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Literatur-Blog

Francis Nenik: 26 Stories in Alliteration – mit Illustrationen von Halina Kirschner

Die ed[ition]. cetera aus Leipzig präsentiert Francis Neniks neuestes Werk. Nach dem hier bereits vorgestellten Loseblatt-Roman „XO“ ist es diesmal ein Buch, dessen Stories samt und sonders in strenger Alliteration verfasst wurden. Jede der 26 Geschichten bedient sich dabei eines anderen Buchstaben, sodass es von A bis Z einmal quer durchs ganze Alphabet geht.

Dabei trifft der Leser auf einen uruguayanischen Unruhestifter – und auf einen englischen Elfmeterschützen, dem eine Elfe erscheint. Es findet sich in dem Buch aber auch ein belgischer Bibelforscher, der von einer bumsfidelen Bibliothekarin bestiegen wird. Und selbstverständlich auch ein Weibsbild, das Weltmeisterin im Wurstgesteckwinden werden will.

Desweiteren spielen mit: ein coupierter Chow-Chow, ein humpelnder Handwerker mit einer Hasenpfote, jadegrüne Jockeys, die Juwelen jagen, dutzende durchtrainierte Dreizentnerpolizisten, ein tölpelhafter teutonischer Träumer sowie jede Menge irrsinnig irrlichternde Idioten.

Die Texte wurden von der Zeichnerin Halina Kirschner wunderbar illustriert. Wie das aussieht und wie sich Stories lesen, in denen jedes Wort mit ein und demselben Buchstaben beginnt, das erfahrt ihr auf der Webseite des Verlages oder direkt in einer Leseprobe hier.

Der Titel des Werkes ist allerdings etwas länger geraten als beim letzten Buch, er lautet: „Ach, bald crashen die Entrechteten furchtlos gemeingefährliche, hoheitliche Institutionen, jagen kriegserfahrene Leutnants mit Nachtsichtgeräten oder parlieren querbeet Russisch, Swahili, Türkisch und Vietnamesisch, während Xanthippe Yamswurzeln züchtet.“

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team der ed[ition]. cetera

Verlag : ed[ition]. cetera
ISBN : 978-3-944478-00-5

Softcover
Seiten/Umfang : 64 S. – 13 x 19 cm
Erscheinungsdatum : 15. März 2013

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, kann aber auch direkt beim Verlag bestellt werden.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de

Preisrätsel: 1 Exemplar von „Ach, bald crashen…“: Wer das Buch erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Im Buch tritt beim Buchstaben „W“ ein Mann auf. Wie heißt er? (Kleine Hilfestellung: Einfach hier in die Leseprobe klicken und nachschauen.) Sobald 100 Mails eingetroffen sind, wird daraus der Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen. Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Bitte nicht vergessen, Anschrift und Mailadresse mit anzugeben!


GEWINNER: Ursel Hentschel. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

Updated: 26. Juni 2013 — 18:42

12 Comments

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  1. Tolles Buch! Fällt zwar mit seinen Sprachspielereien hier ein wenig aus dem Rahmen, aber trotzdem, ich hätte nicht gedacht, dass man mit nur einem Buchstaben solche Geschichten aufs Papier zaubern kann. Danke!

  2. Hallo Sandra, hast du das Buch etwa gelesen? Wenn ja, kannst du uns hier noch mehr zu dem Titel sagen?

  3. Ja, hab es gelesen. Es sind 26 Geschichten bzw. Miniaturen. Jeder Buchstabe ist vertreten, wobei X und Y naturgemäß nicht viel hergeben, aber das Problem wurde eigentlich ganz witzig gelöst. Das Buch ist komplett illustriert, was ich sehr schön finde. Es sind zwar nur 64 Seiten, aber das ist bei der Buchstabenbeschränkung schon viel. Die Geschichten sind sehr kurzweilig, oft auch skurril. Bis auf eine – den Buchstaben N – fand ich aber alle sehr leicht verständlich, trotz dass imme nur ein und derselbe Anfangsbuchstabe erlaubt ist. Beim Buchstaben T wird sogar die Karriere von Theodor Guttenberg nachgezeichnet, was ich schon erstaunlich fand, wenn man bedenkt, dass alle Wörter auf den 4 Seiten mit T beginnen und die Geschichte trotzdem stimmig ist. Alles in allem ein Buch, das sich glaube ich ganz gut für die kleine Lektüre zwischendurch eignet oder zum Verschenken.

  4. Achja, der Titel noch: Der hat mit dem Buch insofern etwas zu tun, als dass die Buchstaben des Alphabet von A bis Z abbilden. Inhaltlich kommen die angesprochenen Dinge und Personen aber, wenn ich mich recht entsinne, nicht im Buch vor. Es ist also ein Spiel mit den Worten und Buchstaben.

  5. Weste watt, Werner? Witzig, witzig.

    Seid sicher: Sprachjongleure sprühen scheinbar schrankenlos seitenweise schöne Storys. Super!

    Mit mega-galaktischen Morgengrüßen

    galaxykarl 😉

  6. Bin durch Zufall auf dieses Buch hier gestoßen. Leider erst jetzt, aber das macht nichts. Es ist wirklich ein tolles Werk. Danke für den Hinweis an den SF-Basar!

  7. Hallo Norbert, vielen Dank für deinen Kommentar. Vielleicht sieht ja der Autor oder Verleger deinen kommentar und meldet sich daraufhin.

  8. GEWINNER: Ursel Hentschel. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

  9. Für alle Freunde des e-Books: Unser wunderschön illustriertes Alliterationsbuch gibt es jetzt auch als eBook in allen gängigen Formaten. Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team der ed[ition]. cetera.

  10. Haben Sie denn nicht auch mal wieder einen neuen Titel, den Sie hier vorstellen möchten? 🙂

  11. Hier ein Buch, das ich gerne vorstellen möchte und das ebenfalls äußerst humorvolle und auch gesellschaftskritische Geschichten bzw.. Texte beinhaltet, in denen jedes Wort mit demselben Buchstaben beginnt: „Schnappschüsse superspezial“ von der österreichischen Autorin Martina Lukits-Wally, Verlag Berger Horn/Wien, 2011. http://www.verlag-berger.at/alle-buecher/belletristiklyrik/detail/v/isbn-978-3-85028-517-9.html
    Das Buch besteht aus vier Teilen: Im ersten Teil verteilt die Autorin in 26 außergewöhnlichen Kurzgeschichten etliche gesellschaftskritische Seitenhiebe, in Form von äußerst humorvollen satirischen Darstellungen typischer Charaktere der heutigen Zeit. (z.B.“Pfarrer Pfeiffers Probleme“/“Seitenblicke superspezial“/“Tatort Tanzkurs“)
    Die Geschichten im 2.Teil sind sprachlich interessant, da annähernd der gleiche Inhalt in sprachlich verschiedener Form durch die 26 Buchstaben wiedergegeben wird.
    Der 3. Teil ist eine satirische Betrachtungsweise von Werbespots der heutigen Zeit, die Namen der Produkte wurden leicht verändert, doch man doch erkennen, um welche Werbung es sich handelt. Ist ziemlich lustig zu lesen, und wäre auch kabarettreif! („Igello – iss irgendwas Intelligentes!“)
    Und schließlich gibt es noch einen 4.Teil „Lauter liebe Leute!“ mit amüsanten Dialogen, in denen der Sprecherwechsel auch ein Wechsel des Buchstabens bedeutet. (Dialog im Seniorenheim/Ehepaar in der Krise/Ärzte auf dem Krankenhausflur/ etc.) Auch das müsste für eine Kabarettaufführung entdeckt werden! Viel Spaß beim Lesen wünsche ich. Ich zumindest habe mich köstlich amüsiert.

  12. Lieber Hubertus,

    melde dich doch mal auf unserer Seite buchrezicenter.de, dort im Kommentarteil. Vielleicht kannst du dort einige Rezis verfassen. Frag den Chefred doch einfachmal nach!

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