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Die Chronik des eisernen Druiden Teil 1-3 von Kevin Hearne. WIR VERLOSEN ZWEIMAL DEN NEUESTEN BAND AUF SFBASAR.DE!

Kevin Hearne
Die Hetzjagd
Die Chronik des eisernen Druiden 1

The Iron Druid Chronicles I. Hounded, USA, 2011
J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH/Hobbitpresse, Stuttgart, 02/2013
HC mit Schutzumschlag
Urban Fantasy
ISBN 978-3-608-93931-6
Aus dem Amerikanischen von Alexander Wagner
Titelgestaltung von Birgit Gitschier, Augsburg
Autorenfoto von Amy Ryland

www.klett-cotta.de
www.hobbitpresse.de
www.kevinhearne.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Atticus O’Sullivan betreibt in Tempe einen Esoterikladen. Niemand ahnt, dass der jung wirkende Mann ein irischer Druide ist, der bereits seit über zwei Jahrtausenden lebt. Dass er sich ausgerechnet in ein Wüstennest in Arizona zurückgezogen hat, liegt daran, dass es dort nur wenige Götter gibt, vor allem wenige von jenen, die noch eine Rechnung mit ihm offen haben. Kann er sich weiterhin verbergen, hat er gute Chancen, weitere zweitausend Jahre am Leben zu bleiben. Allerdings holt ihn das Schicksal in der Person des keltischen Liebesgottes Bres ein, der das legendäre Schwert Fragarach, das sich in Atticus Besitz befindet, für sich beansprucht. Statt Atticus selbst gegenüberzutreten, schickt Bres seine Handlanger in den Kampf und sichert sich Hilfe aus der Hölle, um den Gegner besiegen zu können.

Beginnt man die Lektüre, denkt man nach wenigen Zeilen: Was ist der Autor bloß für eine Labertasche?! Kevin Hearne lässt seine Hauptfigur Atticus sich selbst vorstellen; wer er ist, warum er in Tempe lebt, wer seine Freunde und Feinde sind, welcher Magie er sich bedient. Es soll sich witzig und etwas flapsig lesen, aber es fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur Selbstbeweihräucherung …

Dann wird Atticus auch schon angegriffen und aufgedeckt, welcher Feind ihn aufgespürt hat und was dieser von ihm will. Von da an geben sich in Atticus‘ Haus keltische Götter, Vampire, Werwölfe, Hexen etc. buchstäblich die Klinke in die Hand. Zu jedem unterhält Atticus eine besondere Beziehung, die meist auf Verpflichtungen oder/und Misstrauen beruht, worauf stets eingegangen wird, damit sich Kevin Hearnes Welt dem Leser erschließt und das Finale nicht zu schnell kommt.

Erlebt man nun die Götter aus grauer Vorzeit, die in der Moderne angekommen sind, sich ein wenig anpassen konnten, aber ihr altes Denken, demnach ein Menschenleben wenig zählt, nicht abgelegt haben, versteht man Atticus‘ scheinbare Arroganz besser. Auch er ist ein Relikt, und wer sich quasi auf einer Ebene mit Göttern bewegt, darf nicht ängstlich sein, muss wissen, wie er sie zu behandeln hat. Atticus ist sich seiner eigenen Macht und seiner Schwächen bewusst – und das bringt er zum Ausdruck.

Die Gottheiten wirken überheblich und nur bedingt sympathisch, da die Erde und die Menschen für sie lediglich ein Schachbrett mit Spielsteinen darstellen, die sie im Rahmen ihrer Intrigen und Kämpfe skrupellos benutzen. Bres scheut nicht einmal davor zurück, das Land seiner Kraft zu berauben sowie Dämonen und Todesgötter herbeizurufen, um Atticus zu töten, und selbst Morrigan, Flidais und Brighid, die ihn innerhalb gewisser Grenzen unterstützen, bedienen sich seiner. Im Vergleich erscheinen die Vampire und Werwölfe richtig ‚menschlich‘. Die Ausflüge in die mythischen Zeitalter sind interessant, die Kämpfe spannend. Hat man sich von dem wortreichen Auftakt nicht abschrecken lassen, folgt man der Handlung mit wachsender Begeisterung bis zum Showdown.
Abgerundet wird der Story durch Hinweise zur Aussprache der keltischen Namen.

„Die Chronik des eisernen Druiden“ von Kevin Herarne (Hearne der Jäger?) ist humorig, aber nicht ganz so abgedreht wie beispielsweise Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Romane. Man möchte den Band eher in einem Atemzug nennen mit Serien wie „Die Abenteuer von Harold Shea“ von Lyon Sprague DeCamp und Fletcher Pratt oder Gordon R. Dicksons „Drachenritter“. Der Autor legt zudem großen Wert auf die Vorstellung mythischer Figuren, die er leicht der Gegenwart angepasst hat, und auf packende, magische Kämpfe.

Man kann nicht behaupten, er habe das Rad mit seinem Urban Fantasy-Roman neu erfunden, aber hat man Freude an dem Thema und dem entspannten Stil, sucht man obendrein etwas anderes als ‚verliebte Vampire‘, dann wird man von diesem Band gut unterhalten und neugierig sein, was Atticus im nächsten Buch erlebt (in den USA liegt bereits der fünfte Teil vor). Ein launiger Schmöker für Genre-Fans, der Lust auf mehr macht!

Copyright by 2013 © Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch 24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Kevin Hearne
Verhext
Die Chronik des eisernen Druiden 2

The Iron Druid Chronicles I. Hexed, USA, 2011
J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH/Hobbitpresse, Stuttgart, 10/2014
PB mit Klappbroschur
Urban Fantasy, Mystery
ISBN 978-3-608-93932-3
Aus dem Amerikanischen von Alexander Wagner
Titelgestaltung von Birgit Gitschier, Augsburg unter Verwendung einer Illustration von Gene Mollica

http://www.klett-cotta.de/buch/Weitere_Autoren/Gehaemmert/55819

www.klett-cotta.de
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www.kevinhearne.com

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Atticus O’Sullivan ist ein Druide, der es mit viel Geschick geschafft hat, mehr als zweitausend Jahre zu überleben. In Tempe verdient er sich seine Brötchen mittels eines Esoterikladens, der Bücher, Kräuter und Tee für normale und spezielle Kunden anbietet. Seit er die keltischen Götter Aenghus Óg und Bres getötet hat, wird er von mehr Gottheiten aus verschiedenen Kulturkreisen und anderen magischen Wesen zur Kenntnis genommen, als ihm lieb ist. Dies gipfelt darin, dass er von diversen Seiten aufgefordert wird, den nordischen Gott Thor zu töten, natürlich für entsprechende Gefälligkeiten im Gegenzug.

Entschieden lehnt Atticus die Anfragen ab, denn zwischen ihm und dem mächtigen Thor gibt es keinerlei Streitigkeiten – und der Druide möchte gern noch etwas älter werden. Hinzu kommt, dass es genug andere Aufgaben gibt, denen er sich widmen möchte bzw. muss, darunter die Heilung des Landes, das im Kampf gegen Aenghus Ógs teuflische Helfer getötet wurde, die Ausbildung seiner attraktiven Schülerin Granuaile, der Schutz seiner Freunde vor Personen, die ihm schaden wollen, ein Friedenspakt mit jenem Hexenzirkel, der zunächst auf der Seite von Aenghus Óg gestanden hatte …

… und dadurch braut sich schon der nächste Ärger zusammen. Ein rivalisierender Hexenzirkel greift ihn und einige Menschen an, die ihm wichtig sind. Obendrein lässt die Gruppe mehrere Bacchantinnen auf ahnungslose Bürger los mit dem Ziel, diese ein Blutbad anrichten zu lassen. Da Atticus‘ Magie gegen diese Wesen wirkungslos ist, muss er sich der indischen Hexe Laksha bedienen, die für ihre Dienste einen hohen Preis fordert: die goldenen Äpfel der Idun, deren Diebstahl prompt Thors Zorn erregen würde.

Im ersten Band der „Chronik des eisernen Druiden: Gehetzt“ wurden Atticus O’Sullivan, seine Verbündeten und die Welt, in der sie leben, nebst den Regeln, denen sich alle unterwerfen müssen, ausführlich aus der ironischen Sicht der Hauptfigur geschildert; so ausführlich, dass es schon fast nervig war, denn es dauerte eine Weile, bis die Handlung in Schwung kam. Dies spart sich Kevin Hearne im zweiten nicht wirklich in sich abgeschlossenen Band „Verhext“, geht er doch davon aus, dass man das vorherige Buch gelesen hat und mit den Hintergründen vertraut ist. Infolgedessen liest sich der Roman sehr viel flotter, da es gleich zur Sache geht durch das Auftauchen neuer Feinde, magische Kämpfe, der Verpflichtung von Verbündeten und heikle Anliegen, denen umgekehrt Atticus für die gewährte Hilfe nachkommen muss.

Obwohl viel passiert und der wesentliche Handlungsstrang zu einem relativen Abschluss gebracht wird, der Autor den humorigen Unterton beibehält und sichtlich Freude daran hat, Mythologie mit moderner Popkultur zu verknüpfen, handelt es sich letztendlich um einen ‚Mittelband‘, der Bezüge zu den vorangegangenen Ereignissen knüpft – wer den Band nicht gelesen hat, erfährt das Notwendige, alle anderen erleben regelmäßige Aha-Effekte – und die Weichen für das Kommende stellt:

Vermutlich hat sich Atticus ebenso die ungewünschte Aufmerksamkeit des griechischen Gottes Bacchus zugezogen wie die von russischen Dämonenjägern. Wer von ihnen oder ob gar beide demnächst zuschlagen, verrät vielleicht der dritte Roman „Gehämmert“, der für März 2015 angekündigt ist. Den Höhepunkt dürfte jedoch der Showdown mit Thor darstellen, der hier sorgfältig eingefädelt wurde. Man darf gespannt sein!

Denn Kevin Hearne versteht es, den Leser in eine fantastische und doch vertraute Welt zu entführen, in der es jede Menge mystischer Geheimnisse zu entdecken gibt, die Action und der Humor nicht zu kurz kommen und auch eine Prise Erotik eingestreut wird. Schätzt man heroische Fantasy, die in Richtung der Bücher von Fritz Leiber („Fafhrd & Grey Mouser“), Lyon Sprague DeCamp („Ein Dämon mit kleinen Fehlern“) und Gordon R. Dickson („Drachenritter“) gehen, dürfte man sich bestens unterhalten fühlen.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

http://www.klett-cotta.de/buch/Weitere_Autoren/Gehaemmert/55819

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Kevin Hearne
Gehämmert
Die Chronik des eisernen Druiden 3

The Iron Druid Chronicles 3. Hammered, USA, 2011
J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH/Hobbitpresse, Stuttgart, 04/2015
PB mit Klappbroschur, Urban Fantasy, Mystery, 978-3-608-93933-0, 366/1695
Aus dem Amerikanischen von Alexander Wagner und Friedrich Mader
Titelgestaltung von Birgit Gitschier, Augsburg unter Verwendung einer Illustration von Gene Mollica
Karte von Birgit Gitschier

www.klett-cotta.de
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www.kevinhearne.com

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Der uralte Druide Atticus genießt die unerwünschte Aufmerksamkeit zahlreicher Gottheiten und Fabelwesen, seit er die keltischen Götter Aenghus Óg und Bres getötet hat, um sein Leben zu retten. Aufgrund von Gefälligkeiten, die eine mächtige Person einfordert, ist er gezwungen, sich nach Asgard zu begeben, um einen goldenen Apfel der Idun zu stehlen. Zwar lernt er dadurch die dortigen Begebenheiten kennen, doch die nordischen Götter sind nun gewarnt.

Und gerade das mag sich als fatal erweisen, weil Atticus kurz darauf mit fünf Gefährten erneut nach Asgard reist – ebenfalls ein Versprechen, das er einzulösen hat – mit dem Ziel, Thor zu töten. Persönlich hegt der Druide keinen Groll gegen den Donnergott, doch der  Werwolf Gunnar, der Vampir Leif, die Gottheiten Zhang Guo Lao, Väinämöinen und Perun erzählen von Erlebnissen, die ihren Wunsch nach Rache rechtfertigen.

Zwar wurde Atticus mehrfach gewarnt, dass Thors Tod seinen eigenen und womöglich das Ende der Welt zur Folge haben könnte, doch ist es ihm unmöglich, ein gegebenes Wort zurückzunehmen. Nicht nur bangt er um sein eigenes Leben, sondern auch um das derjenigen, die ihm nahe stehen, weil er außer den Asen auch noch Bacchus und russische Dämonenjäger fürchten muss, die keinerlei Skrupel haben, an seiner statt andere zu quälen und zu töten.

„Gehämmert“ ist nach „Die Hetzjagd“ und „Verhext“ der dritte Band der „Chronik des eisernen Druiden“, und auch wenn der Roman relativ abgeschlossen ein Asgard-Abenteuer behandelt, sollte man die Vorgeschichte kennen, um zu wissen, wer die Hauptfigur ist, wer seine Verbündeten und Gegner sind, sowie wie die Magie in dieser zeitgenössischen Fantasy-Welt funktioniert. Wer die erste Story noch etwas langatmig fand aufgrund der Erklärungen aus Atticus‘ Sicht, die schon an Selbsbeweihräucherung grenzten, der wird die Folgebücher als wesentlich kurzweiliger erachten, weil dieses Wissen nun vorausgesetzt wird und die fortlaufende Handlung im Mittelpunkt steht.

Atticus muss diesmal für die Hilfe zahlen, die ihm andere im Kampf gewährten. Der Diebstahl von Iduns Apfel wirkt noch wie ein Spaziergang und hätte keine Konsequenzen nach sich ziehen müssen, wäre die Aktion ohne Kollateralschäden verlaufen. Doch wurde man in Asgard aufgeschreckt, sodass die Asen auf der Erde nach dem Mörder der Nornen suchen würden, um Vergeltung zu üben. Insofern ist es für Atticus besser, den Krieg schnell nach Asgard zu tragen und das Überraschungsmoment auszunutzen.

Die Asen, die sich an der Auseinandersetzung beteiligen, bleiben leider recht blass. Nur Thor erhält ein sehr negatives Image, damit der Kampf seine Rechtfertigung hat. Die Gegner, von Gunnar und Leif, die Bekannte von Atticus sind, einmal abgesehen, dürften den meisten Lesern kaum vertraut sein, stammen sie doch aus Kulturkreisen, die hier wenig bekannt sind: Zhang Guo Lao ist einer der acht taoistischen Unsterblichen der chinesischen Mythologie, Väinämöinen taucht in der finnischen „Kalevala“ auf, und Perun ist der slawische Donnergott.

An dieser Stelle möchte man gar nicht mehr über den Kampf zwischen den Asen und den Eindringlingen verraten, der Opfer auf beiden Seiten fordert. Dass Atticus angeschlagen davon kommt, ist allerdings kein Geheimnis, denn die Serie geht weiter, schließlich sind noch einige Rätsel zu lösen, und die Weichen für das Kommende wurden so gestellt, dass ein Cliffhanger die Neugierde weckt.

„Die Chronik des eisernen Druiden“ kann man inzwischen nicht mehr als Geheimtipp für Fantasy-Leser bezeichnen. Die Serie hat was! Trotz des flapsigen Tons, mit dem der Autor alias Atticus die Geschichte erzählt, ist die Handlung packend und stellenweise neben all der Dramatik amüsant. Vertrautes erhält ein neues, flottes Gewand – und man kann bloß noch gespannt auf den nächsten Teil warten: „Tricked“ (engl.). (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Preisrätsel 2 x 1 Exemplar: Wer eines dieser Exemplare erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wann erschienen die drei Bände in Deutschland? – Bitte auflisten! (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 200 Mails eingetroffen sind, werden daraus  die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAIL-ADRESSE MIT ANZUGEBEN!


GEWONNEN HAT: Herman Jarvis, Marquart Hinckel. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

2 Comments

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  1. Martina Müller

    Wann erschienen die drei Bände in Deutschland? – Bitte auflisten!

    Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!)

  2. GEWONNEN HAT: Herman Jarvis, Marquart Hinckel. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND SPONSOREN!

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