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Literatur-Blog

Am Freitag, den 2. Dezember 2016, veranstaltet der Palmyra Verlag im Karlstorbahnhof in Heidelberg ein Konzert mit Aeham Ahmad, dem Pianisten aus Damaskus, der vor dem sogenannten Islamischen Staat nach Deutschland flüchtete.

Das besondere Konzertereignis!
Aeham Ahmad
Der Pianist aus Damaskus
Eine Veranstaltung des Palmyra Verlags

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Der Palästinenser Aeham Ahmad musizierte in Syrien vor Ruinen – für die Kinder, für das Leben, für die Kunst. Nachdem der sogenannte Islamische Staat sein Klavier verbrannte und ihn mit dem Tod bedrohte, floh er nach Deutschland. Aeham Ahmad spielt eigene Kompositionen, aber auch klassische Stücke.

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Aeham Ahmad wuchs als Palästinenser in dem Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus auf. Bereits im Alter von fünf Jahren begann er Klavier zu spielen und studierte später an der musikalischen Fakultät der Universität in Homs. Als Ahmad nach Jarmuk zurückkehrte, kämpften dort der sogenannte Islamische Staat und die Truppen Assads gegeneinander; von den ehemals 150.000 Bewohnern flüchteten etwa 90% aus dem Lager. Monatelang spielte Ahmad in den zerbombten Straßen – sein Klavier montiert auf einem Handkarren. Mit seinen Liedern wollte er den verbliebenen Bewohnern und vor allem den unter Hunger leidenden Kindern ein wenig Menschlichkeit, Hoffnung und Würde zurückgeben. Die Videos von diesen Auftritten bescherten ihm über die sozialen Netzwerke internationale Aufmerksamkeit. Erst als IS-Kämpfer, welche Anfang 2015 das Lager eingenommen hatten, sein Klavier verbrannten und ihn mit dem Tod bedrohten, entschied sich Ahmad zur Flucht. Über das Mittelmeer und die Balkanroute kam er im September 2015 nach Deutschland. Seither lebt er in einer Unterkunft für Geflüchtete bei Wiesbaden. Seine Frau und zwei Söhne leben noch in Damaskus.

Für sein außergewöhnliches Engagement erhielt Ahmad im Dezember 2015 in Bonn den Internationalen Beethoven-Preis für Menschenrechte, Frieden und Freiheit. Bei der Preisverleihung begleitete ihn die weltberühmte Pianistin Martha Argerich. Gemeinsam mit Herbert Grönemeyer und Judith Holofernes trat er im Oktober 2015 bei dem Solidaritätskonzert für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer in München auf.
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Im Karlstorbahnhof spielt Ahmad sowohl eigene Kompositionen – u.a. Vertonungen von Gedichten des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwisch – als auch klassische Stücke.

Musikalisch begleitet wird Ahmad von dem ägyptischen Musiker Bergo Kamal Ibrahim (Perkussion und Akkordeon), der in Alexandria Theaterwissenschaft studierte und seit über 25 Jahren in Deutschland lebt. Mit seinem Lebensmotto »die Erde ist so groß, sie reicht für alle« führt er als Moderator durch den Abend, der sicherlich auf besondere Weise die Kraft der Musik belegt.

TO GO WITH AFP STORY BY Rana Moussaoui Ayham al-Ahmed, a resident of Damascus' Yarmuk Palestinian refugee camp, plays the piano in the middle of the street near destroyed buildings, on June 26, 2014. In the Yarmuk camp in southern Damascus, the notes escape a piano set in a scene of destruction and the children in Ayham al-Ahmed's little group sing of hunger and suffering. The music in the Syrian camp, under siege for a year and wracked by violence, seems at odd with the brutality that is all around. AFP PHOTO/RAMI AL-SAYED (Photo credit should read RAMI AL-SAYED/AFP/Getty Images)

TO GO WITH AFP STORY BY Rana Moussaoui
Ayham al-Ahmed, a resident of Damascus‘ Yarmuk Palestinian refugee camp, plays the piano in the middle of the street near destroyed buildings, on June 26, 2014. In the Yarmuk camp in southern Damascus, the notes escape a piano set in a scene of destruction and the children in Ayham al-Ahmed’s little group sing of hunger and suffering. The music in the Syrian camp, under siege for a year and wracked by violence, seems at odd with the brutality that is all around. AFP PHOTO/RAMI AL-SAYED (Photo credit should read RAMI AL-SAYED/AFP/Getty Images)


Freitag, 2. Dezember 2016, 20.00 Uhr
Karlstorbahnhof
Am Karlstor 1
Heidelberg
Eintritt: AK 24 Euro
VVK 23 Euro
Ermäßigt 15 Euro

Karten gibt es beim Palmyra Verlag,
beim Karlstorbahnhof
und in der RNZ-Geschäftsstelle
Heidelberg in der Neugasse

 

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Palmyra Verlag
Georg Stein
Hauptstraße 64
69117 Heidelberg
Telefon 06221/165409
Telefax 06221/167310
E-Mail: palmyra-verlag@t-online.de
www.palmyra-verlag.de
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»Ein Buch muss die Axt sein für das 
gefrorene Meer in uns.«/Franz Kafka

Dem Palmyra Verlag ist das Nahostarchiv
Heidelberg angeschlossen, mit u.a. etwa 
3000 Büchern, einer großen Videoabteilung
sowie verschiedenen Recherche- und 
Serviceeinrichtungen.

Veranstaltungshinweis:
Aeham Ahmad – Der Pianist aus Damaskus
2. Dezember • 20.00 Uhr • Karlstorbahnhof
Nähere Infos auf unserer Website

Aeham Ahmad – Wikipedia

Updated: 15. November 2016 — 19:10

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