DER HOBBY-ASTRONOM – Shortstory von Irene Salzmann

Das Wetter war, wie es sich jeder Astronom wünscht: klar, wolkenlos und ein Himmel voller Sterne. Doch dafür fühlte ich allmählich die Kälte durch meine Kleidung dringen, typische trockene Dezemberkälte. Ich zog mir den Wollschal über die Nase und klapperte ein bisschen mit den Zähnen, denn es heißt, dass man sich bewegen soll, damit man nicht mehr friert. Das nächste Mal würde ich mir einen Flachmann mit nach oben nehmen. Mit dem Feldstecher erkundete ich den Himmel. Zu dumm, dass selbst bei dreißig Kilometern Entfernung der Lichtschein von München und dem dussligen Flughafen noch so hell ist, dass man im Südosten nichts erkennen kann. Die schönen Sternbilder Orion, Eridanus und Hase würden erst im Frühjahr zu bewundern sein.