sfbasar.de

Literatur-Blog

KORREKTURBUTTON – Eine Kurzgeschichte von Susan Ott

KORREKTURBUTTON


Eine Kurzgeschichte

von

Susan Ott


Der Tyrannosaurus Rex stand seinem Opfer gegenüber. Nichts konnte den Saltasaurus mehr retten. Das Tier war verletzt. Blut rann aus einer großen Fleischwunde am linken Hinterbein auf das satte Grün zu seinen Füßen. Todesmutig wandte er sich seinem Feind entgegen. Doch der Tyrannosaurus Rex wartete ab.

Er hatte Zeit. Der Blutverlust würde sein Opfer dahinraffen und er musste nicht unnötig Energie aufwenden, um ihn zu töten.

Doch die Mahlzeit sollte ihm versagt bleiben.

Im Asteroidengürtel des Sonnensystems waren zwei riesige Asteroiden aufeinander geprallt und hatten sich gegenseitig zerschmettert. Bruchstücke dieser Asteroiden rasten auf die inneren Planeten zu. Eines dieser Bruchstücke, mit einem Durchmesser von zehn Kilometern, erreichte den Planeten Erde.

Einer zweiten Sonne gleich jagte der riesige, glühende Meteorit durch die Atmosphäre und schlug hinter der nahen Hügelgruppe ein.

Eine gewaltige Explosion vernichtete sofort alles Leben in weitem Umkreis. Auch die beiden Dinosaurier wurden nicht verschont.

Die Explosion schleuderte gewaltige Mengen Staub in die Atmosphäre und verdunkelte den Himmel für lange Zeit.

Die meisten Lebewesen hatten keine Chance, diese Katastrophe und ihre Folgen zu überleben.

Nachdem der Himmel sich wieder geklärt hatte, übernahmen Säugetiere die Herrschaft über das Land. Jahrmillionen herrschte ein Gleichgewicht zwischen den Arten.

Dann aber tauchte der Mensch auf.

Er vermehrte sich, machte sich Land, Wasser, Tier- und Pflanzenwelt Untertan und veränderte den Planeten in kürzester Zeit.

Tier- und Pflanzenarten wurden ausgerottet, Wasser, Luft und Erde verseucht.

Die Menschen schickten sich an das Weltall zu erobern, als…

„Hab ich dir nicht gesagt, dass du am Weltengenerator nichts zu suchen hast? Ab in dein Zimmer! Was hast du da nur wieder angestellt? Oje, der schöne Planet!“

„Aber Mutti. Die Dinosaurier waren so langweilig. Mit den Menschen ist es viel interessanter.“

„Menschen! Schau nur, was sie aus dem Planeten gemacht haben. Ich sagte, du sollst auf dein Zimmer!“

Seufzend setzte sich die Mutter vor den Weltengenerator. Mit flinken Fingern gab sie Befehle ein und drückte schließlich zufrieden den Korrekturbutton.

Eine andere Szene war auf dem Monitor vor ihr zu sehen. Keine zerstörte Natur mehr.

Der Tyrannosaurus Rex stand seinem Opfer gegenüber. Nichts konnte den Saltasaurus mehr retten. Das Tier war verletzt. Blut rann aus einer großen Fleischwunde am linken Hinterbein auf das satte Grün zu seinen Füßen. Todesmutig wandte er sich seinem Feind entgegen. Doch der Tyrannosaurus Rex wartete ab.

Er hatte Zeit. Der Blutverlust würde sein Opfer dahinraffen und er musste nicht unnötig Energie aufwenden, um ihn zu töten…

-Ende-

Copyright © 2011 by Susan Ott

Kaufempfehlung der Autorin:


Weinhold, Angela
Wieso? Weshalb? Warum? 55: Wir erforschen die Dinosaurier

Im Buch blättern

Illustriert von Weinhold, Angela
Verlag :      Ravensburger Buchverlag
Website: http://www.ravensburger.de
ISBN :      978-3-473-32856-7
Einband :      Spiralbindung
Preisinfo :      12,99 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 22,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung. Alle Preisangaben inkl. MwSt
Preis ist offizieller VLB Referenzpreis
Letzte Preisänderung am 09.09.2011
Seiten/Umfang :      16 S., durchg. farb. Ill. u. Text, mit Klappen u. Ausklappseite – 27,8 x 24,5 cm
Produktform :      B: Spiralbindung
Erscheinungsdatum :      1. Aufl. 01.06.2011
Gewicht :      548 g

Aus der Reihe :      Wieso? Weshalb? Warum? 55

Medien :
Innenansicht(JPG)
Innenansicht(JPG)
Filmausschnitt(MOV)

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Dinosaurier sind seit jeher die unangefochtenen Helden in vielen Kinderzimmern. Sie faszinieren durch enorme Größe, ungewöhnliches Aussehen und nicht zuletzt ihr rätselhaftes Aussterben. Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand beantwortet dieses Buch die brennendsten Kinderfragen rund um die beliebten Urzeitgiganten und deren Erforschung: Was fraßen die Dinos? Wie jagten sie ihre Beute? Und wie kamen sie ins Museum? Beeindruckende Klappeneffekte holen die Urzeit zurück ins Kinderzimmer.

Die Illustratorin und Autorin Angela Weinhold wurde 1955 in Geesthacht, Kreis Lauenburg, geboren. Im Alter von 19 Jahren ging sie an die Folkwangschule Essen, an der sie bis 1980 Visuelle Kommunikation studierte. Die Buchillustration gehörte zu ihren Schwerpunktthemen. Seit über 20 Jahren illustriert sie nun freiberuflich Kinder-, Jugend- und Schulbücher. Ihre Begeisterung für fremde Länder und Kulturen zeigt sich in ihren Büchern. Ihre Freizeit verbringt Angela Weinhold gerne in ihrem Garten. Zudem interessiert sie sich für die Bildhauerei, ist stets auf der Suche nach neuen Kochrezepten und reist gerne durch die fünf Kontinente dieser Welt. Angela Weinhold lebt in Essen.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

ACHTUNG! So verdoppeln Sie Ihre Chancen bei Titeln unter Storys unserer Community-Autoren, bei denen es zu einer Verlosung kommt: Geben Sie mindestens einen Kommentar zu diesem Beitrag ab. Das ist ganz einfach: Nur auf den Button “(keine) Kommentare” klicken und Ihre Meinung zum Thema abgeben. Dafür werfen wir ein 2. Los in die Lostrommel. Sobald Sie dann in der nächsten Meldung mit dem Preisrätsel zu diesem Buch PER E-MAIL (!) an der Verlosung teilgenommen haben, verdoppeln Sie Ihre Gewinnchance. Natürlich sollte Ihre Antwort PER E-MAIL (!) beim Preisrätsel richtig sein. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Updated: 28. März 2016 — 18:39

25 Comments

Add a Comment
  1. Die Geschichte gefällt mir richtig gut!

  2. Danke. Hab mir wirklich Mühe gegeben, die Menschheit mal wieder auszulöschen. 😛

  3. Steht eigentlich Susan Ott für Human Tot? Kleiner Kalauer. Nee, wirklich, der kleine Bengel sollte eine auf die Finger bekommen. Halt, nein, besser nicht, denn sonst gäbe es uns ja nicht. Sehr lustig, Susan. Womit mal wieder bewiesen wäre, das Zerstörung deutlich mehr Spaß macht als Aufbauen … sagt der winzige Nero-Teil in mir, hahahaha.

    Ich hatte fast erwartet, dass ein zweiter Asteroid UNS vernichtet, geworfen von einer riesigen göttlichen Hand.

    mgg
    galaxykarl 😉

  4. Liebe Susan Ott, ich habe deinen Buchtipp eingetragen1 Bitte schau, ob alles so in Ordnung, ok?

    Bitte trage keine Storys bei sfb-Themenanthologie ein, dort kommen nur direkt die Anthologien rein! Die Storys für die Anthologien werden dann nur direkt bei den Anthologien ins Editorfeld eingetragen (das macht dann immer der Herausgeber selbst!).

    Ich finde die Geschichte würde sich auch für eine Anthologie zum Thema Dinosaurier anbieten. Hättest du eventuell Lust die herauszugeben? Kannst mich ja auch mal anrufen deswegen!

    Lieber Günther Lietz, könntest du bitte eine Buttongrafik machen, die ein Hybride ist und auch gleichzeitig für eine eventuelle Anthologie zum Thema „Dinosaurier“ zu gebrauchen wäre?

  5. Ich wollte jetzt nochmal eine Anthologie zur Diskussion stellen, die das Thema „Dinosaurier“ hat. Dort könnt Ihr Euch dann mal ausspinnen, was zu diesem Thema passt. Vielleicht habt Ihr ja eine witzige Idee, warum die Dinos wirklich ausgestorben sind oder was wirklich los wäre, wenn wir welche wieder ins Leben rufen würden oder wie eine Welt aussehen würde, in der die Dino zu dem geworden sind was wir Menschen heute sind. Was meint Ihr?

  6. Liebe Susan, du hast vergessen deinen Namen als Schlagwort anzuklicken, ich habe das jetzt nachgeholt!

  7. Der Buchtip ist ok.
    Mit den ganzen Häkchen… Das kapier ich nie^^

    Zu einer möglichen Anthologie „Dinosaurier“: Die Idee finde ich gut. Vielleicht könnte man es umbenennen in „Dinosaurier – Gestern – Heute – Morgen“, damit der Leser keine wissenschaftliche Abhandlung erwartet^^ Ich wäre auch bereit die Antho herauszugeben.

  8. Dinosaurier finde ich gut!

  9. Ok, wir haben uns geeinigt, Susan wird eine Anthologie mit Themenschwerpunkt „Dinosaurier“ herausgeben und wir würden gerne von Euch mal ein bisschen Feedback bekommen, was meint Ihr?

  10. Dinosaurier? Lustig 🙂

    Aber sollten wir nicht acht geben, dass wir keine Geschichten in mehreren Anthologien unterbringen? Fällt mir grad so ein bei deiner Story, Susan. Oder explizit darauf hinweisen: diese Story findet sich auch in der Anthologie sowieso.

    Wenn man auch nicht ausdrücklich dafür bezahlt, finde ich doch, dass es so ein bisschen nach Mogelpackung riecht.
    Wie seht ihr das?

    Andererseits, wenn Doubletten erwähnt sind, kann sich jeder (Leser) das Thema raussuchen, das ihn am ehesten anspricht … hmm. Ein Dilemma ;-).

  11. Ich denke, wenn es sich thematisch anbietet, nichts verwerfliches dabei eine Story in beiden Anthologien reinzustellen. Das wird ja schon thematisch nicht ständig passieren sondern nur selten. Michael, wollte dich anrufen erreiche dich nicht, ruf mich doch mal an: 069-95866060

  12. Also ich persönlich bin kein Freund von Doubletten. Stell Dir vor Du sitzt im Zug, holst Deinen Reader raus und nimmst Dir die neue Anthologie vor, um ein wenig die Langeweile zu vertreiben. Und dann stellst Du fest, dass Du einiges Sachen schon kennst. Selbst wenn es draufsteht ist das schon doof.

  13. Einige ist doch jetzt aber übertrieben. Sowas wird im Schnitt vielleicht einmal in der Anthologie vorkommen.

  14. War nur IMO.

  15. Kannst du Mona einen Button machen? 🙂

  16. Bin gerade wieder um Jahrzehnte gealtert: Lieber Günther, was zum Himmel ist ein IMO?

    Israelischer Mossad-Offizier?
    Intelligent Mind Organistaion?
    Interstellarer Minen-Orbiter?
    Indischer Maharadscha-Orden?

    Ich bitte um Senkung meines Computeralters durch Aufklärung.
    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 😉

  17. A…… ha. Wieder mal ein schönes Beispiel für Fachjargon, Technobabbel und anderem scheinbar elitärem Abgrenz-Kauderwelsch. Sorry, Günther, so was kommt bei mir nicht an. Ich empfinde so was als Signal: „Wer das nicht versteht, ist ein PC-Neandertaler“ (was ja bei mir auch sein mag). Aber so wird das nix mit weltweiter Verständigung, wenn jedes Häuflein (sei es beruflich, religiös, technisch, kulturell, freizeitmäßig und-weiß-der-Kuckuck-noch) seine eigene Sprache erfindet, anstelle an allgemein verständlicher Kommunikation zu arbeiten.

    Von wegen Globalisierung und Kommunikationszeitalter, pah! Wenn wir jetzt schon in unserer eigenen Sprache nur noch in orwellsches Neusprech verfallen, in Denglisch – und in diesem Fall ja auch noch in eine englische Abkürzung – da hakt es bei mir aus.

    Jetzt kannst du gegenargumentieren, das wir seit Jahrzehnten (seit 1945) wie selbstverständlich OK sagen und Portemonnaie anstelle von Geldbeutel, aber das sind durch alle Gesellschaftsschichten gewachsene Begriffe. Und trotzdem sind Sie kein gutes Deutsch. Es bricht sich niemand was aus der Krone, wenn er anstelle OK „in Ordnung“ und anstelle Portemonnaie „Geldbeutel“ sagt. Es gibt sogar schon wieder Seminare, in denen gezielt sowas trainiert werden kann. Einfach aus dem Grund, weil man das Risiko nicht eingehen will, das Gegenüber hätte einen Auftrag, eine Arbeitsanweisung, eine Produktbeschreibung nicht absolut todsicher verstanden und es entstehen unnötige Kosten wegen Nachfragen und Fehlbedienungen.

    Ich habe beruflich mit allen möglichen Typen zu tun, Alter, Geschlecht, Religion und ja, auch Spezialgebieten. Du weißt nach wenigen Sätzen, mit wem du es zu tun hast, wo er herkommt und was er weiß, kann und nicht weiß. Und je mehr abgrenzende Spezialbegriffe und Abkürzungen in ein Gespräch einfließen, desto mehr Unverständnis erzeugt man auf der Gegenseite. Ich habe Geschäftspartner, die dermaßen in Anglizismen verfallen sind, dass ihre eigenen Angestellten Seminare besuchen müssen, um zu verstehen, was sie seit zig Jahren produzieren und verkaufen.

    Das mag jetzt für dich aufgrund dieser nur drei Buchstaben wie eine Überreaktion meinerseits aussehen, aber ES IST SO!

    Mit galaktischen Grüßen
    galaxykarl 🙂

  18. Auf die Antwort bin aber mal gespannt! 🙂

  19. Jaja, ich weiß schon: Wahrheit gesagt, Freund verloren.

    Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Lieber von Freunden kritisiert, als von Feinden angeschleimt.

    mgg
    galaxykarl 😉

  20. Ich kenne das andersrum: „Wozu brauche ich Feinde, wenn ich Freunde habe“ 😉 😉

  21. Corinna,

    das Zitat “Wozu brauche ich Feinde, wenn ich Freunde habe” transportiert ein Negativum, Frust und den Zweifel an der Existenz von wirklicher Freundschaft. Stammt ja nicht von dir, denn du würdest sicher so was nicht formulieren.

    Mein Leitpruch „Lieber von Freunden kritisiert, als von Feinden angeschleimt.“ drückt Optimismus aus und sagt ja, dass ich Kritik von Freunden erwarte, respektiere und ernst nehme. Und was Feinde von mir halten, ist mir eh´ egal.

    mgg
    galaxkarl 😉

  22. Diese Geschichte finde ich herrlich, aber nicht, weil Galaxy vielleicht denkt, es könnte was mit der Menschheitsvernichtung zu tun habe! 😉 Den Begriff „Weltengenerator“ finde ich auch überaus amüsant! 🙂 🙂

  23. Schöne Geschichte. Sollte man nochmal lesen! Vor allem die, die sie noch nicht kennen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sfbasar.de © 2016 Frontier Theme