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Interview (2) mit dem Künstler “Courtage” und Vorstellung zu seinen Arbeiten und Installationen zum Thema Rockbands und Musiker. Das Interview führte Detlef Hedderich. – Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

Interview (2) mit dem Künstler “Courtage” und Vorstellung zu seinen Arbeiten und Installationen zum Thema Rockbands und Musiker. Das Interview führte Detlef Hedderich.

Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

sfbasar: Lieber Courtage, meine erste Frage lautet heute: Warst Du erstaunt, als du erfahren hast, dass sich das Online-Magazin experimenta bei uns gemeldet hat, um dein vorheriges Interview mit der Vorstellung der Werke für seine nächste oder übernächste Ausgabe zu sichern?

Courtage: Ehrlich gesagt hatte ich mit so einer Resonanz nicht gerechnet. Aber es freut mich natürlich.

sfbasar: Dein erstes Werk zum Thema Rockbands und Musiker lautet?

Courtage: SCORPIONS mit dem Cover aus dem Album BLACKOUT. Mich hat der Schrei fasziniert, eine Arbeit von HELNWEIN,  einem österreichischirischem Künstler.

Helnwein zählt zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten deutschsprachigen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde er vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern. In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander, und berührt dabei auch Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte. So wird insbesondere auch das Thema Nationalsozialismus in seinen Werken verarbeitet; im Zentrum seiner Arbeit steht aber vor allem die Darstellung des Kindes.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Helnwein

Die zersplitterte Scheibe sollte durch die gelöteten Strukturen verstärkt und erweitert werden:

Scorpions ist eine deutsche Hard-Rock-/Heavy-Metal-Band aus Hannover. Die Scorpions Musikproduktions- und Verlags-GmbH (vorher Scorpions GbR) hat ihren Sitz in der Samtgemeinde Schwarmstedt und in Langenhagen bei Hannover.[1][2]

Die erfolgreichste Besetzung der Scorpions waren Francis Buchholz (Bass), Klaus Meine (Gesang), Matthias Jabs (Gitarre), Rudolf Schenker (Gitarre) und Herman Rarebell (Schlagzeug). In dieser Besetzung veröffentlichten sie Rockhits wie Rock You Like a Hurricane, The Zoo, Big City Nights, No One Like You und Balladen wie Still Loving You, Send me an Angel und Wind of Change, die international bis heute zu den Rockklassikern gezählt werden. Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern gehören die Scorpions zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte.[3][4]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Scorpions

sfbasar: Klasse, gefällt mir außerordentlich, selbst dann, wenn ich nicht gerade ein Fan der Band bin. Sowas könnte durchaus in einer Galerie hängen, finde ich.

Courtage: Das nächste Teil ist eine Verbeugung in Richtung des in Amerika so bekannten Life-Maganzins. Grand Funk sind eine uramerikanische Band, deren bekanntester Titel das auch so ausdrückt.

Rockband, die in den frühen 1970er Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern dieser Musikrichtung in den USA zählte. Künstlerisch umstritten, von Zeitgenossen oft wegen eines wenig innovativen, effekthascherischen Stils kritisiert, hatte die Band in ihren ersten Jahren dennoch großen Erfolg bei Musikkonsumenten und übertraf bei einem Konzert am 9. Juli 1971 im New Yorker Shea Stadium den sechs Jahre zuvor aufgestellten Einnahmerekord der Beatles[1].

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Funk_Railroad

sfbasar: Den abgebildeten Künstler der nächsten Arbeit kenne ich gut, da ich in meiner Jugend selbst ein Fan von BLACK SABBATH war. Unsere jüngeren Leser und Besucher werden OZZY OZBOURNE eher als gestörten Akteur seiner TV-Doku-Soap „Die Osbournes“ kennen. Offensichtlich ist davon sogar eine Fortsetzung geplant.

Courtage: Richtig, dieses Werk ist eine Hommage an den Leadsänger OZZY OZBOURNE der legendären Band BLACK SABBATH. Optisch soll das Werk den Heavy Metall- Charakter der Band und des Künstlers ausdrücken.

Bekannt wurde Ozzy Osbourne als Lead-Sänger der den Heavy Metal prägenden Hard Rock-Band Black Sabbath. Als Solokünstler erreichte er ab 1980 bis Mitte der 1990er mehrere Platinauszeichnungen. Er trägt die Beinamen Godfather of Metal (Pate des Metal)[1] und Prince of Darkness (Fürst der Finsternis). Dieser Erfolg ist auch seiner Frau und Managerin Sharon Osbourne zu verdanken; mit ihrer Hilfe gründete Ozzy 1996 auch das Ozzfest.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ozzy_Osbourne

sfbasar: ALTER BRIDGE, das nächste Werk. Ich muss zugeben, dass mir der Name nichts sagt. Was kannst du uns zu dieser Band sagen?

Courtage: ALTER BRIDGE ist eine hochaktuelle Band, die melodischen Hardrock produziert. Die vorliegende Platte gehört für mich zu den besten Hardrockalben überhaupt. Das Cover vom aktuellen Album FORTRESS reizte mich einfach um die Vergänglichkeit einer Festung zu thematisieren. Das Cover selbst zeigt eine abbruchreife Scheune, obwohl das Album ja übersetzt „Festung“ bedeutet. Der Rost symbolisiert diese Aussage nochmal.

2004 gründen die ehemaligen Creed-Mitglieder Mark Tremonti (Gitarre), Scott Phillips (Schlagzeug) und Brian Marshall (Bass) zusammen mit Myles Kennedy (Gesang, Gitarre) die Band „Alter Bridge“, die sich stilistisch teilweise an die Vorgängerband Creed anlehnt, jedoch metallischer klingt. Im Gegensatz zu Creed werden bei Alter Bridge deutlich mehr Gitarrensoli gespielt. Während sich Scott Stapp bei Creed noch häufig mit dem christlichen Glauben auseinandersetzte, gibt es bei Alter Bridge dazu nur noch vereinzelt direkte Bezüge.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Bridge

sfbasar: Das Album NEVER SAY DIE von BLACK SABBATH gilt für viele als eines der schwächern. Ich bin und war auch schon früher nicht dieser Meinung. Mir hat der neue Stil gut gefallen. Es war ja auch die damals letzte Platte mit Ozzy. Danach übernahm Ronnie James Dio, der 2010 verstarb, diese Rolle, neben vielen anderen Folgenden.

Courtage: Zuerst etwas zu dem Werk selbst. Hier handelt es sich um ein von mir gemaltes Bild mittels Acryl und Bleistift. Das Original auf dem Plattencover war eine Fotografie. Dort waren einige Details, die ich komplettiert habe.

sfbasar: Klasse Arbeit. Sieht nach vielen Stunden aus, die man in solch ein Werk reinsteckt.

Courtage: Wenn es danach aussieht, freut mich das, aber es hielt sich doch in Grenzen, da ich immer mal wieder mich drangesetzt habe. Das besondere ist aber hier der Bilderrahmen mit seinen zwei Glasscheiben, zwischen denen ich die Leinwand befestigte und dazu die Idee hatte, das Ganze mit Flügelschrauben zu verbinden. Die Metallwinkel, welche die Leinwand nochmal zusätzlich einrahmt, gibt dem Ganzen einen Heavy Metall-Spirit, welcher für die Band und ihrer Musik steht und symbolisiert.

sfbasar: Für mich die beste Arbeit dieser kleinen Präsentation, da sie durch ihre Machart eine außergewöhnliche Darstellungsform verwendet, die in meinen Augen trotzdem ein Understatement darstellt. Sicher sind auch die anderen Werke brillant aber meiner Meinung nach nicht so kongenial in ihrer Wirkung wie dieses Werk. Ich könnte mir gut vorstellen es in meinem Loft einen besonderen Platz zu geben. Was müsste man denn dafür investieren? 😉

Courtage: Vielleicht das du mich mal vier Wochen nicht anrufst? 😉

sfbasar: Das wäre allerdings schwer einzuhalten. 😉

Vielleicht im dreistelligen Bereich?

Courtage: Denkbar.

sfbasar: Kommen wir zum letzten Werk dieser kleinen Vorstellungsreihe.

Courtage: RAMONES war eine Cult-Punk-Band aus New York, von denen allerdings keiner mehr lebt.

sfbasar: Vielleicht hat sich doch ein Fluch bewahrheitet?

Ramones war eine amerikanische Musikgruppe aus dem Stadtbezirk Queens in New York City. Sie gilt als Prototyp der Punkband, obwohl der Begriff Punk als Genrebezeichnung erst später im Zusammenhang mit einer britischen Subkultur populär wurde. Sie schuf Mitte der 1970er eher ungewollt eine neue Musikrichtung, da sie eine Abneigung gegen die damals produzierte Rockmusik im Zeitalter von Pink Floyd und Led Zeppelin hatte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ramones

Courtage: Das Siegel von der Band, das im Grunde genommen das Siegel des US-Presidenten ist, hat es mir angetan. Hier passt natürlich die blaue Farbe zu dem Metallglanz, des Werkes. Vor über 20 Jahren habe ich mal ein Konzert der Band besuchen dürfen. Ich war begeistert und habe mir in der Folge auch zwei Alben von den Ramones zugelegt.

sfbasar: Das Siegel ist jetzt in meinen Augen nicht so der Renner, aber der silberne Hintergrund ist unglaublich. Woraus hast du das hergestellt?

Courtage: Aus Alublech hergestellt und dieses von Hand mit einer Schleifmaschine bearbeitet, bis dieser geniale Effekt entstand.

sfbasar: Solche Effekte finde ich einfach faszinierend. Damit sind wir nun schon am Ende und ich bedanke mich herzlich für dieses Interview mit dir und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Courtage: Das nächste Mal wird die zweite Hälfte dieser Serie von mir präsentiert, womit das Thema Band- und Musiker-Werke vorerst abgeschlossen ist. Auch mir hat es wieder Spass gemacht und hoffe, dass die Leser von sfbasar.de sich  davon inspiriert haben lassen, sich mal wieder Musik aus diesen Epochen und Stilrichtungen einzuverleiben.

Copyright (C) 2014/2015 für Text und Bilder by Courtage / für Text 2015 by Detlef Hedderich/sfbasar.de

Preisangebote für die vorgestellten Werke bitte an: info@sfbasar.de – wir leiten das dann weiter an den Künstler.

Buchtipp der Redaktion:


Rockmusik (Gebunden)
Volume I: Gegenkulturen von Rock & Roll bis Punk-Rock
von Kohaupt, Johannes

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Verlag:  tredition
Medium:  Buch
Seiten:  384
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Mai 2015
Maße:  229 x 165 mm
Gewicht:  745 g
ISBN-10:  3732323714
ISBN-13:  9783732323715

Beschreibung
In diesem zwei Bände umfassenden historischen Überblick beleuchtet der Soziologe Johannes Kohaupt die in der Durchschnittsgesellschaft oft magisch-mysteriös wirkenden rockmusikbegleiteten Gegenkulturen seit den 1950er Jahren.

Der erste Band beschreibt die Gegenkulturen der Greaser, Teddyboys und Halbstarken, der Mods, Rocker, Hippies und Skinheads sowie nicht zuletzt die der Punks. Darüber hinaus gibt er einen Einblick in die politisch motivierten schwarzen amerikanischen Gegenbewegungen seit den 1950er Jahren: das Civil Rights Movement und das Black Power Movement.

Der zweite Band wird den Blick auf die Gothic-Kultur, auf Hip-Hop- und Technowelten öffnen, wird europäischen Oi-Punk mit Hardcore-Punk aus Washington vergleichen, die Straight-Edge-Bewegung beschreiben und schließlich diverse Emocore- und Emo-Kultur-Varianten beleuchten.

Im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Massenkultur wirken Gegenkulturen exotisch, spiegeln im Grunde aber lediglich die Widersprüche der eigenen sozialen und kulturellen Umgebung. Dabei dienen Accessoires wie Schmuck, Kleidung oder Frisuren, letztlich: der gesamte Habitus und die Haltung gegenkultureller Bewegungen als Identitäts- und zugleich als Abgrenzungssymbole. Rockmusik avanciert zu ihrem Sprachrohr und entfaltet in der Entwicklung jeweils neuer Stilrichtungen eine mitreißende Dynamik.

In der vorliegenden Untersuchung wird die Normativität des gängigen bürgerlichen Ästhetik- und Kulturbegriffs auf deren Wirkungsradius in bürgerlichen Milieus zurückverwiesen. Der Untersuchung wird ein empirischer Kulturbegriff zugrundegelegt, der es erlaubt, kulturelle Erscheinungen gleichberechtigt neben bürgerliche zu stellen, Rockmusik qualitativ gleichwertig neben bürgerliche Bildungsmusik. Im Vordergrund steht der Gebrauchswert kultureller Erscheinungen in den klassenspezifisch unterschiedenen Milieus der bürgerlichen Gesellschaften – eine soziologische, medien- und kulturwissenschaftliche Theorie der Rockmusik.

Autor
Johannes Kohaupt, Jahrgang 1953, lebt und arbeitet der Autor in der Nähe von Frankfurt am Main. Er ist diplomierter Soziologe mit den Schwerpunkten Jugendkultur und Medien. Als solcher war er für diverse öffentliche und private Institutionen, u.a. für die Landesbildstelle Hessen und in der Lehrerfortbildung tätig und lehrte an der Fachhochschule Darmstadt Medienkunde. Als Lehrer an verschiedenen öffentlichen Schulen und Dozent bei privaten Bildungsträgern unterrichtet er allgemeinbildende und berufskundliche Fächer. Johannes Kohaupt ist Autor diverser Schulfunksendungen für den Hessischen Rundfunk, schrieb Drehbücher für Bildungsmedien, veröffentlichte medienpädagogische Beiträge in Schulbüchern und Fachzeitschriften und fungierte als Redakteur der medienpädagogischen Zeitschrift Audiovisuell.

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2 Comments

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  1. Martina Müller

    Interview (2) mit dem Künstler “Courtage” und Vorstellung zu seinen Arbeiten und Installationen zum Thema Rockbands und Musiker. Das Interview führte Detlef Hedderich.

  2. Gut gemacht. Klare Fragen, klare Antworten.
    Ich musste schmunzeln: Die Werke sind wie eine Reanimation längst verschollener Erinnerungen an die wilde Zeit des Hardrock. Gelungene Kombination von Rockgeschichte und deren künstlerische Darstellung: Hardrock, Metall und Glas, was will man mehr?

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