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WIR SIND DIE GUTEN! – Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 12) von Detlef Hedderich und Marianna Müller

WIR SIND DIE GUTEN!

Science Fiction-Kriminalgeschichte (Teil 12)

von Detlef Hedderich und Marianna Müller

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12.0

Schließlich muss ich wohl doch irgendwann eingeschlafen sein, denn als mich ein Lichtstahl aus dem Höhleneingang weckt, fühle ich mich richtig gut und ausgeschlafen. Mein Rechner erklärt mir, dass ich wohl so um die zehn Stunden geschlafen haben dürfte. Ich bin nun trotz der Raupenmahlzeit und meiner verwerflichen Gedanken was meinen Rechner angeht froh, dass ich das Gerät habe, denn es ist natürlich immer im Betrieb und die Möglichkeit, die seine vielen Kameraaugen, von denen mindestens eines immer unverdeckt sein dürfte, egal wo ich das Teil an mir befestigt habe, über mich zu wachen.

Verbunden mit seiner unmenschlichen Fähigkeit, Geräusche zu orten und einzuschätzen, auch wenn sie nur sehr leise sind, kann ich beruhigt schlafen ohne Erwarten zu müssen, dass ich von einem großen Tier angegriffen werde. Wenn das der Fall sein sollte, wird es mich durch akustische Signale wecken und leise in mein ComImplantat mich vor einer Bedrohung warnen. Dabei kann es auf Grund meiner Atmung feststellen, ob ich wach geworden bin. Zudem hat es die Möglichkeit, aus seiner Analyse der Geräusche, festzustellen, um was es sich für ein Tier handeln möge.

Wenn es sich dann über sein Archiv kundig macht, findet es genau die Geräusche, vor denen dieses Tier sich fürchtet. Wenn es allerdings ein Tier ist, dass sich kaum vor einem anderen Tier fürchtet, wie etwa ein Bär oder eine Wildkatze, gibt es nur noch die Möglichkeit, ein überlautes Geräusch von sich zu geben, dass in den höheren Frequenzbereichen liegt und für Menschen eigentlich, bis vielleicht für einige wenige hellhörige oder mit Hörtechnik ausgestattete Menschen als hoher Pfeifton gehört wird, unhörbar ist, aber dem Tier zu weh tut in seinen Ohren, so dass es schon deshalb schnell das Weite suchen wird.

Was anderes sind Schlangen oder Skorpione. Die kann man nicht mit Geräuschen verschrecken, weil sie die oft nicht mal wahrnehmen. Stattdessen kann der Rechner eine Giftwolke ausstoßen, die für Menschen absolut unbedenklich sind, aber Schlangen und anderes Getier sofort tötet oder zumindest handlungsunfähig macht, um anschließen über das ComImplantat zu berichten, was Sache ist.

Als Repellent (von lat.repellere „vertreiben“, „zurückstoßen“) – auch Repellens, Repulsivstoff oder Vergrämungsmittel – wird ein Wirkstoff bezeichnet, der von einem Organismus über den Geruchssinn wahrgenommen wird und der diesen abschreckt, ohne ihn zu töten. Vor allem im englischen Sprachraum werden zu den Repellentien auch physikalische Methoden gezählt, die Organismen vertreiben oder zurückstoßen wie elektrische Weidezäune oder Ultraschallquellen (Repeller).

Repellentien werden gegen unterschiedliche Organismen eingesetzt, die vom Anwender als „Schadorganismen“ oder an einem bestimmten Ort unerwünschte Organismen angesehen werden. Als Zielorganismen kommen heute Gliederfüßer, Fische, Säugetiere oder auch Menschen in Betracht.

Die Abwehr von stechenden Insekten ist in vielen Gegenden ein starkes menschliches Bedürfnis. In den im Sommer sehr mit Stechmücken belasteten nordischen Ländern ist Pechöl, ein Beiprodukt aus der Gewinnung von Birkenpech, ein traditionelles Mittel. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Repellent

Polizeioberst ruft jemanden an, ein Ferngespräch in ein anderes Sonnensystem, weitergeleitet von der KI, die sich getarnt im Orbit des Planten befindet: „Hallo, spreche ich mit Kardeno Witnewski?“

Kardeno Witnewski: „Ja, wer ist da?“

Polizeioberst: „Hier spricht Polizeioberst Boris-Alexander Korchinov aus dem Rostov-na-Donu-System. Können Sie sich noch an mich erinnern?“

Kardeno Witnewski: „Ja, jetzt weiß ich wieder wer Sie sind. Von wo rufen Sie an?“

Polizeioberst: „Aus dem Rostov-na-Donu-System.“

Kardeno Witnewski: „Oh, das dürfte dann Einiges kosten. Was ist so wichtig, dass sie einen ordentlichen Anteil ihres Gehalts für ein Telefonat ausgeben?“

Polizeioberst: „Richtig, aber strenggenommen geht das über unsere Dienststelle, dennoch sollten wir zügig zur Sache kommen.“

Kardeno Witnewski: „OK. Sollten wir nicht besser einen Zerhacker einsetzen?“

Polizeioberst: „Das würde nichts nützen, da diese Gespräche in Echtzeit nur über die VPS-KIs möglich sind und die können jeden Zerhacker in Millisekunden knacken und eine Alternative gibt es nicht, sie wissen schon: die Lichtgeschwindigkeit kann für uns Menschen nur mit Hilfe der VPS-KIs umgangen werden, ansonsten würde es Jahre dauern, bis meine Nachricht in Ihrem Sonnensystem ankäme.

Kardeno Witnewski: „Ist mir bekannt, hatte nur nicht mehr daran gedacht, was diese KI-Biester so draufhaben.

Polizeioberst: „Ich hatte Ihnen damals eine Codierungs-Datei hinterlassen, als wir uns letztes Mal persöhnlich sahen. Wenn Sie die bitte einsetzen, da beissen sich selbst die KIs die Zähne aus. Zu oft darf man sie allerding nicht einsetzen, irgendwann knacken die auch sowas.

Kardeno Witnewski: „Habe ich gefunden. Habe diese Datei, wie sie es mir sagten auf keinen Netwerkfähigen Rechner abgespeichert. War ganz schön kompliziert so einen alten Rechner zu finden. So, jetzt hat mir mein Assistent ein kleines Gerät mit ihren Codes gereicht.

Polizeioberst: „Also. (Pause) Sie erinnern sich, dass ich Ihnen mal hier im Rostov-na-Donu-System aus einigen Schwierigkeiten herausgeholfen habe und Sie gesagt haben, dass ich etwas gut hätte dafür bei Ihnen!

Kardeno Witnewski: „Das stimmt. Das wollen Sie jetzt einfordern, nehme ich an?“

Polizeioberst: „Ich habe hier eine Datei erhalten von einem Kentinof Verneslar. Nehme an, der gehört zum Kartell?“

Kardeno Witnewski: „Ja, stimmt, der ist mir bekannt.“

Polizeioberst: Es handelt sich um eine Datei, auf der es einen Film gibt, auf der es etwas zu sehen gibt: Code 49913. (das kleine Handgerät übersetzt diesen Code in folgenden Text: wie meine Frau von zwei Männern im Auftrag des Randow-Syndikats gefoltert wird). Ansonsten ist keinerlei Forderung oder Kontakt mit dabei. Ich würde gerne mit jemanden aus dem Syndikat sprechen, der in der Lage ist, sie mir wieder zurückzugeben, sollte das noch möglich sein. Deshalb muss das schnell gehen.“

Kardeno Witnewski: „Ja. Mache ich. Sind Sie auf Ihrer Dienststelle?“

Polizeioberst: „Ja. Sie brauchen mich nur anzuklingeln, dann rufe ich sofort zurück, damit sie keine zusätzlichen Kosten haben. Meine Nummer sehen Sie im Display.“

Kardeno Witnewski: „Wird gemacht.“

Zehn Minuten später kommt der Rückruf, es klingelt einmal und der Polizeioberst ruft zurück.

Kardeno Witnewski: „In Ordnung, ich habe telefoniert.“

Polizeioberst: „Und existiert sie noch?“

Kardeno Witnewski: „Wenn es gut ist dann ist es gut. Setzen Sie mich nicht unter Druck und hören Sie zu!“

Polizeioberst: „Ok.“

Kardeno Witnewski: „Es gibt nur ein ja oder ein nein. Ich werde tun was immer ich kann und ihnen eine Kontaktnummer, eine Telefonnummer, durchgeben. Legen Sie jetzt auf. Ich mache so schnell ich kann.“

Polizeioberst: „Ok. Vielen Dank. Hatten sie Ausgaben?“

Kardeno Witnewski: „Sie schulden mir nichts, ich habe zu danken, dass Sie mich damals aus dem Mist gerettet haben.“

Polizeioberst: „Ok.“

Kardeno Witnewski: „Aber machen Sie sich klar, das die Chance sehr, sehr klein ist.“

Polizeioberst: „Ich weiß. Danke.“ (Und legt auf.)

Schuldversprechen

Das dem abstrakten Schuldanerkenntnis eng verbundene Schuldversprechen ist ein Vertrag, durch den eine Leistung in der Weise versprochen wird, dass das Versprechen die Leistung selbständig begründen soll (§ 780 BGB). Die Formvorschriften und die Rechtsfolgen sind dieselben wie beim abstrakten Schuldanerkenntnis, so dass es oftmals eine Formulierungsfrage ist, welche Art von Schuld vorliegt. Ein deklaratorisches Schuldversprechen ist begrifflich ausgeschlossen (sogenannte contradictio in adiecto). Eine Art einseitiges Schuldversprechen gibt es nur in Form der Auslobung, die sich aber an die Öffentlichkeit wendet und andere Zwecke verfolgt.

 12.5

Als ich die Höhle verlassen habe, mache ich mich sofort auf den Weg. Ich habe in der Nähe der Höhle einige Tierbauten gesehen. Vielleicht kann ich mir etwas Leckeres zum Frühstück fangen. Ich habe eine ganze Weile danach suchen müssen aber ich glaube es ist die richtige Pflanze, vor der ich nun stehe. Ich scanne sie mit meinem Rechner und tatsächlich hatte ich recht gehabt, wie mir dieser bestätigt: Man erkennt sie an den weißen Stellen auf den Blättern und den kleinen weißen Trieben. Wenn man es anritzt entlädt sich ein Geruch, der dem eines Stinktieres ähnelt. Wenn man so einen Ast stark anritzt und in eine Höhle wirft, schnellt sofort der Bewohner daraus hervor, denn der Geruch ist für Tiere mit einem guten Geruchssinn nicht auszuhalten. Das werde ich nun versuchen, aber ich will nichts von dem Saft abbekommen. Sobald ich geschnitten habe sollte ich es riechen. Ja, das stinkt nach Ammoniak oder Stinktier. Das sollte eigentlich klappen. Ich nehme den abgeschnittenen dünnen Stamm und mache mich auf die Suche. Vielleicht kann ich ein größeres Nagetier erwischen oder sogar ein Gürteltier.

Als ich den Eingang eines Baus vor mir habe, denke ich, dass die Stelle gut sein dürfte. Es riecht am Eingang nach Moschus. Das heißt, dass Nagetiere hier leben dürften. Tierhöhlen haben oft zwei Ausgänge. Wenn der Gestank durch den einen kommt, in den ich den dünnen Stamm hinein geschoben habe, sollte aus dem anderen was heraus kommen. Tatsächlich rast etwas Pelziges daraus hervor und ich schieße mit Pfeil und Bogen darauf. Doch offenbar habe ich das Tier nicht oder nur schlecht getroffen, denn es rennt davon, ich hinterher, durch Stock und Stein. Doch Pech gehabt: Gerade jetzt musste mein Bogen brechen. Das Aguti, das an mir vorbeilief wog bestimmt 2 Kilo, das wäre ein Festschmaus geworden. Jetzt ist es weg und ich werde ihn wohl auch nicht wiederfinden. Jagd beendet.

Die Agutis (Dasyprocta) sind eine Nagetiergattung. Zusammen mit den Acouchis (auch als Zwerg- oder Geschwänzte Agutis bezeichnet) bilden sie die Familie der Agutis und Acouchis (Dasyproctidae). Die Gattung umfasst elf Arten.

Agutis bewohnen eine Reihe von Habitaten, darunter Wälder, dichtes Buschland und Savannen, aber auch Felder und Plantagen. Sie sind in erster Linie tagaktiv, nur in stark besiedelten Gebieten kommen sie erst in der Dämmerung aus ihrem Versteck. Als Unterschlupf dienen ihnen selbstgegrabene Baue, aber auch hohle Baumstämme und dichte Vegetation.

Agutis sind Bodenbewohner, deren Körperbau auf schnelles Laufen ausgerichtet ist. Sie sind Zehengänger (digigrad) und galoppieren im Bedrohungsfall rasch davon. Trampelpfade von ihren Unterschlüpfen zu ihren Weidegebieten erleichtern ein schnelles Vorwärtskommen. Bei der Nahrungsaufnahme sitzen sie auf ihren Hinterbeinen und nehmen ihr Fressen in die Vorderpfoten, aus dieser Position können sie ohne großen Zeitverlust fliehen.

Agutis leben einzelgängerisch oder in Paaren. Sie bewohnen ein festes Territorium, das sie aggressiv zumindest gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen verteidigen. Zu ihren Kommunikationsformen gehören das Aufstellen der Rückenhaare – eine Drohgebärde – und eine Reihe von Lauten, darunter ein an Hundegebell erinnernder Alarmton.

Agutis sind Pflanzenfresser, die bei der Nahrungssuche nicht wählerisch sind. So verzehren sie Früchte, Nüsse, Blätter, Stängel und auch Wurzeln. Es gibt Berichte, wonach sie Primatengruppen folgen und die Früchte fressen, die diesen hinuntergefallen sind. Beim Fressen stehen Agutis auf den Hinterbeinen und halten die Nahrung zwischen ihren Pfoten. Im Amazonasgebiet sind Agutis fast die einzigen Tiere, die mit ihrem starken Gebiss die harten Kapselfrüchte der Paranuss öffnen können. Da sie die nicht verzehrten Reste nagertypisch vergraben, tragen sie entscheidend zu Verbreitung und Erhalt der Paranussbestände bei.

Agutis und Menschen

Einerseits weil sie des Öfteren in Plantagen einfallen und diese verwüsten, andererseits wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches werden Agutis von Menschen gejagt. Von indianischen Völkern wurden Agutis vor der Ankunft der Europäer zur Nahrungsversorgung auf mehreren karibischen Inseln eingeführt, diese Bestände gelten heute alle als erloschen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Agutis


Zwei Stunden später erhält der Oberst eine Telefonnummer und ruft sie an.

Polizeioberst: „Sind Sie mein Kontakt?“

Syndikatskontakt: „Ja, aber ich kann Ihnen nur sagen, was ich schon Ihrem Freund Kardeno gesagt habe: Es gibt niemanden mit dem man reden könnte.“

Polizeioberst: „Soll ich zu Ihnen kommen? Ich würde alles tun, was Sie vorschlagen.“

Syndikatskontakt: „Ich habe keine Vorschläge, Oberst.“

Polizeioberst: „Wir sollten uns treffen!“

Syndikatskontakt: „Dieses Telefonat ist unser Treffen!“

Polizeioberst: „Ich weiß nicht, ob Sie meine Lage richtig verstehen?“

Syndikatskontakt: „Doch das tue ich Oberst. (Pause) Taten haben Konsequenzen und es entstehen neue Welten und jede ist anders. Wo die Leichen unserer Männer im Sun-Sun-System verschart werden, das ist eine dieser Welten. Und dass die Leichen so platziert werden, dass genaus Sie sie finden mussten, ist eine andere. Und all diese Welten, die wir bislang noch nicht kannten, müssen doch eigentlich schon immer dagewesen sein, oder nicht?“

Polizeioberst: „Ich weiß es nicht. (Pause) Helfen Sie mir! Ich habe noch etwas Geld für Notfälle, das bin ich bereit zu zahlen.“

Syndikatskontakt: „Erkennen Sie überhaupt die Lage, in der Sie sich befinden? Das ist mein Ratschlag: Da wir es Mithörern nicht zu leicht machen wollen, möchte ich die Ware 77098 Ihres Freundes Kardeno verwenden. Vielleicht es ja ein wenig, aber wahrscheinlich nicht. Haben Sie die Ware und eingeschaltet?

Polizeioberst: „Habe ich. Und eingeschaltet.“

Syndikatskontakt: „Also, ich werde mich dennoch nur wage ausdrücken, wenn Sie verstehen. Also entschuldigen sie meine seifige Ausdrucksweise. Aber ich habe immerhin meinen guten Ruf zu verlieren.

Polizeioberst: „Verstehe.“

Syndikatskontakt: „Also, es steht mir nicht zu, Ihnen zu sagen, was Sie hätten tun oder lassen sollen. Die Welt in der Sie die Fehler ungeschehen machen wollen, ist eine andere als die, in der die Fehler gemacht wurden. Sie stehen an einer Kreuzung und sie möchten gerne wählen. Aber es gibt nichts, was Sie wählen können. Sie können nur akzeptieren. Die Welt in der man wählen konnte, war eine andere. (Pause) Sind Sie noch dran, Oberst?“

Polizeioberst: „Ja.“

Syndikatskontakt: „Verstehen Sie mich nicht falsch, aber allzu nachdenkliche Menschen befinden sich meistens jenseits der Realität der normalen Menschen. In jedem Falle sollten wir einen Ort in uns finden, an dem wir die Tragödien verbleiben lassen können, die uns geschehen sind. Aber das beherzigen nur sehr, sehr wenige Menschen. Nehmen Sie Machado, der Lehrer war und eine wirklich junge Frau heiratete und er liebte sie sehr und als sie ihm genommen wurde, erst dann wurde er ein wirklich großer Poet.“

Polizeioberst: „Ich werde niemals ein großer Poet sein. Ich bin nur ein Polizeibeamter.“

Syndikatskontakt: „Vielleicht nicht. Aber selbst wenn es so wäre, es würde Ihnen nichts helfen. Machado hätte alles getauscht, jedes Wort, jeden Vers, den er jemals geschrieben hat, für nur eine weitere Stunde mit seiner Geliebten. Der Grund ist: Im Zustand der Trauer ist die normale Ordnung außer Kraft gesetzt. Denn Trauer übersteigt jeden Wert. Ein Mensch würde ganze Nationen opfern, nur um sein Herz von Trauer zu befreien und doch kann man mit Trauer nichts kaufen. Denn Trauer ist wertlos.

Polizeioberst: „Warum erzählen Sie mir das?“

Syndikatskontakt: „Weil Sie immer noch die Realität der Welt leugnen, in der Sie sich befinden. Würden Sie ihren Platz einnehmen? Ist Ihre Liebe groß genug?“

Polizeioberst: „Ja, ja verdammt…!“

Syndikatskontakt: „Das ist gut zu hören, Oberst.

Polizeioberst: (Pause) „Was meinen Sie? Dass das eine Möglichkeit wäre?“

Syndikatskontakt: „Nein. Denn das ist unmöglich.“

Polizeioberst: „Sie haben gesagt, ich würde dort stehen, an dieser Kreuzung …“

Syndikatskontakt: „Ja. Mit der Erkenntnis, dass das Leben Sie nicht wieder annehmen wird. Sie sind die Welt, die Sie erschaffen haben. Und wenn Sie aufhören zu existieren, würde die Welt, die Sie erschaffen haben, auch aufhören, zu existieren. Aber für diejenigen, die verstehen, dass Sie in den letzten Tagen in dieser Welt leben, bekommt der Tod eine andere Bedeutung. Das Auslöschen jeglicher Realität ist ein Prinzip das mehr bedeutet als nur Verzicht. Und bald werden all die großen Entwürfe und die großen Pläne enthüllt und offenbart, als das, was sie wirklich sind. Und nun Oberst muss ich Schluss machen und weitere Telefonate führen. Und vielleicht habe ich noch Zeit für ein kurzes Nickerchen.

Polizeioberst: „Können Sie nicht mal eine Ausnahme machen?“

Syndikatskontakt: „Nein das geht nicht, denn dann würden wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren. Und in solchen Fällen ist die oft das einzige was wir noch haben. Es geht garnicht so sehr um den entstandenen Schaden, sondern um den, wenn wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren würden, das verstehen Sie doch, oder?“

Polizeioberst: „Darf ich sie noch was fragen?“

Syndikatskontakt: „Ja, heraus damit.“

Polizeioberst: „Haben sie Familie, Kinder? Und wenn ja, haben Sie Angst um sie?“

Syndikatskontakt: „Wollen Sie mir jetzt drohen?“

Polizeioberst: „Ich werde sie finden und dann werden Sie erleben, was ich gerade erlebe, das verspreche ich Ihnen! Und dann können Sie sich ihre Ratschläge, Weissheiten und Philosophien sonst wo hin stecken, Sie überheblicher Arsch!“ (Legt auf)

Antonio Machado wurde 1875 in Sevilla geboren. Er entstammte einem großbürgerlichen Milieu. Ab 1881 besuchte er die Schule Institución Libre de Enseñanza, wo er seine Liebe für die Literatur entdeckte; erst 1900 erwarb er das Abitur. Wirtschaftliche Probleme zwangen ihn zeitweise, als Schauspieler zu arbeiten. Zusammen mit seinem Bruder, Manuel Machado, reiste er nach Paris, wo er als Übersetzer für einen französischen Verleger tätig wurde. Während seines Parisaufenthalts kam er in Kontakt zu den großen französischen SymbolistenJean Moréas, Paul Fort und Paul Verlaine, aber auch zu anderen zeitgenössischen Literaten, wie Rubén Darío und Oscar Wilde. Diese Begegnungen festigten Machados Entschluss, sich der Dichtung zu widmen. 1907 wurde Machado eine Stelle an einer Schule als Französischlehrer in Soria angeboten. Dort lernte er Leonor Izquierdo, eine Tochter seines Hauswirts, kennen. Antonio Machado (34 Jahre alt) und Leonor Izquierdo (15 Jahre alt) heirateten 1909. Im Jahr 1911 siedelte das Paar nach Paris über, wo Machado Philosophie studierte und viele Werke der französischen Literatur kennenlernte. Im gleichen Jahr wurde bei seiner Ehefrau Tuberkulose diagnostiziert und sie kehrten nach Spanien zurück. 1912 traf ihn der frühe Tod seiner Frau. Er verließ daraufhin Soria und siedelte nach Baeza in Andalusien um. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Machado_%28Lyriker%29

(Weiter zu Teil 13)

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Buchtipp der Autoren:

Der Terraformer (Kartoniert)
von Falke, Matthias

Verlag:  Atlantis Verlag
Medium:  Buch
Seiten:  302
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Dezember 2014
Maße:  211 x 148 mm
Gewicht:  436 g
ISBN-10:  3864021898
ISBN-13:  9783864021893

Der Terraformer

Beschreibung
Der Terraformer Anders McCoy lebt in einer Station auf einem menschenleeren Planeten, um dessen Umwandlung in eine bewohnbare Welt zu betreiben. Er glaubt, allein auf dem Planeten zu sein, der in den Sternenkarten als leblos und unbesiedelt gekennzeichnet ist.

Eines Tages taucht jedoch ein Mann auf, der sich wortkarg vorstellt und angibt, er sei hier abgesetzt worden. Er bietet McCoy seine Dienste an und erlangt sein Vertrauen.

Mit der Zeit kommt seine unfassbare Geschichte heraus.

Doch während McCoy noch überlegt, ob er den Erzählungen des Fremden glauben soll, werden sie beide von dessen düsterer Vergangenheit eingeholt. Mit dem Frieden und der Einsamkeit ist es endgültig vorbei.

Und es beginnt ein atemberaubendes Abenteuer, das sich der Terraformer in seinen kühnsten Träumen nie hätte vorstellen können …

Autor
Matthias Falke wurde 1970 in Karlsruhe/Baden geboren. Nach Abitur und Grundwehrdienst studierte er Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Karlsruhe und Freiburg/Breisgau. Seit 1999 ist er freier Autor, Heraus- geber und Übersetzer. Er veröffentlichte bis jetzt über 70 Bücher. Sein Stück „Kassandra-Szenen“ wurde 2007 beim Ersten Autorenwettbewerb des Sandkorn-Theaters Karlsruhe mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Nach Ausflügen in nahezu alle literarischen Gattungen und Genres konzentriert sich Falke in den letzten Jahren zunehmend auf die Science Fiction. Seine Texte wurden mehrfach für den renommierten Kurd-Laßwitz- Preis nominiert. Die Erzählung „Harey¨ errang 2009 beim Deutschen-Science-Fiction-Preis den 3. Platz. Falkes Novelle „Boa Esperanca“ wurde 2010 mit dem Deutschen-Science-Fiction-Preis als Beste Kurzgeschichte ausgezeichnet. Matthias Falke ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt in Karlsruhe.

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1 Comment

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  1. Die Geschichte mit dem Oberst und der geilen Vaginella wird ja richtig philosophisch!
    Gefällt mir sehr!

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