DER KATZENGENERAL (II) – Fortsetzungsstory in sechs Teilen von Torsten Weigand

Das Auto, das Tabbi an diesem Mittag auf dem Nachhauseweg entgegenkam, war das größte, das sie je gesehen hatte. Es war so breit, dass seine runden schwarzen Füße das Gras an beiden Straßenrändern niederwalzten, und so hoch, dass es die Äste der Buchen streifte, die die Straße säumten. – Für die Dauer von zwei hämmernden Herzschlägen verharrte Tabbi in der Mitte der Straße und blickte dem kastenförmigen Fahrzeug entgegen. Dann spannte sie ihre Muskeln und katapultierte sich ins Gebüsch. Der Boden unter ihren Pfoten zitterte, als das Auto nur eine Katzenlänge vor ihren schreckensgeweiteten Augen vorbeidonnerte. Es knackte hoch über ihr, dann prasselte etwas durch den Busch und Tabbi presste sich instinktiv auf die feuchte Erde. Als sie ihre Augen wieder öffnete, ragte das saftige Ende eines abgebrochenen Asts in ihr Blickfeld.