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Literatur-Blog

Borderline – Die aktuelle eXperimenta Mai 2018 ist online und kann kostenlos hier abgerufen werden

Biografie strukturiert sich durch Übergänge. Initiationen sind, nimmt man die Forschung der vergleichenden Mythologie zu Hilfe, wesentliche Bestandteile einer gesunden Gesellschaft. »Borderline« – die Grenze zur Vergangenheit, die Vorstufe des Aufbruchs oder lebenslanger Balanceakt im Zwischenraum der Entscheidungslosigkeit? Möglicherweise aber auch eine semipermeable Membran zwischen Bewusstsein und Unbewusstem.

Große Künstler balancieren oft auf dieser schmalen Linie. Kunst vielleicht als Vehikel des Mythos, das Gegengewicht zum verunglückten Ritual, aufgrund unverstandener oder falsch übersetzter Metaphern. Die Reise ins Innere, zu sich selbst, stellt die Protagonisten unserer Zeit vor das Problem, den passenden Mythos zu erfnden, dessen metaphorischer Gehalt wenig liminalen Raum schafft, da er nicht mehr verwoben ist, mit dem kollektiven Unbewussten, den Archetypen und Träumen.

Gesellschaften, die sich zunehmend spezialisieren, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Gehen wir hingegen davon aus, dass alles um uns herum ein Bewusstsein hat, sind wir Teil einer Heldenreise, die sich bis ins Mikroskopische stetig wiederholt.

Kunst und Literatur schult unsere Fähigkeit, die Metaphern zu decodieren, zeigt uns die Grenzen, die wir schon immer überwunden haben und immer überwinden werden. Der Mythos ist das Lied von der Lebendigkeit – oder wie Joseph Cambell sagte: »Der Mensch sollte nicht im Dienst der Gesellschaft stehen, die Gesellschaft sollte im Dienste des Menschen stehen. Wenn der Mensch im Dienst der Gesellschaft steht, bekommen wir einen Monsterstaat, und das ist es, was die Welt just in diesem Augenblick bedroht.«

Wirkliche Kunst geht immer ein Stück weiter, es gibt ihn, diesen »point of no return«.

In diesem Sinne, lassen Sie uns gemeinsam ein Stück zu weit gehen, hinter die Linie, denn dort wartet das nächste Abenteuer.

Ihre Antje Hampe
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Doppelseiten-Ausgabe / Ausgabe im Einzelseiten-Format
Warum zwei unterschiedliche Ausgaben?

• Die Einzelseiten-Ausgabe eignet sich zum Drucken auf Papier im Format DIN-A4 und zum Zusammenbasteln, zum Blättern.

• Die Doppelseiten-Ausgabe zeigt – quasi »ungeschnitten und am Stück« – die Schönheit der Fotografien bzw. Illustrationen der mitwirkenden Künstler.
Die Doppelseiten-Ausgabe ermöglicht uns, diesen Fotos und Illustrationen den Raum zu geben, den sie benötigen und verdienen. Allerdings bräuchte es für einen adäquaten Ausdruck einen Drucker für das Format DIN-A3, den wohl die wenigsten zu Hause im Einsatz haben dürften. Druckt man die DS-Ausgabe auf DIN-A4 aus, wird jede Seite auf dieses Format minimiert und eingepasst. Zum Lesen ist dann allerdings eine Lupe nötig …
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Updated: 8. Mai 2018 — 15:17

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