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„Avatar“ – James Camerons Entdeckung einer neuen Dimension: Dokumentation beim knesebeck-verlag…

avatar

Avatar
Fitzpatrick, Lisa

James Cameron – Die Entdeckung einer neuen Dimension
Vorwort von Landau, John. Übersetzt von Kretschmer. Einführung von Jackson, Peter. Nachwort von Cameron, James
Verlag :      Knesebeck
Website: http://www.knesebeck-verlag.de
ISBN :      978-3-86873-189-7
Einband :      gebunden
Preisinfo :      19,95 Eur[D] / 20,60 Eur[A] / 34,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      108 S., 120 farb. abb. – 25,4 x 30,0 cm
Erschienen :      11.2009
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China will Siegeszug von «Avatar» stoppen!

Erstellt von Detlef Hedderich am Mittwoch 20. Januar 2010

Peking (dpa) – Trotz des starken Besucheransturms darf die Mehrheit der Kinos in China den Film «Avatar – Aufbruch nach Pandora» ab Freitag nicht mehr zeigen. Kinos in Peking berichteten, lediglich in Lichtspieltheatern mit 3D-Technologie könnte der bisher erfolgreichste Film in China noch gesehen werden.

Inwieweit der Siegeszug des prämierten Hollywood-Streifens in China aus ideologischen Gründen oder wegen seiner starken Konkurrenz für heimische Filme gestoppt werden soll, blieb unklar.

Der Science-Fiction hat bei Chinesen einen Nerv getroffen, weil sich viele durch die Geschichte über die gewaltsame Vertreibung eines Volkes an das Schicksal ihrer eigenen Familien erinnert fühlen, die zwangsweise ihre Häuser für neue Immobilienprojekte verlassen müssen. China hat 1700 Lichtspieltheater mit mehr als 4000 einzelnen Kinosälen, von denen aber nur gut 500 dreidimensional ausgelegte Filme zeigen können.

Chinas Propagandabehörden wollten «Avatar» vorzeitig auslaufen lassen, «weil er die Besucher an Zwangsumsiedlungen denken lässt und möglicherweise Gewalt auslösen könnte», berichtete die Hongkonger Zeitung «Apple Daily». Auch nehme der ausländische Film heimischen Produktionen die Einnahmen weg. «Avatar» wird von Samstag an durch den chinesischen Streifen «Konfuzius» ersetzt, mit dem traditionelle Werte des Philosophen propagiert werden sollen.

Die bekannte Kolumnistin Hung Huang beschrieb in der «China Daily», warum sich viele Chinesen mit dem Na’vi-Volk in dem Fantasie- Film identifizieren und sprach von einem «sozialen Phänomen». «All die zwangsweisen Umsiedlungen alter Nachbarschaften in China machen uns heute zu den einzigen Erdenbürgern, die wirklich das Leid der Na’vi nachempfinden können.»

Der berühmte Blogger Han Han meinte: «Für Zuschauer in anderen Ländern ist eine solche brutale Räumung jenseits ihrer Vorstellungskraft. Es kann nur auf einem anderen Planeten oder in China stattfinden.» Selbst die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua schrieb, viele Kinogänger sähen in dem Film «eine erfolgreiche Schlacht gegen eine Zwangsräumung». In dem Drama fänden Chinesen «einen bekannten sozialen Konflikt» wieder – erzwungene Abrisse durch Immobilienunternehmen und Stadtverwaltungen.

«Ich frage mich, ob James Cameron heimlich in China gelebt hat, bevor ihm eine solchen Idee für die Geschichte von “Avatar” kam, wenngleich mit einem vielversprechenden Ende», zitierte die Staatsagentur einen Blogger. Offen zitierte Xinhua auch den Kommentar eines Internetnutzers: «Wenn in China ein Immobilienunternehmen ein Stück Land haben will, müssen die Bewohner weichen – wenn sie sich weigern, greift das Immobilienunternehmen zu Gewalt.»

In den ersten acht Tagen hatte «Avatar» in China bereits die Rekordsumme von 300 Millionen Yuan (30 Millionen Euro) eingespielt. Ob das erklärte Ziel von 500 Millionen Yuan nach dem weitgehenden Rückzug noch erreicht werden kann, ist ungewiss. Der Film hatte eigentlich über die wichtige Ferienzeit zum chinesischen Neujahrsfest noch bis Ende Februar in den Kinos laufen sollen.

«Avatar» hatte in der Nacht zum Montag den Golden Globe als bester Film des Jahres gewonnen. Auch wurde sein Regisseur James Cameron von der Vereinigung der Auslandspresse in Hollywood ausgezeichnet.

US-Produzenten nominieren “Avatar” für Filmpreise

Updated: 22. Januar 2010 — 16:22

6 Comments

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  1. AVATAR ist kein guter Film.
    AVATAR ist ein Spitzenfilm!

    Eine leider notwendige Gegendarstellung zu Klaus Theweleits Essay „Menschliche Drohnen“ im Spiegel Nr. 9 vom 01.03.2010

    Eigentlich wollte ich keine Rezension zu James Camerons Fantasy und Science-Fiction -Blockbuster „Avatar“ schreiben. Viele andere, bessere Kritiker und Rezensenten, haben dies in gebührender Art und Anzahl getan. Als ich diese Woche meinen geliebten SPIEGEL aufschlug, freute ich mich zuerst über einen Beitrag zu dem Film. Doch schon im Untertitel des Essays lies mich das Urteil „Avatar…, ist ein perverser Film“ Schlimmes befürchten. Und je länger ich das Machwerk Herrn Theweleits las, desto mehr ballte ich innerlich beide Fäuste. Mein Magen bildete ein hartes Knäuel und mein Blutdruck startete zu neuen, ungeahnten Höhenflügen.

    Gleich zu Beginn dreht es Herrn Theweleit – seine Zeichens Kulturwissenschaftler und Schriftsteller – die Eingeweide um, er lobt zwar einige Bildpassagen (nicht alle?) und wird mit Unglauben aufgewühlt von seinem Gefühl „dass dies so nicht geht“. Zitat Theweleit: „Die Handlung kommt als Indianergeschichte daher: Ein Eingeborenenmädchen rettet dem Soldaten Jake Scully bei seinem ersten Einsatz in der Fremde das Leben; sie verliebt sich in ihn und er sich in sie. Eine Neu-Version des Pocahontas-Mythos.“ Zitat Ende.

    Herr Theweleit hat mehrere Bücher zum Pocahontas-Thema geschrieben. Mehrere? Wie viel Facetten hat denn dieser Plot, dass man gleich mehrere Bücher dazu schreiben muss? Konnte er das, was er dazu zu sagen hat nicht in einem Buch aufarbeiten? Was soll´s, das ist ein anderes Thema. Aber scheinbar ist der Herr so fixiert auf die Indianerdame, dass er seine Imagination auch auf andere weibliche Handlungsträger aufsetzt. Doch schön der Reihe nach:

    Es gefallen ihm „einige Bildpassagen“. Wie gnädig. Wie herablassend! Wie arrogant! Avatar stellt im Augenblick das Beste dar, was die Computer gestützte Filmtechnologie heutzutage zu bieten hat. Punctum! Man ist in Sekundenschnelle eingetaucht in eine neue Welt, eine völlig anders geartete fantastische Fauna und Flora. Und dies in atemberaubenden, bildgewaltigen Szenen, nach dem sich ein ästhetisch empfindsamer Mensch nur sehnen kann. Spätestens jetzt ist nur noch die menschliche Phantasie die Grenze dessen, was darzustellen möglich ist. Schon in den drei Herr-der-Ringe-Filmen wurde dieser neue Standard gesetzt, siehe das schizophrene Wesen Gollum, sämtliche Monster aus Mordor, allen voran die Drachen der Nazgul usw. An diesen – und Avatar! – und Fluch-der-Karibik-Filmen muss sich nun weltweit die Filmindustrie messen lassen. Doch Herr Theweleit hat augenscheinlich das Vorstellungsvermögen eines Eimers voll Sand. Und offensichtlich kann er Fiktion und Realität nicht mehr auseinander halten.

    Er unterschlägt völlig, das Jake Scully ein behinderter Mensch ist, der sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen kann. Ein Krüppel, ein Außenseiter, zu nichts mehr zu gebrauchen, glaubt Jake zumindest. Jake hadert mit seinem Schicksal und nimmt die Chance an, welche ihm das Avatar-Programm bietet: In einen künstlich erzeugten, aber perfekt funktionierenden Körper einzusteigen und die verlorene Mobilität und eine zunächst sinnvoll erscheinende Aufgabe wiederzugewinnen. Welcher Mensch mit Handicap würde diese Chance verweigern? Es ist vom Regisseur James Cameron eine geniale Idee, eben die Möglichkeiten, die ein Avatar bietet, am Beispiel eines Behinderten überdeutlich zu demonstrieren. Der Effekt wäre mit einem gesunden Menschen weitaus weniger klar gewesen. Kino lebt – aufgrund der gezwungen begrenzten Zeitspanne, welche für eine Geschichte zur Verfügung steht – von der Überzeichnung, von drastischen Bildern, welchen Kleingeistern und Abgestumpften das krass vor Augen führt, was sensiblere Charaktere sofort registrieren. Herr Theweleit gehört leider nicht zu letzterer Sorte.

    Weiter: Die Eingeborenen auf dem Planeten Pandora – die blauhäutigen Na`vi – sind vielleicht nicht technisch hoch entwickelt, zumindest nicht in dem Sinne, was wir (westlichen Menschen) hochnäsig als zivilisiert betrachten. Die junge Pandora-Frau Neytiri verliebt sich nicht in Jake, sondern er sich in sie, und das schon beim allerersten Blick. Sie rettet ihm zwar das Leben, aber nicht aus Liebe, sondern aus eigenem Überlebensinstinkt. Sie lehnt ihn sogar ab, als sie ihn auf Geheiß ihrer Mutter unter ihre Fittiche nehmen soll. Liebe-auf-den-ersten-Blick ist ein Klischee, ja natürlich. Aber ist es nicht so, dass wir gerade das faszinierend finden, was nicht dem langweiligen Standard entspricht? Jake würde sich niemals in die tausendste Kopie von Pamela Anderson oder Marilyn Monroe verlieben. Die Zeiten der kreischenden, um Rettung flehenden, dummen Blondchen sind Gott sei Dank vorbei. Jake ist von Neytiri deswegen sofort eingenommen, weil sie alles darstellt, was er vermisst hat. Eine an ihre Umwelt perfekt angepasste Lebensform, darüber hinaus bei aller außerirdischen Fremdheit überaus attraktiv und schlichtweg schön ist. Und sie ist eine starke, selbstbewusste Frau, kein weibliches Anhängsel eines Mannes-Kriegers. Sie ist selbst Kriegerin, sie als Frau rettet den Mann! Nebenbei bemerkt: Wir werden im All alles bumsen, was nur entfernt kompatibel ist, dessen bin ich mir sicher. Auch dieser Aspekt wird hier später subtil angedeutet, aber davon hat Herr Theweleit sicher nichts mitbekommen.

    Nächster Punkt. Zitat Theweleit: „Aber darunter wächst das Unbehagen: Einmal weil „Avatar“ seine technologisch-elektronischen Spektakel im Gewand diverser esoterischer Akte präsentiert. Gelockt wird die „gläubige“ Menschheit im Rahmen einer Erzählung, in der das Technische das Böse ist und das naiv-religiös Tierisch-Menschliche das Gute. Und dies Gut-Gemisch siegt über das Technologische mit Hilfe von Pfeil und Bogen.“ Zitat Ende.

    Holla, da ist Zündstoff drin. Was soll denn esoterisch an der Schilderung sein, dass eine Zivilisation existieren könnte, welche sich in allen Lebenslagen an ihre Umwelt angepasst hat? Die Na´vi sind in der Lage, mit anderen Lebensformen symbiotische, ja sogar körperliche Verbindungen einzugehen; untereinander, mit den Drachen, mit dem Lebensbaum. Übrigens auch eine uralte Idee der phantastischen Literatur, bis hin zu Yggdrasill, dem Weltenbaum der nordischen Mythologie. Und das Technik böse sein kann, haben wir in der Vergangenheit und Gegenwart ständig erlebt und werden es auch weiterhin erleben. Das heißt doch aber nicht, dass wir ALLES Technische verteufeln, verdammt noch mal. Es ist doch immer wieder der Mensch, und nur der Mensch, der die Technik missbraucht und damit Schaden anrichtet. Wir würden einen gewaltigen evolutionären Schritt voran machen, wenn wir die Technik beherrschen und sinnvoll einsetzen würden, über die wir heute verfügen. Von zukünftiger Technologie einmal ganz abgesehen.

    Zurück zu Völkern mit „Pfeil und Bogen“. Ob ich nun die Aboriginals Australiens, die Indianer Nord- und Südamerikas, die Mongolen oder meinetwegen auch die Langbogenschützen aus dem alten England nehme: Sie alle haben den technologisch überlegenen Invasoren anfangs höllische Schwierigkeiten bereitet. Ein Pfeil funktioniert immer, er braucht keinen Strom. Ein Messer funktioniert immer, es hat keine Ladehemmung. Ein Schwert funktioniert immer, sein Magazin ist niemals leer. Eine Lanze funktioniert immer, sie kann nicht angepeilt werden, weil sie keine Energie emittiert. Die meisten der vorgenannten Primitiv-Waffen sind einfach und vor allem billig herzustellen, sind lautlos und können mehrfach benützt werden. Ein Lasergewehr ist rasch leer, kann von jedem mickrigen Messgerät festgestellt werden und verrät die Position des Schützen. Raketen machen einen Höllenlärm und kosten Unsummen. Und einmal abgeschossen sind sie nicht wieder einsetzbar. Ich könnte noch viel mehr Beispiele anführen, aber ich denke es war deutlich genug. Es ist also keine Wunder, wenn selbst technologisch unterlegene Völker den Sieg davon tragen. Auch hier verwendet Cameron belegte Geschichte, verlegt sie aber auf einen fremden Planeten, Herr Theweleit ignoriert hier hunderte von Beispielen unser Vergangenheit. Siehe z.B. die Sioux bei Little Big Horn, siehe den Vietkong gegen die scheinbar übermächtigen Amerikaner, siehe die Afghanen gegen die Sowjetrussen usw. Wenn ein Volk um seine Heimat, seine Familien, seine schiere Existenz kämpft, dann ist die Ausrüstung nicht unbedingt ausschlaggebend, sondern die Motivation, der Kampfeswille, die erstrebte Freiheit, das Abschütteln oder die Verhinderung von Sklaverei, mitunter die Rettung der eigenen Welt!

    Apropos: Was Herr Theweleit überhaupt nicht thematisiert, ist die eigentliche Botschaft des Filmes. Den hat er nämlich überhaupt nicht mitbekommen. Mit welcher gleichen Arroganz und Selbstverständlichkeit der Konzern, welcher eine Ressource Pandoras ausbeuten will, die ihm nicht gehört vorgeht, ist doch knallharte Realität. Die Welt schreit nach Öl, die Bevölkerung in den Ländern mit Vorkommen ist vernachlässigbar, Blutdiamanten aus Afrika werden weltweit zu Schmuck und Industrieprodukten verarbeitet, die Arbeitsbedingungen und Kriminalität, welche zwangsläufig einhergehen, wird akzeptiert. Weltweiter Drogenanbau und –konsum wird nur oberflächlich – zu unserer Beruhigung – bekämpft, das Geschäft läuft weiter. Wir (westlichen Industrienationen) essen Fleisch in einem Maße, die ungesund und ökologisch verheerend ist. Für 1 Kg. Fleisch verbraucht die Kuh 16 Kg. Biomasse, der Rest der Welt hungert. Die typisch militärische Stumpfsinnigkeit, mit der die Truppen den Konzern in seinem Bemühen unterstützen ist menschenverachtend, hier eben na´vi-verachtend. Anstelle mit den Na´vi diplomatischen Kontakt aufzunehmen, um Erlaubnis zu fragen, ob man denn eine Dependance errichten dürfe, walzen die Invasoren alles platt, rücksichtslos, Besitz ergreifend, arrogant. Was zur Hölle ist daran esoterisch? Das ist brutale Realität. Im Film wird nur gezeigt, dass wir so ein Verhalten auch auf andere Welten exportieren werden!

    Noch etwas zur Qualität des Filmes: James Cameron zitiert eine Unmenge von Fantasy- und Science-Fiction-Elementen, ob bewusst oder aus Zufall, kann ich nicht beurteilen. Aber er tut es! Die Geschmeidigkeit der Na´vi sehen wir Katzenbesitzer tagtäglich, das ist nichts Neues, die spitzen Ohren kennen wir von allerlei Wesen: Elben, Elfen, Zwergen, Vulcaniern, Hobbits und uralten Spitzohren aus SF-Filmen der 50er und 60er Jahre. Blauhäutige Wesen betonen nur die Exotik und sind wahrlich auch keine neue Idee. Lumineszenz bei Tieren und Pflanzen haben wir auf der Erde ebenso, wieder nichts Neues. Drachen, Dschungel und Lianen sind feste Bestandteile ungezählter Abenteuerbücher und –filme.
    Aber was Cameron daraus macht, ist – da in diesem Umfang eben der erste durch die Bank perfekt produzierte Film aufgrund Computertechnologie – schlicht ein Meisterwerk. Neun Oscar-Nominierungen und 2 Milliarden Euro Einnahmerekord sprechen für sich. Nun bin ich nicht der Meinung, dass Masse ein Beweis für Qualität ist. Milliarden Fliegen können nicht irren, wenn sie Scheiße fressen?!

    Doch für wie dumm hält uns Kinobesucher denn Herr Theweleit? Traut er uns nicht zu, zu erkennen, dass wir eine Geschichte erzählt bekommen? Eine tolle Geschichte, aber eben – noch! – Fiktion. Sind wir modernen, stressgeplagten, aufgeklärten, technisierten, handy-schwingenden Super-Arbeiter, Leistungsträger, West-Industrie-Zivilisationsvertreter nicht fähig Reales von Fiktiven zu unterscheiden? Und was soll die Scheiße mit „Kriegselektronik in Gewand von Greenpeace“? Da hat er definitiv den Faden verloren. Greenpeace hat nichts mit Kriegselektronik zu tun. Gar nichts! Wenn wir solche weltweit aktiven Organisationen – und die Grünen! – nicht hätten, würde uns die Politik nur noch das präsentieren, was ihnen die Industrie vorgeschrieben hat. Gottlob wandelt sich im Volk das Bewusstsein, unsere Kinder wachsen mit dem Gedanken auf, dass sie es besser machen wollen, als wir und unsere Großeltern. Es steht zu hoffen, das in Zeitaltern, in denen wir wirklich über eine Raumfahrttechnologie verfügen, die diese Bezeichnung verdient, eine Ethik erreicht haben, welche Vorgehen wie in Avatar beschrieben verhindert.

    DAS! ist ein Effekt, den die großkotzigen Verehrer der so genannten Hochliteratur völlig übersehen, wenn sie Fantasy und Science Fiction als Schund- und Trivialliteratur abkanzeln. Diese Genres sind doch die einzigen, welche alle Facetten möglicher positiver und negativer Entwicklungen in ungezählten Varianten weiterdenken. Wir bekommen seit mindestens Fünfzig Jahren in tausenden von Romanen und zunehmend auch Filmen doch vor Augen geführt, was alles passieren kann. Ich kann diesen Psychomist solcher ach so „seriöser“ Wissenschaftler nicht mehr hören, er kotzt mich an! Herr Theweleit hat meiner Meinung keine Ahnung von Realität, keine Ahnung von Geschichte und erst Recht nicht von Fantasy und Science Fiction.
    Soll er doch weiter mit seinem Indianermädchen spielen, aber von Bewertungen dessen, was er nicht versteht soll er seine Griffel lassen. Ich könnte aus seinem Machwerk noch weitere hanebüchene Punkte anführen und mein Protest würde wahrscheinlich 30 Seiten umfassen, aber das will ich an dieser Stelle niemanden zumuten. Wer sich es antun will, kann das Essay ja im aktuellen Spiegel nachlesen und hier seine Meinung als Kommentar anfügen. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen auf diesen Planeten wohnen, die das eigenen Denken noch nicht anderen überlassen. Schon gar nicht solchen Leuten wie Herr Theweleit.

    Mit galaktischen Grüßen
    euer galaxykarl
    Werner Karl

  2. Hallo galaxykarl,

    ich hab den Artikel im SPIEGEL auch gelesen und kann dir rundum nur zustimmen. Dieser Herr hat einen an der Schüssel! Mir hat an AVATAR gerade gefallen, dass Neytiri – eine Frau – den Soldaten Jake rettet und am Ende den Obersoldaten der Invasionstruppe niederstreckt. Allein! Mit Pfeil und Bogen! Das mußte ich einfach loswerden, am „Tag der Frau“.
    Immerhin hat AVATAR 3 Oscars verliehen bekommen. Ich weiß jetzt leider nicht genau in welchen Kategorien, aber 3 Stück!

    mit geschmeidigen Grüßen
    MoniMaus

  3. Hallo Galaxykarl,

    erstmal mein Glückwünsch! Wie es aussieht, habt ihr euren Datencrash überstanden.

    Den Artikel im Spiegel hab ich nicht gelesen (was zur Hölle ist ein Essay?), aber ich hab den Film gesehen. Wenn der Theweleit anzweifelt, dass eine kleine Gruppe einer Übermacht entgegentreten und siegen kann, dann hat er auch die Geschichte meines Landes außer Acht gelassen. Was glaubst du, warum mein Nickname LeonidasRex lautet? Als Deutscher mit griechischem Migrationshintergrund (so hießt das wohl politisch korrekt, oder?) bin ich natürlich stolz auf die Schlacht bei den Thermopylen. Naja, es waren nicht nur 300 Spartaner, sondern eher 1.500 Spartaner inkl. ihrer Waffenträger, die auch gekämpft haben. Und das persische Herr war keine Million, sondern eher so 150.000 bis 300.000 Mann. So genau weiß das heute natürlich niemand. Aber immerhin: Eine Mindestens 10 bis 20fache Übermacht, besser ausgerüstet, technisch überlegen. Natürlich kannten die Spartaner ihr Land und haben sich die perfekte Stellung für eine Verteidigung ausgesucht.

    Aber eben nur Invasoren, gedungene, teilweise zum Kampf gezwungene unterworfene Völker.
    Die Griechen verteidigten unsere Heimat. Und der Opfertod der 300 hat dann das ganze Land aufgerüttelt. Die verfeindeten Stadtstaaten, wenigtens kurzfristig, geeint und man konnte die Perser vertreiben.

    Und in Avatar haben die Na´vi auch das eingesetzt, was auf Pandora zur Verfügung stand. Die Topographie, die Fauna und Flora… und ihr Herz!

    Ich möchte nicht wissen, wie Europa heute aussehen würde, hätte mein Namens-Vorfahr damals nicht gekämpft. Ha, das war mal pathetisch, was?

    Helas!
    LeonidasRex

  4. I’ve been absent for a while, but now I remember why I used to love this site. Thank you, I’ll try and check back more frequently. How frequently you update your site? bfabfdaddebg

  5. Hi Johnd514,

    danke für dein Lob. Hab diesen Kommentar vor über 4 Jahren geschrieben und könnte mich immer noch Schwarz über diese Pfeife ärgern. Aber was soll´s.

    Schön, dass du wieder zu uns gefunden hast. Wir „updaten“ unregelmäßig. Immer dann, wenn es zu einem Beitrag etwas zu sagen, schimpfen, loben, diskutieren gibt. Und zu einem geposteten Artikel/Beitrag/Interview/Präsentation passt.

    Früher stand sfbasar tatsächlich für Science-Fiction-Basar. Doch seit mehreren Jahren hat sich die Bedeutung in Special-Feature-Basar gewandelt; und wir finden das gut so.

    Mit galaktischen Grüßen ;-))
    galaxykarl
    Werner Karl
    http://www.wernerkarl.org

  6. Da soll nochmal einer sagen, alte Sachen würden bei uns für immer in der Versenkung verschwinden. Hier liegt die Stärke dieses Mediums „Internetblogs“, man kann alte Beiträge wieder hochkochen und weiter würzen und ausschmücken. Und hierbei kann kein gedrucktes Medium mithalten. Das finde ich richtig gut! 🙂 🙂 🙂

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