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BÜCHER FÜR SCHULKINDER AUF SFBASAR.DE – Karin Scheuermann und Meike Weiss: Finken-Trainer Kopfrechnen 3/4

Karin Scheuermann und Meike Weiss
Finken-Trainer Kopfrechnen 3/4

Finken-Verlag
Best.-Nr.1695
Bildung
Erschienen 2014
Illustrationen Barbara Stachuletz
Redaktion Doris Fischer, Anne Lenze
Satz Joachim Kramer
Umfang 126 zweiseitige Aufgabenkarten und 2 Titel- und Informationskarten in doppelter Ausführung, 6 Rechentaschen (je 2 grün, rot, blau), Begleitheft mit CD sowie stabile Pappbox

www.finken.de

Titel erhältlich bei Finken.de

Inhalt & Fazit

Der Kopfrechenkartei “Finken-Trainer Kopfrechnen 3/4” deckt den Zahlenbereich der Klassenstufe 3 und 4 ab und bietet noch eine kleine Wiederholung für den Zahlenraum bis 100 an.

Insgesamt ist das Material in die 5 Themenbereiche Wiederholung im Zahlenraum bis 100 (26), Addition und Subtraktion – Teil 1 im Zahlenraum bis 1000 (26) und Teil 2 im Zahlenraum bis 10 000 (36), Multiplikation und Division – Teil 1 im Zahlenraum bis 1000 (18) und Teil 2 im Zahlenraum bis 1 000 000 (20) unterteilt.

Die verschiedenen Themenbereiche wurden für die Kinder klar ersichtlich mit Symbolen voneinander abgegrenzt.  Der Themenbereich ist auch noch einmal ausformuliert auf jeder der Karten vermerkt. Auch können die Kinder leicht den Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Aufgaben erkennen. Da dieser über ein 2-Punkte-System angezeigt wird. Die Aufgaben sind jeweils farbig passend zu den Rechentaschen in blau, rot und grün gedruckt und bieten somit zusätzliche Orientierung. Alle Karten sind nach dem gleichen System aufgebaut und vermitteln somit den Kindern Sicherheit beim Bearbeiten der jeweiligen Aufgaben.

Eine innere Differenzierung durch die Rechentaschen ermöglicht den 3-fachen Einsatz jeder Kopfrechenkarte. Mit der grünen Rechentasche müssen die Kinder immer das Endergebnis berechnen, mit der roten Rechentasche das zweite Rechenglied und mit der blauen das erste Rechenglied der Aufgabe. Hier irritierte mich persönlich die Farbgebung etwas, da ich gewöhnt war, dass rot den höchsten Schwierigkeitsgrad darstellt. Die Kinder hatten aber damit zugegebenermaßen keine Schwierigkeiten.

Der Aufbau der Kartei ermöglicht viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten, sodass jede Aufgabenkarte in 6 verschiedenen Varianten bearbeitet kann. Die Lehrkraft kann frei bestimmen, ob sie bestimmte Zeitangaben pro Rechenstreifen macht – hier könnte man bspw. verschiedene Sanduhren einsetzen.

Auch die Dokumentation der Schülerleistung kann in mehreren Varianten erfolgen. So kann für jeden Lernenden ein Finken Mini oder aber ein stabiles Lesezeichen mit dem jeweiligen Aufgabenbereich ausgedruckt werden. Letzteres ist mein persönlicher Favorit, da sich so der Schüler auch leicht in der Kartei orientieren kann. Für den Lehrer liegt noch ein Übersichtsprotokoll bei, in dem er die jeweiligen Leistungen vermerken kann.

Besonders gut gefiel mir, dass im Begleitheft eine genaue Erläuterung zu jeder der Aufgabenkarten zu finden war. So kann man auch gezielt Aufgabenkarten auswählen, wenn man nicht möchte, dass die ganze Box nacheinander abgearbeitet wird. Auch kann man so leicht den individuellen Startpunkt der Schüler bestimmen – so kann man dann gleich die Schüler nach Leistungsvermögen verteilen. Ein Kind mit Dyskalkulie kann so weiter im Hunderterbereich arbeiten, Kinder mit schwachen Leistungen in Klasse 4 noch im Zahlenbereich der dritten Klasse und für die Leistungsstarken der Klasse 4 kann dann über die blaue Rechentasche differenziert werden. So wird man ohne großen Aufwand jedem Kind der Klasse gerecht.

Ich bin vom didaktischen Konzept hinter diesen Aufgabenkarten vollkommen überzeugt worden. Dennoch viel mir schnell ein Manko der Kartei auf, das ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen möchte: Die Karten sind zwar aus stabilem Pappkarton, verhalten sich aber in den Händen einer “robusten” Klasse wie Seidenpapier. Schnell hatten sie Eselsohren, waren verfleckt und wurden unansehnlich. Davor schützten auch die Rechentaschen nicht, da die meisten “Unfälle” beim Herausholen der Karteikarten geschahen. Wer also solch eine Klasse hat, sollte sich die Mühe machen, die Karten vorher zu laminieren. Ansonsten ist der langfristige Einsatz gefährdet, wenn man den Kindern ansprechendes und sauberes Arbeitsmaterial bereithalten möchte. Des Weiteren liegen nur 6 Rechentaschen bei – also nur 2 je Aufgabenvariante. Wenn viele Kinder gleichzeitig im selben Schwierigkeitsgrad arbeiten sollen, müssen also entsprechend viele Rechentaschen nachgekauft werden. Dies sollte man als zusätzlichen Kostenfaktor unbedingt bedenken.

Kurz um: Hier findet sich ein wirklich durchdachtes Kopfrechenkonzept gut umgesetzt, aber die Haltbarkeit der Aufgabenkarten wird langfristig überdacht werden müssen.

Copyright © 2014 by Yvonne Rheinganz

Titel erhältlich bei Finken.de

MIT DIESER NEUEN KATEGORIE WILL SFBASAR.DE ELTERN UND LEHRER/INNEN DABEI UNTERSTÜTZEN, ALLE KINDER BESTMÖGLICHST IN ALLEN SCHULISCHEN BELANGEN ZU FÖRDERN. MEINUNGEN UND FEEDBACKS BITTE GERNE UNTER KOMMENTAR!

Updated: 24. März 2014 — 11:32

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