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REBELLION DER SYNTHETIKER – Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romans von Angela Fleischer

REBELLION DER SYNTHETIKER

Leseprobe (Teil 2) des gleichnamigen Romansvon Angela Fleischer

2.

(Zurück zum vorherigen Teil)

Bol näherte sich ihr langsam. »Was ist denn los?«

Die Frau schrak heftig zusammen und sah auf. »Mein Freund, er ist ganz allein. Mutterseelenallein! Sie wollen ihn für den Rest seines Lebens einsperren.« Ein paar weitere Tränen quollen aus ihren Augen. »Er ist ihr Sündenbock! Sie werden ihn auf die Schlachtbank führen wie einen Mörder.«

Die Schtrowima schlang sich die Arme um den Leib, als ob sie fröstelte. »Und es gibt nichts, das ich dagegen tun könnte.«

»Warum soll er denn eingesperrt werden?«

»Die vom Galaktareich behaupten, er wäre ein Aufwiegler.« Die Frau schüttelte den Kopf. »Pah! Er hat den Leuten doch nur die Wahrheit gesagt. Die Wahrheit ist schließlich kein Verbrechen, oder?«

Bol dachte einen Moment lang darüber nach, dann schüttelte sie langsam den Kopf. »Nein, bestimmt nicht. Meine Mama hat immer gesagt, dass man zur Wahrheit stehen soll, also tue ich das auch.«

Die Schtrowima lächelte und zeigte dabei strahlend weiße Zähne hinter den anthrazitfarbenen Lippen. »Danke. Ich fühle mich schon etwas besser. Wie heißt du?«

»Bol Karrel. Ich arbeite als Türsteher und bin Mitglied beim Winterfrost-Selbstverteidigungszirkel.« Das Gesicht der Solchtaq spiegelte Stolz wieder.

»Ich habe viel gelernt. So kann ich mich selbst und alle Unschuldigen schützen.«

Die Schtrowima streckte ihr die Hand entgegen, die humanoide Grußgeste.

»Nenn mich Tamian. Freut mich, dich kennenzulernen, Bol.«

Sie schüttelten sich die Hände, dabei achtete Bol darauf, nicht zu fest zuzudrücken. Die humanoiden Finger wirkten im Vergleich zu ihren eigenen so zart und fragil.

»Sag, welche Position hast du in deinem Kampfzirkel?«

»Ich bin Jungmeisterin.« Bols Kinnwülste schoben sich zusammen, was bei Solchtaq ein Zeichen der Freude war. »Fünf Jahre lang habe ich dafür hart trainiert.«

Tamian nickte. »Das ist beachtlich. Sag Bol, bist du zufrieden mit dem, was du jetzt machst?«

»Warum fragst du mich das?«

»Nur so.«

»Na ja, ich will nicht ewig Türsteher bleiben, also mein ganzes Leben lang. Ich möchte etwas erleben und das tun, was mir Spaß macht.«

»Interessant.« Die Schtrowima erhob sich und bedachte Bol mit einem schwer zu deutenden Blick. »Vielleicht kann ich dir helfen. Ich möchte nicht, dass mein Geliebter für immer in einer Zelle schmort und suche Mitstreiter, die mich dabei unterstützen, ihn zu befreien.«

Bol atmete tief ein und aus. »Ist das nicht verboten?« Sie stellte sich vor, in einer Gefängniszelle zu vermodern und jeden Tag von den Wächtern verprügelt zu werden. Unwillkürlich machte sie einen Schritt nach hinten. Vielleicht war es doch nicht so gut, mit Tamian zu sprechen.

Deren Finger spielten miteinander. »Bol, ist es gerecht, wenn jemand eingesperrt wird, weil er die Wahrheit sagt? Mein Ijon ist nicht der einzige, es gibt noch andere, die zu unrecht vom Galaktareich gefangengehalten werden.

Außerdem besitzen wir viel Geld.« Sie holte ein paar Ültostäbchen – die galaktisch akzeptierte Währungseinheit – hervor und jonglierte mit ihnen. »Na? Na? Du willst doch kein Türsteher mehr sein. Ich kann dir neue Orte zeigen, dich auf einen anderen Planeten bringen.«

Auf eine andere Welt? Bol lief ein Schauer über den Rücken. Lediglich die Allerreichsten besaßen ein eigenes Raumschiff und nur Wohlhabende konnten sich einen Flug von Planet zu Planet leisten. Bol hatte Zolk noch nie verlassen und sie hatte sich oft ausgemalt, wie es wäre, eine andere Welt zu besuchen.

Zum Beispiel würde sie gerne Netzwelt sehen, den Planeten, den ihre Spezies vor wenigen Jahren besiedelt hatte.

»Du möchtest mit Ijon zusammen Babys bekommen, oder?«

Tamian lachte schrill. »Ja, genau. Nun, wie sieht’s aus? Willst du mich begleiten?«

Bol sah auf ihre Hände. »Tut mir leid, ich muss nachdenken. Es ist nicht leicht, die Heimat hinter sich zu lassen.«

»Natürlich. Nimm dir alle Zeit der Welt.«

»Gehe mit Wohlgeruch!« Bol wandte sich von Tamian ab.

»Warte! Wie wirst du mich finden, wenn du weder meine Adresse noch meinen Kontaktcode kennst?«

Bol blickte zu Boden. Das war dumm.

Sie tauschten die Kontaktcodes aus, mit denen sie sich über die Kommunikatoren am Handgelenk erreichen konnten und verabschiedeten sich voneinander.

Bol dachte auf dem Nachhauseweg über die Begegnung nach. Was für eine fröhliche Person diese Tamian doch war, zwar ein bisschen überdreht, aber eigentlich sehr sympathisch.

* * *

Breladan öffnete mit seinem Lichtschlüssel die Tür, die zur Wohnung seiner Familie führte, und trat ein. Aus dem Nebenraum drang ein Pfeifen – sein Bruder. Er litt an der Blaufleckenseuche, einer bakteriellen Krankheit, gegen die Breitbandantibiotika wirkungslos waren. Zwar existierten wirksame Behandlungsmöglichkeiten, doch die konnte sich die Familie nicht leisten. Sie hatten ihre gesamten Ersparnisse für die ersten zwei Behandlungszyklen geopfert, und trotzdem hatte es nicht ausgereicht, Naschwolar zu heilen. Sie sparten und sparten, aber wie es aussah, würden sie niemals genügend Geld zusammenkratzen können. Höchstens ein Kredit konnte ihnen jetzt noch helfen.

Breladan näherte sich seinem Bruder. Naschwolar blickte auf, das ausdruckslose Gesicht fleckig und blau statt kupferfarben, der Panzer matt.

Seine vier ovalen Augen glänzten schwarz, was bei Löpern ein Anzeichen von großem Schmerz oder großer Angst war.

Breladan setzte sich auf den Stuhl neben der Hängematte. »Wie geht es dir heute?«

»Gut, schon besser, habe ich das Gefühl.« Doch Naschwolar mied den Blick seines Bruders.

In Breladans Brust bildete sich ein Klumpen. Naschwolar behauptete jedes Mal, dass sein Zustand sich besserte. Er schämte sich für seine Schwäche und Machtlosigkeit, als ob er an seiner Krankheit selbst schuld wäre. Breladan legte seine Hand auf die seines Bruders. »Du bist so jung«, murmelte er.

Sein Bruder formte die Nein-Geste. »Bitte beginn nicht wieder damit.«

Der Klumpen wanderte in Breladans Kehle hoch. »Es ist nicht gerecht. Du …

« Er unterbrach sich. Wie oft hatten sie diese Unterhaltung in der Vergangenheit geführt, an die zwanzig Mal? Sie endete immer gleich. Er protestierte gegen die Ungerechtigkeit ihrer Situation und sein Bruder beruhigte ihn mit den Worten, dass es anderen noch viel schlechter ging.

Das ist ebenso wenig in Ordnung.

Das Blut schoss ihm in die Arme, trieb ihn zur Bewegung an, aber er blieb still sitzen und umklammerte die Lehnen seines Sessels. »Morgen werde ich wieder die Banken abklappern. Sie werden mich schon nicht feuern, wenn ich einen Tag fehle.«

Sollen sie sich doch mit mir anlegen, diese Warzfüße!

Sein Bruder hustete mehrere Minuten lang, bis sein Kopf in die Hängematte sank, die Augen halb geschlossen. Breladan gab ihm zu trinken.

»Danke«, wisperte Naschwolar, und sogar dieses eine Wort fiel ihm schwer.

Breladan erinnerte sich an früher. Naschwolar war der Stärkere gewesen, der ihm seine körperlichen Kräfte unter die Nase gerieben hatte, während er selbst seinen Bruder bei den schulischen Leistungen übertrumpfte. Der brüderliche Konkurrenzkampf hatte Mutter und Vater gestört, aber er und Naschwolar hatten das ignoriert und sich immer neue Wettbewerbe überlegt, obwohl es der Tradition entsprach, der Mutter den höchsten Gehorsam und Respekt entgegenzubringen. Bis Naschwolar beim Raufen plötzlich verloren hatte. Breladan hatte sich darüber gefreut, doch mit der Zeit war die Freude der Sorge gewichen.

»Ich … bin müde. Morgen geht es mir bestimmt besser.«

Breladan zupfte die Decke über seinem Bruder zurecht, verdunkelte das Zimmer und verließ es. Er trottete in den Wohnraum, den er sich mit seinem Vater teilte, setzte sich hin und starrte ins Leere. Keine Hoffnung. Das Leben seines Bruders verrann vor seinen Augen. Mit jedem Tag wurde Naschwolar ein bisschen schwächer.

Morgen würde Breladan die Banken sowie die organisierten Kriminellen abklappern und sie auf Knien anflehen, ihm einen Kredit zu gewähren, egal zu welchen Konditionen. Irgendjemanden würde er finden, ganz bestimmt!

Er legte sich in die Hängematte und schlief wie immer sofort ein. Der ständige Schlafentzug wegen der Zwanzig-Stunden-Schichten forderte seinen Tribut. Darüber hinaus hatte er sich darauf trainiert, jede Ruhemöglichkeit zu nutzen.

 

Am nächsten Tag konnte Breladan sich an keine Träume erinnern. Er stopfte sich Rodonten-Pressfleisch in den Mund, denn als reine Karnivoren aßen Löper ausschließlich Fleisch. Er wusch sich, sah bei seinem Bruder vorbei und begab sich auf den Weg. Breladan besaß kein LuKi – ein Luftkissenfahrzeug – und schon gar keinen noch viel teureren Schweber. Öffentliche Verkehrsmittel standen in den Außenbezirken Toliots nicht zur Verfügung, also blieb ihm nichts anderes übrig als zu Fuß zu gehen.

Die Sonne stand noch nicht am Himmel, und die Straßen lagen im Nebel, der im Seengebiet des Superkontinents häufig auftrat. Er passierte viele Stawen, die in ihre traditionell bunte Kleidung gehüllt waren. Trotz ihrer Armut behielten sie fast alle ihre Würde. Breladan begegnete keinen Bettlern, stattdessen sah er nackte Straßenkünstler, die mit ihren Körpern verschlungene Skulpturen formten. An manchen Ecken spielten Kinder.

Breladan ignorierte das alles, denn er kannte es zur Genüge. Er hatte keine Zeit, die er an diese nutzlosen Existenzen verschwenden konnte.

Die meisten Banken befanden sich innerhalb des abgesperrten Zentralbereichs, den nur die Vertreter der Natürlichen – der natürlich entstandener Spezies – betreten durften. Die Löper waren von den ausgestorbenen Timianerten in Reagenzgläsern erschaffen worden und zählten somit zu den Synthetikern.

Doch es existierten auch ein paar Bankfilialen außerhalb der Mauer, bei denen schlechter Service geboten wurde. Selbst ein Mikrohirn hätte einen Job in einer Bank ausführen können, aber ihm blieb es dennoch verwehrt.

Breladan kam an der Mauer vorbei. Sie bestand aus undurchdringlichem Duranit und war über und über mit Zeichnungen und Sprüchen beschmiert worden, in denen sich der Unmut der Bevölkerung ausdrückte. An einigen Stellen gab es Einbeulungen, die bewiesen, dass sogar das härteste Material dem Volkszorn nicht auf Dauer standhielt. An den Durchgängen standen Wachen, die alle Unbefugten davon abhielten, ins Zentrum zu gelangen.

Breladan spähte durch eine der transparenten Türen. Die Häuser auf der anderen Seite wiesen keinerlei Beschädigungen auf.

Schließlich erreichte Breladan die erste Bankfiliale. Er begab sich geradewegs in den Beratungsbereich, wo lebendes Personal arbeitete, keine Roboter. Ein Mechanoide tat dort seinen Dienst. Diese glichen optisch in jeder Hinsicht den Robotern, ihr Korpus bestand aus Kunststoffteilen und Metall.

Schwarze Kugelgelenke verbanden die einzelnen Gliedmaßen miteinander und gestatten ihnen große Bewegungsfreiheit. Ihr Symbol, ein in einem Quadrat eingeschriebener Stern, wies sie jedoch als Intelligenzler aus.

Breladans Tasthaare vibrierten erfreut. Die Mechanoiden zählten ebenfalls zu den diskriminierten Spezies und waren ihres künstlichen Ursprungs zum Trotz gefühlsbegabte Wesen. Vielleicht entwickelte der Angestellte Verständnis für sein Anliegen.

»Guten Tag, ich begrüße Sie im Gelmaron-Institut. Kann ich etwas für Sie tun?«

Normalerweise pflegten die Bewohner Zolks die Tradition, sich gegenseitig zu duzen. Alles andere galt als Unhöflichkeit. Aber die Banken waren ignorant, was das anging.

»Guten Tag. Ich möchte einen Kredit über 30 000 Ültos aufnehmen. Hier sind meine Unterlagen.«

Breladan entsicherte sein Dokumentdatenstäbchen per Generkennung und reichte es dem Mechanoiden. Dieser verband es mit dem Computer und sah sich die Informationen an.

»Sie arbeiten bei Roboform?«

»So steht es in meinen Unterlagen«, entgegnete Breladan heftiger als beabsichtigt. Manche Leute waren offenbar zu dumm zum Lesen.

Der Mechanoide drehte sich ihm zu. Seine drei schachbrettartig gemusterten Sehsensoren leuchteten auf. »Es ist so: Ich sehe keine Möglichkeit, Ihrem Anliegen nachzukommen. Es bestehen Zweifel, ob Sie den Kredit zurückzahlen können. Wir sind angewiesen worden, Arbeitnehmern der Stufe 8 keinen Kredit mehr zu gewähren.«

Breladan wurde schlecht. In seinem Magen gluckerte das Frühstück.

»Haben Sie doch ein wenig Verständnis! Mein Bruder leidet an der Blauflecken-Seuche. Wenn er nicht bald behandelt wird, muss er sterben.«

»Das tut mir sehr leid.« Der Mechanoide sah ihm direkt in die Augen. »Aber wenn ich Ihnen diesen Kredit gewähre, werde ich gefeuert, und ich kann mir im Moment für mich und mein Patenkind gerademal den Funktionsstrom leisten. Ich müsste mich dann temporär abschalten, und ob mich jemals wieder jemand einschalten würde, kann ich nicht sagen.«

Mechanoiden benötigten zwar keine Nahrung, aber sie mussten ihre Mangan-Akkumulatoren regelmäßig aufladen und ab und zu defekte Teile ersetzen. Verspürten sie einen Kinderwunsch, konstruierten sie sich ein Patenkind und lehrten dieses alles Wichtige. Im Gegensatz zu anderen Kindern verfügten junge Mechanoiden bereits über ihre volle Intelligenz.

Breladan legte zur Betonung seiner Worte die Arme zusammen. »Das sind alles Vielleichts! Mein Bruder wird ohne jeden Zweifel sterben, wenn er nicht bald die nötigen Injektionen erhält.«

»Ich kann nichts tun. Bitte gehen Sie jetzt.«

Breladan floss das Blut in die Augen, brachte sie zum Glühen. Er erhob sich ruckartig und stapfte aus der Bank. Bedauern, immer nur Bedauern. Dachten diese Mikrohirne ernsthaft, dass diese Ausflüchte bei ihm funktionierten?

Möglicherweise stimmte die Geschichte mit dem Patenkind, doch es schien zweifelhaft. Wer in einer Bank arbeitete, konnte nicht so arm sein.

Breladan besuchte an diesem Tag noch acht weitere Banken, aber überall erhielt er dieselbe Antwort: »Tut uns leid, wir können nichts für Sie tun.«

Er reckte den Kopf vor Zorn in die Höhe. Als er sich bei einer Imbissbude eine billige Zwischenmahlzeit kaufte, zerriss er sie regelrecht zwischen seinen Zähnen. Die anderen Gäste starrten ihn an, als hätte er sich in ein Monster aus urtümlichen Zeiten verwandelt, doch Breladan ignorierte sie.

»Hallo Brell!«, hörte er in diesem Moment eine bekannte Stimme.

Es war Bol, sein persönlicher »Stalker«. Seit Breladan die junge Solchtaq, die damals noch kein Zyangas produzieren konnte, vor Räubern gerettet hatte, fiel sie ihm regelmäßig auf die Nerven.

Ihre dicken Lippen formten gutturale Worte. »Ich dachte, ihr bekommt keine Pausen in der Fabrik.«

Ihr stämmiger Körper wirkte durchtrainiert wie immer und ihre gräulichgrünliche Haut glänzte vor Schleim. Wegen ihrer Masse, die zum größten Teil aus Muskeln bestand, vermochte sie ihn problemlos niederzuringen, und das trotz seines Panzers.

»Ich arbeite heute nicht.«

Bols kugelige Augen blickten ihn verwundert an. »Hast du denn keine Angst, dass sie dich feuern?«

»Tja, sollen sie doch. Dann suche ich mir einfach einen Job in einer anderen Fabrik, denn es macht keinen Unterschied. Im Moment halte ich nach einer Bank Ausschau, die mir einen Kredit gewährt.«

»Einen Kredit?«

Ihre Begriffsstutzigkeit konnte an manchen Tagen anstrengend sein.

Andererseits war es nicht ihre Schuld, dass die Natur sie nur mit mäßiger Intelligenz ausgestattet hatte.

»Für meinen Bruder. Die Behandlungen für seine Krankheit sind teuer, das habe ich dir bereits erzählt. Ich werde erst aufgeben, wenn ich alle Banken auf diesem Planeten abgeklappert habe.«

Bols Stirnwülste zogen sich zusammen, ein Ausdruck der Nachdenklichkeit bei ihrer Spezies. »Ich kenne vielleicht jemanden, der dir Geld geben kann.«

Hilfe, und das von Bol? »Wer?«

»Sie heißt Tamian Gerrbodden.«

Natürlich, das ergab Sinn! Tamian Gerrbodden, die Geliebte von Ijon Asstur, hatte angekündigt, Streiter für ihre Sache anwerben zu wollen. Dabei war ihr Auge naturgemäß auf Bol, Jungmeisterin des Winterfrost-Kampfzirkels, gefallen. Doch wie konnte er sich der Schtrowima verkaufen? Seine Schulnoten würden nicht ausreichen, und er hatte noch nie eine Waffe in der Hand gehalten. Er würde all seine Überredungskunst einsetzen müssen.

»Kannst du ein Treffen arrangieren?«

»Ich glaube schon.«

Bol ging ein wenig von ihm weg und rief über ihr Armband jemanden an.

Breladan wartete, während die Sekunden quälend langsam für ihn verstrichen.

Das war vielleicht seine Chance, seinem Bruder zu helfen.

Bol kam zurück, die Kinnwülste zusammengeschoben. »Sie will sich mit dir treffen!« Ihr gutturales Standard-2 überschlug sich fast vor Freude.

Breladan atmete auf. Endlich ein Hoffnungsschimmer, diese Sache durfte er nicht verpatzen!

()(Fortsetzung folgt)

Copyright © 2012 by Angela Fleischer

Bildrechte: Coverillustration “Fremdwesen01” (TN-20110131041632-4c05fc6e.jpg) © 2011 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

Bildrechte: “Geheimnisse Fremder Welten” (GeheimnisseFremderWelten2.jpg) © 2013 by Lothar Bauer. Nutzung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers unter Nennung seiner Webseite: http://saargau-arts.de/

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Rebellion der Synthetiker (Kartoniert)
SF-Roman
von Fleischer, Angela

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Verlag:  Begedia
Medium:  Buch
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  2012
Gewicht:  366 g
ISBN-10:  3943795268
ISBN-13:  9783943795264

Beschreibung
Es ist das Jahr 2904. Die Milchstraße wird vom Galaktareich beherrscht, einem demokratischen Zusammenschluss verschiedener Planeten, der insgeheim von Großkonzernen gesteuert wird.
Die Synthetiker, durch genetische Manipulation erschaffenen Wesen, leben in tiefster Armut. Für das Galaktareich sind sie nichts anderes als Sklaven. Ijon Asstur, ein Mann, der sich schon seit seiner Jugend politisch engagiert, möchte sich das nicht mehr gefallen lassen. Er gründet die Rebellen Valerios, die dafür kämpfen, den Synthetikern mehr Freiheit zu verschaffen. Doch der Traum scheint zu zerbröckeln, bevor er begonnen hat, als Ijon gefangengenommen wird. Tamian Gerrboden, seine Geliebte, will das nicht hinnehmen. Sie stellt ein Team zusammen, das aus ihr selbst, einem ehrgeizigen Fabrikarbeiter und einer gutmütigen Nachtwächterin besteht. Drei Individuen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Gemeinsam müssen sie gefährliche Herausforderungen bestehen und exotische Welten bereisen, wobei sie nicht nur physisch auf die Probe gestellt werden, sondern auch mental. Am Ende stehen sie jedoch vor der Entscheidung, wie weit sie tatsächlich gehen würden, um Ijon Asstur zu befreien…

Angela Fleischer wurde am 05.08.1986 in Wien als Tochter einer Französin und eines Österreichers geboren. Dort besuchte sie Volksschule und Gymnasium, um sich anschließend dem Studium der Chemie an der Uni Wien zu widmen. Sie hat drei Geschwister und eine Katze mit übernatürlich lauter Stimme. Ihre Lieblingsbeschäftigungen sind das Kochen, das Lesen und das Schreiben. Außerdem nimmt sie häufig an Turnieren des Sammelkartenspiels Magic, the Gathering, teil. Nicht so gerne befasst sie sich mit dem Aufräumen ihrer Wohnung, sodass diese zyklisch in einen Zustand gerät, der nur als apokalyptisches Chaos beschrieben werden kann …

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