigen wollen, hat alles eingefädelt (denn woher wusste der Penner wann und wo sie zu finden war?) Ein Schönheitschirurg wird er wohl nicht sein…Tausend Möglichkeiten wie es weiter gehen könnte…. 😉

  16. @ little_wonni

    Danke, jetzt ist es ok :-).

    Statt „Ein Schreck fuhr (…)“ würde ich schreiben: „Der Schreck fuhr ihr in die Glieder.“ Ich glaube, die Redewendung heißt so.

    Hmm, ehrlich gesagt bin ich auch gespannt, ob noch etwas Unvorhergesehenes passiert. Der „Samariter“ könnte genauso gut einer von den „Guten“ sein, sprich, ihr nichts Böses wollen. Wie deutete Samweis Gamdschie das so taktvoll an, als er „Streicher“ das erste Mal sah: Hätte der Feind jemanden geschickt, hätte er jemanden gewählt, der unverdächtig aussieht … (oder so ähnlich ;-))

    Aber der Hellhound hat wirklich seltsame Arbeitszeiten: von Mondaufgang bis Sonnenaufgang!! Der Mond kann zu jeder Tageszeit aufgehen. Das hieße, von 0 bis 24 Stunden kann sein Arbeitstag sein – je nach Mondphase.
    Wie auch immer, daraus lässt sich auch was machen ;-).

  17. Ja, astronomisch gesehen hast du recht Micha; aber als Idee für die Nachtarbeit ist es völlig OK. Und moonrise to sunrise klingt ja einfach zu schön.

    Und in meinem letzten Kommentar sollte es natürlich heißen: DER Gag wäre eine wirklich neue Variante …
    Ich steh´ einfach auf Überraschungen, die selbstredend aber nicht an den Haaren herbeigezogen sein sollten.

    mgg
    galaxykarl 😉

  18. Das eröffnet doch vollkommen neue Perspektiven auf die ganze Werwesen-Geschichte. Die verwandeln sich in allen Büchern zur falschen Zeit! Dort ist Mondaufgang immer dann wenn die helle Scheibe am schwarzen Himmel steht. 😉

  19. Jetzt sind wir aber gespannt, ob die Autorin die Katze endlich aus dem Sack läßt! 😀

  20. Christa Kuczinski

    Little_wonni,
    sorry, dein Aufruf, wie es weitergehen könnte, galt ja der Geschichte: Morgengrauen.

    Im Eifer des Gefechts habe ich sie verwechselt. ;-(

  21. Nein, das galt für beide, aus einem Grund den ich jetzt noch nicht verrate 😉

  22. Liebe little_wonni,

    Jetzt spann uns nicht länger auf die Folter.
    Ich bin mir sicher ich bin nicht der einzige der wissen will wie es weitergeht. 🙂

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