James Lee Burke: Flamingo (Dave-Robicheaux Serie, Bd. 4) – Bei uns zweimal im Preisrätsel.

So fügen sich äußere und innere Handlung in „Flamingo“ zu einer bemerkenswert dichten, trotz Abwesenheit expliziter Action unerhört spannenden Story, die – es mag abgeschmackt klingen, trifft aber den Kern – noch lange nach der Lektüre im Kopf bleibt, was nur gut ist, lässt es den Leser doch zuverlässig zu einem neuen Band des in Deutschland erst spät etablierten James Lee Burke greifen. – Schon mit neunzehn Jahren begann James Lee Burke (geboren 1938 in Louisiana) zu schreiben. Die viel versprechende Karriere wurde freilich beeinträchtigt durch ein Alkoholproblem, das Burke nach qualvollen Jahren erst 1982 im Rahmen eines langwierigen Entwöhnungs-Programms unter Kontrolle bekam: Dies ist nicht die einzige Erfahrung, die ihn mit Dave Robicheaux verbindet, den man durchaus als Alter Ego des Verfassers betrachten kann.